Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von blatt oder bogenförmigem Material, insbesondere Furnierblättern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ablegen von blatt- oder bogenförmigem Material, insbesondere Furnierblättern, von einer Förderbahn auf eine im vorbestimmten Abstand unter der Förderbahn angeordnete Aufnahmefläche, bei dem das Material durch Saugluft an der Unterseite eines End losfördermittels gehalten und über der Aufaahmefläche von dem Endlosfördermittel abgedrückt wird.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass bei dem Ablegen von blatt-, bogen- oder tafelförmigem Material von einer unter Saugwirkung stehenden Förderbahn auf eine darunter im Abstand befindliche Aufnahmefläche von entscheidender Bedeutung ist, dass einerseilbs die Möglichkeit besteht, das bo, genförmige oder dgl.
Material entsprechend seinem jeweiligen Ge- wicht mit ausreichender Haftung an der Unterseite der Förderbahn zu halten, anderseits aber die Haftkraft so zu beschränken, dass im gewünschten Augenblick der Bogen rasch und sicher abgedrückt werden kann, und dass gleichzeitig dafür Sorge getragen werden muss, dass nach dem Abdrücken der Bogen oder dgl. keine Ge- legenheit hat, zu segeln , d. h. sich unkontrolliert und in beliebiger Weise zur Seite zu verschieben, ehe er zur festen Auflage auf der Aufnahmefläche kommt.
Bekanntlich neigen Tafeln oder Bögen oder Blätter grösseren Formats sehr leicht selbst bei kurzen Abwerfwegen nach unten dazu, sich unter der Einwirkung des Luftstaus unterhalb der ausgedehnten Materialbögen seitlich zu verschieben, so dass eine genaue Ablage der Bögen auf vorbestimmten Stellen einer darunterliegenden Aufnahmefläche nahezu ausgeschlossen ist. Viele Materialien besitzen dabei eine gewisse Eigenspannung, die dazu führt, dass die Bögen während dieser Segelbewegung dazu neigen, sich an einer Seite oder an mehreren Seiten aufzurollen, so dass eine glatte Ablage auf der Aufnahmefläche erschwert oder unmöglich ist.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, um einerseits den Energieaufwand zum Halten von grossen und schweren Bögen an einer solchen Förderbahn auf ein Mindestmass zu beschränken und gleichzeitig für ein rasches und sicheres Abdrücken der Bögen bis auf eine Aufnahmefläche Sorge zu tragen.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass auf schonendste Weise auf die Bögen oder dgl. Materialen eingewirkt wird, wenn diese von der Förderbahn nach unten abgedrückt werden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass die Bögen, nachdem sie von der Förderbahn abgedrückt sind, auf vorbestimmtem Wege sicher bis auf eine vorbestimmte Stelle der Aufnahmefläche gelangen, ohne dass sie die Möglichkeit haben, sich unter der Einwirkung des unter den Bögen befindlichen Luftstaus zur Seite zu verschieben.
Zu diesen und ähnlichen Zwecken ist das Verfahren nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Material an der Förderbahn nur in wenigen engbegrenzten, gegenüber der Materialbreite sowohl schmalen als auch in einem grossen gegenseitigen Abstand liegenden Zonen, bestehend aus entsprechend schmalen Saugbereichen und diesen zugeordneten schmalen Förderbändern, gehalten wird und während des Abdrückens von der Förderbahn zwangsläufig bis zur festen Auflage auf der Aufnahmefläche geführt wird. Bei diesem Verfahren kann mit sehr geringem Energieaufwand für die Erzeugung des Unterdrucks und für den Antrieb des Fördermittels gearbeitet werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Saugluft nur auf sehr schmalen Bereichen, verglichen mit der Materialbreite an dem Material, wirksam wird.
