Verschluss für Behälter wie Tuben, Flaschen und Büchsen
Es sind zahlreiche Verschlüsse für Behälter wie Tuben, Flaschen und Büchsen bekannt, welche sich je nach der Art und dem Verwendungszweck des Behälters voneinander unterscheiden. So sind Tuben, z. B. solche für Zahnpaste, und viele Flaschen oder flaschenartige Behälter für flüssige oder halbflüssige Substanzen häufig mit einem Schraubdeckel versehen.
Diese Schraubdeckel gehen aber häufig verloren, und der Behälter kann dann nicht mehr verschlossen werden, so dass das in ihm enthaltene Material dem Verderb ausgesetzt ist. Andere Behälter, insbesondere Büchsen und büchsenartige Behälter, welche pulverförmige oder körnige Substanzen, z. B. Gewürze, Puder, enthalten, sind mit einem Streuverschluss versehen, welcher kleine Löcher aufweist, durch welche der Inhalt des Behälters herausgeschüttelt oder -geklopft werden kann. Die kleinen Löcher eines solchen Streuverschlusses werden aber häufig, insbesondere wenn das im Behälter enthaltene Material feucht wird, verstopft. Diese Nachteile können durch die Erfindung behoben werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verschluss für Behälter wie Tuben, Flaschen und Büchsen, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass das Mundstück des Behälters mit einer Gewindepartie versehen ist, auf deren oder in deren Gewinde ein Gewindering oder eine Gewindebüchse geschraubt ist, an welchem oder welcher das eine Ende eines schlauchartigen, flexiblen Abschlussorganes befestigt ist, dessen anderes Ende an der Gewindepartie des Mundstückes des Behälters festgemacht ist, welches Abschlussorgan in Offenstellung des Verschlusses gestreckt gehalten ist und den Durchlass aus dem Behälter freigibt und welches beim Drehen des Gewinderinges oder der Gewindebüchse zwecks Schliessens des Verschlusses verdrillt wird und dabei den Durchlass aus dem Behälter allmählich bis zum vollständigen Abschluss verengert.
Das Öffnen und Schliessen eines solchen Verschlusses ist dem Öffnen und Schliessen einer Irisblende vergleichbar.
Das schlauchförmige, flexible Abschluss organ besteht zweckmässig aus einer elastischen Membran aus Polyäthylen oder einem derartigen Kunststoff.
Das schlauchartige, flexible Abschluss organ verhindert ein vollständiges Losschrauben des Gewinderinges bzw. der Gewindebüchse von der Gewindehülse, und dieser Gewindering bzw. die Gewindebüchse bleibt stets mit der Gewindehülse bzw. dem Mundstück des Behälters verbunden. Ein Verstopfen eines solchen Verschlusses ist ausgeschlossen, da sich das Abchlussorgan bei seiner Verdrillung und Entdrillung selbsttätig von anhaftendem Material befreit. Dieser Verschluss kann für Behälter, welche flüssiges, halbflüssiges, pastenförmiges, pulverförmiges oder körniges Material beliebiger Art enthalten, verwendet werden.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 ein Schaubild einer Tube mit Verschluss gemäss der Erfindung,
Fig. 2 einen axialen Schnitt durch das Mundstück dieser Tube und deren Verschluss in geöffneter und
Fig. 3 in geschlossener Stellung des Verschlusses,
Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3,
Fig. 5 einen axialen Schnitt durch das Mundstück eines Behälters mit der zweiten Ausführungsform des Verschlusses gemäss der Erfindung in geöffneter und
Fig. 6 in geschlossener Stellung des Verschlusses,
Fig. 7 eine Draufsicht zu Fig. 6,
Fig. 8 einen axialen Schnitt durch das Mundstück eines Behälters mit der dritten Ausführungsform des Verschlusses gemäss der Erfindung in ge öffneter und
Fig. 9 in geschlossener Stellung des Verschlusses und
Fig. 10 eine Draufsicht zu Fig. 9.
Die Tube 1 gemäss Fig. 1-4 besitzt ein zylindrisches Mundstück 2, auf welches eine zylindrische Gewindehülse 3 mit Aussengewinde 3' fest aufgesetzt ist. Gegebenenfalls können die Gewindehülse 3 und das Mundstück 2 aus ein und demselben Teil gebildet sein. Auf das Aussengewinde 3' der Gewindehülse 3 ist ein Gewindering 4 mit Innengewinde 4' aufgeschraubt. Mit 6 ist ein schlauchförmiges, flexibles Abschlussorgan bezeichnet, welches aus einer starken Membran, z. B. einer solchen aus Polyäthylen, besteht. Das eine Ende 5 dieses Abschlussorganes 6 ist am Gewindering 4 und sein anderes Ende 7 am Mündungsrand der Gewindehülse 3 oder des Mundstückes 2 befestigt.
Durch Drehen des Gewinderinges 4 wird dieser auf der Gewindehülse 3 in Achsrichtung verschoben.
