CH477449A - Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen - Google Patents

Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen

Info

Publication number
CH477449A
CH477449A CH833668A CH833668A CH477449A CH 477449 A CH477449 A CH 477449A CH 833668 A CH833668 A CH 833668A CH 833668 A CH833668 A CH 833668A CH 477449 A CH477449 A CH 477449A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
phthalazones
sulfuric acid
mixture
pentachloro
reaction
Prior art date
Application number
CH833668A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dipl Chem Fuhrer
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH833668A priority Critical patent/CH477449A/de
Priority claimed from CH964264A external-priority patent/CH467783A/de
Publication of CH477449A publication Critical patent/CH477449A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/26Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D237/30Phthalazines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/26Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D237/30Phthalazines
    • C07D237/32Phthalazines with oxygen atoms directly attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen.



   Phthalazon wurde üblicherweise durch Umsetzung von Phthalaldehydsäure mit Hydrazin in alkalischer Lösung gewonnen. Die Phthalaldehydsäure wird ihrerseits aus   Phthalimid    über das Phthalid und 3-Bromphthalid oder durch Oxydation von Naphthalin gewonnen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man   a,a,a,a',a'-Pentachlor-o-xylole    mit Hydrazinsulfat in konzentrierter Schwefelsäure umsetzt und, wenn erwünscht, die erhaltenen Phthalazone isoliert.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist es nun möglich, Phthalazone direkt aus dem leicht zugänglichen Pentachlor-o-xylol zu erhalten.



   Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass ein bei der Chlorierung von o-Xylol anfallendes Gemisch von Penta- und Tetrachlor-o-xylol ohne vorherige Trennung direkt der Reaktion unterworfen werden kann.



   Die als Ausgangsstoffe einzusetzenden Pentachloro-xylole und entsprechend die Endstoffe können im carbocyclischen aromatischen Kern auch substituiert sein, z. B. durch Halogenatome, wie Fluor-, Chlor- oder Bromatome. Vorzugsweise sind sie jedoch unsubstituiert.



   Die Umsetzung wird vorteilhaft so durchgeführt, dass man die chlorierten Xylole in ein Gemisch von Hydrazinsulfat und konzentrierter Schwefelsäure einträgt. Zweckmässig verwendet man einen geringen   Ober-    schuss von Hydrazinsulfat, z. B. 1,1 Mol per 1 Mol chlorierte Xylole.



   Beim Arbeiten im grösseren Massstab ist es vorteilhaft, die Hydrazinsulfat-Schwefelsäuremischung gleich zu Beginn auf die Reaktionstemperatur, z. B. 130 bis   1500,    insbesondere 1400, aufzuheizen und dann das chlorierte Xylol in geschmolzener Form zuzudosieren.



  Die Reaktionsführung ist dadurch besser gewährleistet; insbesondere kann die Salzsäure-Gas-Entwicklung jederzeit unter Kontrolle gehalten werden.



   Als konzentrierte Schwefelsäure wird vor allem Schwefelsäure von über 75   O/o    verwendet. Vorzugsweise verwendet man bei der Herstellung von Phthalazonen oder bei Verwendung des obgenannten Gemisches von Ausgangsstoffen 90-940/oige Schwefelsäure.



   Die Isolierung der Phthalazone kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass man das Reaktionsgemisch auf Wasser austrägt. Dabei fällt das Phthalazon aus.



   Die Verfahrensprodukte sind wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung von Heilmitteln. So kann man beispielsweise aus den verfahrensgemäss erhaltenen Phthalazonen beispielsweise durch Überführung in die entsprechenden l-Chlorphthalazine und Umsetzung mit Hydrazin blutdrucksenkende l-Hydrazinophthalazine erhalten, wie sie z. B. im US-Patent Nr. 2 484 029 beschrieben sind.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt.



   Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
In 300 ml (ca. 5 Mol) konzentrierte Schwefelsäure werden 30 ml Wasser und 143 g (1,1 Mol) Hydrazinsulfat eingetragen. Unter Rühren wird auf   60     aufgeheizt. (Dabei wird die Schwefelsäure an Hydrazinsulfat gesättigt.) Es werden nun 279 g (1 Mol)   a, a, a, a', a'-    Pentachlor-o-xylol zugesetzt. Unter Rühren wird die Temperatur langsam weiter gesteigert. Es setzt bald lebhafte Salzsäure-Gas-Entwicklung ein. Durch Regelung der Reaktionstemperatur   (70-1000)    kann diese Gasentwicklung gesteuert werden. Sobald die Gasentwicklung nachlässt, wird stärker erwärmt, am Schluss auf   1300.   



  Diese Temperatur wird eine Stunde gehalten, dann wird gekühlt auf Raumtemperatur und 100 ml Wasser werden zugetropft. Dadurch wird das überschüssige Hydrazinsulfat ausgefällt. Nach 15 Minuten wird durch Glasfaserfilter filtriert und das Filtrat unter Rühren auf 1,5 Liter Wasser ausgetragen. Dabei fällt das Phthalazon der Formel 
EMI2.1     
 in voluminöser Form aus. Es wird bei Raumtemperatur über Nacht gerührt, filtriert und mit Wasser gründlich nachgewaschen.



   Trocknung im Vakuum bei 900 ergibt 125 g (85,5 O/o d. Th.) reines Phthalazon vom F.   184-185 .   