Es kann zwar notwendig sein, bei grösserem Materialgewicht, mit erheblichem Unterdruck an den in Frage stehenden schmalen Zonen zu arbeiten, wobei dieser Druck wegen der geringen Luftmenge, die abgesaugt werden muss, sehr leicht und mit geringem Energieaufwand aufrechterhalten werden kann. Dabei ist es auf einfache Weise möglich, die Haltekraft entsprechend dem Gewicht des Materials so abzustimmen, dass der Bogen zwar sicher gehalten, aber die Haltekraft nur wenig das Gewicht des Materials übersteigt. Auf
Grund dieser Massnahme ist dafür Sorge getragen, dass der überwiegende Teil des Materialbogens ausserhalb des Einflussbereicihes der Saugluft liegt und daher auch keiner Haltekraft ausgesetzt ist.
Dies ist nicht nur we sentlich für den gerir4gen Energieverbrauch für die Erzeugung des Unterdruckes, sondern von ganz enormer Bedeutung für das Lösen des Bogens von der Förderbahn im Augenblick des Abdrückens. Wenn die Saug luft über Iden ganzen Ausddlhnungsbereich des Bogens wirksam ist, ist die Haltekraft ganz enorm, so dass entsprechend grosse Kräfte aufgewendet werden müssen, um den Bogen entgegen der Haltekraft von der Förderbahn abzudrücken. Ausserdem dauert es bei ausge dehnen Bögen eine erhebliche Zeit, bis sich der Unterdruck hinter dem Bogen auf Atmosphärendruck ausgeglichen hat,
so dass die Haltekraft längere Zeit anhält.
Bei der beschriebenen Massnahme wird dagegen auf Grund der engen Begrenzung der Saugzone nicht nur die Haltekraft auf das notwendige Mass beschränkt, sondern gleichzeitig, ein schneller Ausgleich des Druckes im Bereich der Saugzone erreicht, sowie der Materialbogen von der Förderbahn abgedrückt wird, fda über den Igröissten Teil des Bogens auf dessen Rückseite normaler Atmosphärendruck herrscht, von dem der Ausgleich her stattfinden kann.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Massnahme besteht darin, dass ein Abdrücken des Bogens von Ider Förderbahn nur an den wenigen engbegrenzten Stellen der Anordnung notwendig ist, in wel- cher die Saugzonen liegen. Die bei einer bevorzugten Ausführung zum mechanischen Abdrücken des Bogens von der Förderbahn zu bewegenden Abdrückelemente sind so gering in der Zahl, so dass die bewegte Masse ebenfalls gering ist und ein sehr rasches Bewegen der Abdrückelemente möglich wird. Dabei ist zu beachten, dass diese Elemente aus der Ruhelage bis auf die Abdrückgeschwindigkeit beschleunigt werden müssen, so dass die Masse dieser Teile eine ganz erhebliche Rolle spielt.
Die rasche Beschleunigung und das geringe Gewicht der Abdrückelemente hat den weiteren Vorteil, dass die Abdrückelemente so schnell bewegt werden können, dass eine Relativbewegung zwischen den Bögen und den sich nach unten bewegenden Abdrückelementen praktisch nicht eintreten kann, obwohl die Abdrückelemente nur an wenigen weit auseinanderliegenden begrenzten Stellen auf das Material einwirken. Dadurch wird ge währleistet, dass durch die rasche Bewegung sich unterhalb der Bögen ein Luftstau aufbaut, welcher die Bögen fest gegen die Abdrückelemente presst, so dass eine zwangsweise Überführung der Bögen mit Hilfe der Abdrückelemente bis zur Auflage auf die Aufnahmefläche erreicht wird.
Es ist dabei vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Abdrückelemente die Bögen tatsächlich bis zur Berührung mit der Aufnahmefläche nach unten drüeken, so dass eine Verschiebung der Bögen und damit ein Segeln nicht stattfinden kann.
