CH397390A - Verfahren zum Quertrennen von wellenartig geformtem Material - Google Patents
Verfahren zum Quertrennen von wellenartig geformtem MaterialInfo
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Description
Verfahren zum Quertrennen von wellenartig geformtem Material Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Quer trennen von wellenartig geformtem Material, z. B. in kleinere Abschnitte. Das Quertrennen von Wellen, insbesondere aus Metall oder festem Kunststoff, erfolgte bisher durch Abstecken mittels Drehstahl auf Drehbänken, Sägen oder Fräsen. Auf Grund von Versuchen war es möglich, ein weiteres Trennverfahren zu entwickeln, das eine in dustrielle Anwendung gestattet und' erfindungsgemäss darin besteht, dass nach Anbringung einer sich min destens teilweise über den Umfang erstreckenden Kerbe das Material auf eine Rotationsbewegung ge bracht und dann ein Teil des Materiales plötzlich auf annähernd Stillstand abgebremst wird, während der Restteil weiterrotiert, so dass eine gewaltsame Trennung des Materials in der Kerbengegend erfolgt. Die Erläuterung des Erfindungsverfahrens erfolgt nachstehend auf Grund eines in der Zeichnung ver anschaulichten Ausführungsbeispieles. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht einer schematisierten Anlage zum Quertrennen einer Welle, Fig. 2 teilweise im Schnitt eine Ausführungs variante. In der zu trennenden Welle 1 sind an den ge wünschten Trennstellen Ringkerben 2 eingestochen, die die Welle in Abschnitten la, 1b und 1c unter teilen. Die Welle 1 ist mit ihrem Abschnitt 1b in der Zange 3 festgehalten, die ihrerseits fest mit dem Antriebsrad 4 verbunden und im Halter 5 ge lagert ist. Der Abschnitt 1a dagegen ist im Ständer 6 rotierbar gelagert. Im Ständer ist eine elektromagne tische Vorrichtung 7 angeordnet, mit welcher die Welle 1 im Ständer 6 blockiert werden kann. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 besteht die Blockierungsvorrichtung der Welle 1 im Ständer 6 aus einer in Drehrichtung spiralig auf die Welle auf gewickelten Spiralfeder 8, deren Anfang in einer Ausnehmung 9 des Ständers und deren Ende in einer Ausnehmung 10 einer im Ständer verschwenkbaren Hülse 11 sitzt. Das Quertrennen erfolgt nun folgendermassen: In die rotierende Welle 1 aus Metall oder festem Kunststoff wird mittels Einstechstahl eine Ringkerbe 2 von dreieckigem oder halbrundem Querschnitt ein gestochen. Über das .Antriebsrad 4, welches. zugleich als massenintensives Schwungrad ausgebildet sein kann, wird die mit ihrem Abschnitt 1 b in der Zange 3 dieses Rades festgehaltene Welle auf eine hohe Ro tationsgeschwindigkeit von z. B. 1000 bis 4000 t/min für eine Stahl- oder Chrom-Nickel-Welle von etwa 2 bis 4 cm Durchmesser gebracht. Dabei gleitet der Abschnitt 1 a im Ständer 6. Nach Erreichung der geforderten Rotationszahl wird nun der Abschnitt la im Ständer 6 plötzlich auf Null oder annähernd Null abgebremst, was gemäss Fig. 1 durch Elektro magnete oder gemäss Fig.2 durch Verdrehen der Hülse 11 in Drehrichtung erfolgt, wobei sich die Feder 8 auf die Welle 1a aufwickelt und dadurch zum Festsitzen kommt. Durch diese schlagartige Bremsung erfolgt, wie Versuche gezeigt haben, eine glatte Quertrennung der Welle im Bereiche der Ringkerbe 2, wobei eine saubere Trennfläche entsteht. Die dabei entstehen den Kräfte werden einerseits durch das Schwungrad 4 und anderseits durch den Ständer 6 aufgenommen. Nach der Deblockierung des Abschnittes 1a kann dieser weggenommen und die Welle zur nächsten Quertrennung nachgeschoben werden. Eine praktische Ausführung des beschriebenen Verfahrens zeitigte sehr gute Ergebnisse, und zwar erfolgt die Quertrennung einer Welle aus rostfreiem Stahl von 15 mm Durchmesser bei einer Tourenzahl von 2500 pro min, was eine Umfangsgeschwindigkeit von etwa 2 m/sec darstellt. Das beschriebene Verfahren zum Quertrennen ist nur ausführbar bei hartem Material. Auch ist es wichtig, dass das Abbremsen brüsk, d.h. plötzlich bei hoher Rotation erfolgt. Der nicht abgebremste Teil muss dabei weiterrotieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Quertrennen von wellenartig ge formtem Material, dadurch gekennzeichnet, dass nach Anbringung einer sich mindestens teilweise über den Umfang erstreckenden Kerbe das Material auf eine Rotationsbewegung gebracht und dann ein Teil des Materiales plötzlich auf annähernd Stillstand ab gebremst wird, während der Restteil weiterrotiert, so dass eine gewaltsame Trennung des Materiales in der Kerbengegend erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kerbe durch Einstechen mit einem Einstechstahl in das rotierende Material er stellt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, -dass @die plötzliche Bremsung auf elek tromagnetischem Wege erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die plötzliche Bremsung mittels auf der Welle aufgewickelten Feder erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH1411762A CH397390A (de) | 1962-11-29 | 1962-11-29 | Verfahren zum Quertrennen von wellenartig geformtem Material |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH397390A true CH397390A (de) | 1965-08-15 |
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