Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Ablaufkopsen Gegenstand des Hauptpatents Nr. 453 980 ist eine Vorrichtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Ablaufkopsen, wobei dem mit der zu entfernenden Windung versehenen Kopsende innerhalb des Luftstroms eine das freie Fadenende gleitend, intermittierend oder kontinuierlich erfassende, in Richtung des Luftstroms wirkende, mechanische Ab ziehvorrichtung zugeordnet ist.
Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Kopse stehend in Taschen eines Transportbands um ihre Längsachse drehbar gelagert und das Abziehen erfolgt mittels einer aus zwei walzenförmigen Rota tionskörpern bestehenden Abzugsvorrichtung.
Bei einer solchen Vorrichtung wird der in Taschen eines Transportbands auf seiner Unterlage stehende Kops über der aus walzenförmigen Rotationskörpern bestehen den Abzugsvorrichtung hinweggeführt. Dabei wird der Fadenfang zwischen den Walzen eingeklemmt und abge zogen. Bei hängend geführten Kopsen ist im Hauptpatent bereits der Vorschlag gemacht worden, die Kopse in Umdrehungen zu versetzen, um das Abziehen des Fadens zu erleichtern. Die im Hauptpatent beschriebene Vorrich tung zur Drehung des Kopses hat jedoch den Nachteil, dass sie verhältnismässig aufwendig ist und keine sichere Gewähr für ein einwandfreies Erfassen jeder Kopshülse liefert, insbesondere dann, wenn die Hülsen leichte Beschädigungen aufweisen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vor richtung zum pneumatischen Entfernen der Ober- oder Unterwindung von Ablaufkopsen, wobei dem mit der zu entfernenden Windung versehenen Kopsende innerhalb des Luftstroms eine das freie Fadenende gleitend, inter mittierend oder kontinuierlich erfassende, in Richtung des Luftstroms wirkende, mechanische Abziehvorrich tung zugeordnet ist und wobei die Kopse stehend in Taschen eines Transportbands um ihre Längsachse dreh bar gelagert sind und die Abzugsvorrichtung zwei wal zenförmige Rotationskörper aufweist, derart zu verbes sern, dass auch diese Kopse während des Fadenabzugs in Drehung versetzt werden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die dem Transportband gegen- überliegende Seite der Transporttaschen mindestens teil weise von einem relativ zu dem Transportband bewegten Anschlag gebildet und die Achse der Transporttaschen gegen die Senkrechte derart geneigt ist, dass die Kopse von dem Anschlag gehalten und durch die Relativbewe gung in Rotation versetzt sind.
Der relativ zu dem Transportband bewegbare An schlag kann aus Platten, Stäben, Bändern oder derglei chen bestehen. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass dieser Anschlag selbst bewegt wird, vielmehr kann die Relativbewegung zwischen dem bewegten Transport band und einem ortsfesten Anschlag bereits ausreichen, um dem Kops die nötige Drehung zu verleihen. Im allgemeinen wird es aber vorteilhaft sein, wenn der Anschlag beispielsweise aus einem ebenfalls umlaufenden Band besteht, dessen Geschwindigkeit derart gewählt ist, dass die Drehzahl des Kopses dem günstigsten Fadenab zug entspricht.
Durch die Schräglage des Kopses ist es schwierig, den abzuziehenden Faden über das Hülsenende zu ziehen, da bereits leichte Beschädigungen des Hülsenendes zu Ver- hakungen des Fadens und damit zu einem Fadenbruch führen können. Die vorstehend beschriebene Vorrichtung kann deshalb noch dadurch verbessert werden, dass eine Blasdüse zur Erzeugung eines in Bewegungsrichtung des Kopses zwischen die Rotationskörper geführten Luft stroms vorgesehen ist, so dass der Faden dem Kops vorauseilt und nicht über die untere Hülsenkante gleiten muss.
Anhand des in den Figuren dargestellten Ausfüh rungsbeispiels sei die Erfindung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht längs der Linie 1-I der Fig. 2 und Fig. 2 eine Vorderansicht von der Bedienungsseite in Richtung des Pfeils A der Fig. 1.
Zur Führung des Kopses dient eine Transporttasche 4, welche in bekannter Weise an einem umlaufenden Transportband 3 befestigt ist. Um das Herausgleiten des Kopses aus der Transporttasche 4 nach unten zu verhin dern, sind auch hier zwei ortsfeste Auflagen 280 und 290 vorgesehen, die jedoch in diesem Fall nicht stabförmig, sondern als Winkeleisen ausgebildet sind, um dem Kops- fuss bei der Rotation des Kopses eine bessere Führung zu geben. Statt derartiger ortsfester Auflagen könnte jedoch auch die Transporttasche 4 mit einer entsprechenden unteren Auflage versehen sein.