Zur Ausführung des Verfahrens sieht die Erfindung eine Vorrichtung mit einer durch wenigstens einen Saugkasten und an dessen Unterseite zgeXhnte Endlosfördermittel gebildeten Förderbahn, einer im vorbestimmten Abstand unter der Förderbahn angeordneten Auflagefläche, einer das Material von der Förderbahn nach unten ab drückenden Einrichtung und einer die Abdrückeinrichtung steuernden, der Förderbahn zugeordneten und auf das Material bei Erreichen einer vorbestimmten
Stellung ansprechenden Fühleinrichtung vor, bei der je der kontinuierlich mit einer Saugquelle verbundene
Saugkasten auf seiner Unterseite nur zwei, gegenüber der Materialbreite schmale und im gegenseitigen Ab stand nahe den Kastenlängsseiten angeordnete Saugzonen aufweist, entlang denen entsprechend schmale,
-im gegenseitigen Abstand angeordnete endlose Förderbän der geführt sind, wobei die Abdrückeinrichtung Abdrückorgane nur an den Kastenlängsseiten aufweist.
Weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand verschiedener Ausführungsbeispiele näher erläutert, welche zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignet sind.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Vorrichtung gemäss der Erfindung im Schnitt von der Seite her.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 1 im Querschnitt.
Fig. 3 ist eine Stirnansicht einer abgewandelten Ausführungsform für besonders breite Materialbögen.
Fig. 4 zeigt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung zum Ablegen von verschiedenen Gruppen von Materialbögen, die unterschiedliche, aber sich ergänzende Längen aufweisen, wobei das Ablegen auf eine gemeinsame Aufnahmefläche erfolgt.
Fig. 5 veranschaulicht die Art der Ablage der Materialbögen der verschiedenen Gruppen bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4.
Fig. 6 zeigt schematisch die Schaltkreise, die zum Steuern der Vorrichtung nach Fig. 4 dienen.
Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung den vorderen Teil einer Ablagevorrichtung in Seitenansicht, die besonders geeignet ist für das Ablegen von Furnierblättern.
Fig. 8 zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele für Abdrückeinrichtungen von kurzen Furnierabschnitten, welche Abdrückeinrichtungen in der Vorrichtung nach Fig. 7 Verwendung finden können.
Fig. 9a und 9b zeigen verschiedene Ausführungsformen der Vorrichtung gemäss der Erfindung in Anwendung als eine in eine Förderbahn eingeschaltete Weiche.
Fig. 10 zeigt die Einrichtung nach Fig. 9a in Stirnansicht.
Fig. 11 zeigt in grösserem Massstabe einen Teil der Unterseite der Förderbahn, und
Fig. 12 gibt eine Vorrichtung gemäss der Erfindung in Seitenansicht wieder, welche zugleich als Sammeleinrichtung für besonders kurze Materiallängen dient.
Die Vorrichtung kann einmal zum Sammeln von gleich langen oder in bestimmter Weise in der Länge voneinander abweichenden Bögen auf Stapeln dienen.
Zum anderen lässt sich die Vorrichtung aber auch verwenden, um innerhalb einer fortgesetzten Förderbahn bestimmte Bögen aus dieser Förderbahn in eine andere Förderbahn oder eine Auflagefläche abzuweisen, wobei die Vorrichtung die Rolle einer Weiche erfüllt.
In den Fig. 1 und 2 ist der grundsätzliche Aufbau der Vorrichtung gemäss der Erfindung, welche für die Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignet ist, wiedergegeben.
Bei den Materialbögen 12 nach Fig. 1 und 2 kann es sich um Bögen oder Tafeln oder Blätter beliebiger Art handeln. Es sei angenommen, dass es sich um Furnierblätter gleicher Länge handelt, die mit Hilfe des Zulieferförderers 11 in Richtung des Pfeiles 15 z. B. von einer Schere oder einem Furniertrockner oder einer Mess- strecke her zugeführt werden.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 weist einen Sammeltisch 10 auf, der höhenverstellbar ist, insbesondere schrittweise zur selbsttätigen Anpassung an die Zunahme des Furnierstapels 12. Mit Hilfe des Tisches 10 kann die oberste Fläche des Stapels stets und selbsttätig in vorbestimmtem Abstand von der Unterseite der Förderbahn gehalten werden, und zwar unabhängig vom Anwachsen des Stapels.
