DE4419829C1 - Verschwenkbare Visiereinrichtung - Google Patents
Verschwenkbare VisiereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Visiereinrichtung für ein Sport
gewehr, mit einem Diopter und einem Korn.
Durch den heute vorhandenen Standard bei Visiereinrichtun
gen für Sportgewehre kann ein Ziel mit höchster Präzision
anvisiert werden. Entscheidend für einen erfolgreichen
Schuß ist der Anschlag. Beim Anschlag soll der Blick exakt
in der Visierlinie liegen.
Damit das Gewehr ruhiger gehalten werden kann, verkantet
der Schütze das Gewehr soweit, bis der Schaft an seiner
Brust aufliegt. Durch die Verkantung ist es für den Schüt
zen schwierig, durch die Visierung zu schauen. Es wäre wün
schenswert, wenn die Visierung nicht mitverschwenkt worden
wäre und senkrecht über der Seelenachse stehen würde. Dies
würde dem Schützen einen bequemeren Blick durch die Visie
rung erlauben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs ge
nannte Visiereinrichtung derart auszubilden, daß mit dem
Gewehr unter Einhaltung der exakten Haltung auf bequeme
Weise ein Ziel anvisiert werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 beziehungsweise 7.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung sind das Diopter und das Korn jeweils
auf einer Halterung angeordnet, welche um die Seelenachse
des Gewehrs verschwenkbar ist. Hierdurch ist es möglich,
das Korn und das Diopter soweit zu verschwenken, daß der
Schütze trotz einer Verkantung des Gewehrs bequem durch die
Visierung schauen kann. Durch die Verschwenkung der Visie
rung kann die durch die Verkantung des Gewehrs hervorgerufe
ne ungünstige Position der Visierung wieder aufgehoben wer
den. Die Visierung kann soweit verschwenkt werden, daß sie
senkrecht über der Seelenachse steht.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist
die Halterung eine Hülse, welche den Gewehrlauf umschließt
und klemmbar ist. Diese Art der Halterung ist insbesondere
für das Korn geeignet. Das Korn kann somit mittels der Hal
terung auf den Gewehrlauf gesteckt werden und durch Klemmen
der Halterung in der gewünschten Stellung arretiert wer
den.
Dort, wo sich aus Gründen der Konstruktion der Gewehrlauf
nicht vollständig mit einer Hülse umschließen läßt bezie
hungsweise wo sich die Verschlußhülse, der Verschlußblock
oder der Schaft befinden, kann eine Halterung verwendet wer
den, welche ein kreissegmentförmiger Teil einer Hülse ist,
wie dies bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen ist. Der kreissegmentförmige Teil umfaßt den Ge
wehrlauf etwa 50° und weist wenigstens ein über einen Be
reich von etwa 40° in Richtung des Umfangs verlaufendes
Langloch auf. Die schalenförmige Halterung umfaßt den Ge
wehrlauf somit nur noch teilweise und läßt sich daher leich
ter am Gewehrlauf befestigen. Dies ist insbesondere vorteil
haft für die Befestigung des Diopters.
Am Gewehrlauf befindet sich ein sich in radialer Richtung
erstreckender Zapfen, welcher mit einem Gewinde versehen
ist. Die Halterung wird nun so an dem Gewehrlauf ange
bracht, daß sich der Zapfen durch das Langloch erstreckt.
Die Halterung kann mittels einer auf den Zapfen aufge
schraubten Mutter an dem Gewehrlauf befestigt werden. Wenn
es erforderlich ist, kann die Halterung auch mit einem
zweiten Langloch versehen werden, durch das sich dann ein
zweiter Zapfen zur Befestigung erstreckt. Sollte es die
bauliche Ausgestaltung des Gewehrs erlauben, kann statt des
Zapfens eine Gewindebohrung vorgesehen sein, in die dann
eine Schraube eingedreht wird, mittels der die Halterung
mit dem Gewehr verbunden wird.
Bei Gewehren, welche einen viereckigen Verschlußblock
haben, muß auf den Verschlußblock ein Adapter derart ange
bracht werden, daß der Verschlußblock nach Anbringen des
Adapters wenigstens über einen Teil seines Umfangs einen
kreisförmigen Verlauf nimmt. Auf diesen Adapter kann dann
beispielsweise ein kreissegmentförmiger Teil einer Hülse in
der beschriebenen Form angebracht werden.
