CH414162A - Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze

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CH414162A
CH414162A CH6211458A CH6211458A CH414162A CH 414162 A CH414162 A CH 414162A CH 6211458 A CH6211458 A CH 6211458A CH 6211458 A CH6211458 A CH 6211458A CH 414162 A CH414162 A CH 414162A
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CH
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resins
melamine
triazine
ketone
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CH6211458A
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Pinten Peter Ing Dr
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Dynamit Nobel Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze
Das Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze.



   Triazinharze, insbesondere Melaminharze, haben seit ihrer Entdeckung (vor gut 20 Jahren) auf vielen Gebieten eine erhebliche Bedeutung lerlangt, sei es zur Herstellung von Pressstoffen, Dekorationsplatten, Lacken zur Verbesserung der Gewebe eigenschaften usw. Demgegenüber spielen die schon länger bekannten Harze aus Ketonen mit Formaldehyd   keine    nennenswerte Rolle, obschon Aceton als wichtigstes Keton preiswert zur Verfügung steht.



   Es stand daher nicht zu erwarten, dass man durch gemeinsame Kondensation von Melamin und Ketonen mit Formaldehyd zu technisch wertvollen Har  zen    glangt.



   Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass man 1 Mol eines Aminogruppen tragenden Triazins, gegebenenfalls in Gegenwart von Harnstoff, Dicyandiamid oder Urethanen, mit 1 bis 3 Molen eines   aliphatischen    oder cycloaliphatischen Ketons und 3 bis 9 Molen Formaldehyd in wässriger Lösung schwach alkalisch kondensiert.



   Die besonderen Vorzüge dieser Harze bestehen in der weitgehenden Wasserlöslichkeit im vorkon  densierten    Zustand und der anschliessenden schnellen Härtbarkeit   bvi    verhältnismässig niedrigen Temperaturen. Sie eignen sich daher bevorzugt als Bindemittel zur Herstellung von Pressmassen, Hartpapieren, Holzplatten, Schleifkörpern, Lacken usw. Die Kondensation wird schwach alkalisch vorgenommen. Für   die    nachfolgende Härtung empfiehlt sich eine saure Reaktion, weil die Härtung dann rascher vor sich geht. Anstelle von Melamin können ganz oder teilweise andere Triazine, wie Benzoguanamin, Acetoguanamin, Thioammelinäthyläther verwendet werden. Auch die Mitkondensation von Harnstoff, Di  cyandiamid    oder Urethanen ist möglich.

   Von den Ketonen wird Aceton wegen der guten   Reaktions-    fähigkeit und des günstigen Preises bevorzugt, jedoch können ebenso gut Methyläthylketon, teils Cyclohexanon und ähnlich gut reagierende Verbindungen Anwendung finden.



   Bei der Verarbeitung mögen je nach gewünschten Eigenschaften auch andere Harze, wie   Pheno- und    Aminoplaste oder auch   Polymerisationsprodukte    zugefügt werden.



   Beispiel 1
126 Teile Melamin, 174 Teile Aceton, 500 Teile Formalin (30   /ig)    werden in Gegenwart von 0,5 Teilen   Atznatron    3 Stunden am Rückflusskühler unter Rühren zum Sieden erhitzt. Mit dem dabei entstehenden dünnflüssigen Harz wenden Papiere im  prägniert    die nach vorsichtiger Trocknung bei 1200 C zu homogenen und wasserbeständigen Platten verpresst werden. Die Presszeit richtet sich weitgehend nach der vorgesehenen Plattenstärke. Jedenfalls kann sie durch eine Ansäuerung des Harzes wesentlich beschleunigt werden.



   Beispiel 2
126 Teile Melamin, 180 Teile Methyläthylketon und 450 Teile Formalin (40   Sig)    werden nach Zusatz von 2 Teilen Natriumkarbonat 2 Stunden am Rückflusskühler zum Sieden erhitzt. 100 Teile des so gewonnenen Idünnflüssigen Harzes werden mit 20 Teilen Gummilatex   (50 %in)    vermischt. Benutzt man diese Mischung als Bindemittel für Korundkörner, so erhält man gut elastische Schleifkörper.  