Oberhalb des Sammeltisches 10 ist eine pneumatische Ablegeeinrichtung angeordnet. Diese besteht aus einem Saugkasten 1, dem ein Sauggebläse 2 zugeordnet ist. Um den Saugkasten 1 ist über entsprechende Führungsrollen 13, von denen eine, wie bei 4 angedeutet ist, angetrieben wird, ein Endlosfördermittel 3 geführt, und zwar so, dass sein unteres Trum 3a auf der Saugseite des Saugkastens 1 läuft.
Von Bedeutung ist es, dass das Endlosfördermittel 3 aus wenigen, vorzugsweise zwei im gegenseitigen Abstand gemeinsam umlaufenden, gegenüber der Förderbreite schmalen Förderbändern 3b, 3c besteht. Diese Förderbänder können gelocht sein, wobei sie direkt über der entsprechend schmalen Saugzone an der Unterseite des Saugkastens laufen, oder aber sie können auch undurchlässig sein, wobei die schmalen Saugzonen unmittelbar neben den Förderbändern liegen.
Die Furnierblätter 14 werden durch die Saugwirkung des Saugkastens 1 gegen die Unterseite der Förderbänder 3b, 3c gepresst und durch diese sicher mitgenommen. Die wirksamen Saugbereiche des Saugkastens sind, wie erwähnt, engbegrenzte schmale Zonen, die im Bereich der Förderbänder liegen. Wesentlich dabei ist, dass die Anlagebereiche an dem Endlosfördermittel und die Saugzonen nahe beieinander liegen und sehr schmal gegegenüber der Fumierbreite sind und einen entsprechend grossen gegenseitigen Abstand aufweisen. Dabei werden die Förderbänder zweckmässigerweise stets der Saugwirkung ausgesetzt, so dass sie selbst ebenfalls in Anlage an der Saugfläche des Saugkastens gehalten werden.
Im dargestellten Beispiel ist ein Einsatzkörper 5 für den Saugkasten vorgesehen, der auf Grund seiner Ausbildung dafür sorgt, dass die Saugwirkung auf schmale Zonen im Bereich der Kastenlängsseiten des Saugkasltens 1 beschränkt ist.
Das Endlosfördermittel wird in der Regel kontinuierlich angetrieben. Um das Furnierblatt 14 auf dem Stapel 12 in genauer Lage ablegen zu können, ist es erforderlich, dass das Blatt von dem Endlosförderer 3 in einer vorbestimmten Stellung und über seine Fläche gleichmässig freikommt, was bei ausgedehnten Bögen oder Blättern, insbesondere bei Materialien mit Eigenspannung wie bei Furnierblättern, erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Der Augenblick des Abwerfens lässt sich leicht durch die Vorderkante des Furnierblattes in bekannter Weise mit Hilfe eines Anschlagfühlers 9 oder eines Lichtstrahlfühlers festlegen.
Um die Gewähr für ein genaues Abwerfen des Furnierblattes zu haben, ist die mechanische Abdrückeinrichtung vorgesehen, die im dargestellten Beispiel zwei langgestreckte Abdrückschienen 7 aufweist, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Endlosfördermittel 3b, 3c oberhalb der Förderbahn für die Furnierblätter 14 in Ruhe- oder Ausgangslage an den Seiten des Förderkastens 1 gehalten sind. Diese Abdrückeinrichtung ist durch den Fühler 9 steuerbar. Die Abdrückschienen lassen sich mit Hilfe seines Abdrückgestänges, welches dadurch eine Antriebseinrichtung, z. B. einen Druckmittelzylinder 8, betätigbar ist, im wesentlichen parallel zu der Förderbahn bewegen.
Bei dem dargestellten Beispiel werden die Abdrückschienen 7 mit Hilfe von Winkelhebeln 6, 16 unterstützt, die über eine Führungsstange 17 so miteinander verbunden sind, dass sie um ihre Schwenklager 16a, 6a synchron verschwenkbar sind. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Schienen mit Hilfe der Winkelarme nicht nur senkrecht nach unten, sondern in Richtung des Pfeiles 15 gleichzeitig auch in Förderrichtung der Förderbahn bewegt werden. Dies ist von erheblicher Bedeutung, um eine Relativbewegung zwischen den Schienen und den von diesen abgedrückten Bögen während des Abdrückens zu verhindern.
