CH415232A - Verfahren zum Beizen von Eisen- und Stahloberflächen - Google Patents

Verfahren zum Beizen von Eisen- und Stahloberflächen

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CH415232A
CH415232A CH7083159A CH7083159A CH415232A CH 415232 A CH415232 A CH 415232A CH 7083159 A CH7083159 A CH 7083159A CH 7083159 A CH7083159 A CH 7083159A CH 415232 A CH415232 A CH 415232A
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ferric
sep
ferrous
pickling
ions
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CH7083159A
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A Halversen Roy
S Russell William
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Parker Ste Continentale
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
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Description


  Verfahren     zum    Beizen von Eisen- und     Stahloberflächen       Die Erfindung betrifft ein     Beizverfahren    mittels  Phosphorsäure, wodurch die Anwendung der       Phosphorsäurebeize    im Spritzverfahren auf     Eisen-          und    Stahloberflächen schlammfrei durchführbar  wird.  



  Setzt man kontinuierlich Eisenwerkstücke durch  wässrige saure     Phosphorsäurelösungen    hindurch,       dann.    löst sich Eisen     in,        Form        von,        Ferroionen    in     dem;     Masse, in dem die Metalloberfläche angegriffen wird.

    Es ist bekannt,     dass    das     Ferriion    als Beschleuniger  für den     Angriff    einer     Eisenoberfläche    durch       Phosphorsäurelösungen    wirkt und dass     Ferriionen     anwesend sein müssen, wenn die     Beizung    mit einer  praktisch brauchbaren     Geschwindigkeit    erfolgen soll.  Wenn das     Ferriion    als Angriffsbeschleuniger auf das  Metall wirkt, wird es. dabei zum     Ferroion    reduziert  und auf diese Weise werden weitere     Ferroionen    zu  den vorhandenen in die Lösung gebracht.

   Mit zuneh  mender Konzentration an     Ferroionen    sinkt die bei  zende Wirkung der Lösung und es ist deshalb erfor  derlich, die     Ferroform    in die     Ferriform    überzuführen,  damit die Lösung kontinuierlich und mit einer     wirt-          schaftlich    befriedigenden Geschwindigkeit beizen  kann.  



  Die Massnahmen, die einerseits für die     Beizwir-          kung    günstig sind, nämlich ein hoher     Ferriionenge-          halt,    wirken sich aber andererseits durch die erhöhte       Schlammbildungsgefahr    ungünstig aus und führen  gerade beim Spritzverfahren, bei dem ja die Oxyda  tion des     Ferroions    zum     Ferriion    begünstigt wird, zu  einer verstärkten     .Schlammbildung.    Hieraus geht her  vor, dass die     Ferriionen    wohl für das Beizen erfor  derlich sind,

   aber nicht unbeschränkt aus den     beim     Beizen in Lösung gehenden     Ferroionen        ergänzt    wer  den     dürfen.     



  Es wurden nun     im        einzelnen    die Reaktionen in    den im Spritzverfahren arbeitenden     Beizlösungen     untersucht und dabei festgestellt,     dass    man die Ge  fahr der Schlammbildung dadurch vermeiden kann,  dass man die Konzentration der     Ferriionen    in der  Lösung innerhalb bestimmter Grenzen hält.

   Das     er-          findungsgemässe    Verfahren zum     Beizen    von     Eisen-          und    Stahloberflächen mit wässrigen     Ferriionen    und       Ferroionen    enthaltenden     Phosphorsäurelösungen    im  Spritzverfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass     in     der     Beizlösung    der     Ferrüonengehalt    zwischen 10 und  80 % der Sättigungskonzentration gehalten wird.  Vorzugsweise wird dieser Gehalt zwischen 50 und  80 Rio gehalten.  



  Es wurde weiterhin festgestellt, dass es leicht  möglich ist, den     Ferriionengehalt    durch Regulieren  des     Ferroionengehaltes    in dem angegebenen Konzen  trationsbereich zu halten, weil bestimmte Wechselbe  ziehungen zwischen     Ferro-    und     Ferriionengehalt    in  der Lösung bestehen, die sowohl von der Phosphor  säurekonzentration als auch von den     Durchsatzbedin-          gungen    des Spritzgutes als, auch von den Oxydations  bedingungen für die     Ferroionen    beim Verspritzen der  Lösung abhängig sind.

