AT149464B - Preßform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen. - Google Patents

Preßform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen.

Info

Publication number
AT149464B
AT149464B AT149464DA AT149464B AT 149464 B AT149464 B AT 149464B AT 149464D A AT149464D A AT 149464DA AT 149464 B AT149464 B AT 149464B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fine
axis
powdery
press mold
tabletting
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Mij Exploitatie Octrooien Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mij Exploitatie Octrooien Nv filed Critical Mij Exploitatie Octrooien Nv
Application granted granted Critical
Publication of AT149464B publication Critical patent/AT149464B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/02Dies; Inserts therefor; Mounting thereof; Moulds
    • B30B15/022Moulds for compacting material in powder, granular of pasta form

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Glanulating (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Pressform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen. 



   Beim Pressen von Briketts oder Tabletten aus pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen (Bri- kettieren bzw. Tablettieren) ist einer der am häufigsten auftretenden Herstellungsfehler die Rissbildung, d. h. die Briketts oder Tabletten kommen nicht unversehrt, sondern mit den verschiedenartigsten   Rissen aus der Form heraus. Diese Fehler an Presslingen treten vor allen Dingen dann auf, wenn das I zu pressende, pulverförmige oder feinkörnige Pressgut nur über einen geringen Zusammenhang verfügt   und demzufolge sehr hohe Pressdrücke angewandt werden müssen. 



   Das Auftreten von Rissen in dem Pressling ist eine Folge von inneren Spannungsunterschieden, die   vor allem während   des Druckablassens auftreten, d. h. zwischen dem Zeitpunkt des höchsten Druckes und dem Zeitpunkt, in dem der Pressling aus der Pressform entfernt wird. Die Bildung von Rissen könnte daher vermieden werden, wenn es gelänge, während des Druckablassens in jedem Punkte im
Innern des Presslings einen homogenen Spannungszustand zu erreichen, z. B. dadurch, dass die spe- zifischen Flächendrucke auf alle Teilchen der Oberfläche des Presslings in jedem Augenblick des Druck- ablassens beim Pressen untereinander gleichgehalten werden. Die Realisierung dieser Bedingung ist jedoch   ausserordentlich   schwierig. 



   Die Erfindung bezweckt nun, Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, mittels welcher die oben- erwähnte Bedingung annäherungsweise erreicht werden kann und welche ohne besondere Schwierig- keiten hergestellt und in der Praxis angewandt werden können. 



   Nach der Erfindung geht man von der Erkenntnis aus, dass das Auftreten von voneinander abweichenden spezifischen   Flächendrucken   während des Druekablassens eine Folge der voneinander abweichenden Ausdehnungen des Presslings in der Richtung der Pressachse und senkrecht dazu ist. 



   Bei den meisten pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen beträgt die Ausdehnung in der Richtung der Pressachse ein Vielfaches der Ausdehnung senkrecht dazu, so dass während des Ablassens des Press- druckes der Pressling sich in der   Pressrichtung   wesentlich stärker ausdehnt als quer dazu. Beim Pressen und dem darauffolgenden Ablassen des Pressdruckes eines solchen Stoffes, z. B. in einer konischen Press- form, treten dann folgende Verhältnisse auf (s. Fig. 1) : Im Augenblick, in dem der höchste Pressdruck ausgeübt wird, nimmt der Pressling den durch die Kanten   A1-A4   gekennzeichneten Raum ein.

   Beim
Ablassen des Pressdruckes zeigt der Pressling die Neigung, sich axial und radial auszudehnen, so dass nach dem völligen Ablassen des Pressdruckes der Pressling den durch die Kanten   B1-B4   gekennzeich- neten Raum einnehmen würde. Die untere Hälfte des Presslings wird jedoch durch die starre Form- wand daran verhindert, sich radial auszudehnen, während die axiale Ausdehnung dieser Hälfte entlang der Formwand durch Reibung sehr behindert wird. Die obere Hälfte des Presslings wird von einem bestimmten Zeitpunkt an während des Ablassens des   Pressdruckes   nicht mehr von der Formwand unter- stützt. Die Folge davon ist, dass in einer Zone etwa bis zur halben Höhe des Presslings Umfangsrisse und in den Stirnflächen des Presslings radiale Risse entstehen. 



   Um dieses zu vermeiden, wird nach der Erfindung eine Pressform verwendet, welche derart kon- struiert ist, dass in jedem Zeitpunkt während des Ablassens des Pressdruckes jeder Punkt der Oberfläche des Presslings mit der Formwand in Berührung bleibt, ohne dass die Formwand den Pressling daran hindert, sich auszudehnen. 