Die Bewegung der Schienen kann auch durch eine vorbestimmte Führungskurve gesteuert werden.
Wie Fig. 1 veranschaulicht, ist die Anordnung so getroffen, dass der Stapeltisch 10 stets in einer solchen Höhenlage gehalten wird, dass sich der oberste Bogen des Stapels 12 in einem solchen Abstand befindet, dass die Abdrückschienen 7 in der abgesenkten oder tiefsten Stellung in Berührung mit der Oberseite des Stapels 12 gelangen. Dadurch wird gewährleistet, dass der Bogen zwangsläufig bis auf die Oberseite des Stapels 12 überführt wird. Da der Saugkasten nur zwei oder wenige Abdrückelemente 7 bedarf, ist die mit Hilfe der Antriebsvorrichtung 8 zu bewegende Masse der Abdrückeinrichtung gering, so dass sich ausserordentlich schnelle Bewegungen bei geringem Energieaufwand erzielen lassen.
Die schnelle Bewegung der Schienen 7 beim Abdrückvorgang gewährleistet, dass der sich zwischen den abzudrückenden Bögen und dem darunterliegenden Stapel oder Aufnahmefläche bildende Luftpolster die Bögen fest in Anlage an die Schienen drückt, so dass die Bögen bei der Bewegung der Schienen 7 zwangsläufig und ohne die Möglichkeit einer relativen Verschiebung geführt werden.
Um die Haftung zwischen den Schienen 7 und den Bögen zu erhöhen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Schienen 7 mit einer die Haftung an den Furnierblättern erhöhenden Schicht oder anderer Reibele menge besetzt sind.
Um ein zu festes Aufschlagen der Schienen auf den Stapel zu verhindern, können die Winkelarme 6 bzw. 16 auch teleskopartig nachgiebige Elemente sein, welche beim Aufschlag elastisch nachgeben.
Wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 zeigt, können über die Breite einer Förderbahn mehrere gleich ausgebildete Saugkästen 22, 23, 24, 25 verteilt angeordnet sein, denen jeweils zwei Förderbänder 26, 29 sowie zwei Abdrückelemente 20, 20 zugeordnet sind. Die Abdrückelemente können alle gemeinsam oder aber auch in bestimmter gruppenweiser Zusammenfassung durch Fühler 27 bzw. 27a betätigt werden. Bei 21 ist der gemeinsam absenkbare bzw. anhebbare Stapeltisch angedeutet.
Wie Fig. 4 veranschaulicht, können auch mehrere Saugkästen mit entsprechenden Abdrückelementen hintereinander angeordnet sein.
Es ist ein besonderer Vorteil der Vorrichtung, dass jede Vorrichtung beliebiger Förderbreite und beliebiger Länge der Ablegestation aus Baueinheiten, bestehend jeweils aus einem Saugkasten mit entsprechenden Abdrückelementen und entsprechenden Förderbändern, zusammengesetzt werden kann, wobei vorteilhafterweise die Förderbänder hintereinanderliegender Saugkasten von gemeinsamen Förderbändern gebildet werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 6 geht es darum, mehrere Gruppen unterschiedlich langer Bögen, die in beliebiger Reihenfolge durch einen Zulieferförderer 44 der Ablagestation zugeführt werden, auf einen gemeinsamen Stapel gemäss Fig. 5 abzulegen, wobei dafür Sorge getragen werden soll, dass die langen Bögen jeweils in ordentlicher Ausrichtung auf einer Sammelfläche 31 abgelegt werden, während die kurzen Bögen jeweils unabhängig von ihrer Ankunft abwechselnd vorne oder hinten auf der Sammelfläche 31 aufgelegt werden sollen. Es können selbstverständlich auch noch mehr als zwei Gruppen unterschiedlicher Längen vorgesehen sein, soweit die Längen sich zu einer gemeinsamen Maximallänge ergänzen. In dem dargestellten Beispiel wird dieses Ziel mit Hilfe von zwei Saugkasteneinheiten, die hintereinander angeordnet sind, erreicht.