   Das Verhältnis von     Ferro-          ionen    zu     Ferriionen    kann hierbei in weiten Grenzen  schwanken und liegt meistens     zwischen    11:1 und 1:7.  Das für einen gegebenen Durchsatz und eine gege  bene     Phosphorsäurekonzentration    günstigste Ver  hältnis lässt sich auf     Grund    der     Beizwirkung    und da  mit der in Lösung gehende Mengen     Ferroionen    er  mitteln.

   Die     Ferrüonenkonzentration    lässt sich dann  in dem erforderlichen Konzentrationsbereich dadurch  halten, dass man die     Ferroionenkonzentration    über  wacht und sie bei Schwankungen durch     Gegenmass-          nahmen    reguliert.  



  Als Massnahme zum Regulieren des     Ferroionen-          gehaltes    der Lösung eignet sich insbesondere die Ein-           sehaltung    von     Ionenaustauschem.        Steigt    der Gehalt  an     Ferroionen    beispielsweise durch ungleichmässige  Grösse des Durchsatzes des     Beizgutes    oder durch     un-          gleichmässige    Mengen der verspritzen Lösung an,  dann wird mehr Spritzlösung in der Zeiteinheit über  den     Ionenaustauscher    geschickt bis der     Ferroionen-          gehalt    wieder genügend abgesunken ist.

   Sinkt dage  gen der     Ferroionengehalt,    so dass die     erforderliche     Nachbildung von     Ferriionen    nicht gesichert ist, so  wird der     Ionenaustauscher    nur für geringere Mengen  der Spritzlösung in der     Zeiteinheit    eingesetzt.  



  Auch durch     Änderung    der     Spritzbedingungen          lässt    sich der     Ferroionengehalt        beeinflussen    und da  mit der     Ferriionengehalt    innerhalb des     erforderlichen     Bereiches halten. Durch stärkere     Belüftung,    durch  Änderung des     Spritzdruckes    und damit der     Teilchen-          grösse    oder der verspritzen Menge lässt sich die oxy  dierende Wirkung auf die     Ferroionen        variieren.     



  Auch durch Änderung des Durchsatzes des     Beiz-          gutes.,    d. h.     der        pro        Zeiteinheit    und Menge der ver  spritzten Lösung durchgesetzten Oberfläche lässt sich  der     Ferroionengehalt    und damit die     Ferriionenkon-          zentration    der Spritzlösung beeinflussen.

   Wenn daher  durch betriebliche Gegebenheiten das zu     beizende     Material unregelmässig anfällt, muss dementspre  chend dafür gesorgt werden, dass der     Ferroionenge-          halt    der Spritzlösung überwacht und durch eine oder  mehrere der anderen     Massnahmen,    wie Spritzbedin  gungen und Mass der Regenerierung im     Ionenaustau-          scher,    so     .eingestellt    wird, dass die     Ferriionenkonzen-          tration    im     erforderlichen    Bereich bleibt.  



  Die Sättigungskonzentration für die     Ferriionen        in     wässriger     Phosphorsäurelösung        nimmt    mit steigender       Phosphorsäurekonzentration    zu und     sinkt    zunächst  mit steigender Temperatur um dann wieder anzustei  gen.

   Bei     kontinuierlichem    Arbeiten ist es     daher    erfor  derlich, die     überwachung    so durchzuführen, dass das  Verhältnis der     Ferroionen    zu den     Ferriionen    von Zeit  zu Zeit geändert wird, wodurch     verhindert    wird, dass  die Sättigungswerte für die     Ferriionen    erreicht wer  den.

