CH411052A - Tonfrequenzsignalempfänger mit Sprachsperre in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Tonfrequenzsignalempfänger mit Sprachsperre in Fernmeldeanlagen, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
Tonfrequenzsignalempfänger mit Sprachsperre in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen Die Erfindung bezieht sich auf einen Tonfre- quenzsignalempfänger mit Sprachsperre in Fern- melde-,insbesondere Fernsprechanlagen.
Bei der Übertragung von Signalen im Sprach bereich, insbesondere von tonfrequenten Ruf-, Wahl- und Steuerzeichen über Fernleitungen von Nachrich tenverbindungen mit Verstärkern, ist es notwendig, die zum Empfang dieser Signale vorgesehenen Emp fänger dauernd an dem Übertragungsweg angeschal tet zu lassen. Es ist deshalb erforderlich, dass die Empfänger bei Beaufschlagung mit Sprache oder Störspannungen nicht ansprechen, da ja auch die Sprache auf demselben Übertragungsweg übertragen wird.
Um einen brauchbaren Schutz gegen falsche Si gnale durch Sprachbeeinflussung zu erhalten, sind die Tonfrequenzempfänger mit einer Sprachsperre ver sehen, die so dimensioniert ist, dass der Signalempfän ger nur anspricht, wenn die Signalfrequenz allein über den Übertragungsweg ankommt. Alle ausserhalb des Signalfrequenzbereiches liegenden Frequenzen bewirken die Sperrung des Signalempfängers. Ja selbst dann, wenn in der Sprache die Signalfrequenz mit enthalten ist, überwiegt doch die Sperrwirkung, so dass der Signalempfänger kein falsches Ausgangs signal liefert.
Bedingung auf der Sendeseite ist für diese Signalverfahren mit Signalempfängern, die eine Sprachsperre aufweisen, dass Sprachübertragung und Zeichenübertragung zeitlich voneinander getrennt sind.
Es sind verschiedene Tonfrequenz-Signalempfän- ger mit Sprachsperre bekannt, die alle mehr oder weniger Aufwand erfordern oder die eine mehr oder weniger wirksame Sperre aufweisen. Bei einem be kannten Tonfrequenzempfänger ist in dem Anoden kreis einer vorgeschalteten Verstärkerröhre ein auf die Signalfrequenz abgestimmter Parallelresonanz kreis mit einem auf die gleiche Frequenz abgestimm ten Reihenresonanzkreis in Reihe geschaltet. Die an den Kreisen auftretenden Spannungen werden gleich gerichtet und zwei getrennten Relais zugeführt, wo von das eine als Empfangsrelais, das andere als Sprachschutzrelais dient.
Bei einer anderen Lösung werden die gleichge richteten Spannungen einem gemeinsamen mit zwei gegensinnig geschalteten Wicklungen versehenen Empfangsrelais zugeführt. Diese Relais können nur dann ansprechen, wenn der Sperrkreis keine Aus gangsspannung liefert, d. h. wenn die Signalfrequenz allein an dem Parallelresonanzkreis ansteht.
Diese bekannten Anordnungen haben den Nach teil, dass trotz grossen Filteraufwandes zur Trennung von Signalfrequenz und Sperrfrequenz und Sperr frequenzen noch eine hohe Sprachempfindlichkeit vorliegt.
Es sind ferner Anordnungen in Tonfrequenz signalempfängern bekannt, um die auftretenden Im pulsverzerrungen klein zu halten. Dazu gehören vor allem Begrenzerschaltungen und Regeleinrichtungen, die sicherstellen, dass unabhängig vom Empfangs pegel am Signalempfängereingang am Filtereingang eine konstante Spannung auftritt. Auf diese Weise lassen sich die Filterkreise noch so einfach aufbauen, wie sie bei den vorher beschriebenen bekannten Signalempfängern eingesetzt sind.
Um den Filteraufwand in Signalempfängern klein zu halten und dennoch ein unverzerrtes Ausgangs Signal bei guter Sprachsicherheit zu erhalten,- sieht eine andere bekannte Anordnung vor, die Trennung der Frequenzen über eine Brückenschaltung vorzu nehmen. Ein Brückenzweig ist aus einem auf die Signalfrequenz abgestimmter Reihenresonanzkreis ge- bildet. Aus diesem Brückenzweig wird auch die Signalfrequenz ausgekoppelt.
Die Sperrspannung wird im Nullzweig der Brücke abgegriffen. Eine derartige Anordnung hat den grossen Vorteil, dass der Signal frequenzbereich nur sehr klein ist und Frequenzen, die in der Nähe des Signalfrequenzbereiches liegen, bereits grosse Sperrwirkung ausüben. Diese hohe Sprachsicherheit wird jedoch durch eine aufwendige Brückenschaltung, insbesondere durch die Auskopp- lung erforderlichen Übertrager, erreicht. Eine Ver einfachung der Brückenschaltung, z.
