CH370778A - Verfahren zur Herstellung von 11a-Hydroxysteroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11a-Hydroxysteroiden

Info

Publication number
CH370778A
CH370778A CH6947059A CH6947059A CH370778A CH 370778 A CH370778 A CH 370778A CH 6947059 A CH6947059 A CH 6947059A CH 6947059 A CH6947059 A CH 6947059A CH 370778 A CH370778 A CH 370778A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fusarium
steroids
saccardo
wollenweber
fungi
Prior art date
Application number
CH6947059A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz-Juergen Dr Mannhardt
Harald Dr Metz
Original Assignee
Merck Ag E
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck Ag E filed Critical Merck Ag E
Publication of CH370778A publication Critical patent/CH370778A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids
    • C12P33/06Hydroxylating
    • C12P33/08Hydroxylating at 11 position
    • C12P33/10Hydroxylating at 11 position at 11 alpha-position

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von 1I     a-Hydroxysteroiden       Die mikrobiologische Einführung einer     11a-Hy-          droxylgruppe    in     Steroidhormone    ist schon längere  Zeit bekannt. Bisher wurden hierfür Pilze der Gat  tungen     Aspergiflus,        Penicilliüm,        Rhizopus,        Mucor,          Pestalotia,        Neurospora    und     Heliocostylum    verwendet.  (S. H.     Eppstein,    P. D. Meister, H. C.     Murray,    D. H.

         Peterson,        Vitamines        and        Hormones,    Band 14, Seite  359 [1956].)  Es wurde nun gefunden., dass     Pilze    der Gattung       Fusarium,    und zwar der Sektionen     Discolor,        Gibbo-          sum    und     Elegans-Oxysporum,    mit besonderem Vor  teil zur     Einführung    ein-er 11     a-Hydroxylgruppie    ge  eignet sind.

   Pilze der Gattung     Fusarilum        sind    bisher  nur wenig für Reaktionen mit     Steroiden        benutzt    wor  den. So     isst    bekannt, dass     Fusarium        solani    in     Steroide     eine     1,2-Doppelbindung        einzuführen    vermag (E.     Vi-          scher,    C.     Meystre,    A. Wettstein,     Helvetica        Chimita     Acta,     13d.    38, S. 835 [1955]).

   Ausserdem ist die     Hy-          droxylierung    einiger     Steroide    in     15a-Stellung    durch       Fusarium        lini    beschrieben (A.     Gu@bler,        Ch.        Tamm,          Helvetica        Chimica    Acta, Band 41, Seite 301  [l958]).

   Diese für chemische Reaktionen an Steroi  den bisher verwendeten     Pilze    gehören jedoch nicht       den        obengenannten    drei     Fusarium-Sektionen        an.     (Für die Nomenklatur wurde die von H. W. Wollen  weber und O.

   A.     Reinking    in ihrem Buch  Die     Fu-          sarien,    ihre Beschreibung,     Schadwirkung    und Be  kämpfung , Verlag Paul     Parey,    Berlin:

   1935, ver  wendete Systematik der Gattung     Fusarium        benutzt.)     Die 11     a-hydroxylierend'en    Organismen der drei       obengenannten        Fusarium-Sektionen        besitzen    gegen  über den bisher     bekannten        11-hydroxyl'ierenden    Or  ganismen     wesentliche        Vorteile.    Zunächst verläuft die  11     a-Hydroxylierung    bei Verwendung der     Pilze    nach    der Erfindung mit besonders grosser     Geschwindigkeit.     Während die     bisher    

  bekannten Stämme .meist meh  rere Tage für die Umsetzung benötigen, ist bei     ,den          Pilzen    nach der Erfindung     bereits    nach     höchstens    24  bis 25     Stunden        Bebrütung    kein Ausgangsmaterial  mehr nachweisbar.

   In     einzelnen    Fällen     gelingt    die Re  aktion bereits innerhalb von 7     Stunden.    Ausserdem       verläuft    die     Umsetzung    bei den     Stämmen-    der drei       Fusarium-Sektionen.    fast völlig in     einheitlicher    Rich  tung; die     Verluste        durch    Nebenreaktionen     sind    sehr  gering, so     d!ass        eine    gute Ausbeute erzielt wird.