   Die nachfolgende Tabelle enthält     beispielsweise     Löslichkeitswerte für     Ferriionen    in Abhängigkeit von  der     H3P04-Konzentration    bei 25, 65,5  C und 82  C  und dient als Anhaltspunkte für die     überwachung.     
EMI0002.0064     
  
    H3P04-Konzentration <SEP> Sättigungskonzentrationen
<tb>  in <SEP> g/1 <SEP> für <SEP> F & :

  *'*-Ionen <SEP> in <SEP> g/1
<tb>  bei <SEP> 25 C <SEP> bei <SEP> 65,5 C <SEP> bei <SEP> 82 C
<tb>  53 <SEP> 0,16 <SEP> 0,1
<tb>  100 <SEP> 0,45 <SEP> 0,4 <SEP>   154 <SEP> 1,6 <SEP> 1,0 <SEP> 2
<tb>  200 <SEP> 4,5 <SEP> 1,4 <SEP> 8
<tb>  225 <SEP> - <SEP> 1,8
<tb>  253 <SEP> 13,6 <SEP> 2,4 <SEP> 16
<tb>  275 <SEP> - <SEP> 3,0 <SEP>   305 <SEP> 23,4 <SEP> 4,0 <SEP> 20
<tb>  325 <SEP> 26,0 <SEP> 5,3 <SEP>   350 <SEP> - <SEP> 7,0 <SEP>   375 <SEP> - <SEP> 9,0 <SEP>   400 <SEP> - <SEP> 11,4 <SEP> -     
EMI0002.0065     
  
    450 <SEP> - <SEP> 17,2 <SEP>   475 <SEP> - <SEP> 20,0 <SEP> -       Um die besten Oberflächenbedingungen nach  dem Beizen zu erhalten,     beizt    man die Oberfläche mit  einer sehr verdünnten wässrigen     Phosphorsäurelö-          sung,

      beispielsweise mit     einer    Lösung, die etwa 10     g/1     Phosphorsäure enthält. Wenn man solch     verdünnte          Lösungen    verwendet, ist jedoch die Zeit     zur    Errei  chung des     erwünschten        Beizgrades    länger, als     wenn     man etwas konzentriertere Lösungen anwendet,     und     es ist daher im Betrieb erwünscht, den     Säuregrad    zu  verwenden, der es gestattet,

   die     erwünschte        Beizwir-          kung    in der     kurzmöglichsten    Zeit zu erhalten. Man  kann     konzentrierte    Lösungen mit einer Konzentra  tion bis 450 g/1 Phosphorsäure     verwenden.    In den  meisten Fällen arbeiten Lösungen, die etwa 150 bis  300     g/l    Phosphorsäure enthalten, befriedigend.  



  Die Ergänzung der Phosphorsäure erfolgt     zweck-          mässigerweise    kontinuierlich, beispielsweise     in    den  Anteilen der Lösung, die durch     den        Ionenaustauscher          hindurchgegangen    sind.  



  Für das erfindungsgemässe Verfahren haben sich  solche     Ionenaustauscher    als besonders geeignet er  wiesen, die     Kationenaustauscher    auf Harzbasis sind,  und zwar stark saure     Kationenaustauscher,    beispiels  weise     Styroldivinylbenzolharze,    die mit     Sulfonsäuren     im Kern sulfoniert sind.  



  Bei einer Konzentration der Phosphorsäure von       15        bis        45        %        hat        es        sich        als        günstig        erwiesen,        in        der     Lösung das Verhältnis von     Ferroionen    zu     Ferriionen     zwischen 1:4 bis 4:1 zu halten, um die     Ferriionen-          konzentration    in dem vorzugsweisen Konzentrations  bereich zu halten.

   Ergibt die laufende     überwachung     der     Ferroionenkonzentration,    dass Abweichungen  aufgetreten sind, so ist es besonders günstig, wenn die  Regulierung der     Ferroionenkonzentration    spätestens  dann eingeleitet wird, sobald die     Ferro-    und/oder       Ferhionenkonzentration    bzw. deren Verhältnis um       20        bis        30%        von        den        eingestellten        bzw.        erwünschten     Werten abwicht.

       Wartet    man     nämlich    länger,     dann     ist eine Einregulierung wesentlich erschwert bzw. be  steht die Gefahr,     dass    die Einregulierung nicht mehr  ohne Schlammbildung, d. h. ohne Überschreitung der       Sättigungsgrenze    für die Fernionen möglich ist.  



  Für die Überführung der     Ferroionen    in     Ferri-          ionen    können ausserdem der Lösung Oxydationsmit  tel, wie Nitrat, Chlorat, Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt  werden. Durch derartige Gehalte der Beize an Oxy  dationsmitteln wird die Oxydation der     Ferroionen     über das durch die Belüftung beim Verspritzen er  reichte Mass hinaus gesteigert.

