CH412802A - Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von festen, feinverteilten Stoffen aus dem Dampfzustand und Apparatur zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von festen, feinverteilten Stoffen aus dem Dampfzustand und Apparatur zur Durchführung dieses Verfahrens

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CH412802A
CH412802A CH1171961A CH1171961A CH412802A CH 412802 A CH412802 A CH 412802A CH 1171961 A CH1171961 A CH 1171961A CH 1171961 A CH1171961 A CH 1171961A CH 412802 A CH412802 A CH 412802A
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drum
finely divided
cyanuric chloride
solid
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CH1171961A
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Bruce Dr Trickey Elwood
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Geigy Ag J R
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D7/00Sublimation
    • B01D7/02Crystallisation directly from the vapour phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D251/00Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
    • C07D251/02Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
    • C07D251/12Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D251/26Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hetero atoms directly attached to ring carbon atoms
    • C07D251/28Only halogen atoms, e.g. cyanuric chloride

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Description


      Kontinuierliches    Verfahren     zur    Herstellung von festen, feinverteilten Stoffen aus dem  Dampfzustand und Apparatur zur     Durchführung    dieses Verfahrens    Die Erfindung betrifft ein     kontinuierliches    Ver  fahren zur Herstellung von festen, feinverteilten Stof  fen von hohem     Reinheitsgrad    aus dem Dampfzustand  und eine Apparatur zur Durchführung dieses Verfah  rens.  



  Die Erfindung bezweckt die Abtrennung eines  reinen Stoffes, der sublimierbar ist und sich auch aus  dem     Dampfzustand    verfestigen lässt, wobei der ge  nannte Stoff im erwünschten feinverteilten Zustand  und in hohem Reinheitsgrad gewonnen werden     kann.     Die Erfindung bezweckt insbesondere, Cyanurchlorid  in fester Form durch kontinuierliche Verfestigung aus  dem     Dampfzustand    herzustellen. Auch andere Stoffe,  die sich kontinuierlich verfestigen lassen,     können        er-          findungsgemäss    hergestellt werden, z. B. organische  Stoffe, wie Naphthalin, Phthalsäureanhydrid, Salicyl  säure, Anthrachinone usw., wie auch anorganische  Stoffe, z. B.

   Metallhalogenide, Aluminiumchlorid  usw., und auch Ammoniumchlorid, Ammoniumbro  mid, Ammoniumjodid und andere.  



  Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstel  lung von festen, reinen, sublimierbaren Stoffen, wie  z. B. Cyanurchlorid, wird das Produkt in Dampfform  hergestellt, durch Abkühlung verfestigt und der feste  Stoff wird dann bis zu einem Feinheitsgrad, der für  die weitere Verwendung     erforderlich    ist, gemahlen.  



  Der Dampf, z. B. Cyanurchlorid, verfestigt sich  zu einer äusserst harten, fast glasähnlichen Masse,  die an allen Teilen der Reaktionskammer stark -haf  tet. Wegen der Gefahr der Verstopfung von Kühlern  usw. ist es schwierig, die Dampfverdichtung in der  gewöhnlichen Vorrichtung durchzuführen. Um den  festen Stoff zur Vermahlung einzusammeln, müssen  die Wände der Sublimationskammer mechanisch ab  gekratzt werden. Während in der Praxis der feste  Stoff kontinuierlich gesammelt wird, muss die Vor-    richtung zwecks Reinigung von Zeit zu Zeit zum  Stillstand gebracht werden. Der so gesammelte Stoff  muss ausserdem auf eine befriedigende Weise     zur          erforderlichen    Teilchengrösse vermahlen werden,  was in der Praxis sich als recht schwierig erwiesen  hat.

   Die mechanische Entfernung des glasharten  Stoffes, wie z. B. Cyanurchlorids, ist auch besonders  schwierig, wenn der Stoff selbst und/oder andere, mit  denen er vermischt ist, wie der obengenannte, starke  übelriechende Reizstoffe sind. Im weiteren besitzt in  einigen Fällen das Produkt, z. B. Cyanurchlorid, eine  sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit, so dass an damit  bedeckten Kühlflächen fast gar kein Wärmeaustausch  stattfindet. In solchen Fällen wird die Entfernung der  bei der Verfestigung freigesetzten Kondensations  wärme umso schwieriger, desto grösser die Ablage  rung des Produktes ist. Aus diesen Gründen war bis  jetzt ein wirklich kontinuierliches Verfahren zur Her  stellung von solchen Substanzen     in        feinverteilter     Form entweder undurchführbar oder unmöglich.  



