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Einrichtung zur Wertstellenbegrenzung für elektromechanische Buchungs-, Fakturier- oder ähnliche Maschinen Es ist bei Buchungsmaschinen für verschiedene Aufgaben erforderlich, die maximale Tast- und Speicherkapazität herabzusetzen, um so eine Anpassung an die Breite der Spalten eines Buchungsformulares zu erreichen. Dadurch wird vermieden, dass beispielsweise in eine Spalte, die für die Aufnahme einer maximal sechsstelligen Zahl vorgesehen ist, eine sieben- oder mehrstellige Zahl eingeschrieben wird.
Bekannte Buchungsmaschinen besitzen zu diesem Zweck ein gesondertes Einstellwerk für jede Spalte, das vor Beginn einer Buchung auf die Breite der zugeordneten Formularspalte eingestellt wird. Der Papierwagen kann in dieser Spalte nur die eingestellte Zahl Schreibschritte ausführen und springt daraufhin in die nächste Spalte. Diese Einrichtungen sind sehr aufwendig und kompliziert und verhindern nicht, dass bei einem Rechengang die in die Tastatur der Maschine eingegebene Zahl eine grössere Stellenzahl besitzen kann, als der Papierwagen in der zugeordneten Spalte Schreibschritte ausführt. Dadurch treten Fehleintastungen und Fehlbuchungen auf.
Eine weitere bekannte Buchungsmaschine besitzt eine Einrichtung zur Tastbegrenzung in der Form, dass eine mit der Dekaden-Weiterschaltung des Eingabespeichers schrittweise verdrehte Prüfwelle über Nocken einen Begrenzungskontakt schaltet, der im Stromkreis eines Sperr-Relais liegt. Dieser Kontakt ist einer begrenzten Stellenzahl, beispielsweise sechs Stellen, fest zugeordnet und wird in Abhängigkeit von steuerschienenbetätigten Kontakten wirksam gemacht. Soll in einer Spalte die Rechenkapazität auf sechs Stellen begrenzt werden, so wird durch die Steuerschiene der Begrenzungskontakt an Betriebsspannung angeschlossen.
Wenn die Prüfwelle nach dem sechsten Schritt den Kontakt schliesst, wird ein Sperr-Relais erregt, das einen Maschinengang verhindert. Mit einer derartigen Ausführung ist der Nachteil verbunden, dass für die Durchführung einer Wertstellenbegrenzung ein gesondertes Schrittschalt- werk erforderlich ist.
Gemäss der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Anordnungen dadurch vermieden, dass mindestens ein Begrenzungsschalter vorgesehen ist, der jeweils einer der Schaltstellen des Eingabespeichers zugeordnet werden kann und von diesem betätigt wird, und dass der Begrenzungsschalter in Umschaltstellung eine Maschinenbetätigungstaste sperrt sowie einen Signalstromkreis schliesst, nachdem er spaltenabhängig durch die Steuereinrichtung für eine Wertstellenbegrenzung vorbereitet worden ist.
Einzelheiten sind aus den Unteransprüchen ersichtlich. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht der zur erfindungsgemässen Einrichtung gehörenden Teile einer Buchungsmaschine und Fig. 2 ein Schaltbild zur Einrichtung nach Fig. 1. Die Buchungsmaschine besitzt in bekannter Weise einen Stellstiftwagen 1 (Fig. 1), der auf Stangen 2 verschiebbar gelagert ist.
Mit jeder Eintastung einer Ziffer in die nicht dargestellte Tastatur wird der ziffernwertmässig zugeordnete Stellstift 16 einer der Reihen 17 in eine Speicherstellung verschoben, wonach der Wagen 1 freigegeben wird und durch bekannte, nicht gezeigte Mittel unter dem Zug der Feder 3 einen Schritt in Richtung des Pfeiles A ausführt, so dass die nächste Stellstiftreihe 17 zur
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Zusammenarbeit mit der Tastatur bereitsteht. Die Stellstiftreihen 17 sind den Wertstellen der einzu- gehenden Ziffern zugeordnet.
