CH419406A - Verfahren zur Herstellung von Stumpenkerzen aus Wachsteilchen auf kaltem Wege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stumpenkerzen aus Wachsteilchen auf kaltem Wege

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CH419406A
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candles
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CH1560864A
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Unkauf Rolf
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Eika Wachswerke Fulda Gmbh
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C5/00Candles

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Stumpenkerzen    aus Wachsteilchen auf kaltem Wege    Kerzen werden bislang im Zieh-, Tauch-,     Giess-          oder        Pressverfahren    hergestellt, wobei die sogen.       Stumpenkerzen    hauptsächlich im Giess- oder mehr  noch im Pressverfahren     gefertigt    werden. Es ist aber  auch bereits bekannt, Kerzenrohstoff zunächst zu  pulverisieren und/oder zu     körnen    und dieses Wachs  pulver oder Wachsgranulat dann unter hohem Druck  in einer Pressform oder     Strangpresse    zu einer Kerze  zu formen, deren Stamm damit wieder ein sehr dich  tes Gefüge erhält.

   Alle diese Kerzen kann man als  massive Kerzen bezeichnen, da mindestens deren  Kerzenstamm aus     einem    festen und dichten Wachs  gefüge oder sonstigem Kerzenrohstoff besteht. So  fern hierfür ein pulverisierter Kerzenrohstoff Ver  wendung gefunden hat, haben die einzelnen Körner  eine kubische oder würfelige Form, die sich im     Press-          verfahren    sehr dicht zusammenfügen. Diese bekann  ten Kerzen sind auch entsprechend schwer im Ge  wicht,     insbes.    wenn man berücksichtigt, dass heute  Kerzen in     Dimensionen    von bis zu 20 cm Durch  messer und 50 cm Höhe hergestellt werden.  



  Es ist aber auch bereits eine sogen. Dauerlicht  kerze bekannt, deren Kerzenrohstoff einem     Zerbrö-          selungs-    oder     Pulverisierungsverfahren    unterworfen  wird und dieser so vorbereitete     Kerzenrohstoff    dann  unter mehr oder weniger starkem     Zusammendrücken     in einem Becher     od.    dgl. Verbrennungsgefäss gefüllt  wird,     selbstverständlich    unter Beigabe eines Dochtes.

    Es ist weiterhin bekannt, gemäss dem gleichen Vor  schlag vorbereitete Tabletten, Scheiben, Zylinder     od.          dgl.    aus Wachs zu     fertigen    und diese um einen Docht  in ein     Verbrennungsgefäss    zu füllen, woraus sich eben  falls eine sogen.     Dauerlichtkerze    ergibt.  



  Auch ist bekannt, Kerzenrohstoff in kaltem Zu  stand dünn geschnitten vorzubereiten und diesen    Rohstoff in Formen unter Anwendung von hohem  Druck maschinell zu pressen.  



  Ebenfalls ist ein Verfahren bekannt, festes  Wachs in Teilchenform, z. B. auch in     Form    von     Ker-          zenrohstoff-Flocken    beliebiger Konfiguration, etwa  aus runden, kubischen, zylindrischen oder völlig     un-          regelmässigen    zusammengesetztem Pulver im     Strang-          pressverfahren    ebenfalls unter Anwendung von hohem  Druck herzustellen.  



  Alle diese bekannten Verfahren, Kerzen auf  kaltem Wege herzustellen, haben entweder den Nach  teil, dass     komplizierte    und sehr teure Maschinen  anlagen (z. B.     Strangpressen)    benötigt werden oder  der wie vor beschriebene pulverisierte oder gekörnte  Kerzenrohstoff in     un-    oder verbrennbare Hüllen ein  gefüllt werden muss, also für jede einzelne Kerze  besondere Gefässe     erforderlich    sind.  



  Sofern nach den bekannten Verfahren Maschi  nenanlagen zur Herstellung derselben Verwendung  finden, ergeben sich auch nur entsprechend schwere  Kerzen mit einem sehr dichten Wachsgefüge, also  auch mit einem entsprechend hohen     Material-Anteil,     wobei zu     erwähnen    ist, dass auch der hierbei anfäl  lige Arbeitszeit-Anteil nicht gerade gering ist. Sol  che Kerzen können auch nur bis     zu    einem bestimm  ten Durchmesser hergestellt werden, verlangt werden  aber heute Kerzen mit sehr starkem Durchmesser,  die sogen.     Stumpenkerzen,    deren Durchmesser viel  fach 20 cm und     darüber    hinaus beträgt.

   Eine Kerze  mit einem solchen starken Durchmesser ist auch ent  sprechend schwer und brennt vor     allem    nur sehr  schlecht, weil die Kerzenflamme mehr Wachs ver  flüssigt als sie verbrennen kann. Die     Flamme    ertrinkt  dann in ihrem     flüssigen    Wachs.  