  Überraschenderweise wurde jetzt gefunden, dass  durch das     erfindungsgemässe    kontinuierliche Verfah  ren viele sublimierbare anorganische und organische  Stoffe in granulierter Form hergestellt werden kön  nen.     Cyanurchlorid    z. B.     kann    nach dem     erfindungs-          gemässen    Verfahren nicht nur     kontinuierlich    ausge  fällt, sondern auch ohne jegliche weitere mechanische       Pulverisierung    in feinverteiltem     flockigem    Zustand  gewonnen werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass - man     sublimierbare    Stoffe     im     Dampfzustand in eine rotierende, Mahlmittel     enthal-          tende        Trommel        kontinuierlich        einführt    und in der  Trommel mit solch einer Geschwindigkeit sich ver  festigen lässt, dass das genannte     Mahlmittel    die festen       sublimierten    Stoffe sofort nach dem Erstarren konti-      nuierlich in dem Innern der Trommel pulverisiert  und dass die erhaltenen feinverteilten Feststoffe aus  der Trommel entfernt und so gewonnen werden.  



  Die Apparatur     zur    Durchführung dieses Verfah  rens ist dadurch     gekennzeichnet,    dass sie eine rotier  bare Trommel aufweist, die an einem Ende einen  Einlass und am anderen einen Auslass besitzt, welch       letzterer    durch ein Sieb abgedeckt ist und rund um  die Auslasseite der Trommel sich ein gelüfteter Ab  zugschacht mit einer Sammelanlage befindet,

   und  dass die     Innenseite    der Trommel     mit    einem korro  sionsbeständigen Material ausgekleidet ist und über  der Trommel sich ein Rohrsystem     zum    Besprühen  der Aussenseite der Trommel mit einem Kühlmittel       befindet.       Das     erfindungsgemässe    Verfahren wird vorzugs  weise so     ausgeführt,    dass der Übergang vom Dampf  zum festen     Stoff    mit einer Geschwindigkeit geschieht,  die in der gekühlten, rotierenden Kammer der Vor  richtung, in der sich die Mahlmittel befinden, keine  Bildung von stark anhaftenden Schichten des Fest  stoffes, wie z. B. von Cyanurchlorid, erlaubt.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren und die neue  Apparatur sind von besonderem Nutzen bei der Her  stellung von Stoffen, die aus dem     Dampfzustand     direkt in den festen Zustand übergehen. Der grosse  Vorteil der Erfindung wird in der nachfolgenden Be  schreibung und in den Beispielen     näher    erläutert.  



  Bezugnehmend auf die beiliegende Zeichnung  wird im folgenden eine vorzugsweise Ausführungs  form der Erfindung beschrieben.  



  Fig.1 stellt eine perspektivische Ansicht der  Apparatur     dar,    in der das     erfindungsgemässe    Verfah  ren durchgeführt wird;  Fig. 2 stellt einen im Aufriss gezeichneten Schnitt  der Apparatur von Fig. 1 dar;  Fig.3 stellt einen der Linie 3-3 von Fig. 2 ent  lang gezeichneten Querschnitt dar;  Fig. 4 stellt vergrössert einen im Aufriss gezeich  neten Schnitt einer     Einzelheit    der Apparatur von  Fig. 2 dar;  Fig. 5 stellt vergrössert einen im Aufriss gezeich  neten Schnitt einer Einzelheit der Apparatur von  Fig. 2 dar;  Fig.6 stellt einen der Fig.3 ähnlichen Quer  schnitt einer Variante der Apparatur von Fig. 2 dar.  Die in den Figuren der Zeichnung dargestellte  Apparatur weist einen U-Eisenrahmen 10 auf, an des  sen einem Ende ein Stütze 11 befestigt ist.

   Am  oberen Ende der Stütze ist eine Hohlachse 12 befe  stigt, die sich waagrecht erstreckt. Rund um die  Achse angeordnet und drehbar darauf befestigt be  findet sich ein Gehäuse 13 für Lager und Stopf  büchse, die auf der Aussenseite der Hohlachse 12  gelagert sind. Auf diesem Gehäuse 13 ist ein Ketten  rad 14 befestigt, das von der Rollenkette 15 getrieben  wird, die ihrerseits durch     Übersetzungsscheiben    und  Riemen 16 vom Motor 17 getrieben wird.  



