Vorrichtung zur Begrenzung der Dezimalstellenzahl des Multiplikanden an einer mit Multiplikatorspeicher versehenen Rechenmaschine Wenn man in einer Rechenmaschine zwei Fak toren miteinander multiplizieren will, deren Produkt die Dezimalstellenkapazität der Rechenmaschine, ins besondere des Zählwerkes der Maschine, übersteigt, so ergibt sich ein falsches Resultat.
Wenn man in der Maschine den Multiplikator eingestellt hat, muss man die Zahl der Dezimalstellen des Multiplikanden der Kapazität der Maschine entsprechend begrenzen, und es sind schon Vorrichtungen bekannt, die zu diesem Zwecke den Benützer der Maschine darauf hinweisen, dass der eingestellte Multiplikand zu viele Dezimal stellen besitzt. Dieser Hinweis erfolgt aber erst nach Durchführung der Multiplikation, dadurch, dass das Produkt als falsch gekennzeichnet wird, z. B. bei einer mit Druckwerk versehenen Maschine dadurch, dass neben das gedruckte Produkt ein Falsch -Zeichen gedrückt wird.
Der Benützer muss hierauf die Multi plikation mit einem entsprechend abgeänderten Mul tiplikanden von weniger Dezimalstellen durchführen, um einen Nährungswert zu erhalten. Diese bekann ten Begrenzungsvorrichtungen haben den Nachteil, dass die zur Durchführung der falschen Multiplikation erforderliche Zeit verlorengeht. Die Erfindung be zweckt, diesen Nachteil zu vermeiden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 ein Längsschnitt gemäss Linie I-1 von Fig. 4 durch eine Rechenmaschine und zeigt eine Be grenzungsvorrichtung für die Zahl der Dezimalstellen des Multiplikanden sowie Teile einer Tastatur und eines Stiftenkastens, Fig. 2 ein weiterer Längsschnitt, der einen Mul- tiplikatorspeicher zeigt, mit dem die Begrenzungsvor richtung zusammenarbeitet, Fig.3 eine Einzelheit der Begrenzungsvorrich tung,
die in Fig. 1 weggelassen ist, um diese Figur nicht zu überladen, und Fig. 4 eine Hintenansicht der in Fig. 1 gezeigten Teile, d. h. eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV von Fig. 1, mit Ausbrechungen.
Die dargestellte Begrenzungsvorrichtung ist an einer Dreispezies-Rechenmaschine angebracht, die eine nach dem Abkürzungsverfahren arbeitenden Multiplikationsvorrichtung aufweist, welche in dem schweizerischen Patent Nr. 412 412 eingehend be schrieben ist. Diese Multiplikationsvorrichtung und die übrigen Teile der Rechenmaschine werden nach folgend nur so weit beschrieben, als dies zum Ver- ständnis der Begrenzungsvorrichtung notwendig ist.
Um eine allfällig erwünschte, gemeinsame Betrach tung der vorliegenden Patentschrift und der oben ge nannten Patentschrift zu erleichtern, sind in allen Zeichnungen gleiche Elemente mit den gleichen Be zugszeichen versehen.
Die Rechenmaschine weist eine Tastatur mit zehn Zifferntasten und einer Mehrzahl von Funk tionstasten auf. Von diesen, oberhalb eines Tastatur brettes 2 angeordneten Tasten sind in Fig. 1 lediglich zwei Funktionstasten dargestellt, die mit p ( Zwi- schensummen-Produkttaste ) bzw. * ( Endsummen- Produkttaste ), bezeichnet sind. Die Funktion dieser Tasten wird später erläutert werden. Unterhalb der Tastatur befindet sich ein Stiftenkasten 19, der transversal verschiebbar geführt ist.