Die Saugkästen 36, 37 und die zugehörigen Einrichtungen sind im wesentlichen gleich ausgebildet und entsprechen den früher bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen. In diesem Falle sind gemeinsame schmale Förderbänder 39 vorgesehen.
Um die gemeinsame Stapelung der Furniere verwirklichen zu können, muss dafür Sorge getragen werden, dass unabhängig von der Reihenfolge die Furnierabschnitte so abgelegt werden, dass der Stapel gemäss Fig.
5 an allen Stellen gleichmässig wächst. Dies wird mit Hilfe des Einlauffühlers 45, der beiden Auslösefühler 46, 47 und einer Programmschalteinrichtung 21 gemäss Fig.
6 erreicht.
Der Einlauffühler 45 bildet zusammen mit dem ersten Auslösefühler 46 eine Längenmessstrecke. Wenn der Auslösefühler 46 betätigt wird, ehe der Einlauffüh ler 45 von dem gleichen Furnierabschnitt freigegeben ist, liegt ein Furnierblatt 1 mit der grossen Länge b vor.
Der Fühler 46 spricht nicht an. Dafür sorgt die Programmschalteinrichtung. Das Furnier läuft bis zu dem zweiten Auslösefühler 47 weiter. Da die Längenmesseinrichtung einen langen Bogen gemessen hat, wird in der Längenmesseinrichtung 50 eine Schaltung vorbereitet, welche die Betätigung beider Druckmittelzylinder 42 und 43 durch den Auslösefühler 47 vorbereitet. Der lange Bogen 1 wird also durch beide Abdrückeinrichtungen 40 und 41 gemeinsam auf den Stapel abgelegt.
Ist dagegen der Einlauffühler 45 bereits wieder freigegeben worden, bevor der erste Auslösefühler 46 anspricht, registriert die Längenmesseinrichtung 50 das Vorliegen eines kurzen Furnierabschnittes a und bereitet eine Schaltung vor, nach der nur eine der beiden Abdrückeinrichtungen 40, 41 ausgelöst werden kann, und zwar nur über die Programmschalteinrichtung 51.
Die Programmschalteinrichtung 51 ist im dargestellten Beispiel so ausgebildet, dass sie abwechselnd immer einen der Auslösekreise der beiden Auslösefühler 46 und 47 sperrt. Bei dem Stapel nach Fig. 5 ist z. B. zuerst ein kurzer Abschnitt eingelaufen. Die Längenmesseinrichtung 50 hat daraufhin die Programmschalteinrichtung 51 eingeschaltet. Diese hat den Kreis des ersten Auslösefühlers 46 gesperrt. Der Abschnitt k1 ist bis zum Auslösefühler 47 durchgelaufen und wurde im hinteren Bereich des Stapeltisches 31 abgelegt. Als nächstes folgen zwei lange Abschnitte 1 . Die Längenmesseinrichtung 50 hat die Programmschalteinrichtung 51 ausser Wirkung gesetzt und die gemeinsame Betätigung der Ab drückeinrichtungen 40 und 41 durch den Auslösefühler 47 vorbereitet.
Beide Abschnitte sind also bis zum Fühler 47 durchgelaufen und ausgerichtet abgelegt.
Als nächstes folgen drei kurze Abschnitte. Die Auslösung erfolgte daher wieder über die Programmschalteinrichtung. Beim ersten Abschnitt dieser drei gab die Programmschalteinrichtung 51 den vorderen Auslösefühler 46 frei. Der Abschnitt wurde vorne abgelegt. Beim nächsten war der Auslösekreis des vorderen Auslösefühlers 46 gesperrt, beim übernächsten wieder frei usw. Auf diese Weise wird ein gleichmässiges Wachsen des Stapels sichergestellt. Die beschriebene Anordnung kann nicht nur für Furnierstreifen, sondern auch für andere bogen-, blatt- oder tafelförmige Materialien verwendet werden.
Die Handhabung von Furnieren ist bekanntlich jedoch sehr schwierig. Gerade hier kommen die Vorteile der neuen Anordnung besonders zur Geltung.