   Es kann also von       Vorteil    sein, derartige     Oxydationsmittel    von vorn  herein in den Phosphorsäure enthaltenden     Beizlösun-          gen    vorzusehen, um die Spritzbedingungen noch bes  ser für die Regulierung des     Ferroionengehaltes    ein  setzen zu können. Hierbei wird jedoch vorzugsweise  die     Konzentration    der Oxydationsmittel nur     gering     gehalten, um nicht zusammen mit der     Luftoxydation          eine    zu     grosse        Ferriionenbildung    zu erzielen.

        Das     erfindungsgemässe        Beizverfahren    eignet sich  insbesondere, wenn es gilt, eiserne Oberflächen vor  zubereiten für eine anschliessende     Emaillierung    oder       Vernicklung,    insbesondere     Schnellvernicklung    oder  auch für .eine     Schnellverkupferung.    Das Verfahren  eignet sich auch zur     Beizung    vor dem Aufbringen  von     Phosphatüberzügen    und     ermöglicht    die Ausbil  dung von besonders gleichmässigen Überzügen.

   Für  die Vorbereitung vor dem Emaillieren können hier  bei     Phosphatüberzüge    aufgebracht werden, die     an-          schliessend    in     Phosphat-Oxyd-Überzüge    übergeführt  werden.  



  <I>Beispiel</I>  5680 Liter     einer    wässrigen Lösung, die 150     g/1     Phosphorsäure enthielt, wurden angesetzt und     in    eine  übliche technische Spritzanlage gegeben, die für das  Beizen nach dem Spritzverfahren von Gegenständen  aus Metallblechen, beispielsweise Kühlschrankge  häusen,     Waschmaschinengehäusen    u.     dgL,    bestimmt  ist.

   Die Spritzzone besteht aus einem vierseitigen Ge  häuse von 1,22 X 1,83 m, das an jedem     Enee        offen    ist,  und Vorrichtungen mit Spritzdüsen an jeder der vier  Wände in Abständen von 30,5 cm, so     dass    das ge  samte Spritzaggregat 56 Spritzdüsen enthält von dem  Typ, der in     V-Form    versprüht. Diese Spritzdüsen  verspritzen in einem Winkel von 50 , wenn sie mit  einem Druck von 2,8     kg/cm2    betrieben werden. Die  Lösung wurde durch die Zuführung und die Düsen  unter einem Druck von 1,41 bis 1,76     kg/em2    ge  pumpt und     die    ablaufende Lösung zurückgeführt.

   An  den Sammelbehälter für die     Beizlösung    wurden zwei  Sätze     Ionenaustauschersäulen,    bestehend je aus zwei  in Serie geschalteten Säulen angeschlossen, wobei  jede     Ionenaustauschsäule        an    den     Rückflussbehälter     angeschlossen und mit einer Pumpe, die den     Durch-          fluss    in geeigneter Weise regeln kann, und geeigneten  Ventilen, die eine Umschaltung von einem     Ionenaus-          tauscherpaar    auf das andere gestattet, um das ver  brauchte     Ionenaustauscherpaar,    sobald dies erforder  lich ist, zu regenerieren,

       ausgestattet    ist. Jede  Kolonne wurde mit 0,7 m3 von      Dowex -50    (einge  tragene Marke) Harz in der     H-Form    gefüllt. Die  Temperatur der Lösung wurde im Durchschnitt auf  ungefähr 82,2  C gehalten und mit der Lösung wurde  Eisen. mit niedrigem Kunststoffgehalt, das frei von  Fett und Zunder war, bei     einer        Durchsatzgeschwin-          digkeit    von etwa 0,09 bis 0,11     m2    pro Minute 72  Stunden lang bespritzt und die     Beizlösung    in Mengen  von 22,7 Liter pro Minute durch den     Ionenaustau-          scher    gegeben.