Eine seiner Füh rungen besteht aus einer Achse 24, die in einem drei parallele Wände 74, 75 und 76 aufweisenden Maschinengestell 6 fest montiert ist. Die im Stiften kasten 19 enthaltenen, mit 18 (siehe Fig.4) be zeichneten Stifte, können auf übliche Weise durch Drücken der Zifferntasten aus einer oberen unwirk samen Lage (Ruhelage) in eine untere, wirksame Lage (Wirklage) gebracht werden, in welcher sie den Weg von Zahnstangen 11 (siehe Fig.2) in üblicher Weise entsprechend der getasteten Ziffer begrenzen.
Es sind dreizehn Zahnstangen 11 vor gesehen, die in der Betrachtungsrichtung von Fig. 2 hintereinander liegen und von denen zwölf zur Ein stellung von ebenso vielen Speicherrädern 80 eines Multiplikatorspeichers 73 dienen, und die dreizehnte nur zum Addieren benützt wird; beim Addieren kann nämlich bei der vorliegenden Rechenmaschine mit einer Dezimalstellenzahl mehr gerechnet werden als beim Multiplizieren, was aber keinerlei grundsätzliche Bedeutung hat.
Die Speicherräder 80 sind lose drehbar auf einer Achse 79 angeordnet, die in einem schwenkbaren Rahmen 77 montiert ist. Die Speicherräder 80 weisen je einen vollen Zahnkranz 81 mit zehn Zähnen und eine neben demselben befindliche Verzahnungsstufe 86 auf. Der Rahmen 77 ist auf einer gestenfesten Achse 78 gelagert und kann aus der dargestellten Lage im Uhrzeigersinne geschwenkt werden, um die Zahnkränze 81 mit den Zahnstangen 11 zum Ein griff zu bringen, so dass die Speicherräder 80 durch die Bewegung der Zahnstangen 11 den Ziffern des Multiplikators entsprechend eingestellt werden.
Nach Zurückschwenken des Rahmens 77 in die dargestellte Lage werden die Verzahnungsstufen 86 durch Fühlhebel 88 abgetastet. Die Fühlhebel 88 sind auf einer gestellfesten Achse 87 schwenkbar und stehen unter der Einwirkung je einer im Gegenuhr zeigersinne drehenden Feder 91, so dass ein Fühlende 92 jedes Fühlhebels 88 auf der Verzahnungsstufe 86 des zugeordneten Speicherrades 80 liegt.
Die Ver zahnungsstufe 86 weist einen Zahn<B>860</B> auf, der gleich hoch ist wie die Zähne des Zahnkranzes 81; wenn das Speicherrad 80 auf die Ziffer 0 einge stellt ist, so befindet sich der Zahn<B>860</B> unter dem Fühlende 92. Die Verzahnungsstufe 86 weist ferner fünf Zähne 861 bis 865 von halber Höhe auf, die den Ziffern<B> l </B> bis 5 entsprechen, und einen zahn losen Abschnitt 134, der unter den Fühlhebel 92 kommt, wenn eine der Ziffern<B> 6 </B> bis<B> 9 </B> einge stellt ist.
Fühlhebel 88 weist eine Nase 89 auf, die sich nur dann nicht im Wege einer Nase 93 eines trans- versal verschiebbaren, mit dem Stiftenkasten 19 kuppelbaren Schaltschlittens 94 befindet, wenn das Fühlende 92 auf dem Zahn <B>860</B> von voller Höhe ruht, das betreffende Speicherrad 80 also in der dargestellten 0 -Stellung ist.
Der Stiftenkasten 19 steht unter der Einwirkung einer Feder 344, die denselben gemäss der Hintenansicht von Fig. 4 nach rechts zu ziehen sucht. Der Stiftenkasten 19 kann dem Zug der Feder 344 aber nur folgen, wenn die Nase 93 des Schaltschlittens 94 nicht an einer Nase 89 eines nicht in der 0 -Stellung befindlichen Fühlhebels 88 anschlägt.