Im vorliegenden Falle ist die Speicherkapazität des Stellstiftwagens neunstellig.
Über eine Stange 4 und auf einer Achse 5 gelagerte, starr miteinander verbundene Hebel 6a, b, c ist der Stellstiftwagen 1 mit einem Hebel 7 verbunden. Dieser besitzt einen Kurvenausschnitt 8, in den ein Bolzen 9 des Hebels 6c eingreift. Ein auf dem anderen Arm des Hebels 7 befestigter Stift 10 greift in einen Querschlitz eines längsverschiebbar gelagerten Schiebers 11 ein. Der Rücken des Schiebers 11 weist eine Schräge 12 auf, auf die bei dessen Längsbewegung ein Schaltarm 13 eines Mikro-Schnappschalters 14 einer bekannten Bauart aufläuft.
Bei einer Bewegung des Stellstift- wagens 1 in Richtung des Pfeiles A über den Bereich der Stellstiftreihen 17 findet somit eine Verschiebung des Schiebers 11 in der gleichen Richtung statt, wobei jedoch die Kurve 8 bewirkt, dass der Schieber 11 während, der Bewegung des Stellstiftwagens 1 über die ersten vier Stellstiftreihen annähernd still- steht und erst während der restlichen Wagenbewegung über einen wesentlich grösseren Weg, als ihn in diesem Bereich der Wagen 1 ausführt, verschoben wird. In Anfangsstellung liegt der Schaltarm 13 auf der Fläche 15 des Schiebers 11 auf.
Der Schalter 14 befindet sich dabei in Wirkstellung. Bei einer Verschiebung erfolgt durch die Schräge 12 ein Umschalten in Grundstellung, die der Schalter 14 bei Rückstellung des Stellstiftwagens 1 in Ausgangsstellung wieder verlässt.
Der Hebel 7 besitzt eine Achse 18, die mehrere Arme 19 tragen kann, von denen jeder mit einem Schieber und einem Schalter nach der Art des Schiebers 11 und des Schalters 14 zusammenarbeiten kann. In der Fig. 1 ist nur ein Arm 19 dargestellt, der in der beschriebenen Weise mit einem Schieber 20 und einem Schalter 22 zusammenarbeitet. Die Schalter 14 und 22 sind in einer Trägerwand 21 in Richtung der Bewegung der Schieber 11, 20 einstellbar angeordnet. Der durch die Schrägen 12 bestimmte Schaltpunkt kann so einer der fünf letzten Stellstiftreihen bzw. Dezimalstellen zugeordnet werden.
Durch den grossen Weg, den die Schieber 11, 20 im Bereich dieser Stellstiftreihen ausführen, kann die Einstellung sehr genau erfolgen.
Der Arm 19 besitzt einen abgewinkelten Lappen 23, der einen Mikro-Schnappschalter 24 betätigt, wenn der Hebel 7 durch eine Bewegung des Stellstiftwagens 1 über den Bereich der letzten Stell- stiftreihe hinaus, die der höchstwertigen Ziffernstelle zugeordnet ist, entsprechend weit im Uhrzeigers-inne verschwenkt worden ist.
Die Schalter 24, 14, 22 sind als Umschalter ausgebildet und mit ihrer Arbeitsseite hintereinander in den Stromkreis eines Relais B (Fig.2) geschaltet, der durch den Kontakt einer Maschinenbetätigungs- taste Bt geschlossen wird. Das Relais B löst bei Erregung in bekannter Weise einen Maschinengang der Buchungsmaschine aus, der eine Verrechnung und Niederschrift der im Stellstiftwagen 1 eingespeicherten Werte umfassen kann. In Umschaltstellung liegen die Schalter 14, 22 ebenfalls über Umschaltkontakte k11, k21, im Stromkreis des Relais- B, wenn sich diese in Ruhestellung befinden.