  Auf dem Gehäuse 13 befindet sich die     Abschluss-          wand    18a der Trommel 18, die     zylindrisch    mit einer    waagrechten Achse dargestellt ist. Rund um die an  dere, dem Lagergehäuse 13 gegenüberliegende     End-          seite    der Trommel ist ein Lagerring 19 angeordnet.  Diese vom Lagerring 19 umfasste Endseite der  Trommel ist     offen    und von einem Sieb 20 bedeckt,  das durch einen Haltering 20a befestigt ist.  



  Rund um diese offene Endseite der Trommel 18  befindet sich     eine    Abzugshaube 21, in welche die       Trommel    mündet. Die Verbindungsstelle zwischen  der Endseite der Trommel und der Abzugshaube ist  durch eine Filzdichtung 22 abgedeckt. Im Deckel 23  der Abzugshaube befindet sich eine Öffnung 24, die  in einen Ventilationskanal oder ein anderes Abzugsy  stem münden kann. Am Boden der Abzugshaube, die  nach unten offen ist, befindet sich ein Trichter 25, der  mit einem Sammelbehälter 26 verbunden ist. In der  der Trommelmündung gegenüberliegenden Seite der  Abzugshaube befindet sich eine runde     Öffnung,    die  von einem Deckel 22a gedeckt wird.  



  Auf der gegen die Trommel 18 sich wendenden  Seite der Abzugshaube 21     befindet    sich ein Support  27 in dem zwei Rollager 28 montiert sind, auf denen  der Lagerring 19 rollt. Die Lager 28 liegen auf einer  solchen Höhe, dass die Endseite der Trommel 18 bei  der Abzugshaube 21 unterstützt wird, wobei die  Achse der Trommel 18 waagrecht liegt.  



  In der Trommel befindet sich in einem Abstand  von     1/l0    bis     1/g    des Trommeldurchmessers, von der  Auskleidung nach innen gerechnet, eine Mehrzahl  von Rührstäben 30. Diese Stäbe können an einem  Ende an der Abschlusswand 18a und am anderen an  nicht gezeigten Stützen, die sich von der Auskleidung  nach innen erstrecken, befestigt sein. Über der Vor  richtung befindet sich ein System von Röhren 31, die  der Kühlung der Aussenseite der Trommel dienen.  Diese geschieht durch Besprühen mit einem Kühlmit  tel. Dieses System umfasst ein Hauptrohr 32 und mit  individuellen Ventilen versehene Nebenröhren 33  mit Sprühköpfen 34.

   Das Kühlmittel     fliesst    über die  Aussenseite der Trommel 18 in eine nicht darge  stellte Sammelanlage ab, die sich auf oder unter dem  Rahmen 10 befindet. Neben dem Lagerring 19 ist     ein     Flansch ausgebildet, um zu verhindern, dass das  Kühlmittel den Flanschbefestigungspunkt überfliesst,  wie auch ein anderer Flansch am Ende der Trommel,  den man durch eine Ausweitung der Abschlusswand  18a wie bei 18b ausbilden kann.  



  In     Fig.    4 sind Einzelheiten der auf der Hohlachse  12 sich befindenden drehbaren Lagerung der Trom  mel     dargestellt.    Gehäuse 13 ist an die Abschlusswand  18a der Trommel angeschweisst und weist an seinem  inneren Ende einen sich nach innen erstreckenden  Halteflansch 36 für die     Stopfbüchse    auf. Gegen den  Flansch 36 ist ein     Stopfbüchse-Haltering    37 gestellt.  Eine     Stopfbüchse    38 wird durch einen Zwischenring  39, den seinerseits ein geschlossenes Lager 40 hält,  gegen den     Stopfbüchse-Haltering    37 gehalten.  



  Das verschlossene Lager 40 ist auf der Hohlachse  12 befestigt und wird durch einen     Lager-Haltering     41, der auf dem Hohlrohr 12 durch eine Stell-      schraube 42 befestigt ist, gehalten, wobei der Lager  ring das Lager 40 gegen die Schulter 43 auf dem  Hohlrohr 12     hält.    Der Ring 44 drückt den äusseren  Ring des Lagers 40 gegen den Zwischenring 39 und       trägt    gleichzeitig das an ihm befestigte Kettenrad 14.  Dieser Ring trägt auch einen Flansch 45, durch den  sich eine Mehrzahl von     Bolzen    46 erstreckt, die in  der Abschlusswand der Trommel 18 durch ein Ge  winde befestigt sind.

