Vorrichtung zum Zerkleinern von Stückgut, insbesondere Mineralien, und zum Aufschwemmen des vermahlenen Gutes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zer kleinern von Stückgut, insbesondere Mineralien, und zum Aufschwemmen des vermahlenen Gutes, bei der das Mahlgut in einem ganz mit Wasser gefüllten Mahlraum unter ständiger Wasserzufuhr und -abfuhr durch umlaufende Zerkleinerungswerkzeuge vermah- len und durch das abfliessende Wasser über einen Stauschieber von einstellbarer Höhe abgeschwemmt wird.
Bei diesen Vorrichtungen bildet sich im Mahl raum unter Einwirkung der umlaufenden, an einem Drehkörper befestigten Zerkleinerungswerkzeuge eine Wasserwalze, die das Mahlgut im Kreise bewegt und es infolgedessen durch Abrieb und Stoss sowohl gegen die Mahlraumwände als auch der einzelnen Mahlgutstücke untereinander in Verbindung mit der schlagenden Wirkung der Zerkleinerungswerkzeuge vermahlt.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Vorrich tung dieser Art die Korngrösse des vermahlenen ab geschwemmten Gutes abändern bzw. einstellen zu können. Gleichzeitig soll das abgeschwemmte ver- mahlene Gut eine möglichst gleichförmige Korn grösse aufweisen.
Die Möglichkeit einer Abänderung der Korngrösse des abgeschwemmten Gutes und die gleichzeitige Gleichförmigkeit der Korngrösse dieses Gutes sind insbesondere dann wichtig, wenn das in grösseren Stücken in die Vorrichtung eingeführte, Mahlgut in einem einzigen Arbeitsgang bei konti nuierlichem Betrieb zu einer bestimmten, meistens unterhalb von<B>0,3</B> mm liegenden Feinheit verarbei tet und das fertig vermahlene, abgeschwemmte Gut direkt als Trübe in Flotationsanlagen oder derglei chen verwendet werden soll.
In diesem Fall muss nämlich die Korngrösse des abgeschwemmten, ver- mahlenen Gutes innerhalb bestimmter Grenzen der verarbeiteten Gesteinsart bzw. der anschliessenden Flotationsanlage angepasst werden. Ausserdem müs sen die abgeschwemmten Teilchen alle eine möglichst gleiche Grösse aufweisen.
Die Erfindung besteht darin, dass die überlauf- kante des Stauschiebers höher liegt als der Mahl raum, wobei in dem durch eine Zwischenwand gebil deten Wasserauslaufschacht, der sich vor dem Stau schieber bildet, Mittel zum Abändern des Durch- flussquerschnittes dieses Schachtes vorgesehen sind.
Bei dieser Anordnung strömt das vom Mahlraum abfliessende Wasser zunächst von unten nach oben in den Auslaufschacht vor dem Stauschieber, wobei es das im Mahlraum fein zermahlene Gut mitreisst und entgegen der Schwere aufwärts befördert. Die Korngrösse der über die überlaufkante des Stauschie bers beförderten Teilchen hängt einerseits von der Geschwindigkeit und mithin von der Schleppkraft des aufwärtsströmenden Wassers und anderseits von dem Schleppweg, das heisst von der Höhe der Wasser säule, ab.
Es ist also möglich, die Korngrösse durch Abänderung des Durchflussquerschnittes des Wasser- auslaufschachtes, das heisst der Geschwindigkeit des aufwärtsströmenden Wassers einerseits und durch an sich bekannte Höhenverstellung des Stauschiebers an- derse,its abzuändern. Bei passender Abstimmung dieser zwei Grössen erweist sich die eingestellte Korn grösse auch genügend gleichförmig.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. <B>1</B> und 2 eine nach der Erfindung ausgebildete Vorrichtung, im Quer- und Längsschnitt, Fig. <B>3</B> und 4 eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung, im Quer- und Längsschnitt.