Sind die Kontakte k11, k21 in Arbeitsstellung, dann wird mit Umlegen der Schalter 14, 22 ein Signalstromkreis 25 geschlossen, in dem beispielsweise ein Sum- mer oder, wie im gezeichneten Fall, eine SignalIampe 26 angeordnet ist. Dieser Signalstromkreis wird auch bei Betätigen des Schalters 24 geschlossen. Die Kontakte k11, k21 sind Relais KI, K2 zugeordnet, die über Kontakte bu1, bu2 errregt werden.
Die letzteren werden in bekannter Weise durch nicht gezeigte Reiter in einer Steuerschiene am Papierwagen der Buchungsmaschine spaltenabhängig betätigt. Haltekontakte k12, k22 der Relais K1, K2 dienen dazu, diese nach Erregung bei Einlauf des Papierwagens in eine neue Spalte im angezogenen Zustand zu halten, bis nach beendetem Maschinengang ein Kontakt 27 über bekannte Mittel geöffnet wird,. Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Einrichtung wird angenommen, dass die Schalter 14 und 22 durch Verschieben in den Schlitzen 30 den Stellstiftreihen 28 und 29 zugeordnet worden sind. Die Stellstiftreihen 28 und 29 entsprechen der fünften und siebenten Wertstelle.
Soll nunmehr während einer Buchung in einer Spalte des Buchungsformulars die Anzahl der niederzuschreibenden und zu verrechnenden Wertstellen auf fünf begrenzt werden, da beispielsweise in dieser Spalte keine grösseren Werte auftreten können, so ist durch einen der Spalte zugeordneten Steuerschienenreiter der Kontakt bul zu schliessen, wodurch das Relais Kl erregt und der Kontakt kll umgeschaltet wird. Ist der im folgenden in der Maschine eingetastete Wert fälschlicherweise grösser als fünfstellig, dann wird bei überschreiten der fünften Dezimalstelle durch den Stellstiftwagen über die Glieder 4, 6, 7, 11, 13 der Schalter 14 betätigt.
Damit wird der Signalstromkreis 25 geschlossen, und die Signallampe 26 zeigt die über- schreitung der Wertstellenbegrenzung an. Ausserdem kann auch bei Niederdrücken der Betätigungstaste Bt kein Maschinengang ausgelöst werden, da der Stromkreis des Relais B unterbrochen ist. Die Fehleintastung ist somit festgestellt und kann vor Ausführung einer Verrechnung korrigiert werden.
Während des weiteren Verlaufes der Buchung kann die Forderung auftreten, in einer anderen Spalte die Anzahl der Wertstellen auf sieben zu begrenzen. In diesem Falle wird der betreffenden Spalte ein Steuerschienenreiter zugeordnet, der den Kontakt bu2 schliesst. Das Relais K2 wird somit erregt und schaltet den Kontakt k21 um, so dass 'bei Betätigen des Schalters 22 als Folge einer Eintastung von mehr als sieben Wertstellen der Signalstromkreis 25
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geschlossen und der Stromkreis des Relais B gesperrt wird.
In Buchungsspalten, in denen keine Wertstellenbegrenzung erfolgen soll, wird bei Überschreiten der maximalen Eintastkapazität über den Arm 19 der Schalter 24 umgeschaltet, so dass gleichfalls der Signalstromkreis 25 geschlossen und der Stromkreis des Relais B gesperrt wird.
In Abweichung von dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel kann die Anordnung auch so getroffen werden, dass die Schalter 14, 22, 24 direkt von einer Nocke am Stellstiftwagen oder an einem mit dem Stellstiftwagen verbundenen Teil geschaltet werden. Die Schalter sind dabei in Richtung d'er Stellstiftwagenbewegung einstellbar angeordnet. Weiterhin kann auch in den Signalstromkreis ein Magnet für eine an sich bekannte mechanische Verriegelung der Tastatur geschaltet sein. Dieser Magnet kann für sich allein oder in Verbindung mit den genannten Signalelementen im Siganlstromkreis liegen.