   Diese  Tatsache ist bei     Hydroxylierun    gen     mit        Pilzen.    ausser  ordentlich     selten.    Die bisher bekannten     11-Hydroxy-          lierung        bewirkenden    Mikroorganismen     vermochten          ferner        1-Dehydro-steroide,    wie z. B.     1-Dehydro-          Reichstei!ns-Substanz-S    oder 1,6 -bis -     Dehydro    -     ste-          rold!e,    wie z.

   B.     1,6-bis-De!hydro-Reichsteihs-Sub-          stanz-S,    gar     nicht    oder nur spurenweise in ;die ent  sprechenden     11-hydroxylierten    Steroide     zu        überfüh-          ren.    Im     Gegensatz    hierzu gelingt es mit     einer        ganzen     Reihe der gefundenen     Fusarienistämme,    die     unter    die  obigen drei Sektionen     fallen,    auch     1-Dehydro-    und       1,6-bis-D,

  ihydro-steroide        in    glatter     und,        schneller    Re  aktion in die entsprechenden     11a-hydroxyl'ierien    De  rivate umzuwandeln. Die .neue Methode     bietet    gegen  über allen bisher     bekannten        Methoden    zur     Einfüh-          rung    einer     11-Hydroxylgruppe    somit wesentliche Vor  teile.

   Auf     rein        chemischem    Wege. ist es bisher nur  durch     Anwendung        viehstufiger    Reaktionsfolgen mög  lich gewesen, in     11-Stellung    eine     Hydroxyl'gruppe          einzuführen.     



       Gegenstand    der     vorliegenden    Erfindung ist dem  entsprechend ein Verfahren zur     Herstefi@un.g    von     11a-          Hydroxy-steroiden    der allgemeinen Formel I    
EMI0002.0001     
    die     in    1-     undloder        6-Stellung    ungesättigt     seih        können     und worin R = H oder     Acetyl    ist,     welches    darin  besteht,

   dass     man.        Verbindungen    der     allgemeinen    For  mel     II     
EMI0002.0013     
    die in 1-     und/oder        6-S.tehung        ungesättigt    sein     könr          nen    und worin R die oben angegebene     Richtung        be-          sitzt,    mit     Fusarium    Arten aus den Sektionen     Discolor          und;

  'od'er        Gibbosum        und,\oder        Elegans-Oxysporum     oder mit den aus diesen     Pilzen        erhältlichen        oxydne-          renden        Enzymen        behandelt    und die so     hergestellten          lla-Hydroxy-steroide    aus dem     Reaktionsgemisch,     vorzugsweisse durch Extraktion, isoliert.

       Erhaltene     Steroide     können    in     bekannter        Weise    in die entspre  chenden 21     Acetate,        übergeführt    werden.

   Da eine       Einordnung    der     Fusarienstämme,    die über die Sek  tionen     hinausgeht,        langwierig    und mit gewissen Un  sicherheiten behaftet     isst,    sind die einzelnen Stämme       nach    der     Erfindung    mit der     internen        Numerierung     der Pilzsammlung der Firma E.     Merck    AG., Darm  stadt, bezeichnet worden, die auch bei der     exakten     Versuchsbeschreibung verwendet     worden    ist.  



  Im einzelnen gelingt die     Einführung    einer     lla-          Hydroxylgruppe    in     Steroide    der obigen     allgemeinen     Formel 11 zum Beispiel     mit    den     folgenden        Pilzen,        dier          Gattung        Fusarium:          Fusarium,        Sectio        Discolor:          Fusarium        culmorum    (W.

   G.     Sm.)        Saccardo     (2092),       Fusarium        sambucinum        Fuckel    (2077),       Fusarium        sambucinumFuckel    (2102),       Fusarium        reticulatum        Montagne    (2091),       Fusarium        reticulatum        Möntagne    f.

   1     Wollen-          weber    (2095),       Fusarium        heterosporum        Nees    (2093),       Fusarium        sp.    (2070),       Fusarium        sp.    (2074).

           Fusarium,        Sectio        Gibbo@sum:          Fusarium        equiseti        Saccard'o        var.        bulilatum          (Sherbakoff)        Wollenweber    (2083),       Fusarium        equiseti        Saccardo        var.        bullatum          (Sherbakoff)        Wollenweber    (2090).

