CH418802A - Verfahren zur Herstellung einer Säuglings-, Kinder- und Krankennahrung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Säuglings-, Kinder- und Krankennahrung

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CH418802A
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Verfahren      zur   Herstellung    einer      Säuglings-,      Kinder-   und    Krankennahrung   Bei    Muttermilchernährung      besteht   auch unter    ungünstigen      Umweltverhältnissen      eine      gleichbleibende      Säuglingsmortalität   von    3-4   %,    während   die    Mortali-      tät   bei künstlicher    Ernährung   ein    Mehrfaches   davon beträgt.

   Es    ist      darum      ein      altes   Ziel der    Kinderheil-      kunde,      Säugäingsnahrungen   herzustellen,    die   der Muttermilch    an   Wert und Ernährungserfolg    gleichkom-      men.   Dies ist    bisher   nicht befriedigend gelungen. 



  Gegenstand    vorliegender   Erfindung ist    ein   Verfahren    zur      Herstellung      einer      Säuglings-   und Krankennahrung auf    Kuhmilchgrundlage,   das    dieses   Problem löst.

   Es besteht    darin,      d'ass      das      Calcium   ohne    wesentliche   Störung der übrigen    Salzverhältnisse   vor dem Verdünnen so weit ausgefällt wird, dass das im    Verhältnis   etwa 2:3    verdünnte      Filtrat   wie Frauenmilch die Eigenschaft besitzt, dass es bei    Eintritt      in   den Säuglingsmagen gerinnt und die    Gerinnung   sich bei Erreichen    eines      pH-Wertes   von 4,8-3,5 wieder    auflöst.   



  Die Lösung des Problems basiert auf folgenden Forschungsergebnissen: Frauenmilch gerinnt bei    Magensafteinwirkung   bei    einem      pH   von    etwa   5,5. Bei    pH   = 4,5 ist diese    Ge-      rinnung      reversibel,   das heisst das gebildete    Gerinnsel   löst sich wieder auf.

   Dieser Umstand    ist   von    beson-      derer      Bedeutung   für die schnelle    Magenentleerungs-      zeit   der    Frauenmilch,   da die    physiologische      Azidität   des    Säuglingsmagens,   sich    innerhalb   dieser engen Grenzen    (pH   5,5 bis    pH   4) bewegt.

   Kuhmilch und sämtliche    bisher   bekannten    Nährgenn,ische,      aus   Kuhmilch können den Säuglingsmagen erst nach längerer    Einwirkung   des    Magensaftes   bei    niedrigeren   Säuregraden verlassen, und da der    Säugling   zur Aufbringung    dieser      niedrigeren      Säuregrade      nur      unvollkom-      men   imstande ist,    wird   hierdurch der    schlechtere      Ernährungserfolg   der    bisher   üblichen    künstlichen   Nährgemische erklärt.

      Kuhmilch   hat einen etwa 5mal höheren    Calzium-      gehalt      als   Frauenmilch. Die Untersuchungen haben ergeben, dass dieser höhere Kalkgehalt der    Kuhmilch   dafür    verantwortlich   ist, dass die    Magensaftgerinnung   der    Kuhmilch   nicht reversibel .ist, wie    es   bei Frauenmilch der Fall ist.

   Der    Erfinder      ging      demgemäss   bei    seinen   Versuchen davon aus, der    Kuhmilch      Kalk   zu entziehen    und   erst    die      kalkreduzierte      Kuhmilch   der    Frauenmilch      anzupassen,   um    diel   gleichen    Gerin      nungsverhältnisge   wie bei Frauenmilch    zu   erzielen. Diese Versuche haben zu einem vollen Erfolg geführt. 



  Auf der anderen Seite    verhält   sich der    Eiweiss-      gehalt   der    Kuhmilch   zu dem der    Muttermilch   wie etwa 3,5 zu 1,5.    Nimmt   man    also   2    Volumteile      Kuhmilch   und    misch      sie   mit 3    Volumenteilen      Ver-      dünnungsflüssigkeit,   so erhält man etwa den richtigen    Eiweissgehalt.      Verwendet      man      dazu.   eine    Milch,   der vorher    ein   genügend grosser Prozentsatz    Kalk   entzogen ist,

   so    erhält   man    ein      Nährmittel,   dessen Gerinnung bei    Magensafteinwirkung      tatsächlich      wie   die der    Frauenmilch   bei    einem      pH   von    etwa   4,5 bis 4 reversibel ist.