   Nach 50 Stunden     betrug    die     Ferro-          ionenkonzentration    0,6 g/1 und die     Ferriionenkonzen-          tration    1,2     g/l.    Wenn das Verfahren weitergeführt  wurde, ergab die Analyse nach 69 Stunden .einen       Ferrüonengehalt    von 1,1 g/1 und einen     Ferroionenge-          halt    von 0,7     g/1.    Die     Beizgeschwindigkeit    erwies sich  als     verhältnismässig    gering, und im Bad wurde daher  die     Phosphorsäurekonzentration    erhöht,

   um das ge  samte Bad auf einen     Wert    von 250     g/1    Phosphorsäure  zu bringen. Dann wurden ähnliche     Werkstücke    unter  denselben Bedingungen durch die Spritzzone hin-         durchgeschickt    und festgestellt, dass nach 75 Stunden  die     Ferriionenkonzentration    2,1 g/1 und die     Ferro-          ionenkonzentration    0,6     g/1        betrug.    Nach 88 Stunden  betrug die     Ferriionenkonzentration    2,2     g/1    und die       Ferroionenkonzentration    0,

  35     g/1    und von da an  wurde der     Durchfluss    der     Lösung    durch die     Ionenaus-          tauschen    völlig abgestoppt. Nach 89 Stunden war  der     Ferroionengehalt    auf 0,8 g/1 und der     Ferriionen-          gehalt    auf 2,25 g/1     angestiegen.    Nach 90 Stunden be  trug die     Ferroionenkonzentration    0,8 g/1 und die     Fer-          riionenkonzentration    2,5 g/1.

   Nach 91     Stunden    betrug  die     Ferroionenkonzentration    1,0 g/1 und die     Ferri,,          ionenkonzentration    3,1 g/1. Es wurde eine geringe  Schlammbildung auf den Heizschlangen beobachtet,  so dass der     Durchfluss    durch die     Ionenaustauscher-          säulen    von neuem angestellt wurde mit     einer    Durch  flussmenge von 22,7 Liter pro Minute.

   Am Ende von  93 Stunden war die     Ferroionenkonzentration    auf  0,75     g/1    und die     Ferrüonenkonzentration    auf 2,5     g/1     abgesunken und lag dauernd bei     etwa    15,5 % ihres  Sättigungswertes.

   Die     Durchflussgeschwindigkeit     durch die     Ionenaustauschersäulen    wurde dann auf  11,4 Liter pro Minute     erniedrigt    und der Durchsatz  durch     die        Spritzzonen        von,    ungefähr 0,107     m2/min    auf  0,042     m2/min        reduziert.    Die Analyse am Ende von  96 Stunden ergab dann eine     Ferroionenkonzentration     von 1,1     g/1    und eine     Ferrilonenkonzentration    von  2,9     g/1,    entsprechend etwa 18,1 % ihres Sättigungs  wertes.

   Bei einer     Durchflussgeschwindigkeit    von 11,4  Liter pro Minute durch die     Ionenaustauschersäulen     stieg die     Ferroionenkonzentration    auf 1,1     g/1    und die       Ferriionenkonzentration    auf 3,7 g/1 am Ende von 99       Stunden.    Nun wurde der     Durchfluss    durch die Aus  tauschersäulen wieder auf 22,7 Liter pro Minute er  höht und der Durchsatz auf 0,179     m2/min.    gebracht.

    Unter diesen Umständen betrug nach 101 Stunden       die        Ferroionenkonzentration    0,8     g/1    und die     Ferri-          ionenkonzentration    war auf 3,3 g/1 abgesunken.

   Am  Ende von 101 Stunden wurde der     Durchfluss    durch  die     Ionenaustauschersäulenwieder    auf 11,4 Liter pro  Minute     erniedrigt,    Nach 102 Stunden war die     Fer-          roionenkonzentration    auf 1,35     g/1    angestiegen und die       Ferriion.enkonzentration    betrug 3,2     g/1.    Nun wurden  weiter die     Ionenaustauschersäulen    mit 11,4 Liter pro  Minute und der Durchsatz für die Spritzzone mit  0,179     m-/min.    betrieben und die Analyse ergab nach  104 Stunden eine     Ferroionenkonzentration    von  1,

  95     g/1    und eine     Ferrüonenkonzentration    von 3,9     g/1.     Jetzt wurde der Durchsatz durch den     Ionenaustau-          scher    auf 22,7 Liter pro Minute erhöht und nach 107  Stunden eine     Ferroionenkonzentration    von 0,75     g/1     und eine     Ferriionenkonzentration    von 3,5     g/1    gemes  sen.  



