CH458646A - Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit - Google Patents
Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer WaschflüssigkeitInfo
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Description
Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver- fahrein zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit.
Die zur Zeit üblichen Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr arbeiten nach dem Prinzip einer reinen Flüssigkeits-Spülung unter Verwendung löslicher Chemikalien. Die bei der Handwäsche vornehmlich wir kende mechanische Reinigung (Bürste, Schwamm, Lap pen) fällt hier fort. Um trotzdem eine möglichst gründ liche Waschung zu erzielen, bedarf es des Angriffes ver hältnismässig stark lösender Chemikalien.
Diese Art der Reinigung hat gewisse Nachteile. Es hat sich gezeigt, dass z. B. Porzellane mit Aufglasur- Dekor eine häufige Abwäsche dieser Art nacht ver tragen. Die Farben bleichen aus. Bei Gläsern sind Ver färbungen beobachtet worden, deren Ursache chemisch noch nicht völlig geklärt ist, die aber sicherlich gleich falls auf die Einwirkung der starken Waschlösung zu-, rückzuführen sind. Dazu kommt die besonders schwer wiegende Verunreinigung des Abwassers mit starken Detergentien, die bekanntlich dem Grundwasser wie auch dem Wasser der Flüsse und Seen dauernden Scha den zufügen.
Eine Verminderung des Bedarfes an lös lichen Chemikalien in der Waschflüssigkeit wäre daher von diesem Standpunkt aus anzustreben.
Die vorliegende Erfindung zeigt einen Weg, wie der Gebrauch starker Detergentien eingeschränkt wer den kann, ohne dass die Güte der Waschung beeinträch tigt würde.
Dementsprechend ist das vorgeschlagene Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Waschflüssigkeit mit einem in dieser unlöslichen, körnigen Scheuerstoff ver mengt wird und dieses Gemenge gegen das Geschirr geschleudert wird.
Dabei kann die Waschflüssigkeit einer etwa norma lerweise für die Handwäsche verwendeten Waschlauge entsprechen, da hier die mechanische Einwirkung des Scheuerstoffes auf den abzulösenden Schmutz die Ver wendung der bisher üblichen starken Detergentien er übrigt. Die an den zu reinigenden Flächen des Geschirrs anprallenden Körnchen des Scheuerstoffes wirken reini gend, ähnlich den Borsten einer Bürste.
Ein solcher Scheuerstoff ist zweckmässig nicht härter als die Oberfläche des zu reinigenden Geschirrs, da er sonst Kratzspuren hinterlassen würde. Zweckmässig ist er auch nicht wesentlich schwerer als Wasser, damit er in der Waschflüssigkeit leicht hochgewirbelt und von dieser mitgeführt werden kann. Eine etwas nach giebige, zähe Konsistenz, wie sie beispielsweise die Kunststoffe der Teflon - und Polyvinylgruppe aufwei sen, ist für den Scheuerstoff besonders geeignet.
Zweck mässig ist die Anwendung einer Körnung von etwa 0,1 bis 1,5 mm Korndurchmesser, doch ist diese Grösse in gewissen Grenzen auch von der Grösse der zum Waschen verwendeten Maschine und der darin vor kommenden Strömungsgeschwindigkeit der Waschflüs sigkeit abhängig.
Es versteht sich, dass die Frage der Rückgewinnung des Scheuerstoffes zum Zwecke der Wiederverwendung von Interesse sein kann. Es ist zwar denkbar, den gekörnten Scheuerstoff bei jedier Füllung der Maschine frisch hinzuzusetzen und nach Beendigung der Wäsche mit dem Abwasser wegzuspülen, doch würde ein solches Vorgehen einmal das Waschen verteuern und zudem die Kläranlagen mit schwerzersetzlichen Substanzen be lasten. Eine Wiedergewinnung des Scheuerstoffes ist mög lich durch Sedimentation, vorausgesetzt, dass der Stoff spezifisch ein wenig schwerer gemacht wird, als die Waschlauge.
Anderseits darf die Substanz- wie eingangs schon erwähnt - nicht ausgesprochen schwer sein, da die Körner sonst nicht leicht genug herumgewirbelt weden könnten. Zu diesem Zweck, nämlich für die Einstellung des geeigneten spezifischen Gewichtes kann man den organischen Kunststoff des Scheuermittels (wie dies in vielen Fällen, für andere Zwecke, geschieht) mit einem Füllstoff als Beschwerungsmittel, beispiels weise Steinmehl oder Kaolin versetzen. Das spezifische Gewicht lässt sich damit auf einen Betrag höher als 1 einstellen.
In einem an die Waschmaschine angebauten Zwischenreservoir kann man dann nach Beendigung der Reinigung bei verminderter Strömungsgeschwindig keit die Waschlauge oben abfliessen lassen, während die Körnung des Scheuerstoffes zu Boden sinkt und für den nächsten Waschvorgang gesammelt wird. Anderseits kann man den Scheuerstoff auch durch Zentrifugieren aus der verschmutzten Waschflüssigkeit abtrennen.
In einer Ausführungsvariante des Verfahrens kann man auch auf die Rückgewinnung des Scheuerstoffes verzichten, sofern für diesen ein geeignetes Material gewählt wird. Harzfreie Sägespäne haben bekanntlich die Eigenschaft, Schmutzpartikeln an sich zu reissen und zu binden. Eine geeignete Holzkörnung wäre als Scheuerstoff und zudem als Abfallprodukt der Holz bearbeitung billig genug, um auf eine Wiedergewinnung zu verzichten.
Wegen seines niedrigen Gewichtes wäre das Holz ohnehin von der Waschflüssigkeit nur schwer separierbar. In diesem Falle aber schadet es nicht, wenn die Holzkörner in das Abwasser geraten. Das fein- verteile Holz wird leicht mitgeschwemmt und verhält sich hinsichtlich der Verrottung nicht anders als ein beliebig--r zellulosehaltiger Naturstoff.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass unter dem hier verwendeten Begriff Geschirr sämtliche Ge räte zu verstehen sind, die bei ihrem normalen Ge brauch eine Verschmutzung erleiden und die vor dem Wiedergebrauch zu Waschen sind. Insbesondere soll der Begriff Geschirr sämtliche zur Zubereitung und Verabreichung von Speisen und Getränken benützte Geräte, wie auch Laborgeräte in der chemischen und pharmazeutischen Industrie umfassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum maschinellen Waschen von Ge schirr mit einer Waschflüssigkeit, dadurch gekennzeich net, dass die Waschflüssigkeit mit einem in dieser un löslichen, körnigen Scheuerstoff vermengt wird und die ses Gemenge gegen das Geschirr geschleudert wird. II. Scheuerstoff zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er aus im Wasser unlöslichen Körner besteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gemenge mehrmals gegen das Geschirr geschleudert wird und dass nach dem Wasch vorgang der Scheuerstoff aus der verschmutzten Wasch flüssigkeit abgetrennt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gemenge mehrmals gegen das Geschirr geschleudert wird und dass nach dem Wasch vorgang der Scheuerstoff mit der verschmutzten Wasch flüssigkeit abgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Härte der auf das Geschirr ein wirkenden Oberfläche des Scheuerstoffes geringer als die des zu waschenden Geschirres ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Scheuerstoff verwendet wird, des sen spezifisches Gewicht verschieden von dem der Waschflüssigkeit ist.5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Scheuerstoff verwendet wird, des sen Körner einen kunststoffbeschichteten Kern aufwei sen, welche Kerne aus einem Material sind, das den Körnern ein von der Waschlauge verschiedenes spezi fisches Gewicht verleihen. 6. Scheuerstoff nach Patentanspruch II, dadurch ge- kennzeichnet, dass mindestens ein Teil seiner Körner mindestens teilweise aus einem Kunststoff sind.7. Scheuerstoff nach Patentanspruch II, dadurch ge- kennzeichnet, dass mindestens ein Teil seiner Körner aus Holz sind. B. Scheuerstoff nach Patentanspruch II, gekennzeich net durch eine zwischen 0,1 und 1,5 mm liegende durchschnittliche Korngrösse. 9. Scheuerstoff nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass dessen Körner einen kunststoffbe schichteten Kern aufweisen. 10. Scheuerstoff nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zum Teil organisch ab baubar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1483566A CH458646A (de) | 1966-10-14 | 1966-10-14 | Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1483566A CH458646A (de) | 1966-10-14 | 1966-10-14 | Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit |
Publications (1)
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| CH458646A true CH458646A (de) | 1968-06-30 |
Family
ID=4404199
Family Applications (1)
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| CH1483566A CH458646A (de) | 1966-10-14 | 1966-10-14 | Verfahren zum maschinellen Waschen von Geschirr mit einer Waschflüssigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH458646A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2638323A1 (de) * | 1976-08-25 | 1978-03-02 | Wacker Chemie Gmbh | Verfahren zum reinigen von oberflaechen |
| DE2717287A1 (de) * | 1977-04-19 | 1978-10-26 | Leonhard Boeld | Verfahren zum waschen von oberflaechen |
| EP0263883A4 (de) * | 1986-04-07 | 1990-01-08 | Katsuji Tsutsumi | Waschmaschine. |
-
1966
- 1966-10-14 CH CH1483566A patent/CH458646A/de unknown
Cited By (3)
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| DE2638323A1 (de) * | 1976-08-25 | 1978-03-02 | Wacker Chemie Gmbh | Verfahren zum reinigen von oberflaechen |
| DE2717287A1 (de) * | 1977-04-19 | 1978-10-26 | Leonhard Boeld | Verfahren zum waschen von oberflaechen |
| EP0263883A4 (de) * | 1986-04-07 | 1990-01-08 | Katsuji Tsutsumi | Waschmaschine. |
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