         Fusarium,        Seatio        Elegans-Oxysporum:          Fusarium        oxysporum        Schlechitendhhi'    (2086),       Fusarium        redblens        Wollenweber    (2087),       Fusarium        redolens        Wollenweber    (2094),       Fusarium        'bulbi@genum        Cke.        eit    Mass.

   (2096),       Fusarium        sp.    (2089),       Fusarium        sp.    (2088).  



  Die     Stämme        körnen    zum Beispiel in einer Nähr  lösung aus     Malzextrakt        und    Popton (2      /a    Malzextrakt,  0,2     1/o    Popton aus     Casein)    gezüchtet werden. Geeig  net ist auch     eine        Nährlösung,    die     Glucose,    Sojamehl;  Hefeextrakt,     Priam.        Kaliumphosphat        und        Natriumchlo-          rid    enthält.  



  Die     Umsetzung    wird bei ausreichender     Belüftung     (im     allgemeinen    etwa 600 Liter Luft pro Stunde     für     einen Ansatz     in        cinlem        Kl'cinfermenter    mit einem  Volumen von etwa 13 Liter) durchgeführt. Die Re  aktionszeiten liegen zwischen 7 und 25 Stunden.  



  Die erhaltenen     lla-Hydroxy-steroide        können     durch     Behandlung    mit einem geeigneten: Oxydations  mittel in die     entsprcchenden        11-Keto-steroide    über  führt werden,     gegebenenfalls        nach        Schultz        (Acetyl'ie-          runig)    der     21-Hydroxyfgruppe.    Besonders     geeignet     für diese     Oxydation    ist     Chromsäureanhydrid    bzw.

         eine    Mischung von     Chromsäureanhyd'ridi    mit einer       tert.        organischen    Base (z. B.     Pyridin,        Lutidin)    oder  mit     EisessigiWasser.     



  Die     Veresterung    zum     21-Acetat    wird     zweckmässig     durch Umsetzung mit     Aceitylchlorid    oder Essigsäure  anhydrid in Gegenwart einer     tert.        organischen    Base,  wie z.

   B.     Pyridin,        durchgeführt.    Vorzugsweise wer  den entweder     molare    Mengen an     Essigsäureanhydrid     und     11a-Hydrosteroid    verwendet, oder man     1'ässt    auf  ein     Gemisch,        molarer    Mengen des     Steroids    und der       tert.        organischen    Base, z. B.     Pyridin,    einem     über-          schul3        @an        Acetylchlorid    einwirken.  



  In die so hergestellten     lla-Hydroxy-    oder     11-          Keto-steroid'e        kann    man     durch    Behandlung mit     che-          mischen    oder mikrobiologischen     Dehyd'rieruingsmit-          roelü.        gk.ichzeitig    oder     nacheinander    in 1- und! oder       6-Stellung        Doppelbindungen    einführen.  



  So gelingt es,     durch    Behandlung mit     Chl'orani.l          oder    durch     Bromierung    (z. B.     N-Bromsuccinimid)          und    folgende     Einwirkung    eines.     HBr-abspal!teniden     Mittels (z. B.     Pyridin),    eine     6-Doppelbindung    einzu  führen.  



  In die nach der     Erfindung        hergestellten    11 a  Hyd:roxysteroide, die gegebenenfalls     in,        6-Stellung     noch eine Doppelbindung     besitzen    können, kann mit       Selendioxyd        oder    durch     aufeinanderfolgende    Behand  lung mit     elementarem    Brom und einem Halogenwas  serstoff abspaltenden Mittel oder durch     Behand-          lung    mit     einem    geeigneten     Mikroorganismus,    z. B.

             Corynebacterium        simplex    oder     Bacillus        sphaericus,     eine     1-Doppelbindung    eingeführt werden.  



  Die 1- und     6-Doppelbindungen    können gleich  zeitig in die 11     a-Hydroxysteroide,    gegebenenfalls  nach     Oxydation,    zu den entsprechenden     11-Keto-          steroiden        eingeführt    werden, indem man durch Be  handlung mit     Ortho-ameisensäureester    zunächst     dien          3-Enoläther        herstellt    und die so erhaltene Verbin  dung mit     Ch#lorarnil        behandelt.    Dabei erhält man in  glatter Reaktion das     entsprechende        1,4,

  6-Pregnatrien.     