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung härtbarer   Triazinharze,    dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines Aminogruppen tragenden Triazins, gegebenenfalls in Gegenwart von Harnstoff, Dicyandiamid oder 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze Das Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze.
    Triazinharze, insbesondere Melaminharze, haben seit ihrer Entdeckung (vor gut 20 Jahren) auf vielen Gebieten eine erhebliche Bedeutung lerlangt, sei es zur Herstellung von Pressstoffen, Dekorationsplatten, Lacken zur Verbesserung der Gewebe eigenschaften usw. Demgegenüber spielen die schon länger bekannten Harze aus Ketonen mit Formaldehyd keine nennenswerte Rolle, obschon Aceton als wichtigstes Keton preiswert zur Verfügung steht.
    Es stand daher nicht zu erwarten, dass man durch gemeinsame Kondensation von Melamin und Ketonen mit Formaldehyd zu technisch wertvollen Har zen glangt.
    Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass man 1 Mol eines Aminogruppen tragenden Triazins, gegebenenfalls in Gegenwart von Harnstoff, Dicyandiamid oder Urethanen, mit 1 bis 3 Molen eines aliphatischen oder cycloaliphatischen Ketons und 3 bis 9 Molen Formaldehyd in wässriger Lösung schwach alkalisch kondensiert.
    Die besonderen Vorzüge dieser Harze bestehen in der weitgehenden Wasserlöslichkeit im vorkon densierten Zustand und der anschliessenden schnellen Härtbarkeit bvi verhältnismässig niedrigen Temperaturen. Sie eignen sich daher bevorzugt als Bindemittel zur Herstellung von Pressmassen, Hartpapieren, Holzplatten, Schleifkörpern, Lacken usw. Die Kondensation wird schwach alkalisch vorgenommen. Für die nachfolgende Härtung empfiehlt sich eine saure Reaktion, weil die Härtung dann rascher vor sich geht. Anstelle von Melamin können ganz oder teilweise andere Triazine, wie Benzoguanamin, Acetoguanamin, Thioammelinäthyläther verwendet werden. Auch die Mitkondensation von Harnstoff, Di cyandiamid oder Urethanen ist möglich.
    Von den Ketonen wird Aceton wegen der guten Reaktions- fähigkeit und des günstigen Preises bevorzugt, jedoch können ebenso gut Methyläthylketon, teils Cyclohexanon und ähnlich gut reagierende Verbindungen Anwendung finden.
    Bei der Verarbeitung mögen je nach gewünschten Eigenschaften auch andere Harze, wie Pheno- und Aminoplaste oder auch Polymerisationsprodukte zugefügt werden.
    Beispiel 1 126 Teile Melamin, 174 Teile Aceton, 500 Teile Formalin (30 /ig) werden in Gegenwart von 0,5 Teilen Atznatron 3 Stunden am Rückflusskühler unter Rühren zum Sieden erhitzt. Mit dem dabei entstehenden dünnflüssigen Harz wenden Papiere im prägniert die nach vorsichtiger Trocknung bei 1200 C zu homogenen und wasserbeständigen Platten verpresst werden. Die Presszeit richtet sich weitgehend nach der vorgesehenen Plattenstärke. Jedenfalls kann sie durch eine Ansäuerung des Harzes wesentlich beschleunigt werden.
    Beispiel 2 126 Teile Melamin, 180 Teile Methyläthylketon und 450 Teile Formalin (40 Sig) werden nach Zusatz von 2 Teilen Natriumkarbonat 2 Stunden am Rückflusskühler zum Sieden erhitzt. 100 Teile des so gewonnenen Idünnflüssigen Harzes werden mit 20 Teilen Gummilatex (50 %in) vermischt. Benutzt man diese Mischung als Bindemittel für Korundkörner, so erhält man gut elastische Schleifkörper.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines Aminogruppen tragenden Triazins, gegebenenfalls in Gegenwart von Harnstoff, Dicyandiamid oder Urethanen mit 1 bis 3 Molen eines aliphatischen oder cycloaliphatischen Ketons und 3 bis 9 Molen Formaldehyd in wässriger Lösung schwach alkalisch kondensiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Triazin Melamin verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als aliphatisches Keton Aceton verwendet wird.
CH6211458A 1957-09-14 1958-07-23 Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze CH414162A (de)

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DED26453A DE1090855B (de) 1957-09-14 1957-09-14 Verfahren zur Herstellung von in waessriger Loesung stabilen, haertbaren Melaminharzen

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CH414162A true CH414162A (de) 1966-05-31

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CH6211458A CH414162A (de) 1957-09-14 1958-07-23 Verfahren zur Herstellung härtbarer Triazinharze

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT150002B (de) * 1935-09-28 1937-06-25 Chem Ind Basel Verfahren zur Herstellung von Aldehyd-Kondensationsprodukten.
DE891023C (de) * 1937-03-18 1953-09-24 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kunststoffen
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FR926875A (fr) * 1945-06-28 1947-10-14 Rheo France Réglage automatique de l'alluvionnement dans les installations de lavage de charbons et minerais par couloirs

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DE1090855B (de) 1960-10-13

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