   Ein Ausführungsbeispiel einer Pressform nach der Erfindung ist in Fig. 2 abgebildet, bei welcher Ausführungsform der Pressling während der Ausdehnung sich weder von der Formwand ablöst noch 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 durch die Form gehindert wird, sich auszudehnen, so dass jede Ursache zum Entstehen von Rissen vermieden wird. 



   Die Wände einer Pressform dieser Art sind innerhalb der Räume gelegen, die von zwei Paar Flächen begrenzt sind, welche Paare einander schneiden und je durch Bewegung von zwei Paar Kurven parallel zueinander entstanden sind, wobei die Kurven jedes Paares mit Bezug auf ein gemeinsames Achsenkreuz den Gleichungen 1 bzw. 2 entsprechen. 



   Zur maschinellen Herstellung der Pressformen-empfiehlt es sich jedoch, die Formwand als Oberfläche eines   Umdrehungskörpers auszubilden.   Falls angenommen wird, dass die Dehnung des Presslings in der Richtung der   Pressachse   (axial) den Wert   Ea   und in der Richtung senkrecht dazu (radial) den Wert Er aufweist, hat es sich durch Versuche herausgestellt, dass, um den Bedingungen nach der Erfindung zu entsprechen, die Pressformwand innerhalb des Raumes liegen muss, welcher von zwei Umdrehungskörpern begrenzt wird, deren Erzeugende den Gleichungen 1 bzw.

   2 entsprechen, in welchen Gleichungen   19   Logarithmen bedeutet und c ein Parameter ist und welche Gleichungen mit Bezug auf ein Achsenkreuz gelten, dessen eine Achse Umdrehungsachse ist und mit der Pressachse y zusammenfällt, wobei die Entfernung eines   willkürlichen   Punktes der Erzeugenden von der Umdrehungsachse y mit r angegeben wird und die Entfernung dieses Punktes von der   x-Achse,   die durch den Schnittpunkt der Erzeugenden mit der Umdrehungsachse y hindurchgeht, mit   h   angegeben wird. Hiebei ist die Pressformwand mit ihrer konkaven Seite der Umdrehungsachse y der Erzeugenden zugekehrt und zeigt bei zunehmenden Abszissen r gleichzeitig zunehmende Ordinaten h (Fig. 3).

   Schliesslich wird noch beispielsweise und unter Hinweis auf Fig. 3 angegeben werden, in welcher Weise die in dieser Figur abgebildete Ausführungsform der Pressform berechnet werden können, um der Erfindung zu entsprechen. 



   Wiederum sei angenommen, dass die Ausdehnung des Presslings in der Achsenrichtung   Ea   beträgt und die Formänderung des Presslings senkrecht zu der Pressachse y Er beträgt. Auch sei wiederum angenommen, dass ein   willkürlicher   Punkt P der Oberfläche des Presslings, bei ausgedehntem Zustande desselben, in einem   Abstand)', von   der Pressachse liegt und in einem Abstand Ao vom Boden der Pressform. Falls angenommen wird, dass eine ungehinderte Dehnung stattfinden kann, lag der Punkt P vor der Ausdehnung, d. h. im Zeitpunkt, in dem der höchste Pressdruck ausgeübt wurde, in Abständen von der Pressachse y bzw. von dem Pressformboden, welche durch die Gleichungen 3 dargestellt werden. 



  Ein anderer Punkt der Presslingoberfläche, der nach der Ausdehnung die   Koordinaten 1"1 und 111   aufweist, fiel vor der Ausdehnung mit einem Punkt mit den Koordinaten gemäss den Gleichungen 4 zusammen. Auf diese Weise kann eine Anzahl Punkte mit den Koordinaten nach den Gleichungen 5 bestimmt werden. Alle diese Punkte müssen auf der gesuchten Pressformwand liegen. Falls aus den beiden letzten Gleichungen der Parameter n eliminiert wird, stellt es sich heraus, dass die Koordinaten 
 EMI2.1 
 



   In dieser Gleichung hat 19 die Bedeutung von Logarithmen. 



   Für   19 [1   + (Ea)] kann die Gleichung 7 geschrieben werden. 



   Für   19 [1   +   (Er)]   kann die Gleichung 8 geschrieben werden. 



   Bei kleinen Werten von Er und Ea, z. B. falls Ea kleiner ist als   Vj,     kg/m2,   kann vereinfacht geschrieben werden
19 [1 +   (Er) ] = (EI) 19 [1 + (Ea) ]   =   r   so dass die Gleichung für die Formwand in die Gleichung 9 übergeht. 