  Das Verfahren nach der Erfindung bietet somit  die Möglichkeit, in glatter Reaktion und guten Aus  beuten eine     Sauerstoff-Funktion        in        lla-Stellung    ein  zuführen, ohne dass dabei störende     Nebenprodukte     durch     komplizierte        Aufreinigu.ngsmethoden        entfernt     werden müssen.  



  Insbesondere ist es nach der Erfindung mög  lich, in zwei     Stufen        Reichsteins-Substanz-S    in     Corti-          son    und in drei Stufen in     Prednison    zu überführen.    <I>Beispiele</I>  1.

   Zu einer     Schüttelkultur    des     Sbammes    2083       (Fusarium        equiseti        Saccardo        var.        bullatum        [Sherba-          koff]        Wöllenweber),    die mit 200     cm3    einer Nähr  lösung aus     Malzextrakt    und     Pe.pton        (2"/0,        Malzextrakt,     0,2      /o        Pepton    aus Casein)

   in einem     1000-cms-Erlen-          meyerkolben        angesetzt    wurde, werden     nach        24stün-          d'igem    Wachstum 100 mg     Reichsteins-Substanz-S    in  4     cm3    Methanol zugegeben. Nach weiteren 24 Stun  den     Bebrütung    bei 280 C wird die     Kulturlösung    mit  Chloroform ausgeschüttelt, der     Chloroformextrakt    ge  trocknet und zum. Rückstand eingedampft.

   Die     Pa-          pierchromatographie        (Lösungsmittelsysteme        Bi    und  B4 nach 1. E. Bush,     Biochemical        Journal,    Band 50,  Seite 370 [1952]) zeigt, dass als     alleiniges        Steroid        11-          epi-Hydrocortison    als Reaktionsprodukt vorliegt.  (Durch Vergleich mit     authentischem        11-e@pi-Hyd!ro-          cortison    bewiesen.)  2.

   Ein     Kleinfermenter    von l31 Inhalt     mit    101       Nährlösung        (Zusammensetzung    wie im Beispiel 1)  wird mit 750     cm3    einer Schüttelkur des Stammes  2083     (Fusarium        cquise@ti        Saccardo        var.        bullatum          [Sherbakoff]        Wollenweber)    beimpft und nach 24  Stunden     Anwachszeit    unter kräftigem Rühren und  Belüften (6001 Luft     Std.)

      eine Lösung von 5 g Reich  steins-Substanz-S in 200     cm3    Methanol     zugesetzt.    Die  weitere     Bebrütung    wird 25 Stunden lang     fortgesetzt.     In diesem. Zeitraum wird der Reaktionsverlauf stän  dig     papierehromatograph.isch    verfolgt. Die     Kultur-          lösung    wird mit Chloroform mehrfach ausgeschüttelt,  der     Chloroformextrakt    getrocknet und auf     ein    Volu  men von 80     cm3    eingeengt.

   Nach Abkühlen kristalli  sieren 3,2 g eines     schwach    gelb gefärbten     kohpro-          duktes    aus, das sich nach einmaligem     Umkristallisie-          ren    aus Aceton als völlig reines     11-e;pi#-Hydrocortison     erweist.     Fp.    210-130,     (11)P    = +     117         (Äthanol).     



  311) Zu: einer Schüttelkultur des     Stammes    2083       (Fusarium        equiseti        Saccardo        var.        bu#llatum        [Sherba-          koff]        Woll'enweber)    in 200     em3    einer     Nährlösung,    ent-         haltend        211/o        Glucose,        0,51/o    Sojamehl,     0,5111e,        Hefe-          extrakt,    0,

  5 01o     prim.        Kaliumphosphat    und 0,5 01o Na  triumchlorid     (1r.        Hanson    und Mitarbeiter, Journal of       the        American        Chemical        Society,    Band 75, Seite 5369  [1953]), werden nach     24stündigem        Wachstum    100 mg       1-Dehydro-Reichsteins-Substanz-S,        gedöst    in 4     cm3          Methanol,

          zugegeben.        Nach    weiteren 24     Stunden        wird          idie    Kulturlösung wie in     Beispiel    1     beschrieben    auf  gearbeitet.