Die soweit beschriebene Rechenmaschine ar beitet bei einer Multiplikation im wesentlichen wie folgt: Zuerst wird der erste Faktor (Multiplikator) des zu bildenden Produktes in den Stiftenkasten 19 ein getastet, der nach der Betätigung jeder Zifferntaste in üblicher Weise dem Zuge der Feder 344 folgend um je einen Dezimalstellenschritt weiterbewegt wird. Eine nun folgende Betätigung einer als Multipli kationstaste bezeichneten, nicht dargestellten Funk tionstaste bewirkt, dass die Zahnstangen 11 sich ent sprechend den in Wirklage gebrachten Stiften 18 bewegen und dadurch den Multiplikator in den Mul- tiplikatorspeicher 73 einrollen.
Nun wird der zweite Faktor (Multiplikand) in den Stiftenkasten 19 ein getastet und eine der Funktionstasten<B>-:i</B> oder p ge drückt, je nachdem ob das zu bildende Produkt als Endsumme oder als Zwischensumme auf einen Pa pierstreifen gedruckt werden soll. Im ersteren Fall wird das Zählwerk der Rechenmaschine nach der Ausrechnung des Produktes auf Null zurückgestellt, im zweiten Falle nicht.
Das Produkt wird im Zählwerk in üblicher Weise durch Bildung von den Dezimalstellen des Multi plikators entsprechenden Teilprodukten und Summie- rung dieser Teilprodukte erhalten. Die Teilprodukte werden erhalten, indem mit den Zahnstangen 11 ver bundene, aber nicht mit dem Multiplikatorspeicher 73, sondern mit dem Zählwerk kämmende Zahn stangen, gemäss dem eingestellten Multiplikanden be wegt werden, und zwar für jede Dezimalstelle des Multiplikators entweder so oft, wie es der Ziffer dieser Dezimalstelle entspricht (normales Multipli kationsverfahren) oder dem Zehner-Komplement die ser Ziffer (abgekürztes Multiplikationsverfahren).
In letzterem Falle muss dann die Ziffer der nächst höheren Dezimalstelle um 1 erhöht werden.
Die im vorliegenden Falle vorgesehene Multi plikationsvorrichtung arbeitet nach dem abgekürzten Verfahren, und dies ist der Grund dafür, dass die den Ziffern 1 bis 5 entsprechenden Zähne 861-865 halbe Höhe haben, während in dem den Ziffern 6 bis 9 entsprechenden Abschnitt 134 der Verzahnungsstufe 86 überhaupt keine Zähne vorhanden sind. Die Speicherräder 80 werden durch schrittweises Drehen im Gegenuhrzeigersinne in die 0 -Stellung zurückgebracht, wenn eine der Ziffern 1 bis 5 eingestellt ist; durch schrittweises Drehen im Uhrzeigersinne dagegen, wenn eine der Ziffern 6 bis 9 eingestellt ist.
Dies ist jedoch für die nachfolgend zu beschreibende, mit 500 bezeichnete Begrenzungsvorrichtung nicht von Bedeutung. Letz tere kann nämlich ebensogut mit einer Multipli kationsvorrichtung nach dem Normalverfahren zu sammenarbeiten, in welchem Falle die Verzahnungs stufe 86 beispielsweise ausser dem Zahn 86o über haupt keine anderen Zähne aufweist und das Spei cherrad 80 zur Zurückstellung aus irgendeiner seiner Stellungen 1 bis 9 in seine 0 -Stellung stets im gleichen Sinne zu drehen ist.
Wie aus der weiteren Beschreibung hervorgehen wird, ist es dagegen we sentlich, dass bei beiden Arten von Multiplikations vorrichtungen der Fühlhebel 88 bei Einstellung des Speicherrades 80 auf die Ziffer 0 eine andere Lage einnimmt als bei Einstellung auf irgendeine der an deren Ziffern.