Die Fig. 7 zeigt die Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung in einer Sortiereinrichtung für Furnierblätter und Furnierstreifen. Die Materialien werden mit Hilfe eines Zulieferförderers 67 von einer Schere oder dgl. zugeliefert. Es können mehrere Saugkasteneinheiten 61 hintereinander angeordnet sein, wobei diesen gemeinsame Förderbänder von besonders schmaler Ausbildung 66 zugeordnet sind. Ganz besonders schmale Furnierblätter, wie sie beim Anschälen entstehen, werden durch die Saugluft in den schmalen Saugzonen des Saugkastens 61 nicht genügend gehalten, sondern fallen nach Verlassen des Zulieferförderers 67 nach unten, wobei der Abweiser 70 dafür sorgt, dass die Furnierstreifen in eine Sammelstelle gelangen.
Weiterhin treten beim Anschälen Furnierstreifen auf, die zwar grösser als die zuvor erwähnten Streifen sind, jedoch keine ausreichende Länge aufweisen, um auf vorbestimmte Masse abgeschnitten zu werden. Diese Streifen werden von der Saugluft sicher an den Förderbändern 66 gehalten. Da sie jedoch schlecht zu Stapeln zusammengefasst werden können, werden sie von den Förderbändern 66 durch Abweiser 71 auf ein Förderband 75 abgewiesen. Der Abweiser 71 spielt dabei die Rolle einer Weiche. Die Fig. 8 zeigt zwei Möglichkeiten für die Ausbildung solcher Abweiser 71a und 71b. In einem Falle ist der Abweiser auf der Rückseite und im anderen Falle auf der Vorderseite des Förderbandes 65 angeordnet. In beiden Fällen läuft der Abweiser in der Ruhestellung parallel zu der Förderbahn. Die Abweisestellung der Abweiseelemente 71a und 71b ist jeweils gestrichelt dargestellt.
Das Verschwenken der Abweiser kann durch einen Druckluftzylinder erfolgen. In der Abweisestellung durchdringt der Abweiser die Ebene der Förderbahn und verläuft schräg zu dieser, so dass praktisch das an der Förderbahn 65 anliegende Furnier abgeschält und nach schräg unten abgewiesen wird.
An den Abweiser schliessen sich eine oder mehrere Sammelstellen an, die durch die Tische 75 angedeutet sind. Jedem Tisch 75 sind im Bereich des Saugkastens Abdrückschienen 72 zugeordnet. Diese Vorrichtungen arbeiten in der gleichen Weise, wie dies zuvor beschrieben ist.
Die Fig. 9a und 9b sowie Fig. 10 veranschaulichen die Anwendung der Vorrichtung gemäss der Erfindung als reine Weichen. Hierbei ist eine Einheit aus Saugkasten 61, Förderbändern 66 und Abdrückelementen 82, 83 in einer durch die Förderbänder 67 angedeuteten Förderbahn eingeschaltet. Unterhalb der Einheit ist ein quer zu der Förderbahn 67 verlaufender Förderer 75 als Aufnahmefläche angedeutet, wie dies in Fig. 10 in Vorderansicht wiedergegeben ist. Wenn aus der Förderbahn 67 ein Bogen abgewiesen und von der Förderbahn 75 aufgenommen werden soll, werden die Abdrückelemente eingeschaltet. Wenn eine Abweisung nicht erfol gen soll, werden die Bögen vom ersten Förderer 67 über die Einheit 61 hinweg auf die zweite Förderbahn 67 gefördert. Die Förderbänder 76 dienen dabei als Verbindungsglied.
In Fig. 9b ist die Anordnung ähnlich, wobei jedoch Führungen 84 zur Führung der Abdrückelemente 92 dienen und der Aufnahmeförderer 75 nicht quer zu dem Zulieferförderer, sondernldiesem entgegenläuft.
Fig. 11 veranschaulicht eine bevorzugte Ausführungsform der Saugzonen der Saugkästen. 94 ist dabei die Unterseite eines Saugkastens, der in einer engbegrenzten Zone Durchtritte 93 für die Saugluft aufweist.