Die Transporttasche ist im dargestellten Ausfüh rungsbeispiel zur Bedienungsseite hin geöffnet. Vor die ser<B>Öffnung</B> ist ein Anschlag 201 angeordnet, welcher im dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls als ein um die Umlenkwalzen 211 umlaufendes Band ausgebildet ist. Dieser Anschlag 201 bildet somit teilweise die dem Transportband 3 gegenüberliegende Seite der Transport tasche 4 und verhindert ein Herauskippen des Kopses 1. Um jedoch sicherzustellen, dass der Kops 1 von dem Anschlag 201 in Rotation versetzt wird, ist die Achse 3a der Umlenkwalzen 203 für das Transportband 3 und damit auch die Achse la der Transporttasche 4 derart gegen die Senkrechte geneigt, dass der Kops 1 an dem Band anliegt.
Unterhalb der beiden ortsfesten Auflagen 280 und 290 befinden sich die beiden Abzugswalzen 25, 26, von denen die Abzugswalze 26 Ausnehmungen 26' aufweist, die jedoch in der durch den Pfeil B angedeuteten Bewegungsrichtung des Kopses 1 allmählich abnehmen. so dass die Berührungsfläche der Walzen 26, 25 in dieser Richtung immer mehr zunimmt.
Zur Erzeugung eines in Bewegungsrichtung B des Kopses 1 zwischen die Rotationskörper 25, 26 geführten Luftstroms dient eine Blasdüse 202, durch die der Faden F dem Kops vorauseilend zwischen die Walzen 25, 26 geführt wird. Man erkennt an der Darstellungsweise der Fig. 2 sehr deutlich den voreilenden Faden, so dass dieses Fadenende mit dem eventuell beschädigten Hülsenfuss des Kopses 1 nicht in Berührung kommen kann.
Die vorliegende Vorrichtung ist nicht auf das darge stellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispielsweise sind zum Transport von Kopsen auf Transportbändern die verschiedensten Transportbehälter bekannt geworden, in welche die Kopse eingelegt werden können. Der Ausdruck Transporttaschen soll sich dementsprechend auch auf die verschiedensten Behälterformen erstrecken, unabhängig davon, ob es sich um sogenannte Mulden, Kästen oder dergleichen handelt. Diese bekannten Trans porttaschen gliedern sich in zwei Gruppen.
Die eine Gruppe ist an der dem Transportband gegenüberliegen den Seite geöffnet, so dass der Kops herauskippen könnte, wenn er nicht durch eine entsprechende Schrägla ge daran gehindert würde. Die andere Gruppe weist geschlossene Transporttaschen auf, in denen der Kops entweder mit vertikaler oder geneigter Achse transpor tiert werden kann. Im vorliegenden Falle kann es sich sowohl um Transporttaschen der einen Gruppe als auch um Transporttaschen der anderen Gruppe handeln. Es ist lediglich von Bedeutung, dass die dem Transportband gegenüberliegende Seite der Transporttaschen mindestens teilweise von einem relativ zu dem Transportband beweg ten Anschlag gebildet wird, an den der Kops durch entsprechende Schräglage anliegen kann.
Es können also sowohl offene Transporttaschen Verwendung finden, bei denen mindestens ein Teil der offenen Seite durch den bewegten Anschlag gebildet wird, als auch geschlossene Transporttaschen, die eine Ausnehmung aufweisen, in welche der relativ zu dem Transportband bewegte An schlag hineinragt, so dass der Kops bei der entsprechen den Schräglage ebenfalls an dem Anschlag anliegt.
Wie bereits erwähnt, sind auch zahlreiche Varianten sowohl in bezug auf die untere Abstützung des Kopses als auch in bezug auf den relativ zu dem Transportband 3 bewegten Anschlag 201 möglich. Wie ebenfalls bereits erwähnt, ist es vorteilhaft, die Relativbewegung des Anschlags 201 so zu wählen, dass der Kops eine dem Abzug günstige Umdrehung erhält. Dies kann bei einem ortsfesten Anschlag 201, beispielsweise durch geeignete Wahl der Geschwindigkeit des Transportbands 3 bzw. der Transporttaschen 4 erreicht werden. Wird der An schlag 201 selbst beweglich ausgebildet, so kann die Bewegungsrichtung des Anschlags 201 je nach der gewünschten Drehzahl des Kopses und der Geschwindig keit des Transportbands 3 entweder mit der durch den Pfeil B angeordneten Bewegungsrichtung des Transport bands 3 übereinstimmen oder entgegengesetzt gerichtet sein.
Wesentlich ist lediglich, dass ein möglichst gleichmässiger Abzug der Hinterwindung gewährleistet wird, wozu eine Drehung des Kopses 1 bei der in der Figur dargestellten Windungsart in Richtung des Pfeils C vorteilhaft ist.