Die Begrenzungsvorrichtung 500 weist einen ge krümmten Arm 501 auf, der auf einem gestellfesten Zapfen 502 drehbar gelagert ist und an seinem freien Ende einen Stift 503 trägt. Der Stift 503 greift in eine Gabel 504 eines Schiebers 505 ein, der durch einen Schlitz 506 einer Wand 507 hindurchgeht und in diesem Schlitz 506 und auf einem zum Tastaturbrett 2 parallelen Boden 508 geführt ist, wobei mit 509 und 51-0 Führungsansätze des Schiebers 505 selbst be zeichnet sind.
Der Schieber 505 ist mit zwei nach oben ragenden Nasen 510 versehen, die je eine ge neigte, in Fig. 1 auf der rechten Seite befindliche vor dere Flanke<B>511</B> aufweisen, die mit einem senkrecht zur Zeichnungsebene vorragenden Arm 512 eines vertikal verschiebbaren Schaftes 513 zusammenarbei ten kann. Auf den beiden, in entsprechenden öff- nungen 514 und 515 des Tastaturbrettes 2 bzw. des Bodens 508 geführten Schäften 513 sitzen die bei den Funktionstasten p bzw. * .
Es ist ersichtlich, dass, wenn man auf eine dieser beiden Tasten drückt, der Arm 512 auf die geneigte Flanke 511 treffen und dadurch den Schieber 505 in Richtung eines mit 516 bezeichneten Pfeiles verschieben kann, wie bei p , 510' und 504' strichpunktiert angedeutet ist.
Falls der Schieber 505 durch das Drücken einer der Tasten p oder * verschoben wird - was, wie später gezeigt werden soll, nicht immer möglich ist nimmt er den Stift 503 nach 503' mit, so dass der Arm 501 im Uhrzeigersinne in die Lage 501' ver- schwenkt wird. Eine Feder 517, die einerseits an einem am Arm 501 angebrachten Niet 518 und anderseits am Tastaturbrett 2 angreift, ist bestrebt, den Arm 501 in seine Ausgangslage zurück zu ver- schwenken.
Auf dem Arm<B>501</B> ist bei 519 eine Sperrklinke 520 angelenkt, die eine Feder 521 in bezug auf den Arm 501 im Gegenuhrzeigersinne verdreht, bis eine Nase 522 der Sperrklinke 520 am Niet 518 anliegt. Die Klinke 520 weist ferner einen Haken 523 auf, der in ihrer in vollen Linien dargestellten Ruhelage eine Leiste 524 umfasst, die an einer schwenkbar und längsverschiebbar gelagerten Achse 525 vorgesehen ist. Die Leiste 524 geht über eine Stufe 526 (siehe Fig.4) in eine etwas breitere Leiste 527 über.
Zur Lagerung der Achse 525 dienen Durchbrechungen 528 der Wände 74 und 75, wobei jede Durchbrechung einen nahezu kreisförmigen Teil 528a aufweist, durch den die Achse 525 mit etwas Spiel hindurchgeht, und einen sektorförmigen Teil 528b, der das Schwenken der Leisten (Schwenkleisten) 524 und 527 gestattet.
An der Wand 75 (siehe Fig.4) ist ein Zapfen 529 befestigt, an dem ein Hebel 530 schwenkbar gelagert ist, der gemäss Fig.3 unter der Einwir kung einer Feder 531 steht, die normalerweise ein Ende 532 des Hebels 530 auf einem gestellfesten Anschlag 533 festhält, wobei sich dann das andere Hebelende 534 mit etwas Spiel neben der Schwenk leiste 527 befindet.
Es ist ersichtlich, dass bei einer allfälligen Schwenkung der Schwenkleisten 527 und 524 im Uhrzeigersinne von Fig. 3 der Hebel 530 ge gen die Kraft der Feder 531 im Gegenuhrzeigersinne verschwenkt wird und bestrebt ist, die Leisten 527 und 524 in die in dieser Figur dargestellte normale Schwenklage zurückzuschwenken. Anderseits erzeugt aber der Hebel 530 in dieser normalen Schwenklage keine eine allfällige axiale Verschiebung der Achse 525 behindernde Reibung, da er ja die Schwenkleiste 527 nicht berührt.