Die Gewinde 3' und 4' sind so gewählt, dass bei einer Drehung des Gewinderinges 4 auf der Gewindehülse 3 eine bestimmte Beziehung zwischen dem Verdrehungsweg eines jeden Befestigungspunktes des Abschlussorganes 6 am Gewindering 4 und der Axialverschiebung dieses Gewinderinges 4 besteht.
In Offenstellung des Verschlusses ist der Gewindering 4 auf der Gewindehülse 3 ganz nach unten bzw. gegen die Tube 1 geschraubt, und das Abschlussorgan 6 ist dabei über den Mündungsrand der Gewindehülse 3 und aussenseitig derselben zum Gewindering 4 gespannt; sie gibt dabei den Durchlass durch die Gewindehülse 3 und das Mundstück 2 vollständig frei. Wird der Gewindering 4 auf der Gewindehülse 3 nach oben bzw. nach aussen geschraubt (Fig. 3), so wird das Abschlussorgan 6 in gespanntem Zustand verdrillt. Durch diese Verdrillung des Abschlussorganes 6 wird, wenn der Gewindering 4 gegen den Mündungsrand des Mundstückes 2 geschraubt wird, die Öffnung dieses Mundstückes 2 allmählich bis zum vollständigen Abschluss verengert und geschlossen. Dieser allmähliche Abschluss der Öffnung des Mundstückes 2 erfolgt in der Ebene des Mündungsrandes dieses Mundstückes 2 (Fig. 3).
Die Öffnung des Mundstückes 2 der Tube 1 kann vollständig geschlossen, vollständig geöffnet oder bis zu einem beliebigen gewünschten Grad ge öffnet werden.
In Fig. 5-7 ist mit 2 wiederum das zylindrische Mundstück eines Behälters 1, z. B. einer Tube, bezeichnet. In dieses Mundstück 2 ist eine Gewindehülse 9 mit Innengewinde 8' fest eingesetzt. In das Gewinde 8' der Gewindehülse 8 ist eine an ihrem äusseren Ende mit einem konischen Kopf versehene Gewindebüchse 9 mit Aussengewinde eingeschraubt, welche bei ihrem Drehen in der Gewindehülse 8 in Achsrichtung verschoben wird. Mit 10 ist wiederum ein schlauchartiges, flexibles Abschlussorgan bezeichnet, dessen eines Ende 11 am unteren Rand 13 der Gewindebüchse 9 und dessen anderes Ende 12 am unteren Rand 14 der Gewindehülse 8 befestigt ist.
Wenn die Gewindebüchse 9 in ihre äussere Grenzlage geschraubt ist (Fig. 5), ist das Abschlussorgan 10 gestreckt und vom unteren Rand 13 der Gewindebüchse 9 zum unteren Rand 14 der Gewindehülse 8 gespannt. Das Abschlussorgan 10 gibt dabei die Öffnung der Gewindebüchse 9 frei. Wird dagegen die Gewindebüchse 9 in die Gewindehülse 8 hineingeschraubt (Fig. 6), so wird das Abschlussorgan 10 verdrillt und schliesst, wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel, die Öffnung der Gewindebüchse 9 allmählich bis zum vollständigen Abschluss derselben, mit dem Unterschied, dass der vollständige Abschluss dieser Öffnung in der Ebene des unteren bzw. inneren Randes der Gewindehülse 8 erfolgt.
Durch entsprechendes Drehen der Gewindebüchse 9 kann deren Öffnung durch das Abschlussorgan 10 in beliebigem Mass verengert bzw. geschlossen werden.
Auch in Fig. 8-10 ist mit 1 ein Behälter, z. B. eine Tube, bezeichnet, welche ein zylindrisches Mundstück 2 besitzt. In dieses Mundstück 2 ist eine über dieses vorstehende, zylindrische Gewindehülse 15 mit Aussengewinde fest eingesetzt, auf deren Aussengewinde ein Gewindering 16 aufgeschraubt ist.
Auch hierbei ist ein schlauchartiges, flexibles Abschlussorgan 17 vorgesehen, dessen eines Ende am oberen Rand 18 des Gewinderinges 16 und dessen anderes Ende am unteren Rand 19 der Gewindehülse 15 befestigt ist. Bei geöffnetem Verschluss (Fig. 8) ist der Gewindering 16 auf der Gewindehülse 15 nach oben bzw. aussen geschraubt, und das Abschlussorgan 17 liegt gestreckt innen in der Gewindehülse 15 an und ist von deren oberem Rand zum oberen Rand 18 des Gewinderinges 16 gespannt; das Abschlussorgan 17 gibt hierbei die Öffnung der Gewindehülse 15 vollständig frei. Wird nun der Gewindering 16 zwecks Schliessens des Verschlusses auf der Gewindehülse 15 nach unten bzw. innen geschraubt, so wird das Abschlussorgan 17 verdrillt und verengert die Öffnung der Gewindehülse 15 allmählich bis zum vollständigen Abschluss derselben.
Bei vollständig geschlossenem Verschluss bildet das Abschlussorgan 17 in der Gewindehülse 15 einen Doppelkonus.