   Die Muttern 46a auf den     Bolzen     dienen zum Ziehen des     Ringes    gegen die Trommel,  wodurch das Lager 40, die Hohlachse 12, der Zwi  schenring 39, die Stopfbüchse 38 wie auch Stopf  büchse-Haltering 37 gegen den Halteflansch 36 ge  drückt werden.  



  Fig. 5 zeigt Einzelheiten des Supports 27 und der  darin angeordneten Rollager 28. An den Rahmen des  Supports ist eine Stütze 47 geschweisst und daran       eine    Lagerachse 48 geschraubt. Auf der Lagerachse  48 befindet sich ein Kugellager 49, dessen einer  Laufring 49a an der Achse befestigt ist und der an  dere 49b den Lagerring 19 der Trommel stützt. Der  Lagerring 19, wie in Fig. 5 gezeigt, kann aus einem  getrennten ringförmigen Teil bestehen, dessen Aus  sendurchmesser grösser ist als der Aussendurchmes  ser der Trommel 18. Der Ring kann, wie bei 50, an  das Ende der Trommel geschweisst sein. Am freien  Ende weist der Ring für den     Dichtungsflansch    52, der  sich von der Abzugshaube 21 gegen die Trommel  erstreckt, eine eingedrehte Vertiefung 51 auf.

   Die  Fuge zwischen dem     Dichtungsflansch    und dem  Lagerring 19 überdeckt eine Filzdichtung 22.  



  Bei der in Fig. 6 gezeigten Variante ist die Wir  kung der Rührstäbe 30 durch Hebebalken 53     ver-          grössert,    die rund um die Innenseite der Trommel  wand fest angeordnet     sind    und gegen die Mitte der  Trommel vorragen. Sie dienen dazu, die Mahlmittel,  die sich im untern Teil der Trommel während der  Drehung derselben ansammeln, wenigstens ein Stück  des Rotationsweges mitzuführen.  



  Im weiteren ist die Innenseite der Trommel 18  mit einem Futtermaterial 29 ausgekleidet, das korro  sionsbeständig ist und, wie weiter beschrieben, auch  die     Mahlwirkung    verstärkt.  



  In der Trommel befinden sich Mahlmittel 54  deren Wirkungszweck in bezug auf das     erfindungsge-          mässe    Verfahren nachfolgend besprochen     wird.    Das  Material, aus     welchem-    die     Mahlmittel    bestehen, wird  auch nachfolgend beschrieben.  



  In dem     erfindungsgemässen,    kontinuierlichen  Verfahren wird der Dampfstrom von z. B.     Cyanur-          chlorid,    durch die Hohlachse 12 kontinuierlich an  einem Ende in die sich drehende Trommel einge  führt, während die Aussenseite mit Wasser aus dem  Röhrensystem 31 gekühlt wird. Der     Cyanurchlorid-          Dampf    verfestigt sich in der Trommel, während die  Flächen, wo sich Ablagerungen bilden können, von  den nachfolgend näher beschriebenen     Mahlmitteln     54 kontinuierlich gereinigt werden. Der feinverteilte  Feststoff, wie z. B.

   Cyanurchlorid, wird kontinuier  lich in die Abzugshaube 21, die sich an dem der    Hohlachse gegenüberliegenden Ende der rotierenden       Trommel    befindet,     abgeführt,    wonach der Feststoff  durch den Trichter 25 in den     Sammelbehälter    26  hinabfällt.  



  Die     Mahlmittel    halten nicht nur die     Innenfläche     der Trommel und die Flächen der Mahlmittelkörper  selbst rein, sondern     vermahlen    auch das Produkt, wie  z: B. Cyanurchlorid. Auf diese Weise wird fast das  ganze Produkt, z. B. Cyanurchlorid, in der Form von  weniger als 40 Mikron grossen Teilchen erhalten. Die  Mahlmittel sind ausserdem     selbstreinigend.     



  Nach dem erfindungsgemässen     Verfahren        wird     ein sehr feinverteiltes Produkt erhalten. Die     Teil-          chengrösse    liegt     im    Bereich von etwa 1 bis 200       Mikron.    Diese     Kleinheit    der Teilchen stellt einen  ausgesprochenen Vorteil dar, den nicht nur die hohe  Reinheit, sondern auch der feinverteilte Zustand des  Produktes werden durch vorliegende Erfindung  zum Ziel     gesetzt.    Die Teilchengrösse ist von der  Grösse und Menge der Mahlmittel, von der Ge  schwindigkeit, mit der das zu reinigende Material zu  geführt wird,

   und von der Drehgeschwindigkeit der  Mahlvorrichtung in der die Verfestigung und     Ver-          mahlung    stattfinden, stark abhängig:  Die     Sublimationstemperaturen    der     erfindungsge-          mäss    zur Umsetzung gelangenden Stoffe, wie z. B.       Cyanurchlorid,    liegen bei atmosphärischem Druck im  Bereich von ca. 40  bis ca. 500  C.

   Die     Kühlung    der  Trommel muss geregelt werden, um eine fast sofor  tige Verfestigung     zu        ermöglichen.    Auch die Ge  schwindigkeit, mit der der     zu    verfestigende Dampf  zugeführt wird, muss geregelt werden, um das Abla  gern einer glasähnlichen Schicht des Feststoffes auf'  der     Innenauskleidung    29 der Trommel zu vermeiden.  



  Die     Mahlmittel    54 können irgendeine passende  Form, wie z. B. die von     Kugeln,        Würfeln,        Zylindern,     oder auch     unregelmässige    Formen haben. Die letzt  genannten werden sogar bevorzugt, da sie mehrere       Kanten    haben, die die Selbstreinigung fördern.

   Auch  die     Würfelform        ist    sehr     vorteilhaft.    Nur solche For  men werden in Betracht gezogen, deren effektive  Länge im Bereich von etwa 0,3 bis 10 cm     liegt.    Unter       effektiver    Länge versteht man die kürzeste     Linie,    die  durch den Mittelpunkt der festen Form gezogen wer  den kann, wie z. B. die Höhe oder der Durchmesser       eines        Zylinders,    die Kantenlänge     eines    Würfels oder  der Durchmesser einer Kugel usw. Die bevorzugte  effektive Länge beträgt etwa 1,3 bis 5 cm.

   Die effek  tive Länge ist vom spezifischen Gewicht des Mahl  mittels abhängig; leichtere Stoffe können natürlich  eine grössere effektive Länge aufweisen. Das spezifi  sche Gewicht von für     Mahlzwecke    gebräuchlichen  Stoffen     liegt    im Bereich von etwa 2 bis 11,3. Es wird  jedoch vorgezogen, ein spezifisch schweres Material  in einer Menge zu verwenden, die eben genügt, um  die     Trommelwände        rein    zu halten und ein Produkt  von entsprechender     Teilchengrösse        herzustellen.    Die  vorgezogenen Stoffe umfassen Nickel, Eisen,- Stahl,  Quarz,     Flintstein    und Porzellan. Vorteilhaft sind auch  keramische Stoffe von grosser Dichte, wie z.

   B. syn-      thetischer Saphir (von U. S. Stoneware unter der  Markenbezeichnung  Burundum  aus speziell zube  reiteten, feinkörnigen Aluminiumoxyd-Kristallen,  welche durch einen     nichtmetallischen,        glasartigen     Verband     zusammengehalten    werden, hergestellt).  Auch die Eisen-Nickel-Legierung folgender Zusam  mensetzung ist vorteilhaft: 90 % Eisen; 4,5 % Nickel;  0,6 % Silicum; 3,4 % Kohlenstoff und 1,5 % Chrom  (von der International Nickel Co. hergestellt; Mar  kenbezeichnung  Ni-hard ). Vorteilhaft sind auch  beispielsweise Legierungen folgender prozentualen       Zusammensetzung:    Mo l4-19; Fe 4-8;C 0,04-0,15;  Cr 12-16;W 3-5,5 0% und der Rest Nickel (Marken  bezeichnung  Hastelloy C ).

   Um Verunreinigungen  zu vermeiden und ein Produkt von hoher Reinheit  herzustellen; müssen die Mahlmittel so gewählt wer  den, dass sich keine Teilchen davon abnützen.  



  Die Menge der     Mahlmittel    liegt vorzugsweise im  Bereich von etwa 3 bis 60 0/o des effektiven Volu  mens. Das effektive Volumen     hängt    natürlich in  grossem Masse vom spezifischen Gewicht des     Mahl-          mittels    ab; je schwerer das Mittel, desto kleiner das       erforderliche    Volumen. Das effektive Volumen     wird     auf folgende Weise     definiert;    man wägt die Menge  des zu verwendenden     Mahlmittels,    die einen     Behälter     von 28,32 Liter durch ungeordnete Packung füllt.

   Es  ist wichtig, dass man das     Mahlmittel    sich in dem Be  hälter ungeordnet und     zufällig    verteilen lässt; jede  geordnete Packung soll vermieden werden. Das  effektive Volumen wird dann berechnet, indem man  das Gewicht des zu verwendenden     Mahlmittels    durch  das Gewicht von 28,32 Liter des ungeordnet gepack  ten Mahlmittels dividiert und mit dem reziproken  Volumen der Trommel 18     multipliziert.    Die so erhal  tene Bruchzahl, mit 100     multipliziert,    ergibt das be  vorzugte     effektive    Volumen.  



  Die Drehbewegung der Trommel wird in Umdre  hungen pro Minute gemessen. Die Leistungsfähigkeit  der     Vorrichtung    wird in Kilogramm pro Stunde ge  messen und hängt von der Trommelgeschwindigkeit,  der Dichte der     Mahlmittel,    dem Gewicht der Mahl  mittel, dem inneren Volumen der Trommel und der  Rauheit der inneren Auskleidung 29 der Trommel  ab. Die kritische Geschwindigkeit der zylindrischen  Trommel 18 kann gemessen werden, indem man 420  durch die Wurzel des Trommeldurchmessers, gemes  sen in cm, teilt. Es hat sich erwiesen, dass gute  Resultate zu erzielen sind, wenn die Trommel mit 30  bis 95 % der so berechneten kritischen Geschwindig  keit     rotiert    wird.  



  Die Form der Trommel ist auch von Bedeutung,  und wenn die Trommel der Apparatur zylindrisch ist,  sollte die Zylinderlänge 0 bis 5 mal den     Durchmesser     betragen, wobei die bevorzugte     Zylinderlänge    1,5     bis     0,5 mal den Durchmesser beträgt.  



  Um ein Produkt mit möglichst wenig Verunreini  gungen zu erhalten, ist auch die Auskleidung 29 der  in Fig. 6 gezeigten Trommel von grosser Bedeutung.  Im allgemeinen sind eher     harte    Metalle oder Legie  rungen sehr vorteilhaft. Ein vorzügliches Material    zur Auskleidung der Trommel ist Nickel. Andere  vorteilhafte Stoffe sind Kohlenstoffstahl, Titan,   Ni-hard -Blöcke,  Hastelloy C  (siehe oben) und  Monel-Metall. Das Auskleidungsmaterial muss     aus-          serdem    der Korrosion durch das zu verfestigende  Material widerstehen. So besitzt z. B. Nickel, das be  vorzugte Auskleidungsmaterial, eine ausgezeichnete  Beständigkeit gegen Cyanurchlorid.  



  Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfin  dung, sollen sie aber nicht beschränken. Wenn nicht  anders vermerkt, bedeuten in den Beispielen Teile  Gewichtsteile und die Temperatur ist in Celsiusgra  den angegeben. Gewichtsteile verhalten sich zu Volu  menteilen wie     Kilogramm    zu 62,4 Liter.    <I>Beispiel 1</I>  Cyanurchloriddampf wird mit einer Geschwindig  keit von 9 Teilen pro Stunde in die in Fig. 6 gezeigte  Variante der Verfestigungsapparatur eingeführt,  wobei die Auskleidung 29 aus Nickel besteht. Die  wassergekühlte Trommel 18 wird mit einer Ge  schwindigkeit von 45 Umdrehungen in der Minute  rotiert. Das Cyanurchlorid befindet sich in der Trom  mel unter annähernd atmosphärischem Druck und  gelangt in die Trommel mit einer Anfangstemperatur  von 200 .