Die bis jetzt beschriebenen Elemente der Be grenzungsvorrichtung 500 arbeiten wie folgt mit dem Multiplikatorspeicher 73 zusammen: Aus Fig.2 ist ersichtlich, dass die breitere Schwenkleiste 527 aus ihrer auch in dieser Fig.2 angenommenen, normalen Schwenklage nur dann im Uhrzeigersinne verschwenkt werden kann, wenn sich der Fühlhebel 88 bzw. dessen Speicherrad 80, in der 0 -Stellung befindet.
Liegt das Fühlende 92 auf einem der Zähne 861-865 oder auf dem Abschnitt 134 der Verzahnungsstufe 86, so hat nämlich die Nase 90 die Lage 90' oder 90", und in beiden Fällen trifft die Schwenkleiste 527 beim Versuch einer Schwenkung im Uhrzeigersinne auf die Nase 90, vorausgesetzt natürlich, dass diese Nase 90 sich über haupt unter der Schwenkleiste 527 befindet, was von deren axialer Verschiebungslage abhängt. Die Schwenkleiste 524 ist dagegen so schmal, dass sie auf keinen Fall durch die Nase 90 an einer Schwenkung im Uhrzeigersinne gehindert werden kann.
Wenn man nach Eintastung des Multiplikators, Betätigung der Multiplikationstaste und Eintastung des Multiplikanden eine der beiden Tasten p oder drückt, so sind zwei Fälle möglich: <I>1.
Fall</I> Alle Fühlhebel 88, deren Nasen 90 unter der breiteren Schwenkleiste 527 liegen, befinden sich in der 0 -Stellung. In diesem Falle wird durch das Drücken der Taste p oder * der Arm 501 auf die bereits beschriebene Weise mittels der Elemente 513, 512, 511, 516, 504, 503 im Uhrzeigersinne verschwenkt. Dabei nimmt der Haken 523 der Sperrklinke 520 die schmalere Schwenkleiste 524 mit, so dass sie im Uhrzeigersinne in eine mit 524' be zeichnete Ausweichlage geschwenkt wird,
in welcher der Haken 523 von der Schwenkleiste 524 abgleitet, so dass er schliesslich in eine mit 523' bezeichnete Lage kommt. Nachdem die gedrückte Taste auf hier nicht interessierende Weise die Bildung des Produktes und das Drucken desselben als Zwischen summe oder Endsumme ausgelöst hat, kehrt sie in ihre Ruhelage zurück, so dass die Feder 517 den Arm 501 und damit auch den Schieber 505 in die Ausgangslage zurückbringen kann.
Dabei schlägt der Haken 523 der Sperrklinke 520 an der bereits wieder in ihrer normalen Schwenklage befindlichen Schwenk leiste 524 an, kann ihr aber ausweichen, indem die Sperrklinke 520 sich im Uhrzeigersinne relativ zum Arm 501 verschwenkt, worauf die Feder<B>521</B> auch die Sperrklinke 520 in die Normallage zurückbringt.
<I>Fall 2</I> Mindestens ein Fühlhebel 88, dessen Nase 90 unter der breiteren Schwenkleiste 527 liegt, befindet sich nicht in der 0 -Stellung. Die in der Lage 90' oder 90" befindliche Nase 90 verhindert also die Schwenkung der Schwenkleiste 527, so dass ihrer seits die Schwenkleiste 524 vom Haken 523 nicht im Uhrzeigersinne mitgenommen werden kann. In folgedessen kann auch der Arm<B>501</B> nicht in die Lage 501' kommen und der Schieber 505 durch das Drücken der Tasten p oder -. nicht im Sinne des Pfeiles 516 verschoben werden. Diese Tasten können somit dem auf sie ausgeübten Druck nicht folgen und die Produktbildung nicht auslösen.