Eine weitere besondere Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, daß zwischen der Halterung und dem Gewehrlauf eine
Rasterung ausgebildet ist. Durch diese Rasterung ist es mög
lich, die Visierung um vorbestimmte Winkelgrade zu ver
schwenken. In vorteilhafter Weise sind die Rasterungen im
Abstand von 3 Winkelgraden ausgebildet. Durch Abzählen der
Rasterungen können nun das Diopter und das Korn um densel
ben Winkel verschwenkt werden. Zur Kontrolle des Verschwenk
winkels beziehungsweise zur Einstellung der Verschwenkung
bei einer Ausführungsform ohne Rasterung ist gemäß einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß an
der Halterung eine Anzeigevorrichtung ausgebildet ist, mit
tels welcher die Verschwenkung anzeigbar ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das
Diopter auf der Halterung in axialer Richtung verschiebbar.
Hierdurch kann das Diopter in einer weiteren Richtung ver
stellt werden, wodurch der Schütze die Visierung in eine
für sich optimale Stellung bringen kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch dadurch gelöst, daß
auf dem Umfang um die Seelenachse des Gewehrs in einem Ab
stand mehrere Befestigungsvorrichtungen vorgesehen sind,
mittels welcher das Diopter beziehungsweise das Korn an dem
Gewehr befestigbar sind. Hierdurch ist es auf besonders ein
fache Weise möglich, die Visierung um einen bestimmten Win
kel um die Seelenachse des Gewehrs herum versetzt anzuord
nen. Es können zwar keine besonders feinen Verstellungen
vorgenommen werden, jedoch läßt sich diese Ausführungsform
besonders leicht herstellen, da auf lose Teile verzichtet
werden kann. Als besonders vorteilhaft hat sich die Ausbil
dung der Befestigungsvorrichtungen als Schwalbenschwanz
führung herausgestellt.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Visiereinrich
tung ist es möglich, das Gewehr um die Seelenachse des Ge
wehrs zu verdrehen und die Visierung so zu verschwenken,
daß sie in jeder beliebigen Verdrehung senkrecht steht.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegen
den Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Anordnung einer ersten Ausfüh
rungsform der Erfindung im Schnitt;
Fig. 2 eine schematische Anordnung einer zweiten Ausfüh
rungsform der Erfindung im Schnitt;
Fig. 3 die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform in der
Draufsicht; und
Fig. 4 eine schematische Anordnung einer dritten Ausfüh
rungsform der Erfindung.
Eine Hülse 1 umschließt fast vollständig einen Gewehrlauf
3. Die Hülse 1 weist an einer Seite sich radial von ihr er
streckende laschenförmige Vorsprünge 6 auf, in welchen sich
eine Bohrung befindet. Der innere Durchmesser der Hülse 1
ist etwas größer als der Außendurchmesser des Gewehrlaufs
3. Werden die laschenförmigen Vorsprünge 6 mittels bei
spielsweise einer Schraube zusammengezogen, verringert sich
der Durchmesser der Hülse 1, wodurch die Hülse 1 auf den Ge
wehrlauf 3 geklemmt wird. Hierdurch ist die Hülse 3 in
ihrer Stellung fixiert. Löst man die Schraube wieder, wird
die Klemmung aufgehoben, wodurch die Hülse 1 um die Seelen
achse 2 des Gewehrlaufs 3 verschwenkt werden kann. An der
Hülse 1 ist ein schwalbenschwanzförmiger Vorsprung 7 ausge
bildet, mittels dem das Diopter beziehungsweise das Korn
auf bekannte Weise mit der Halterung 1 verbunden werden
kann. Durch den schwalbenschwanzförmigen Vorsprung 7 ist es
darüber hinaus möglich, das Diopter in axialer Richtung zu
verschieben.
In den Fig. 2 und 3 ist eine Halterung 1′ gezeigt, welche
einen Gewehrlauf 3′ nur teilweise umfaßt. Die Halterung 1′
weist ein Langloch 4 auf, welches sich über einen Bereich
von etwa 40° in Richtung des Umfangs erstreckt. Die Halte
rung 1′ erstreckt sich in Richtung des Umfangs etwa über
einen Bereich von 50°. Die Halterung 1′ weist einen schwal
benschwanzförmigen Vorsprung 7′ auf, welcher sich in axia
ler Richtung erstreckt. Mittels dieses Vorsprungs kann das
Diopter beziehungsweise das Korn mit der Halterung auf be
kannte Weise verbunden werden.