B. als Wider standsbrücke, bringt eine grosse Brückendämpfung mit sich, die sich in einer Reduktion der Ansprech- empfindlichkeit des Signalempfängers auswirkt. Bei gleichem niedrigsten Empfangspegel bedeutet dies wiederum erhöhten Verstärrkeraufwand.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Tonfre- quenzsignalempfänger zu schaffen, der mit wirklich kleinem Aufwand zur Trennung der Frequenzen aus kommt, dabei aber den Vorteil einer grossen Sprach sicherheit durch kleinen Signalfrequenzbereich bei behält.
Der Tonfrequenzempfänger nach der Erfin dung ist dadurch gekennzeichnet, dass die am Aus gang eines mit Vorteil vorhandenen nicht selektiven Vorverstärkers auftretenden Spannungen aller Fre quenzen zur Frequenztrennung einem aus Gegen induktivität eines Übertragers und einem Kondensa tor gebildeten, auf die Signalfrequenz abgestimmten Reihenresonanzkreis zugeführt werden,
dass die Si gnalfrequenz zur Steuerung des Empfangsschaltmit- tels über eine zusätzliche Wicklung des Übertragers ausgekoppelt wird und dass die über dem Ausgang des Reihenresonanzkreises auftretenden Spannungen zur Sperrung des Empfangsschaltmittels verwendet sind.
Da der Reihenresonanzkreis dadurch eine grosse Güte aufweist, ergibt sich ein sehr schmaler Signal frequenzbereich. Eine Auskopplung durch die zu sätzliche Wicklung des Übertragers erlaubt die opti male Anpassung des Empfangsschaltmittels an den Reihenresonanzkreis. Durch den getrennten Ausgang des Reihenresonanzkreises bietet sich die Möglich keit, auch die Sperrungen direkt am Reihenresonanz kreis abgreifen zu können.
Die Auskopplung der Spannungen ist zweckmässig so gewählt, dass die gleichgerichtete ausgekoppelte Signalspannung und die über dem Reihenresonanzkreis auftretende gleich gerichtete Sperrspannung im Steuerkreis des Emp- fangsschaltmittels gegensinnig in Reihe geschaltet sind. Nach einer zweckmässigen Weiterbildung des Signalempfängers nach der Erfindung sind an dem Ausgang des Vorverstärkers mehrere, auf verschie dene Frequenzen abgestimmte Reihenresonanzkreise mit zugehörigem Empfangsschaltmittel angeschaltet.
Dadurch wird in einfacher Weise ein Mehrfrequenz- empfänger erhalten, bei dem die Signalfrequenz- empfangskreise ihren getrennten Sperrkreis aufwei sen. Voraussetzung für die richtige Funktion des Mehrfrequenzempfängers ist, dass die Codezeichen so gewählt sind, dass von den angeschalteten Ein- frequenzempfängern stets nur einer ausgesteuert wird.
Um die Vorteile der bekannten Empfangsschaltun gen mit auszunützen, ist es zweckmässig, dass der Vorverstärker mit einem Amplitudenbegrenzer aus gerüstet ist oder dass der Vorverstärker als Regel verstärker ausgebildet ist, der bei einem Eingangs signal in einem bestimmten Pegelbereich ein kon stantes Ausgangssignal liefert.
Die Erfindung wird an Hand des in der Zeich nung dargestellten Ausführungsbeispieles eines Ein frequenzempfängers näher erläutert.
Die über den Übertragungsweg ankommenden Spannungen gelangen auf den Eingang (E-oV) des Signalempfängers. Über einen Vorverstärker aus den Transistorstufen Trl und Tr2 werden die Spannungen auf einen ausreichenden Pegel verstärkt. Damit die Ausgangsspannung Ua des Vorverstärkers im gesam ten Empfangsbereich annähernd gleich ist, wird zwi schen die erste und zweite Verstärkerstufe eine Be- grenzerschaltung eingefügt. Diese Schaltung besteht z.
B. aus der für diesen Zweck immer wieder ver wendeten Reihenschaltung aus einem Kondensator C1 und den gegensinnig parallel geschalteten Dioden D1 und D2.
Die Ausgangsspannung Ua wird auf einen auf die Signalfrequenz abgestimmten Reihenresonanz- kreis gegeben. Damit dieser Kreis eine hohe Güte erreicht, wird die Schwingkreisinduktivität in be kannter Weise aus der Gegeninduktivität der beiden symmetrischen Wicklungen I und II des Übertragers Ue gebildet.