Eig. <B>5, 6</B> und<B>7,</B> einige in den Vorrichtungen nach Fig. <B>1</B> bis 4 verwendbare Drehkörper für die Zer kleinerungswerkzeuge im Querschnitt.
Die in Fig. <B>1</B> und 2 dargestellte Vorrichtung be steht aus einem trommelförnügen Gehäuse M, das auf einem Ständer B befestigt und aus zwei unter einander durch ein Gelenk 12 verbundenen Gehäuse schalen<B>11, 111</B> zusammengesetzt ist. An dem Ge häuse M ist ein Aufgabetrichter <B>13</B> befestigt, der in eine obere öffnung des Gehäuses einmündet.
Die Mantelflächen der zwei Gehäuseschalen<B>11,</B> <B>111</B> sind innen mit radialen, hochkant gestellten Eisenplatten<B>23</B> ausgepanzert, die das Gehäuse M vor Abnutzung schützen. Diese Panzerplatten sind in Umfangsrichtung mit Hilfe von nicht dargestell ten Distanzhaltem untereinander im Abstand ange ordnet, so dass sie eine unebene, im Querschnitt gezähnte Gehäusewand bilden.
Ausserdem stehen die Panzerplatten<B>23</B> in einem gewissen radialen Abstand vom Gehäusemantel, so dass zwischen dem Panzer- plattenkranz und dem Gehäuse M ein Hohlraum 24 gebildet wird, der durch die offenen Kanäle zwischen den Panzerplatten<B>23</B> mit dem mittleren Gehäuseraum in Verbindung steht. In dem Gehäuse M ist ein umlaufender, hohler und kopfseitig offener Drehkörper 14 angeordnet, der mit rackalen Löchern ,versehen ist und durch innere längsgerichtete Distanz rippen<B>16</B> an einer koaxialen Welle<B>15</B> befestigt ist.
An äusseren vorspringenden Laschen des Drehkör pers 14 sind Hämmer<B>18</B> angelenkt, die vorzugs weise in zwei oder mehreren untereinander ver setzten Kränzen angeordnet sind. Der zylindrische Drehkörper 14 ist zweckmässig aus mehreren auswechselbaren Ringabschnitten<B>1</B> bis<B>5</B> zusam mengesetzt, die drehfest auf die mit der Welle <B>15</B> zusammenhängenden Längsrippen<B>16</B> aufgescho ben sind und von denen einige<B>(1, 3, 5)</B> einfach gelocht sind, während die anderen (2, 4) die Häm mer<B>18</B> tragen.
Auf jeder Kopfabschlusswand des GehäusesM ist aussen ein wasserdichter Kasten<B>25</B> befestigt, in den das entsprechende offene Kopfende des Drehkörpers 14 ausmündet. Die Welle<B>15</B> des Drehkörpers ist mittels Stopfbüchsen<B>32</B> dicht durch die Kopfwände dieser seitlichen Kästen<B>25</B> durchgeführt und läuft in äusseren Kugellagern<B>35.</B> Die mit den Dichtungen der Stopfbüchsen<B>32</B> in Berührung stehenden<B>Ab-</B> schnitte der Welle<B>15</B> sind mit Schutzhülsen<B>30</B> versehen. Ausserdem ist die Welle<B>15</B> des Drehkör pers auf beiden Seiten des Gehäuses M mit Schwung rädern<B>6</B> versehen. Der Antrieb der Welle<B>15</B> erfolgt durch einen nicht dargestellten Motor, z.
B. über eine Riemenscheibe<B>7.</B> Die seitlichen Kästen<B>25</B> am Gehäuse M sind vorzugsweise mit zwei durch Ven tile oder dergleichen abschliessbaren FÄnlaufstutzen <B>31</B> versehen.