Vom Gewehrlauf 3′ erstreckt sich in radialer Richtung ein
Gewindezapfen 5. Die Halterung 1′ wird so mit dem Gewehr
lauf 3 verbunden, daß sich der Gewindezapfen 5 durch das
Langloch 4 erstreckt. Die Halterung 1′ kann somit mittels
einer Mutter mit dem Gewehrlauf 3′ verbunden werden. Wird
die Mutter auf den Gewindezapfen 5 aufgeschraubt, ist die
Halterung 1′ in ihrer Stellung arretiert. Zum Verschwenken
der Halterung 1′ wird die Mutter gelöst, wodurch die Halte
rung 1′ um die Seelenachse 2′ des Gewehrlaufs 3′ ver
schwenkt werden kann. Dadurch, daß das Langloch sich über
einen Bereich von etwa 40° in Richtung des Umfangs er
streckt, kann die Halterung und damit das auf ihr befind
liche Diopter beziehungsweise Korn um einen Winkel von etwa
20° in entgegengesetzte Richtungen um die Seelenachse 2′
verschwenkt werden.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform der Erfindung
sind auf dem Umfang eines Gewehrlaufs 3′′ mehrere Schwalben
schwanzführungen 8 angeordnet. Da die Seelenachse 2′′ des
Gewehrs mit der Achse des Gewehrlaufs übereinstimmt, sind
die Schwalbenschwanzführungen auf dem Umfang um die Seelen
achse des Gewehrs in einem Abstand angeordnet. In der ge
zeigten Ausführungsform läßt sich das Korn beziehungsweise
das Diopter von einer mittleren Position in entgegenge
setzte Richtungen in jeweils drei Stellungen mittels der
Schwalbenschwanzführungen 8 am Gewehr anbringen.
Claims (8)
1. Visiereinrichtung für ein Sportgewehr, mit einem
Diopter und einem Korn,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Diopter und das Korn jeweils auf einer Halterung
(1, 1′) angeordnet sind, welche um die Seelenachse (2, 2′,
2′′) des Gewehrs verschwenkbar ist.
2. Visiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterung (1) eine Hülse (1) ist, welche den Gewehr
lauf (3, 3′, 3′′) umschließt und klemmbar (6) ist.
3. Visiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterung ein kreissegmentförmiger Teil (1′) einer
Hülse ist, welcher Teil (1′) den Gewehrlauf (3, 3′, 3′′)
etwa 50° umfaßt, und wenigstens ein über einen Bereich von
etwa 40° in Richtung des Umfangs verlaufendes Langloch (4)
aufweist.
4. Visiereinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Halterung (1, 1′) und dem Gewehrlauf (2,
2′, 2′′) eine Rasterung ausgebildet ist.
5. Visiereinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Halterung (1, 1′) eine Anzeigevorrichtung ausge
bildet ist, mittels welcher die Verschwenkung anzeigbar
ist.
6. Visiereinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Diopter auf der Halterung (1, 1′) in axialer Rich
tung verschiebbar ist.
7. Visiereinrichtung für ein Sportgewehr, mit einem
Diopter und einem Korn,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Umfang um die Seelenachse (2, 2′, 2′′) des Ge
wehrs in einem Abstand mehrere Befestigungsvorrichtungen
(8) vorgesehen sind, mittels welcher das Diopter und das
Korn an dem Gewehr befestigbar sind.
8. Visiereinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsvorrichtungen (8) als Schwalbenschwanz
führungen ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944419829 DE4419829C1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Verschwenkbare Visiereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944419829 DE4419829C1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Verschwenkbare Visiereinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4419829C1 true DE4419829C1 (de) | 1995-10-26 |
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| DE19944419829 Expired - Fee Related DE4419829C1 (de) | 1994-06-07 | 1994-06-07 | Verschwenkbare Visiereinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4419829C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19857755A1 (de) * | 1998-12-15 | 2000-06-29 | Gehmann Gmbh & Co Kg | Verschwenkbare Visiereinrichtung |
| FR2857442A1 (fr) * | 2003-07-09 | 2005-01-14 | Jean Jacques Larane | Systeme de positionnement d'elements de visee d'armes de poing |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7041416U (de) * | 1900-01-01 | J Anschuetz Gmbh | Gewehr, insbesondere Wettkampfgewehr | |
| DE2919533A1 (de) * | 1979-05-12 | 1980-11-13 | Werner Pfuff | Handfeuerwaffe |
| US5315781A (en) * | 1992-05-05 | 1994-05-31 | Beisner David A | Attitude orientation device for scope carrying firearms |
-
1994
- 1994-06-07 DE DE19944419829 patent/DE4419829C1/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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