Diese Zone 93 wird durch ein schmales Förderband 95 abgedeckt, welches seinerseits ebenfalls Durchbrechungen aufweist, die vorzugsweise grösser als die Durchbrechungen im Boden des Saugkastens in der Zone 93 sind. Auf diese Weise wird eine Abdichtung der Saugzone mit Hilfe des Förderbandes sichergestellt, gleichzeitig aber auch gewährleistet, dass stets ausreichend Saugwirkung auf der Unterseite des Förderbandes 95 zur Verfügung steht.
Wie oben in Verbindung mit Fig. 7 angedeutet, bereitet es erhebliche Schwierigkeiten, die schmalen Bögen, die man alleine nicht stapeln kann, die aber noch sicher an den Förderbändern 66 durch die Saugzonen gehalten werden, abzulegen. Fig. 12 veranschaulicht eine Mög- lichkeit, um mit der Vorrichtung nach der Erfindung diese schmalen Bögen in Gruppen vorbestimmter Länge zu sammeln und dann als Gruppe auf einer Aufnahmefläche 147 abzulegen. Auch dies ist wieder gezeigt am Beispiel von Furnierstreifen. Diese werden durch den Zulieferförderer zugeführt und sind mit 142 bezeichnet.
Zu schmale Abschnitte fallen von den Förderbändern 143 des Saugkastens 140 ab, da die Saugwirkung nicht zu deren Halterung ausreicht. Sie werden durch den Abweiser 145 in eine nicht dargestellte Sammelstelle gebracht. Längere Streifen dagegen werden durch die Bänder 143 weiterbefördert, bis sie in Anlage an einen Aufhalter 141 gelangen. Die Saugluft sorgt dafür, dass die Furnierstreifen annähernd flach an der Unterseite der Bänder 143 haften. Die Saugluft ist jedoch nicht so stark, dass die Furnierstreifen völlig eben gedrückt werden. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, dass die nachfolgenden Furnierstreifen an der Rückkante des bereits durch den Auf halter 141 aufgehaltenen Furnierstreifens zum Halten kommen, obwohl die Förderbänder 143 fortlaufend umlaufen. Auf diese Weise wird eine ganze Gruppe von Furnierstreifen Kante an Kante liegend unter dem Saugkasten gesammelt.
Im vorbestimmten Abstand von dem Aufhalter 141 ist ein Fühler, 144 z. B. ein optischer Fühler, angeordnet, der so ausgebildet ist, dass er während des Durchlaufens kurzer Streifen, also während kurzer Perioden, nicht anspricht, sondern nur dann, wenn in dem Lichtstrahl des Fühlers 144 dauernd ein Furnierstreifen zu liegen kommt. Dies ist dann der Fall, wenn die Gruppe vom Aufhalter 141 an eine vorbestimmte Länge aufweist. In diesem Augenblick spricht der Fühler 144 an und löst die Betätigungseinrichtung für die Abdrückschienen 146 aus, welche die Gruppe als Ganzes nach unten auf die Auflagefläche 147 abdrücken. Mit den Abdrückschienen 146 ist gleichzeitig der Aufhalter 141 bewegungsmässig so gekuppelt, dass es beim Niedergehen der Abdrückschienen 146 aus der Bahn des Förderers herausschwingt, so dass die kurzen Streifen von dem Aufhalter sicher loskommen.
Die Schienen 146 lassen sich so schnell bewegen, dass die Anordnung der Streifen in Form einer Gruppe beibehalten wird, bis die Schienen 146 durch ihre Bewegung nach unten und gleichzeitig in Förderrichtung die Gruppe unter zwangsläufiger Führung auf der Auflagefläche 147 ablegen.
Während vorstehend die Erfindung vornehmlich in Verbindung mit Furnieren beschrieben ist, lässt sie sich selbstverständlich auch für andere bogen- oder plattenförmige oder tafelförmige Materialien, wie Glas, Papier, Blech oder d, °gel., verwenden. Da Furnier ein besonders schwer zu behandelndes Material ist, kommt bei diesem die Erfindung besonders zur Geltung. Ähnliche Vorteile besonderer Art bestehen auch bei der Handhabung von zum Einrollen neigenden Mater