Dadurch wird der Resonanzkreis sehr steil, so dass praktisch nur ein kleiner Signalfre quenzbereich über die Wicklung<B>111</B> ausgekoppelt wird. Alle übrigen Frequenzen stehen praktisch am Ausgang des Resonanzkreises (Wicklung 1I und Kondensator C). Nur dann, wenn die Signalfrequenz allein ankommt, wird die gleichgerichtete, über die Wicklung III ausgekoppelte Spannung den als Emp- fangsschaltmittel vorgesehenen Schmitt-Trigger mit den Transistoren Tr3 und Tr4 umsteuern. Am Aus gang<I>A</I> tritt dabei praktisch das Potential 0V auf.
Steht auf dem Übertragungsweg jedoch Sprache an, dann liefert auch die Sprachsperre eine Ausgangs spannung, die die vom Signalkreis gelieferte Steuer spannung kompensiert. Beide Spannungen sind im Steuerkreis des Transistors Tr5 gegensinnig in Reihe geschaltet. Die verstärkte Ausgangsspannung von Tr5 steuert den Schmitt-Trigger Tr3, Tr4 um, da die Sperrspannung überwiegt. Der Ausgang A behält in diesem Falle also das Potential -35 V bei.
Wie aus der Zeichnung noch zu entnehmen ist, können an den Ausgang des Vorverstärkers auch mehrere, auf verschiedene Signalfrequenzen abge stimmte Signalempfangskreise angeschaltet werden. Dies ist durch die Vielfachpfeile auf der Sekundär seite des Ausgangsübertragers angedeutet.
Der Verstärkertransistor Tr5 hat die Aufgabe, die Steuer- und die Sperrspannung zu erhöhen. An Stelle der Begrenzerschaltung im Vorverstärker kann auch ein mit Regelungseinrichtungen versehener Vor- verstärker eingesetzt werden, um die Ausgangsspan nung Ua konstant zu halten. Dadurch wird nur ein kleiner Teil der Resonanzkurve des Saugkreises aus genützt, und es ergibt :sich demzufolge ein sehr schma ler Signalfrequenzbereich unabhängig vom anstehen den Signalpegel.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Tonfrequenzsignalempfänger mit Sprachsperre in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, da durch gekennzeichnet, dass die auftretenden Span nungen aller Frequenzen zur Frequenztrennung einem aus Gegeninduktivität eines Übertragers und einem Kondensator gebildeten, auf die Signalfrequenz abge stimmten Reihenresonanzkreis zugeführt werden, dass die Signalfrequenz zur Steuerung des Empfangs schaltmittels über eine zusätzliche Wicklung des Übertragers ausgekoppelt wird,und dass die über dem Ausgang des Reihenresonanzkreises auftreten den Spannungen zur Sperrung des Empfangsschalt- mittels verwendet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Tonfrequenzsignalempfänger nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Signalempfänger einen nicht selektiven Vorverstärker (Trl, Tr2) enthält, der ein konstantes Ausgangssignal liefert.2. Tonfrequenzsignalempfänger nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Signalempfänger einen nicht selektiven Vorverstärker enthält und dass der genannte Vorverstärker mit einem Amplitudenbegrenzer ausgerüstet ist.3. Tonfrequenzsignalempfänger nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte selektive Stromkreis aus einem einen Reihenresonanz kreis enthaltenden Filter und einem Übertrager für die Kopplung des genannten Vorverstärkers mit dem genannten Filter besteht, dass der genannte Filter auf die Signalfrequenz mittels eines Kondensators (C) und der Gegeninduktivität eines zweiten über tragers (ü) abgestimmt ist.4. Tonfrequenzsignalempfänger nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte zweite Übertrager (ü) aus drei Wicklungen besteht, die so geschaltet sind, dass über eine der Wicklungen in Reihe mit dem genannten Kondensator die Sprech spannung abgegriffen wird, dass über eine andere der genannten Wicklungen die Signalspannung angekop pelt wird.5. Tonfrequenzsignalempfänger nach Unteran spruch 4, gekennzeichnet durch erste Gleichrichtungs- mittel zur Gleichrichtung der Signalspannung, durch zweite Gleichrichtungsmittel zur Gleichrichtung der Sprechspannung, und weiter dadurch gekennzeich net, dass die gleichgerichteten Signal- und Sprech spannungen in Reihe geschaltet sind, um die genann ten Empfangsschaltmittel zu steuern.6. Tonfrequenzsignalempfänger nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Ausgang des Vorverstärkers mehrere, auf verschiedene Si gnalfrequenzen abgestimmte Reihenresonanzkreise mit zugehörigen Empfangsschaltmitteln angeschaltet sind, und dass von den angeschalteten Empfangs schaltmitteln zur gleichen Zeit stets nur eines ange steuert wird.
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