   Es kann in einfacher Weise bewiesen werden, dass nicht nur die Punkte   l   bis   n,   sondern auch alle andern Punkte der Oberfläche des Presslings während des Ablassens des Druckes sich von einer Formwand nach letztgenannter Gleichung weder ablösen noch von der Formwand während des Ausdehnens daran gehindert werden, so dass mittels einer Pressform nach der Erfindung Briketts oder Tabletten gepresst werden können, welche frei von Rissen sind. 



   Die Gleichungen 1-12 sind nachstehend zusammengefasst : 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pressform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressformwände innerhalb der Räume gelegen sind, die von zwei Paaren einander schneidender, gekrümmter Flächen begrenzt werden, die paarweise durch das parallel Zueinanderbewegen der beiden Kurven, die mit Bezug auf dasselbe Achsenkreuz den Gleichungen 1 bzw. 2 entsprechen, entstanden sind. 



   2. Pressform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressformwand innerhalb des Raumes gelegen ist, der von zwei Umdrehungskörpern begrenzt wird, die durch Umdrehung zweier den Gleichungen 1 bzw. 2 entsprechenden Erzeugenden um die y-Achse eines gemeinsamen Achsenkreuzes entstanden sind.

Claims (1)

  1. 3. Pressform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressformwand von der Begrenzungsfläche eines Umdrehungskörpers gebildet wird, der durch Umdrehung einer der Gleichung 6 entsprechenden Erzeugenden mit Bezug auf ein Achsenkreuz, dessen y-Achse Umdrehungsachse ist, entstanden ist.
AT149464D 1935-11-06 1936-03-04 Preßform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen. AT149464B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE450633X 1935-11-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT149464B true AT149464B (de) 1937-05-10

Family

ID=6538417

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT149464D AT149464B (de) 1935-11-06 1936-03-04 Preßform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen.

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT149464B (de)
GB (1) GB450633A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB450633A (en) 1936-07-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE620321C (de) Verfahren und Presse zum Auspressen von ausgelaugten Ruebenschnitzeln und anderen lufthaltenden Stoffen
AT149464B (de) Preßform zum Brikettieren und Tablettieren von pulverförmigen oder feinkörnigen Stoffen.
DE2549653A1 (de) Verfahren zur herstellung eines antennenreflektors
DE685434C (de) Verfahren zum Trocknen von Kunstseidespinnkuchen
DE2751048C3 (de) Verstärkerkapsel mit Oktogenkristallen für Geschosse und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69712294T2 (de) Verfahren zum befestigen einer gegenplatte an der dampfkammer eines bügeleisens sowie bügeleisen und sohle gemäss diesem verfahren
DE334404C (de) Zylindrisches Betonfass
DE638053C (de) Pressstempel zur Herstellung von Presslingen aus nicht zusammenhaengenden Stoffen, insbesondere Kohlenstaub, Braunkohle u. dgl. Stoffen
AT205294B (de) Verfahren zur Herstellung eines Wärmeregenerators und nach diesem Verfahren hergestellter Wärmeregenerator
DE102013204370A1 (de) Verfahren zum Pressen eines Grünlings für die Herstellung von Schneidplatten
DE643636C (de) Pressform zum Brikettieren oder Tablettieren pulverfoermiger oder feinkoerniger Stoffe
DE2831166A1 (de) Einrichtung zum steuern und regeln an einer kunststeinpresse
DE510807C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stueckigmachen von Feinkohle bzw. Halbkoks
DE644385C (de) Verfahren zum Pressen von zylindrischen, mit Gewinde versehenen Hochfrequenzmassekernen
AT159582B (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensatorelektroden.
AT77968B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung von Torferde.
DE899936C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von laenglichen Presslingen aus Torf, z.B. Torfballen
AT96479B (de) Verfahren zur Herstellung von Kugellagerringen.
AT141603B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Preßlingen.
DE1084284B (de) Verfahren zum Herstellen eines Waermeregenerators und nach diesem Verfahren hergestellter Waermeregenerator
AT26307B (de) Homogenisator für flüssige und halbflüssige Stoffe.
DE363776C (de) Verfahren zum Pressen von Muttern
DE483344C (de) Schallplattenpresse
DE578100C (de) In das Pressgut einzulegende Sickerroehre zum Abfuehren der Pressfluessigkeit
DE716877C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Lagerbuechsen u. dgl. aus haertbaren Kunstharzmassen