Der Aufgabetrichter <B>13</B> ist durch eine innere vertikale Trennwand<B>36</B> in zwei nebeneinanderlie- gende Abschnitte unterteilt, von denen der eine mit der oberen öffnung des Gehäuses M zusammen fällt, während der andere seinerseits durch einen höhenverstellbaren Stauschieber<B>28, 128</B> in zwei nebeneinanderliegende Schächte<B>26, 126</B> unterteilt und auf die Drehrichtung des Dachkörpers 14 be zogen, seitlich nach hinten gegenüber der oberen Gehäuseöffnung verschoben ist.
Der eine Schacht<B>26</B> dieses seitlichen Trichterabschnittes steht durch eine untere öffnung in der Trennwand<B>36</B> mit dem ande ren Trichterabschnitt und infolgedessen mit dem Gehäuse M in Verbindung, während der andere Schacht<B>126</B> mit einem Auslaufstutzen<B>29</B> versehen ist. In dem Schacht<B>26</B> ist eine Drosselklappe<B>27</B> angeordnet. Der obere verschiebbare Teil<B>128</B> des Stauschiebers kann durch eine Flügelmutter<B>328</B> und eine Schraubenspindel<B>228</B> auf und ab bewegt wer den.
Im Betrieb wird durch die seitlichen Einlauf- stutzen <B>31</B> des Gehäuses M Wasser eingelassen, das durch die offenen Kopfseiten des zylindrischen, schnell umlaufenden Drehkörpers 14 angesaugt und durch die Mantellöcher der Drehkörperabschnitte <B>1,</B> <B>3, 5</B> in das Gehäuse M geschleudert wird. In dem Trichter<B>13</B> stellt sich ein Wasserspiegel ein, der durch die Höhenlage des Stauschiebers<B>28, 128</B> be stimmt ist. Das im eigentlichen Gehäuse M enthal tene Wasser wird durch den Drehkörper 14 in Um laufbewegung mitgerissen.
Das in grösseren und un regelmässigen Stücken gelieferte Mahlgut wird in den Hauptabschnitt des Aufgabetrichters <B>13</B> einge füllt und fällt in das Gehäuse M, wo es durch die umlaufenden Hämmer<B>16</B> des Drehkörpers zerschla gen und gleichzeitig durch die umlaufende Wasser walze mit grosser Geschwindigkeit in Umlaufbewe gung mitgerissen wird, wobei es infolge der Zentri fugalkraft gegen die innere, rauhe und durch die Panzerplatten<B>23</B> gebildete Wand des Gehäuses M anfliegt. Durch die Schlagwirkung des schnell um laufenden Drehkörpers 14 in Verbindung mit dem Abrieb der umlaufenden Mahlgutstücke unterein ander und gegen die feste Gehäusewandung wird das Mahlgut in kurzer Zeit zerkleinert, wobei die genügend fein, z.
B. in Pulverform, verarbeiteten Teilchen durch das in dem Schacht<B>26</B> aufwärts strö mende und über den Stauschieber<B>28, 128</B> fliessende Wasser nach oben mitgerissen und durch den Schacht <B>126</B> und den Auslauf<B>29</B> kontinuierlich abge schwemmt werden. Der Feinheitsgrad dieser in wäss- riger Aufschwemmung (Trübe) auslaufenden Mahl- gutteilchen wird durch die Geschwindigkeit und die Höhe der im Auslaufschacht<B>26</B> aufwärts strömen den Wassersäule bestimmt und kann mit Hilfe der Drosselklappe<B>27</B> bzw. des höhenverstellbaren Stau schiebers<B>28,
128</B> kontinuierlich mit grosser Genauig keit und innerhalb ziemlich weiter Grenzen geregelt werden. Die anfallende Trübe kann direkt in Flota- tionsanlagen benutzt werden bzw. die darin aufge schwemmten Teilchen können durch Filter oder der gleichen gewonnen werden. Es ist möglich, für das Einfüllen des Rohgutes und das Abführen der Trübe mit demfeinzerkleiner- ten Mahlgut zwei verschiedene getrennte Trichter bzw. Schächte vorzusehen, von denen mindestens einer auch kopfseitig und im wesentlichen axial in das Gehäuse M einmünden kann. Es ist ausserdem möglich, das Wasser nicht durch den Drehkörper 14, sondern z.