   Die     Papierchromatographie        zeigt    einen  etwa     80o/oigen    Umsatz zu     einer    neuen     Substanz,    die  auf     Grund    ihres     papierchromatographischen    Verhal  tens als     11-epi-Predhsolon        identifiziert    werden     kann.     



  3b)     Ein        Kl'einfermenter    von 131     Inhalt,        gefüllt          mit    101 einer Nährlösung nach Fr.     Hansen    und     Mit-          arbeitern        (Zusammensetzung    siehe Beispiel 311)

   wird       mit    750     cm3        einer        Schüttelkultur    des     Stammes    2082       (Fusarium        equiseti        Saccardo        var.        bullatum        [Sherba-          koff]        Wollenweber)        beimpft    und nach. 24     Stundien          Anwachszeit        unter    kräftigem Rühren und     Belüften     (6001     Luft;

  S@td.)    eine     Lösung    von 5 g     1-Dehyd@ro-          Reichsteins-Substanz-S    in 200     cm3    Methanol     mge-          setzt.    Unter ständiger     papierchromatographischer          Kontrolle    wird     wertere    28     Stunden        be:brii:

  tet.    Die Kul  turlösung wird mehrfach mit     Chloroform        extrahiert,     der     Chloroformextrakt    getrocknet und auf     ein    klei  nes Volumen     eingeengt.    Beim     Abkühlen    kristallisiert  rohes     11-epi-Pr.3dnisolon    aus, das durch     Um@kristalfi-          sieren    aus     Aceton,    rein     erhalten    wird.     Fp.:    206-208 ,       (11)n    =     -I-76     C     (Dioxan).     



  Das so erhaltene     11-epi-Pre,dinisolon    kann nach  an sich bekannten Methoden über das     21-Monoacetat     in     Pred'nison    oder     Prednisolon        übergeführt    werden.  



  4. Zu einer wie     in        Beispiel    3     vorbehandelten          Schüttelkultur    des     Stammes    2083     (Fusarium        equiseti          Saccardo        var.        bullatum        [Sherbakoff]        Wollenweber)     werden 100 mg     1,4,6-Pregnatrien-17a,21-diol-3,20-          d'ion,    gelöst in 4     em.3        Methanol,    zugefügt.

   Nach     24-          stündiger   RTI ID="0003.0233" WI="13" HE="4" LX="1218" LY="1746">  Laufzeit    wird wie im Beispiel 3 aufgearbei  tet. Die     papierchromato@graphische    Prüfung zeigt  einen fast quantitativen Umsatz zu einem Produkt,  das auf Grund .seines     chromatographischen,        Verhal-          tens    als     6-Dehydro-11-epi'-predaiisolon        identifiziert     werden kann.  



  5. Wie in Beispiel 1 wird ein     Ansatz    mit     Stamm     2070     (Fusarium,        Sectio        Discol!or)    durchgeführt. Die       Papierchromatographie        zeigt    die alleinige Entstehung  von     11-epi-Hyd'rocortison,    das sich nach 24 Stunden  quantitativ gebildet hat.  



  6. Wie in Beispiel 1 wind ein Ansatz mit     Stamm     2074     (Fusarium,        Sectio        Discolor)        durchgeführt.    Nach  24 Stunden     hat    sich nahezu quantitativ     11-epi-Hy-          drocortison        gebildet.     



  7. Wie im Beispiel 1     angegeben,        werden    100 mg       Reichsteins-Substanz-S        mit        Fusariüm        redolens        Wol-          lenweber    (2087)     behandelt.    Nach etwa 24 Stunden  hat sich nahezu quantitativ     11-epi-Hydrocortison    ge  bildet.  



  B. Wie     in    Beispiel 1 wird ein Ansatz mit Stamm       Fusarium        cullmorum        Saccardo    (2095) durchgeführt.           In    guter Ausbeute     erhält    man     11-epi-Hydrocortison     nach     24stündiger    Versuchsdauer (ohne Wachstums  zeit der     Kultur).     