   Zum Entzug von    Kalk   aus.    Kuhmilch      sind   sämtliche für diesen Zweck    in,   der    Lebensmittel-,      chemischen   und    sonstigen      Industrie   benutzten Verfahren    geeignet,   sofern    die   dabei    benutzten      Zusätze   nicht    geschmacklich      ungünstige   oder    gesundheitlich   nachteilige Veränderungen    bewirken.   Auch    mittels      chemisch-physikalischer   Verfahren, z. B. durch Dialyse können lösliche    Kalksalze   der Milch entzogen    werden.   



  Es    sind      bereits      vielfache   Versuche unternommen worden, durch    eine      chemische      Anpassung   der Kuhmilch an    Frauenmilch      dieses   Ziel zu erreichen.

   Alle diese Versuche haben    gezeigt,   dass    eine   chemische Anpassung    keine      Verbesserung   der Erfolge bei künstlicher Ernährung brachte. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Unter anderem wurde auch versucht,    Kuhmilch   durch    Beeinflussung   des    Mineraliengehaltes   weicher    gerinnend   zu machen, den Typ der    soft-curdMilch   zu    schaffen.      Die   hierfür    angewandten      Verfahren   waren jedoch    niemals      selektiv      und   nicht    ausschliess-      lich   auf die Reduzierung von    Calcium   gerichtet,

   sie brachten    vielmehr   eine wesentliche Verschiebung der gesamten    Salzkorrelationen   mit sich, die für die    Säug-      lingsnährung      nicht   unbedenklich war.    Soft      curd-      Milcherzeugnisse   haben sich    in   der    Säuglingsernäh-      rung   nicht    einführen   können. 



  Ausführungsbeispiel 1 1    Kuhmilch      wird   nach    Zusatz   von 1 Gramm    Calciumoxyd   und 2 Gramm    Alkalicarbonafi   bis zu einer Temperatur von etwa 50-85  C erhitzt; dabei    entsteht      ein   Niederschlag, der    in   an sich    bekannter   Weise    abgetrennt   wird,    beispielsweise   durch    Abfil-      tern   oder    Abzentrifugieren.   Das gewonnene Filtrat wird im    Verhältnis   etwa 2 :

   3 mit    Verdünnungsflüs-      sigkeit      gemischt,   insbesondere    Wasser,   dem an sich    bekannte      Kohlehydrate   und    evtl.   etwas Fett    zuge-      setzt      ist.   



  Das so gewonnene    Produkt   ist in seinen    grob-      chemischen      Verhältnissen   der    Frauenmilch      angepasst,      entspricht   in    seinen      Salzverhältnissen   westgehend der    Frauenmilch   und    zeigt,      wie      Frauenmilch   bei Magensafteinwirkung    das      Phänomen   der    Umkehrbarkeit   der    Gerinnung   bei    pH      4,5-4.   Das erhaltene Produkt    wird   auf bekannte Weise in    Pulverform.   übergeführt und ergibt ein haltbares    lagerfähiges,

        Milchprodukt,   das    mit   Wasser wieder zur gebrauchsfertigen Milch verdünnt werden    kann.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer Säuglings-, Kinder- und Krankennahrung auf Kuhmilchbasis: durch Verdünnen von Kuhmilch im Verhältnis etwa 2:
    3 mit einer wässrigen Flüssigkeit, dadurch gekennzeich- net, dass das Calcium ohne wesentliche Störung der übrigen Salzverhältnisse vor dem Verdünnen so weit ausgefällt wird, dass das ün Verhältnis etwa 2:3 verdünnte Filtrat wie Frauenmilch die Eigenschaft besitzt, dass es bei Eintritt in den Säuglingsmagen gerinnt und: die Gerinnung sich bei Erreichen eines pH-Wertes von 4,8-3,5 wieder auflöst.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass einem Liter Kuhmilch 1 Gramm Cal- ciumoxyd und 2 Gramm Alkalicarbonat unter Erwärmung auf etwa 50-85 C zugesetzt werden und dass das Filtrat nach Abtrennung des entstandenen Niederschlags im Verhältnis etwa 2 - 3 mit Wasser verdünnt wird.
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