Die Sperrklinke 520 sperrt also letzten Endes die Betäti gung der Funktionstasten p und Im weiteren Verlauf der Beschreibung wird nun gezeigt werden, dass die Sperrung der Funktions tasten p und<B>*</B> dann erfolgt, wenn der als zweiter Faktor eingetastete Multiplikand so viele Dezimal stellen hat, dass - unter Berücksichtigung der Anzahl der Dezimalstellen des als erster Faktor eingetasteten Multiplikators - das Produkt die Dezimalstellen- kapazität der Rechenmaschine übersteigen würde.
Die Achse 525 ist gemäss Fig. 4 an ihrem rechten Ende bei 535 an einem Mitnehmer 536 angelenkt, der am rechten Ende einer Zahnstange 537 befestigt ist, die längs der Wand 507 verschiebbar angeordnet ist. Zur Führung der Zahnstange 537 sind zwei an der Wand 507 befestigte Zapfen 538 und 539 vorge sehen. Ferner dient auch ein Zahnrad 540, in wel ches die Zahnstange 537 von oben her eingreift, zur Führung dieser Zahnstange 537. Das Zahnrad 540 ist auf einem an der Wand 507 befestigten Zapfen 541 drehbar gelagert und greift unten in geradlinige Verzahnung 542 ein, die durch eine Reihe von rechteckigen Löchern 543 gebildet ist.
Die Löcher 543 sind in der mit 544 bezeichneten, oberen Platte des Stiftenkastens 19 vorgesehen. Der Stiftenkasten 19 kann sich auf der Führungsachse 24 zwischen zwei Endlagen bewegen, wie bei 544' und 544" für das linke bzw. rechte Ende seiner obe ren Platte 544 angedeutet ist.
Es ist ersichtlich, dass, wenn der Stiftenkasten 19 dem Zug der Feder 344 folgend sich gemäss der Hintenansicht von Fig.4 nach rechts bewegt, das Zahnrad 540 die Zahnstange 537 nach links ver schiebt, wobei auch die Achse 525 mit den Schwenk leisten 524 und 527 nach links mitgenommen wird, wie durch Pfeile angedeutet ist. In Fig.4 ist angenommen, dass ein 7stelliger Multiplikator in den Multiplikatorspeicher 73 auf genommen worden ist, z.
B. die Zahl 253 411, so dass die Nasen 90 der ersten, mit 881 bis 887 bezeichneten sieben Fühlhebel 88 in bezug auf die 0 -Stellung so weit angehoben sind, wie dies der Lage 90' in Fig.2 entspricht.
Die anderen fünf Fühlhebel 88$ bis 8812 befinden sich dagegen in der 0 -Stellung. Bei der Aufnahme des Multiplikators in den Multi plikatorspeicher 73 befindet sich die Schwenkleiste 527 in ihrer Normallage, in der sie, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, die Verschwenkung der Fühlhebel- nasen 90 in die Lagen 90' (oder 90") keinesfalls be hindern kann, auch wenn sie sich über denselben befindet.
Nach der durch das Drücken der Multiplikations taste bewirkten Aufnahme des Multiplikators in den Multiplikatorspeicher 73 wird der Stiftenkasten 19 in üblicher Weise gegen die Kraft der Feder 344 in seine bei 544' angedeutete linke Endlage (Ausgangs lage) gebracht und dabei gelöscht, worauf der Multi plikand in ihn eingetastet wird. In Fig. 4 ist ange nommen, dass ein 5stelliger Multiplikand in den Stiftenkasten 19 eingetastet worden ist, wobei letz terer schrittweise dem Zug der Feder 344 nach rechts gefolgt ist und die Zahnstange 537 mit der Achse 525 sich entsprechend nach links bewegt hat.