   Beispiel 2
In 200 ml konzentrierte Schwefelsäure werden 20 ml Wasser und 143 g   (1,1    Mol) Hydrazinsulfat eingetragen.



  Unter Rühren wird auf   60     aufgeheizt. Es werden nun 265 g eines Chlorierungsgemisches (bestehend aus 128 g [0,52 Mol]   u,a,cr',a-Tetrachlor-xylol,    127 g [0,46 Mol]   %(1,a,c ,a -Pentachlorxylol    und 10 g diverser Chlorierungsprodukte) zugesetzt. Unter Rühren wird die Temperatur weiter gesteigert   (70-100 ).    Sobald die Gasentwicklung nachlässt, wird stärker erwärmt, am Schluss bis 1300. Diese Temperatur wird eine Stunde gehalten, dann wird auf Raumtemperatur abgekühlt und 80 ml Wasser werden zugetropft. Nach 15 Minuten Rühren bei Raumtemperatur wird durch Glasfaserfilter vom überschüssigen Hydrazinsulfat abfiltriert und das Filtrat wird auf 2 Liter Wasser ausgetragen.

   Nach einigen Stunden wird das ausgefallene Phthalazon   abfiltriert, ge-    waschen und getrocknet. Ausbeute: 58,6 g Phthalazon (88    /o    d. Th.).



   Beispiel 3
In 300 ml (ca. 5 Mol) konzentrierte Schwefelsäure   (960/oig)    werden 30 ml Wasser und 143 g (1,1 Mol) Hydrazinsulfat eingetragen. Unter Rühren wird auf   140 0C    aufgeheizt. Es werden nun 279 g (1 Mol) geschmolzenes   a,a, a,a', a'-Pentachlor-o-xylol    im Verlaufe von 1-2 Stunden zugegeben. Die Salzsäure-Gas-Entwicklung kann durch die Zulaufgeschwindigkeit des   a, a, a, a', a'-Pentachlor-xylols    geregelt werden. Nach vollständiger Zugabe wird die Temperatur noch während weiterer 30 Minuten bei 140   OC    gehalten. Dann wird auf Raumtemperatur abgekühlt, und es werden 100 ml Wasser zugetropft. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 1 beschrieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen, dadurch gekennzeichnet, dass man a,a,a,a',a'-Pentachlor- o-xylole mit Hydrazinsulfat in konzentrierter Schwefelsäure umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung mit 90-940/oiger Schwefelsäure durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem Gemisch von a,a,a',a'- Tetrachlor-o-xylolen und a,a,a,a ,a -Pentachlor-o-xylo- len ausgeht.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem Gemisch von a,a,a',a'- Tetrachlor-o-xylolen und a,a,a,a ,a a'-Pentachlor-o-xylo- len ausgeht und die Umsetzung in 9e940/oiger Schwefelsäure durchführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Überschuss von Hydrazinsulfat einsetzt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Phthalazon durch Austragen des Reaktionsgemisches auf Wasser isoliert.
CH833668A 1964-07-23 1964-07-23 Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen CH477449A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH833668A CH477449A (de) 1964-07-23 1964-07-23 Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH833668A CH477449A (de) 1964-07-23 1964-07-23 Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen
CH964264A CH467783A (de) 1964-07-23 1964-07-23 Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH477449A true CH477449A (de) 1969-08-31

Family

ID=25703175

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH833668A CH477449A (de) 1964-07-23 1964-07-23 Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH477449A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH374699A (de) Verfahren zur Herstellung von Disulfamylanilin-Verbindungen
CH477449A (de) Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazonen
DE1795231C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Aryl-1,2-dihydro -3H-1,4-benzodiazepin-2-on-4-oxyden
DE1545690A1 (de) Neues Verfahren zur Herstellung von Phthalazinen und Phthalazonen
AT330788B (de) Verfahren zur herstellung von 3-phenyl- 4,5,6 -trichlorpyridazinen
DE1445521C (de) Verfahren zur Herstellung von In dazol (3) carbonsauren
DE2800537C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-2-alkoxy-5-brom-benzolen
DE2250550A1 (de) Verfahren zur herstellung von tetrabromphthalsaeureanhydrid
EP0017806B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-2-acetyl-4-bromanthrachinon
EP0160162B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Amino-2-brom-4-hydroxyanthrachinon
CH218361A (de) Verfahren zur Herstellung einer Cyclopentano-dimethyl-polyhydro-phenanthren-carbonsäure.
CH432499A (de) Verfahren zur Herstellung von 2,6-Dichlorbenzaldoxim
AT239787B (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydro-benzothiadiazinen
DE2202720A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Di-(o-oder p-nitrophenyl)-aethanol
AT201590B (de) Verfahren zur Herstellung heterocyclischer Sulfamide
AT206430B (de) Verfahren zur Herstellung von Disulfamylanilinverbindungen
EP0111120B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonen
AT228190B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten und ihren Salzen
DE1294970B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten 6, 11-Dihydrodibenzo[b, e]-oxepin- bzw.-thiepin-11-onen
DE3506681A1 (de) Verfahren zur herstellung von pyridin-2,3-dicarbonsaeure
DE1793463A1 (de) Verfahren zur Herstellung von M?
DE1670169A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-5-brompyridazonen-(6)
CH302903A (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen.
DE3316963A1 (de) Verfahren zur herstellung von reiner cyanursaeure
DE2443256A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-phenyl-4,5,6-trichlorpyridazinen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased