CH453606A - Liegemöbel - Google Patents
LiegemöbelInfo
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Description
Liegemöbel Gegenstand der Erfindung ist ein Liegemöbel, wie Bett o.,dgl., bestehend aus einem feststehenden, mit Füssen versehenen Rahmengestell und eingebrachtem Lattenrost, dessen Kopfstück über ein Stützgestell nach oben verschwenkbar ist.
Bei den Liegemöbeln vorbenannter Art ist es allge mein bekannt, dass das Kopfstück des eingebrachten Lattenrostes höhenverstellbar ausgebildet ist. Demzu folge ist ein höhenverstellbarer Bettrost bekannt ge worden, der mit dem unteren feststehenden Bettgestell über zwei Spreizvorrichtungen, bestehend aus zwei gekreuzten, im Kreuzungspunkt aneinandergelenkten Streben, verbunden ist und am Lattenrost sowie am Bettgestell Gleitführungen vorgesehen sind, in denen die Enden der Streben der Spreizvorrichtung geführt und verriegelbar sind.
Bei dieser Bauart und auch bei anderen Ausführungen ist die Verriegelungsvorrichtung infolge ihrer Konstruktion aber recht unsicher. Diese muss völlig einwandfrei wirken und soll vor allem das hoch eingestellte Kopfstück der Lattenrostlage ein wandfrei sichern.
Ferner ist es bekannt geworden, dass zur Höhen verstellbarkeit des Lattenrostes bzw. seines Kopfstük- kes zur Verriegelung .der die Enden der Streben ver bindenden Stangen diese wenigstens am Bettgestell oder am Lattenrost mit einer innerhalb der Gleitfüh- rungen schwenkbar gelagerten und unter Federdruck stehenden Klinke zusammenwirken, die eine Anlauf rampe zum selbsttätigen Anheben und wenigstens eine Rast zum Halten der Enden der Streben aufweist. Zum Auslösen der Verriegelung ist ein über die Gleitführun gen vorstehender Finger vorgesehen.
Nachteilig bei dem Lattenrost vorbeschriebener Art ist jedoch, dass die Höhenverstellung lediglich eine sogenanute Einstu- fenausbildung ist, und demzufolge die Höhenverstel lung allgemein und insbesondere im Anfangsstadium eine sehr geringe ist.
Weiterhin ist es bei Lattenrosten für Liegemöbel bekannt, die querverlaufenden Latten des Lattenrostes an ihren Enden starr und unnachgiebig zu lagern. Hierbei liegen harte Materialien, wie Holz auf Holz oder Holz auf Metall aufeinander. Bei einer Belastung erfahren die Querlatten eine Durchbiegung, wobei un angenehme Geräusche im Bereich der Lagerstellen sich ergeben.
Bei einer anderen Ausführung von Liegemöbeln werden die Enden der Querlatten des Lattenrostes durch an sich bekannte Federn abgestützt, die sowohl in der senkrechten als auch in der waagerechten Rich tung federnd nachgeben. Die Anordnung von Federn hat sich in der Praxis aber als nachteilig erwiesen, da bei Federbruch, dessen Ursprung im Material oder all gemeinem Verschleiss zu erblicken ist, eine einwand- freie Belastung nicht möglich ist.
Alle die bekannten Liegemöbel vorbeschriebener Art weisen ausserdem den gemeinsamen Nachteil auf, dass eine elastische und doch feste Verbindung der Querlatten des Latten rostes nicht gegeben ist.
Die an sich bekannten Ausführungen bringen noch den gemeinsamen, nicht zu übersehenden Nachteil mit sich, dass eine einwandfreie Lagerung der Querlatten auf den Längslatten bzw. -holmen nur durch nicht un erhebliche Kosten gewährleistet wird. Diese Kosten fin den aber zwangsläufig ihren Niederschlag in den vom Verbraucher zu tragenden Endpreisen. Ganz abgesehen davon, dass die bekannten Verbindungen bei Lattenro sten als sehr kompliziert anzusehen sind. Auch ist als Nachteil anzusehen, dass die obere und untere Quer latte des Lattenrostes fest mit den Längsholmen ver leimt oder vernagelt ist.
Der Erfinder hat sich in Erkenntnis der vorbenann- ten Mängel die Aufgabe gestellt, auf dem Gebiet der Liegemöbel einen einbringbaren Lattenrost zu offenba ren, bei dem die aufgezeigten Mängel in jeder Weise beseitigt sind. Die gestellte Aufgabe wird erfindungsge- mäss dadurch gelöst, dass das Kopfstück des Lattenro stes, an welchem das der Verstellung dienende Stützge stell, welches über die Quertraverse in am Liegemöbel angebrachte Führungen mit Rasten gleitet und stufen weise einrastet, angeordnet ist.
Ein zweites separates schwenkbeweglich angelenktes Stützgestell aufweist, wobei die beiden Stützgestelle zueinander derart ange ordnet sind, dass die Quertraverse des Stützgestells bei Verschwenkung des Kopfstückes nach oben in das Stützgestell stufenweise einrastet.
Ein weiteres wesentliches Erfindungsmerkmal ist darin zu erblicken, dass die Längsholme des Lattenro stes im Abstand voneinander liegende Bohrungen mit eingesteckte, separate, z. B. aus Kunststoff oder Gummi bestehende Bolzen mit Scheiben aufweisen, wobei die Bolzen in den an den Enden der einzelnen Latten angeordneten Lochungen eingreifen, derart, dass die Latten sich auf den Scheiben abstützen und eine schwingbewegliche Halterung auf den Längshol men erfahren.
Die nachstehende Beschreibung dient zur Erläute rung des erfindungsgemässen Gegenstandes, von dem ein Ausführungsbeispiel in den Zeichnungen :dargestellt ist. Es zeigen: Fig. 1 ein an sich bekanntes Liegemöbel im Längs schnitt mit eingebrachtem Lattenrost; Fig. 2 eine- Vorderansicht gemäss Fig. 1; Fig.3 das Liegemöbel gemäss Fig. 1, jedoch mit hochgestelltem Kopfstück des Lattenrostes;
Fig. 4 eine Vorderansicht gemäss Fig. 3, und Fig. 5 das hochgestellte Kopfstück des Lattenrostes gemäss Fig. 3 in, Vergrösserung.
Wie die Fig. 1-5 erkennen lassen, ist der in dem an sich bekannten Liegemöbel eingebrachte Lattenrost mit 1 bezeichnet. Das als Kopfstück 1' ausgebildete Teil des Lattenrostes 1 weist ein an sich bekanntes Stützge stell 2 auf, welches in am Liegemöbel angebrachte Führungen 3 mit Rasten 3' gleitet und stufenweise ein rastet. Die stufenweise Einrastung erfolgt beim Anhe ben des Kopfstückes 1'. Die Arretierung des Stützge stells 2 in den Rasten 3' der Führungen 3 erfolgt über die Quertraverse 2' des Stützgestells 2.
Nachteilig bei dieser Art der Höhenverstellung ist jedoch, dass die Höhenverstellung nicht den Erfordernissen gerecht wird, da, um eine einigermassen gute Kopfstützung zu erzielen, das Stützgestell 2 ziemlich weit nach vorn, d. h. in eine der ersten Rasten 3' der Gleitführungen 3 gebracht werden muss. Hier setzt nun die Erfindung ein, indem das Kopfstück 1' des Lattenrostes 1 ein zweites separates, schwenkbeweglich angelenktes Stütz gestell 4 aufweist, wobei die beiden Stützgestelle 2 und 4 zueinander derart angeordnet sind, dass die Quertra verse 4' des Stützgestells 4 bei Verschwenkung des Kopfstückes 1' nach oben in das Stützgestell 2 stufen weise einrastet.
Zu diesem Zweck weist das Stützgestell 2 obenliegende Ausnehmungen 2" auf. Die Ausbildung des Stützgestells 4 ist die gleiche wie beim Stützgestell 2, d. h. dass beim Anheben des Kopfstückes 1' des Lattenrostes 1 erst das Stützgestell 4 über die Quertra verse 4' in die Ausnehmungen 2" des Stützgestells 2 eingreift, und nachdem hier die letzte Stufe erzielt ist, das Stützgestell 2 in die erste Raste 3' der Gleitführun- gen 3 am Liegemöbel einrastet. Zur Auslösung der Verriegelung bezüglich der Höhenverstellung des Kopf stückes 1' ist stirnseitig am Kopfstück 1' ein Riemen 10 o. dgl. angeordnet, der mit seinem anderen Ende mit der Quertraverse 2' des Stützgestells 2 verbunden ist.
Hierdurch ergibt es sich, dass beim Anziehen des Riemens 10 von Hand zuerst das Stützgestell 4 aus den Ausnehmungen 2" des Stützgestells 2 gehoben wird. Bei einem weiteren Anziehen des Riemens 10 wird nunmehr auch die Quertraverse 2' des Stützge- stells 2 aus .den Rasten 3' der Gleitführung 3 gehoben. Während sich die Stützgestelle 2 und 4 in ihre Aus gangsstellungen zurückbewegen, erfährt gleichzeitig das Kopfstück 1' des Lattenrostes 1 wieder seine Ver- schwenkung nach unten, d. h. in eine waagerechte Lage.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal weisen die Längsholme 5 des Lattenrostes 1 im Abstand von einander liegende Bohrungen 6 auf, in denen separate Bolzen mit aufgebrachter Scheibe 8 eingesteckt sind. Bolzen 7 und Scheibe 8 bestehen dabei aus Kunststoff, Gummi oder einem ähnlichen flexiblen Material. Die einzelnen Querlatten 9 des Lattenrostes 1 weisen an ihren Enden Lochungen auf, in denen der Bolzen 7 eingreift. Durch die Scheibe 8 erfahren die Latten 9 somit eine schwingbewegliche Halterung auf den Längsholmen 5. Die Scheibe 8 kann auf den Längshol men 5 plan aufliegen oder aber in eingebrachte Aus- nehmungen 11 eingreifen.
Bolzen 7 und Scheibe 8 sind erfindungsgemäss einstückig bzw. in Form einer lösba ren Einheit ausgebildet. Die Ausnehmung 11 in dem Querholm 5 ist bezüglich ihrer Tiefe so bemessen, dass sie etwa der halben Stärke der Scheibe 8 entspricht. Beim erfindungsgemässen Lattenrost 1 sind die Quer latten 9 fest, jedoch schwingungsfähig an den Querhol men. 5 befestigt.
Der Vorteil beim Gegenstand der Erfindung ist darin zu erblicken, dass einmal eine einwandfreie und sichere, sofort ansprechende Höhenverstellung des Kopfstückes des Lattenrostes gewährleistet ist und zum andern die Querlatten des Lattenrostes alle, d. h. von der ersten bis zur letzten fest, jedoch schwingbeweg lich, mit den Längsholmen verbunden sind.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu erblicken, dass die Herstellungskosten des erfindungsgemässen Lattenro stes die Herstellungskosten der an sich bekannten Lat tenroste nicht wesentlich übersteigen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Liegemöbel, bestehend aus einem feststehenden, mit Füssen versehenen Rahmengestell und eingebrach tem Lattenrost, dessen Kopfstück über ein Stützgestell nach oben verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfstück (1') des Lattenrostes (1), an wel chem das der Verstellung dienende Stützgestell (2), welches über die Quertraverse (2') in am Liegemöbel angebrachte Führungen (3) mit Rasten (3') gleitet und stufenweise einrastet, angeordnet ist, ein zweites sepa rates, schwenkbeweglich angelenktes Stützgestell (4) aufweist, wobei die beiden Stützgestelle (2, 4) zueinan der derart angeordnet sind, dass die Quertraverse (4')des Stützgestells (4) bei Verschwenkung des Kopfstük- kes (1') nach oben in das Stützgestell (2) stufenweise einrastet, und dass die Längsholme (5) des Lattenro stes (1) im Abstand voneinander liegende Bohrungen (6) mit eingesteckten separaten Bolzen (7) mit Schei ben (8) aufweisen, wobei die Bolzen (7) in den an den Enden der einzelnen Latten (9) angeordneten Lochun gen eingreifen, derart, dass die Latten (9) sich auf den Scheiben (8) abstützen und eine schwingbewegliche Halterung auf den Längsholmen (5) erfahren. UNTERANSPRüCHE 1.Liegemöbel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stützgestell (2) beid- und ober- seitig im Abstand voneinander liegende Ausnehmungen in Form von Rasten (2") zur Aufnahme und Abstüt- zung der Quertraverse (4') des Stützgestells (4) auf weist. 2. Liegemöbel nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass. zum Auslösen der Verriegelung der Stützgestelle (2, 4) das Kopfstück (1') des Lattenrostes (1) stirnseitig einen mit der Quer traverse (2') des. Stützgestells (2) verbundenen Riemen oder Seilzug (10) aufweist. 3.Liegemöbel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Scheibe (8) des Bolzens (7) auf dem Längsholm (5) plan aufliegt, bzw. in eine im Längsholm (5) eingebrachte Ausnehmung (11) ein greift. 4. Liegemöbel nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (7) und die Scheibe (8) einen runden oder mehreckigen Querschnitt aufweisen und einstückig bzw. in Form einer lösbaren Einheit ausgebildet sind. 5.Liegemöbel nach Patentanspruch und den Un- teransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochungen in den Enden der Latten (9) dem Quer schnitt des eingreifenden Bolzens (7) entsprechend aus gebildet sind.
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