  Bei diesem Versuch wurden die     Ionenaustau-          schersäulen    so eingesetzt, dass praktisch 100 % des       Ferroeisens    der Lösung, die durch die Kolonne ging,  herausgenommen wurde und während des ganzen  Versuches die geringe Menge     Ferriphosphatschlamm,     die sich in der Lösung bildete, und auf den     Heizele-          menten    absetzte, nachträglich wieder gelöst wurde      durch     die        Änderungen    in der     Fernionen-    und     Ferro--          ionenkonzentration    der     Beizlösung.     



  Die Änderung der     Ferro-    und     Ferriionenkonzen-          tration,        die    zwischen 88     und    91     Stunden    Betriebs  dauer auftraten, geben die     Störwirkung    nach einer  wesentlichen     Änderung        des    Ausgangsverhältnisses  von     Ferro-    zu Fernionen wieder und zeigen, dass  dann, wenn keine Massnahmen     ergriffen    werden,

         schliesslich    unerwünschte Schlammbildung     eintritt.     Nach 90 Stunden     zeigte        es    sich,     dass    die Abweichung  von den     ursprünglichen    eingestellten Arbeitsbedin  gungen genügte, um anzuzeigen, dass Gegenmassnah  men erforderlich sind, um die Neigung zum Anwach  sen -der     Ferro-    bzw.     Ferhionenkonzentration        in    der  Lösung     zu    verringern.

   Es wurde eine weitere     Stunde     nichts unternommen, die Lösung durch den     Ionenaus,          tauscher    zu schicken und daher stieg     zwischen    der  90. und 91. Stunde die     Ferriionenkonzentration    von  2,5     g/1    auf 3,2     g/1,    und dann wurde der     Durchfluss     durch die     Ionenaustauschersäulen    neu ,angestellt.

    Nach     911/2    Stunden war die     Ferrüonenkonzentration     bereits auf 2,8     g/1    und die     Ferroionenkonzentration     auf 1,1     g/1    hinuntergegangen, woraus die verbes  sernde Wirkung des     Durchflusses    der Lösung durch  die     Ionenaustauschersäulen    zu erkennen ist. Nach  zwei weiteren Stunden war     sowohl    die     Ferro-    als  auch die     Ferriionenkonzentration    wesentlich gesun  ken. Das Verhalten zwischen der 93. und 99.

   Stunde  zeigte die gleichzeitige Wirkung der Erhöhung des  Durchsatzes und der Verringerung der Geschwindig  keit des     Durchflusses    durch den     Ionenaustauscher.     Zwischen der 99. und 102. Stunde zeigte sich die  Wirkung der Erhöhung der     Geschwindigkeit    des       Durchflusses    durch den     Ionenaustauscher    und die  gleichzeitige Erhöhung des Durchsatzes und zwischen  der 102. und 104. Stunde die Wirkung der Erniedri  gung der     Geschwindigkeit    des Durchgangs durch den       Ionenaustauscher    zusammen mit der Erhöhung des  Durchsatzes.  



  <I>Prüfung 1</I>  Eine Mehrzahl von Blechen aus     emaillierfähigen          Eisen,    die in der     Sprühzone    der 93. und 99. Behand  lungsstunde     gebeizt    worden waren, wurde nach dem  Spülen mit     einer        wässrigen        Mononatriumphosphatlö-          sung,    die 12,5     g/1        Mononatriumphosphat    enthielt und  einen     pH-Wert    von 5,2 hatte, 1 Minute bei 60  C     in     Berührung gebracht.

   Die Bleche wurden     dann        in          einem        Muffelofen    bei teilweise offener Tür auf  732  C     aufgeheizt    und 3     Minuten    bei dieser Tempe  ratur belassen.

   Nach dem Herausnehmen aus dem  Ofen wurden die Bleche mit einem     Emailschlicker          bespritzt,    bis die Dicke des Schlickere 320     g/m2    auf  der Oberfläche     betrug.    Als     Emailschlicker    wurde eine  Mischung verwendet, die folgende Zusammenset  zung, angegeben     in.        Gewichtsteilen,    besass:

    20,5     Gew.    Teile     Ton     1,7     Gew:        Teile        Bentonit     680     Gew.-Teile        titanhaltige        Fritte          (Neowite    Nr.

   20)    1,7     Gew.-Teile        Kaliumkarbonat     0,85     Gew.-Teile        Natriumaluminat     0,85     Gew.-Teile        Natriumnitrit     853     Gew.-Teile        Wasser     Die Bleche wurden in einen     Muffelofen    bei  804  C eingesetzt und 4 Minuten darin gelassen.  Nach dem Herausnehmen waren sie mit     einem    weis  sen, glänzenden Emailüberzug bedeckt. Die Bleche  wurden auf     Torsionsbeständigkeit,    Schlagfestigkeit  und     Verformungsfestigkeit    untersucht und alle Prü  fungen fielen befriedigend aus.  



  <I>Prüfung 2</I>  Eine andere Serie der Teile aus     emaillierfähigem     Eisen, die zwischen der 93. und 99. Stunde     gebeizt     waren, wurden nach dem Spülen     in        ein        stromfreies     Nickelbad folgender     Zusammensetzung        eingetaucht:     3     Gew.    Teile     Nickelchlorid        (NiC12    .

   H20)  1     Gew.-Teil        Natriumhypophosphit          (NaH2P02    .     H20)     5     Gew.    Teile     Ammoniumchlorid     10     Gew:    Teile     Natriumcitrat     81     Gew.-Teile    Wasser       pH-Wert    8 bis. 9  Die     Teile    wurden bei etwa 90  C 10 bis 15 Minu  ten in dem Bad gelassen und     dann    herausgenommen.

    Eine Anzahl der Bleche, die so behandelten     waren,     wurden     in    einen     Muffelofen    gelegt, dessen Tür teil  weise offen war und bei einer Temperatur von  732  C 3 Minuten     darin    gelassen.

       Eine        grössere    Zahl  dieser vernickelten Bleche, die zum Teil gebrannt       und    zum Teil nicht gebrannt waren, wurde     dann        mit     dem     Emailschlicker    des Beispiels 1 bedeckt und     in     der gleichen     Weise    auf     Torsionsbeständigkeit,     Schlagfestigkeit und     Verformungsfähigkeit    untersucht  und festgestellt, dass ihre     Torsionsbeständigkeit,    der  Schlagtest, der mit dem kugeligen Ende des     Hammers     eine     Eindrucktiefe    von 3,

  81 mm erzeugte sowie der       Verformungstest    in der Bombe des     Porcelain        Enamel     Institute befriedigten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Beizen von Eisen- und Stahlober flächen mit wässrigen Phosphorsäurelösungen, die Ferriionen und Ferroionen enthalten, im -Spritzver- fahren, dadurch gekennzeichnet,
    dass in der Beizlö- sung der Ferriionengehalt zwischen 10 und 80 % der Sättigungskonzentration gehalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Beizlösung der Ferriionen- gehalt zwischen 50 und 80% der Sättigungskonzen- tration gehalten wird. 2.
    Verfahren, nach Patentanspruch und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ferri- ionengehalt durch Regulieren des Ferrionengehaltes mittels Ionenaustauschern in .dem angegebenen Kon zentrationsbereich gehalten wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ferriionengehalt durch Regulieren des Ferro- ionengehaltes mittels Variieren der Spritzbedingungen in dem angegebenen Konzentrationsbereich gehalten wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ferriionengehalt durch Regulieren des Ferro- ionengehaltes mittels Variieren des Durchsatzes des Beizgutes in dem angegebenen Konzentrationsbereich gehalten wird. 5.
    Verfahren nach den Unteransprüchen 1-4., dadurch gekennzeichnet, dass als Beizlösung eine wässrige Lösung verwendet wird, die 15 bis 45 0/0 Phosphorsäure enthält und in der das Verhältnis von Ferroionen zu Ferriionen zwischen 1:4 bis 4:1 gehal ten wird. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass Massnahmen nach den Unteran sprüchen 2 bis 4 ergriffen werden, sobald die Ferro- und/oder Ferriionenkonzentration bzw. deren Ver hältnis um 20 bis 30 1/o von den .eingestellten Werten abweicht.
CH7083159A 1958-03-17 1959-03-16 Verfahren zum Beizen von Eisen- und Stahloberflächen CH415232A (de)

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