  9. Wie     in    Beispiel 1     wird!    eine     Schüttelkultur    des  Stammes 2082     (Fusarium        equiseti        Saccardo        var.        bul-          latum        [Sherbakoff]        Wol'lenweber)

      bereitet und nach  24stündigem Wachstum eine Lösung von 100 mg     6-          Dehydro-Reichsteins-Substanz-S        in    4     cm3    Methanol       zugegeben.    Nach weiteren 24 Stunden zeigte das     Pa-          pierchromatogramm    die     vollständige    Umwandlung zu       6-Dehyd'ro-11-epi-Hydrocortison.     



  10. Wie in Beispiel 1 wird ein Ansatz mit     Stamm     2083     (Fusarium        :equiseti        Saccardo        var.        bullatum          [Sherbakoff]        Wollenweber)    durchgeführt. Aus 100 mg       Reichsteims-Su!bstanz-S-21-acetat    erhält man nach 48  stündiger     Bebrütung    in: guter Ausbeute     11-epi-Hy-          drocortiso:n.     



  Erhaltene     Steroide    können     folgendermassen    ver  estert werden:  1 g     11-epi-Prednisolon    werden     in.    5 m1     Pyridin     gelöst, 0,

  29 g     Essigsäureanhydrid    zugegeben und die  Lösung etwa 20 Stunden bei     Zimmertemperatur        ste-          hen!gelassen.    Das Gemisch wird in Wasser     eingagos-          sen    und     mit    Chloroform dreimal     ausgeschüttelt.    Die       Chloroformlösuüg    wird mit     verdünnter    Schwefelsäure       geschüttelt    und mit     Natriumhydra@gencarbonatlösung     und Wasser neutral gewaschen.,

   getrocknet und im  Vakuum     eingedampft.    Man     erhält    das     21-Acetat    des       11-epi-Prednisol'ons    als nicht     kristallisierbare    Sub  stanz von     .glasigamorpher    Beschaffenheit. Ausbeute  0,97 g.  



  Der Nachweis, dass es sich um die     gewünschte     Substanz handelt,     erfolgt    durch     Oxydlation    mit     einem          Chromsäure-Pyridin-Gemisch        in    an sich bekannter  Weise. Es entsteht dann     Prednisonacetrat    in     701/oiger     Ausbeute, das durch Vergleich mit authentischem  Material einwandfrei     identifiziert    wurde.  



  1 g     6-Dehydro-11-e:pi-cortisoI    wird in 250     ml        Di-          oxan    gelöst, 0,23     ml        Pyridin    sowie 0,30 ml (etwa  50     o/m    Überschuss)     AcetylchJoriid    zugefügt     und    über  Nacht bei     Zimmertemperatur        stehengeiassen.    Die  Hauptmenge     Lösungsmittel    wird     ii-n    Vakuum     abb,,

  zo-          gen    und     d!er        Rückstand    in     Chloroform        aufgenommen.     Die     Chloroformlösung    wird mit     verdünnter    Schwe  felsäure geschüttelt und     anschliessend    mit     Natrium-          hydrogencarbonatlösung    und Wasser neutral gewa  schen.. Nach dem Trocknen der Lösung wird im Va  kuum abgedampft, wobei das     21-Acetat    als     nicht-          kristalIisi'erbarer    Rückstand     erhalten    wird. Ausbeute  0,91 g.

   Es     lässt    sich auch hier wie in Beispiel 1     durch     Oxydation mit     Pyridin-Chromsäure    zum bekannten       6-Dehydrocortisonacetat    der Nachweis führen,     d!ass     im amorphen     Acetylierungsprodukt    das gewünschte       6-Dehyd'ro-11-epi-cortisol-21-acetat        vorliegt.     