  Aufgabe der     vorliegenden        Erfindung    ist aber,  eine Kerze vorzugsweise starken Durchmessers     mit         losem, stark luftbeinhaltendem Gefüge, also auch  leichten Gewichtes, trotzdem aber genügender     Stand-          und    Transportfestigkeit herzustellen, die sich     äusser-          lich    und optisch von den bislang bekannten     Stum-          penkerzen    nicht unterscheidet und vor allem gut und  sicher ohne zu     qualmen,        brennt.     



  Die Lösung der gestellten Aufgabe wurde gefun  den in     einem    Verfahren zur Herstellung von     Stum-          penkerzen    aus Wachsteilchen auf kaltem Wege, wel  ches dadurch     gekennzeichnet    ist,

   dass um einen  Docht     Kerzenrohstoff    in Form von gewölbten löffel  artigen Flocken angebracht und dieses Material bis  zum Zusammenhaften der Flocken schwach verdich  tet wird und zugleich oder danach auf dem so ge  wonnenen Kerzenstamm durch     oberflächliches    Ver  schmelzen der Aussenflocken und/oder durch Tau  chen in     flüssiges    Wachs der     Kerzenoberfläche    oder  durch Aufbringung einer vorgefertigten Schale eine  homogene Aussenschicht gebildet     wird,    wobei die       Kerzenrohstofflocken    vorzugsweise durch Walzen,       Rütteln    oder     Wickeln    auf kaltem Wege zu einem  Kerzenstamm zusammengefügt werden.  



  Die erfindungsgemässe Herstellung der Kerze       erfolgt        ebenfalls    auf kaltem Wege, jedoch ohne beson  dere Maschinenanlagen, also ohne den Einsatz sehr  hoher Maschinen-Investitionen und unter Umgehung  des üblichen     Wärme-Kälte-Problems,    welches der  Wachsindustrie bekanntlich bisher sehr viel Schwie  rigkeiten bereitete.  



  In der     Zeichnung    ist ein Ausführungsbeispiel ei  ner     erfindungsgemäss        hergestellten    Kerze schema  tisch dargestellt, und zwar zeigen:       Fig.    1 die Kerze von der Seite gesehen, teilweise  im     Schnitt    in schematischer     Darstellung,            Fig.    2 eine     Kerzenrohstoff-Flocke    im Schnitt,         Fig.    3 eine     Kerzenrohstoff-Flocke    in Vorderan  sicht.  



  Zur Herstellung der Kerzen wird zunächst deren  Material für den Kerzenstamm 1 aufbereitet zu  Flocken 2, wie eine solche in     Fig.    2 und 3 in er  heblich vergrösserter Darstellung gezeigt ist. Diese  Flocken 2 werden auf geeigneten, an sich für andere  Verwendungszwecke     gebräuchlichen    Maschinen herge  stellt, und zwar vom festen Kerzenrohstoff abge  schält, wobei diese eine     löffelartige    Gestalt anneh  men bzw.

   erhalten, also keine kubische, runde oder       würfelige,        sondern    mehr eine     gebogen-folienartige.     Zum Zwecke der Herstellung der     erfindungsgemässen     Kerze werden diese Flocken 2 in     eine    Form lose ein  gebracht und nur leicht zusammengerüttelt oder  auch nur leicht     verpresst,    in jedem     Fall    aber so, dass  die     einzelnen        Flocken    nur schwach     zusammenkleben,

       ohne im wesentlichen hierbei zu brechen und zwi  schen den     einzelnen    Flocken verhältnismässig vie  le und grosse     Hohlräume    bestehen bleiben. Entwe  der noch in dieser Form oder nach vorsichtiger       Herausnahme    werden     sämtliche        Oberflächen    3 die  ses Kerzenstammes 1 einer mehr oder weniger starken    Wärmebeeinflussung ausgesetzt, so dass die     äusse-          ren    Oberflächen leicht schmelzen und sich hierdurch  eine äussere Wachshaut ergibt, die     möglichst    schnell  abgekühlt und damit hart und standfest wird.

   Durch  Vermehrung oder Verringerung der Wärmebeein  flussung hat man es in der Hand, die Wachshaut  mehr oder weniger stark zu gestalten.  



  Es ist aber auch     möglich,    einen solchen leichten  Kerzenstamm dadurch zu erreichen, dass man die  für den Kerzenstamm vorgesehenen     Kerzenrohstoff-          Flocken    2 in einer     Form    einem an sich aus an  deren Herstellungsprozessen bekannten Rüttelvor  gang unterzieht, wobei es gleichgültig ist, welchen  Querschnitt solche Kerzen haben.  