Dabei ist die Stufe 526 zwischen den verschiedenen breiten Schwenkleisten 524 und 527 von ihrer mit <B>5260</B> bezeichneten, strichpunktiert angedeuteten 0 -Lage in die in vollen Linien dargestellte Lage gekommen. Es ist ersichtlich, dass in dieser Lage die breitere Schwenkleiste 527 sich nur über Nasen 90 von Fühlhebeln 88s bis<B>8812</B> befindet, die in der 0 -Stellung sind.
Wenn nun eine der Funktions tasten p oder. gedrückt wird, so verhindert die Schwenkleiste 527 unter Vermittlung der Sperrklinke 520 nicht, dass die Taste dem auf sie ausgeübten Druck folgen kann, wie oben, unter Fall l ausführlich erläutert worden ist. Das Produkt des 7stelligen Multiplikators und des 5stelligen Multiplikanden er gibt höchstens eine 12stellige Zahl, für deren Be rechnung und Druck das Zählwerk bzw. das Druck werk der Rechenmaschine ausreichen.
Angenommen es wäre anstelle eines 5stelligen ein 6stelliger Multiplikand eingetastet worden, so wäre die Stufe 526 in die mit 5266 bezeichnete Lage vorgerückt. Die breitere Schwenkleiste 527 würde dann über der Nase 90 des nicht in der 0 -Stellung befindlichen Fühlhebels 887 liegen, was - wie unter Fall 2 ausführlich erläutert wurde - eine Sperrung der Tasten p und * zur Folge hat.
Der Benützer der Rechenmaschine merkt daher sofort, dass er eine deren Kapazität übersteigende Multiplikation ver langt hat, und kann den eingetasteten Multiplikanden löschen, um dann die Operation mit einem auf- oder abgerundeten Multiplikanden von kleinerer Stel lenzahl durchzuführen.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass bei einem z. B. 3- oder 9stelligen Multiplikator die Stufe 526 bis in die Stellung 526.9 bzw. in die Stellung 5263 kommen kann, ohne dass die Tasten p und Z ge sperrt werden, dass also dann 9- bzw. 3stellige Multi plikanden noch zulässig sind, während Multiplikan den von geringerer Stellenzahl natürlich ebenfalls stets benützt werden können.
Es ist klar, dass, falls an der letzten Stelle oder den letzten Stellen des Multiplikators eine Null steht, dieselbe unwirksam ist, weil die betreffenden Fühl hebel dann weder den Schaltschlitten mit dem Stift- tenkasten aufhalten noch die Schwenkung der Schwenkleiste 527 verhindern kann; in anderen Wor ten rechnet die Maschine bei Einstellung eines Mul- tiplikators von z. B. 5400 in Wirklichkeit mit dem Multiplikator 54.
Es ist ferner klar, dass die gegenläufige Be wegung der Achse 525 und des Stiftenkastens 19 auch auf andere Weise erzielt werden kann als mit tels eines Zahnrades 540 und zweier mit derselben in Eingriff stehender, gerader Verzahnungen 537 und 542. Man kann z. B. eine endlose Kette vorsehen, deren unteres bzw. oberes Trum über Mitnehmer mit dem Stiftenkasten bzw. der Achse 525 gekuppelt sein könnten. Das beschriebene Zahnradgetriebe 542, 540, 537 stellt jedoch einen besonders einfachen und platzsparenden Mechanismus zur Erzeugung der ge genläufigen Bewegung dar.
Es wird ferner hervor gehoben, dass die Erfindung auch anwendbar ist, wenn der Multiplikatorspeicher in früher üblicher Weise nicht nur eine, sondern zwei Reihen von über eine Zehnerübertragung miteinander verbun denen Speicherrädern aufweist, wobei dann die Spei cherräder einer dieser Reihen mit den Fühlhebeln 88 sinngemäss entsprechenden Fühlorganen zusam menarbeiten.