       6-Dehydro-11-epi-predhisolon    wird in 21 -Stellung       analog    Beispiel 1     acetyliert.    Auch dieses Acetat wird  nicht     kristallin    erhalten. Es wird nachgewiesen durch  Oxydation     zu    dem bekannten     6-Dehydro-prednison-          acetat.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von lla-Hydroxy-ste- roiden der allgemeinen Formel 1 EMI0004.0117 die in 1- und; oder 6-Stellung ungesättigt sein können und worin R = H oder Acetyl bedeutet, dadurch ge- kennzeichnet, dlass man Verbindungen der allgemei nen Formel 11 EMI0004.0124 die in 1- und;
    ioder 6-Stellung unigesättigt sein können, mit Pilzen der Gattung Fusarium aus dien Sektionen Discobor und,od'er Gibbosum und;oder Elegans-Oxy- sporum oder mit den aus diesen Pilzen erhältlichen, oxydierenden Enzymen behandelt und die so her gestellten lla-Hydroxy-steroide aus dem Reaktions gemisch isoliert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die folgenden Pilze verwendet werden.: Fusarium, Sectio Discolor: Fusarium culmorum (W. G.
    Sm.) Saccardo (2092), Fusarium sambucinum Fuckel (2077), Fusarium sambucinum Fuckel (2102), Fusarium reticulatum Montagne (2091), Fusarium reticulatum Montagne f.
    1 Wollen- weber (2095), Fusarium heterosporum Nees (2093), Fusarium sp. (2070), Fusarium sp. (2074).
    Fusarium, Sectio Gibbosum: Fusarium equiseti Saccardo var. bullatum (Sherbakoff) Wollenweber (2083), Fusarium equiseti Saccardo var. bullatum (Sherbakoff) Wolleinweber (2090).
    Fusarium, Sectio Elegans-Oxysporum: Fusarium oxysporum Schlechtendahl (2086), Fusarium redolens Woll'enweber (2087), Fusarium redolens Wollenweber (2094), Fusarium bulbigenum Cke. et Mass.
    (2096), Fusarium sp. (2089), Fusarium sp. (2088). 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass man erhaltene Steroide in die ent- sprechendün 21 Acetate überführt.
CH6947059A 1958-03-19 1959-02-12 Verfahren zur Herstellung von 11a-Hydroxysteroiden CH370778A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM0037063 1958-03-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH370778A true CH370778A (de) 1963-07-31

Family

ID=7302729

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6947059A CH370778A (de) 1958-03-19 1959-02-12 Verfahren zur Herstellung von 11a-Hydroxysteroiden

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH370778A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1618599A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 11-ss-Hydroxysteroiden
US2855343A (en) 16alpha hydroxylation steroids
DE1154102B (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Steroidverbindungen
DE1059906B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Pregnadienen
CH370778A (de) Verfahren zur Herstellung von 11a-Hydroxysteroiden
US2950226A (en) Method of producing 11alpha-hydroxysteroids with the genus fusarium
US2863806A (en) 17alpha hydroxylation of steroids by trichoderma viride
DE962435C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Sauerstoff in Steroide
DE956952C (de) Verfahren zur Herstellung von oxydierten Steroiden
DE1027664B (de) Verfahren zur Herstellung polyoxigenierter Dehydrosteroide
DE1618582C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Ketosteroiden der Androstanreihe aus den entsprechenden Steroiden mit einer Seitenkette in 17-Stellung durch mikrobiologischen&#39; Abbau
DE1022586B (de) Verfahren zur Einfuehrung von Sauerstoff in Steroide
DE936207C (de) Verfahren zur Herstellung von oxydierten Steroiden
AT231084B (de) Verfahren zur Herstellung von in 1- und 4-Stellung ungesättigten Steroiden
DE1027667B (de) Verfahren zur Herstellung polyoxigenierter Pregnane
DE1158064B (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Steroidverbindungen
DE1593384C3 (de) Biochemisches Verfahren zur Herstellung von Aldosteron
DE1069623B (de) Verfahren zur Herstellung von 1 Ia-Hydroxy- und 11-Ketosteroiden
DE2016353A1 (en) Anti inflammatory corticosteroids
DE1125921B (de) Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen 16-Methylen-steroiden
DE1128854B (de) Verfahren zur Herstellung von 11-hydroxylierten Steroiden der Pregnanreihe
DD290216A5 (de) Verfahren zur herstellung von prednisolon
CH381679A (de) Verfahren zur Herstellung von Steroidverbindungen
CH369450A (de) Verfahren zur Herstellung von 16a-Alkyl-11a,17a-dioxy-4-pregnen-3,20-dionen
CH420139A (de) Verfahren zur Herstellung von 6,16-Dimethyl-15-dehydro-steroiden