  Eine brauchbare     und    sehr einfache Art der Her  stellung der     erfindungsgemässen    Kerzen ist die, dass  man die     Kerzenrohstoff-Flocken    2 in einer Wickel  vorrichtung verdichtet,     ähnlich    dem Vorgang, wie  dies von der Herstellung von Zigaretten mit     Hand-          wickelmaschinen    bekannt ist. Hierbei hat man es sehr  leicht in der Hand, den erfindungsgemässen Kerzen  stamm je nach Wunsch mehr oder weniger stark zu  verdichten und kann die Stärke bzw. der Durchmes  ser des Kerzenstammes ungewöhnlich gross gehalten  werden.  



       Eine    weitere Möglichkeit der Herstellung der     er-          findungsgemässen    leichten Kerzen besteht darin, dass  die     Kerzenrohstoff-Flocken    2 zwischen radial angeord  neten Walzen oder     dergl.,    die um den zentral an  geordneten und gehaltenen Docht und parallel zu  diesem gelagert sind, gewalzt werden.  



  In jedem Falle bleibt der Kerzenstamm 1 von  den     vorbeschriebenen    Aussenbehandlungsmethoden  fast unberührt und leicht in seinem Gefüge. Trotzdem  ist aber ein solcher Kerzenstamm genügend fest für  die Weiterverarbeitung.  



  Diese Weiterverarbeitung erfolgt zweckmässig  dadurch, dass man einen solchen     erfindungsgemäs-          sen    leichten Kerzenstamm ein- oder mehrmals in       flüssigem    Wachs     übertaucht,    wobei ein Wachs Ver  wendung finden kann mit einem höheren Schmelz  punkt als dieses für den Kerzenstamm Verwendung  gefunden hat.  



  Es ist aber auch     möglich,    auf den     Kerzenstamm     1 eine vorbereitete Aussenschale 4 aus Wachs in der  bekannten Art     aufzubringen,    die die     üblichen    Verzie  rungen, Ornamente     od.    dgl. trägt. Auch hierdurch  erhält die ganze Kerze einen festen Stand und     Griff,     obwohl das     innere    Gefüge nur sehr leicht ist.  



  Diese erfindungsgemäss hergestellte Kerze aus       Kerzenrohstoff-Flocken    ist aber     infolge    ihrer vielen  und     verhältnismässig    grossen Lufteinschlüsse sehr  leicht und erfordert nur einen Bruchteil des bisheri  gen Wachsrohstoffes für     eine        Kerze    gleicher Grösse.

    Sie hat aber überraschenderweise noch den weiteren  Vorteil, dass die Kerzenflamme 5 durch den Ker  zenstamm 1 im besonders hohem Masse in     Richtung     auf     und    durch die seitlichen Oberflächen 3 reflek  tiert wird, ja selbst dann, wenn auf dem Kerzenstamm  noch die üblichen     Verzierungen    4 aus möglichst      transparentem Material aufgebracht sind. Diese un  verhältnismässig hohe Leuchtkraft bzw.     Reflektion     ist auf die vielen und grossen Lufteinschlüsse im  Kerzenstamm zurückzuführen.  



  Ein weiterer, besonderer Vorteil ist, dass die     Ker-          zenrohstoff-Flocken    1 in verschiedenen     Farbvaria-          tionen    Verwendung finden können, die nicht in  einander verfliessen, da nur auf kaltem Wege gear  beitet wird. Marmorierte oder geaderte Gestaltung  der Kerze ist     ohne    weiteres möglich.  



  Von aussen unterscheidet sich die     erfindungsge-          mäss    hergestellte Kerze von den bisher bekannten  überhaupt nicht, sie ist lediglich leichter im Gewicht  bei gleicher Grösse.  



  Wenn gewünscht, können die     Kerzenstamm-Flok-          kenmasse    1 an sich bekannte Duftstoffe oder Wirk  stoffe, z.     B.    gegen Insekten, zugegeben werden.    kennzeichnet, dass um einen Docht (1) Kerzenroh  stoff in Form von gewölbten löffelartigen Flocken (2)  angebracht und dieses Material bis zum Zusammen  haften der Flocken (2) schwach verdichtet wird und  zugleich oder danach auf dem so gewonnenen Ker  zenstamm durch     oberflächliches    Verschmelzen der  Aussenflocken und/oder durch Tauchen in flüssiges  Wachs der Kerzenoberfläche oder durch Aufbringung  einer vorgefertigten Schale (4) eine homogene Aus  senschicht gebildet wird.

      UNTERANSPRUCH    Verfahren zur Herstellung von     Stumpenkerzen     nach Patentanspruch, dadurch     gekennzeichnet,    dass  die     Kerzenrohstofflocken    (2) durch Walzen,     Rütteln     oder     Wickeln    auf kaltem Wege zu einem Kerzen  stamm (1) zusammengefügt werden.

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  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Stumpenkerzen aus Wachsteilchen auf kaltem Wege, dadurch ge-
CH1560864A 1964-10-13 1964-12-03 Verfahren zur Herstellung von Stumpenkerzen aus Wachsteilchen auf kaltem Wege CH419406A (de)

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