   In der Trommel befinden sich 20 Teile   Burundum -Körper vom Ausmasse 2,1 X2,1 cm. Die  Cyanurchloriddämpfe verfestigen sich in der Trom  mel und werden, während der Rotation der Trommel,  von den Körpern entfernt. Das feste Cyanurchlorid  verlässt     die    Trommel durch das Sieb 20 an dem dem  Dampfeinlass gegenüberliegenden Ende der Trom  mel.  



  Die  Burundum -Körper werden durch dieses  Sieb in der Trommel zurückgehalten.  



  Das so erhaltene Cyanurchlorid ist feinverteilt,  wenigstens 50 % davon hat eine kleinere     Teilchen-          grösse    als 10 Mikron und das gesamte Produkt hat  eine kleinere Teilchengrösse als 40 Mikron. Eine  Million Teile Cyanurchlorid enthält nur 15 Teile  Nickel.    <I>Beispiel 2</I>  Werden im Beispiel 1 die 20 Teile      Burun-          dum -Körper    der Abmessung 2,1 X 2,1 cm durch 25  Teile solcher Körper von der Abmessung 3,2 X 3,2 cm  ersetzt, erhält man Cyanurchlorid in feinverteiltem  Zustand, wobei eine Million Teile Cyanurchlorid nur  160 Teile Nickel enthalten.  



  <I>Beispiel 3</I>  In eine Verfestigungsapparatur, die in den       Fig.    1-5 der Zeichnung erläutert ist, wird     Cyanur-          chloriddampf    mit einer Geschwindigkeit von 9 Teilen  pro Stunde     eingeführt,    wobei die Trommel mit 45 Um  drehungen pro Minute rotiert. Das     Cyanurchlorid    in  der Trommel befindet sich unter annähernd atmo  sphärischem Druck und gelangt in die Trommel mit  einer Temperatur von 200 . Die Vorrichtung weist  eine umausgekleidete Trommel aus     Kohlenstoffstahl     mit einem Durchmesser von 30,5 cm und 72 cm      Länge auf, mit 4 waagrechten     Hebebalken    53. Die  Trommel ist durch Wasser gekühlt.

   In der Trommel  befinden sich 40 Teile Stahlkugeln, jede Kugel mit  einem Durchmesser von 2,5 cm: Die     Stahlkugeln     werden in der Trommel an einem Ende durch das  Sieb 20     zurückgehalten,    durch welches auch das  feste, feinverteilte Cyanurchlorid nach der Verfesti  gung auf der Innenseite der rotierenden Trommel die  Apparatur verlässt. Das Produkt enthält pro     eine     Million Teile Cyanurchlorid nur 250 Teile Eisen.  



  <I>Beispiel 4</I>  Werden im Beispiel 3 die     Stahlkugeln    durch 90  Teile  Ni-hard  Kugeln mit 2,5 cm Durchmesser er  setzt, und die Zufuhrgeschwindigkeit des gasförmigen  Cyanurchlorids von 9 Teilen pro Stunde auf 8 Teile  pro Stunde geändert, erhält man feinverteiltes festes  Cyanurchlorid, das pro eine Million Teile nur 400  Teile Eisen enthält.  



  <I>Beispiel 5</I>  Wird im Beispiel 3 die Innenseite der Trommel  mit einer Schicht von 1,9 cm dicken      Ni-hard -Blök-          ken    ausgekleidet, die Stahlkugeln durch 90 Teile   Ni-hard -Kugeln mit einem Durchmesser von  2,5 cm ersetzt und Cyanurchlorid-Dampf mit einer  Geschwindigkeit von 4     Teilen    pro Stunde eingeführt,  so erhält man feinverteiltes Cyanurchlorid das pro  eine     Million    Teile 275 Teile Nickel enthält.  



  <I>Beispiel 6</I>  Wird im Beispiel 3 die Innenseite der Trommel  erst mit Sand und 2,5 cm  Ni-hard -Kugeln poliert  und das Cyanurchlorid mit einer Geschwindigkeit  von 5 Teilen pro Stunde     eingeführt,    so     erhält    man  feinveteiltes Cyanurchlorid, das pro eine Million  Teile 260     Teile    Eisen enthält.  