B. durch den Einfülltrichter des Rohgutes bzw. durch einen beliebigen anderen Einlauf in das Gehäuse M kontinuierlich einzuführen.
Die in Fig. <B>3</B> und 4 dargestellte Vorrichtung ent spricht im wesentlichen der vorstehend beschriebenen Ausführungsform, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Die Achse des Ge häuses M ist in diesem Fall gegenüber der Achse des Drebkörpers 14 versetzt, wodurch zwischen Gehäuse M und Drehkörper 14 ein sich in der Umlaufrich tung des Drehkörpers stetig yerengender Raum ge bildet wird.
Das Gehäuse M ist sowohl an seinem Mantelteil 211 als auch an seinen Kopfteilen mit inneren, auswechselbaren und untereinander abste henden Panzerplatten<B>23</B> bzw. <B>123</B> versehen, die in dem dargestellten Beispiel gegen die Gehäusewan dung anliegen, jedoch davon<B>-</B> ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. <B>1</B> und 2 auch in Abstand angeordnet sein können.
Der mit radialen Löchern versehene Drehkör per 14 besteht aus einem oder mehreren konzen trischen, hohlen Zylindern, die untereinander und an einer mit Längsrippen<B>115</B> versehenen Welle<B>15</B> durch Schrauben befestigt sind. Ausserdem weist der Drehkörper 14 kopfseitig vorspringende, ringförmige Rippen auf, die in entsprechende kreisförmige Nuten zweier am Gehäuse M befestigten und auch zum Festhalten der seitlichen Panzerplatten<B>123</B> dienenden Büchsen 114 eingreifen und dadurch eine Labyrinth- dichtung bilden.
Der Drehkörper 14 kann, wie im Ausführungs beispiel nach Fig. <B>1</B> und 2, mit angelenkten Hammer schlägen<B>118</B> versehen werden, die in entsprechenden Ausnehmungen des Drehkörpers angeordnet sind und bei Auslenkung in diese Ausnehmungen inner halb des Drehkörperumfanges zu liegen kommen. Selbstverständlich kann der Drehkörper 14 sowohl in diesem Fall als auch bei der Ausführungsform nach Fig. <B>1</B> und 2 mit verschieden ausgebildeten Schlägem, z.
B. mit festen Schlagleisten<B>218</B> ver sehen werden (siehe linker unterer Teil der Fig. <B>3</B> und oberer Teil der Fig. 4), Ausserdem kann der Drehkörper 14 exzentrische Brechscheiben<B>19</B> (Fig. <B>5),</B> Zähne 20 (Fig. <B>6)</B> oder auf Zapfen frei drehbare und in radialer Richtung be wegliche Schlagringe 22 (Fig. <B>7)</B> aufweisen, wobei alle diese Brech- bzw. Schlagwerkzeuge als Ersatz der Hämmer<B>18</B> bzw. in Verbindung damit auf den auswechselbaren Abschnitten 2, 4 des Drehkörpers nach Fig. 2 angeordnet werden können.
Es ist nicht ausgeschlossen, auch aussenseitig vollkommen glatte bzw. mit niedrigen und nur für die Mitnahme des Wassers in Unilaufbewegung, das heisst für die Bildung der Wasserwalze bestimmten Rippen oder dergleichen versehene Drehkörper 14 zu verwenden.
Zur Regelung der Geschwindigkeit des im Trich- terabschnitt <B>26</B> aufwärts strömenden und die zer kleinerten Teilchen mitreissenden Wassers ist auch bei der Ausführungsform nach Fig. <B>3</B> und 4 in dem Trichterabschnitt <B>26</B> eine Drosselklappe<B>27</B> ange ordnet.