  <I>Beispiel 7</I>  Man lässt ein Pyrex-Rohr von 15,2 cm Länge  und einem Durchmesser von 15,2 cm mit 60 Umdre  hungen pro Minute rotieren und kühlt auf der Aus  senseite mit einem Luftgebläse. Im Rohr befanden  sich 1424 g  Burundum -Körper von der Abmes  sung 2,1 X2,1 cm-, sowie drei Stahlstäbe von 0,6 cm  Durchmesser, die im Abstand von 1,9 cm von der  Wandseite befestigt und mit einem Polyäthylenrohr  überzogen waren. In     ein    Rohrende wurde heisser  Aluminiumchloriddampf eingelassen und ein Sieb am  anderen Ende liess das Pulver austreten, während es  die  Burundum -Körper zurückhielt. Mit dieser Vor  richtung wurde wasserfreies Aluminiumchlorid     mit     einer Geschwindigkeit von 30 g pro Stunde herge  stellt. Das Produkt stellte ein feinverteiltes Pulver  dar.

   Da es schnell Luftfeuchtigkeit aufnimmt, war die  eigentliche     Teilchengrösse    schwer zu messen.  



  <I>Beispiel 8</I>  Es wurde eine der im Beispiel 7 beschriebenen  ähnliche Apparatur gebraucht, in der jedoch     die      Burundum -Körper durch 2120 g Stahlwürfel von    der Abmessung 0,6 cm ersetzt waren und Naphtha  lindampf wurde in ein Rohrende eingeführt. Feinver  teiltes Naphthalin wurde mit einer     Geschwindigkeit:     von 50 g pro Stunde hergestellt. Es besass die folgen  den Teilchengrössen:       Naphthalin     70 % unter 20 Mikron  20 % 20-50 Mikron  10 % über 50 Mikron

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I</B> Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von festen, feinverteilten Stoffen aus dem Dampfzustand, dadurch gekennzeichnet, dass man sublimierbare Stoffe im Dampfzustand in eine rotierende; Mahlmit tel enthaltende Trommel kontinuierlich einführt und in der Trommel mit solch einer Geschwindigkeit sich verfestigen lässt, dass das genannte Mahlmittel die festen sublimierten Stoffe sofort nach dem Erstarren kontinuierlich in dem Innern der Trommel pulve risiert und dass die erhaltenen,
    feinverteilten Fest stoffe aus der Trommel entfernt und so gewonnen werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine rotierbare Trommel verwendet, die im Innern mit .einem korrosionsbe ständigen Material ausgekleidet und mit einem Mahl mittel beschickt ist, diese Trommel während der kon tinuierlichen Einführung der Stoffe im Dampfzustand in Drehung versetzt und die Trommelwand kühlt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Innenseite der Trommel mit Nickel ausgekleidet ist. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Mahlmittel synthetischen Saphir oder Kugeln aus harten Eisen-Nickel-Legie rungen verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I; zur Herstel lung von Cyanurchlorid, dadurch gekennzeichnet, dass man eine rotierbare Trommel verwendet, die im Innern mit Nickel ausgekleidet und mit synthetischen Saphir-Körpern beschickt ist; diese Trommel in Dre hung versetzt und in die Trommel Cyanurchlorid bei annähernd atmosphärischem Druck und ca. 200 C mit einer Geschwindigkeit von ca. 4,1 kg per Stunde kontinuierlich einführt und das feste;
    feinverteilte Cyanurchlorid aus der Trommel entfernt und so ge winnt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man gleichzeitig ein flüssiges Kühlmittel über die Aussenseite der Trommel flies- sen lässt.
    PATENTANSPRUCH II Apparatur zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine rotierbare Trommel aufweist, die an, einem Ende einen Einlass und am anderen einen Auslass besitzt, welch letzterer durch ein Sieb abgedeckt ist und rund um die Auslasseite der Trommel sich- ein gelüfteter Abzugschacht mit einer Sammelanlage be findet,
    und dass die Innenseite der Trommel mit einem korrosionsbeständigen Material ausgekleidet ist und über der Trommel sich ein Rohrsystem zum Besprühen der Aussenseite der Trommel mit einem Kühlmittel befindet. UNTERANSPRÜCHE 6.
    Apparatur nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trommel mehrere Rühr- stäbe in einem Abstand von 1/1o bis 1/2 des Trom meldurchmessers, von der genannten Auskleidung nach innen gerechnet, befestigt sind. 7. Apparatur nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass rund um die Innenseite der Trom mel Hebebalken vorhanden sind, die sich in der Längsrichtung der Trommel erstrecken und gegen die Mitte der Trommel vorragen.
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