Tisch mit höhenverstellbarer und kippbarer Tischplatte, insbesondere für Hausarbeiten und Hausgebrauch Damit die Arbeit des Wäscheplättens, die gege benenfalls mehrere Stunden dauern kann, nicht er müde, ist es erforderlich, dass die Person, die sich dieser Arbeit widmet, eine bequeme Stell'ung am dazu verwendeten Tisch einnimmt, die insbesondere ihrem Körperbau angemessen sein soll.
Da die Plätterin üblicherweise ihre Arbeit ste hend verrichtet, so bedeutet hier bequeme Stel lung in erster Linie eine richtige Höhenlage der Arbeitsebene.
Man kann ruhig die Behauptung aufstellen, dass nur ganz wenige Personen in wirklich bequemer Stellung pllätten, und zwar nur dann, wenn zufälliger weise der PYättetisch gerade die Höhe aufweist, die zum Körperbau der Plätterffi passt oder umgekehrt.
Hingegen gibt es viele Personen, die nur glau ben eine bequeme Stellung einzunehmen. Bei dieser besonderen Arbeit des Plättens muss nämlich bei der Suche nach der bequemen Stellung, das heisst bei der Einstellung der Höhenlage der Arbeiitsebene nicht nur die Höhe der Person, sondern auch die Länge ihrer Arme und ihr Körperbau in Betracht gezogen werden.
Die vorliegende Erfindung verfolgt den Zweck, diese Aufgabe zu lösen und die genannten Nachteile zu beheben. Die Erfindung betrifft einen Tisch mit kippbarer und höhenverstellbarer Tischplatte, die sich insbesondere für Hausarbeiten und Hausge brauch eignet und dadurch gekennzeichnet ist, dass die Tischplatte an einer Seite mittels einer horizon talen Achse kippbar ist, deren Enden in die Aus- nehmung <B>je</B> einer zweier in ein Traggerüst eingebau ter Reihen von Lagerrasten, in die die Achsenden <B>je</B> nach der gewünschten Tischplattenhöhenlage ein- führbar sind, eingehängt sind,
und dass sie an der entgegengesetzten Seite mit mindestens einer, vor- zugsweise teleskopartig ausziehbaren Stütze verbun den ist.
Es kann das Traggerüst, in das die Lagerrasten eingebaut sind, entweder aus einem an der Wand anbringbaren Rahmen bzw. Gerät oder aus einem auf dem Fussboden aufstellbaren bzw. befestigbaren Möbelstück bestehen.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbei spiele des erfindungsgemässen Tisches. Die beiden in ein schaftartiges Möbel<B>6</B> eingebauten Niveau leisten<B>1</B> für die einseitige Abstützung der Tisch platte<B>5</B> gemäss Fig. <B>1</B> weisen<B>je</B> eine Reihe von Lagerrasten 2 auf, deren Einführöffnung <B>3</B> schräg nach oben erweitert ist, um das Ein- und Aushängen der Enden der horizontalen Kippachse an der einen Seite der Tischplatte, mittels der die in Rasten bei den Leisten eingehängte Tischplatte kippbar ist, zu er leichtern.
Die Einhängung kann in einer beliebigen der Höhenlage 41, 42, 43, 44 usw. erfolgen, denen dann die verschiedenen Höhenlagen der Tischfläche in bezug auf den Fussboden entsprechen.
In der Ruhestellung nimmt die in den untersten Lagerrasten abgestützte Tischplatte die mit punk tierten Linien angedeutete hochgeklappte Lage<B>5'</B> ein, so dass das als ihr Traggerüst dienende Möbel<B>6</B> von der Tischplatte in gefälliger Weise abgeschlossen wird. Kippt man sie in den Lagern nach unten, so kommt sie in die punktiert gezeichnete Gebrauchs lage Y' als Tisch.
Die Niveauleisten<B>1</B> sind vorzugsweise aus Metall und werden vorteilhaft als Gussstücke her gestellt.
Die ausziehbare Stütze nach Fig. 2a-c ist an der Tischplatte<B>5,</B> an deren der Kippseite entgegen gesetzter Seite<B>7</B> bei<B>71</B> angelenkt. Die Stütze besteht aus einem hohlen metallischen Fassonstück <B>8,</B> in dem ein zweites metallisches Fassonstück <B>9</B> gleitbar gelagert ist. In den beiden Fassonstücken sind zwei Reihen von Bohrungen<B>10</B> in gleichen Abständen vorgesehen, in die eine Rastvorrichtung einrasten kann, die in Fig. 2c im Detail gezeigt ist.
Die Rast vorrichtung weist eine vorgespannte Feder auf, die einen gewissen Druck auf die beiden Stifte lO', <B>10"</B> ausübt, welche in den betreffenden Arbeitsstell'ungen in entsprechende Bohrungspaare<B>10</B> einrasten.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. <B>3</B> besteht das Traggerüst, in dem die Niveauleisten<B>1</B> eingebaut sind, aus einem an der Wand zu befestigenden Rah men<B>11.</B> Im linken Teil der Figur ist die in Ge brauchslage als Tisch herabgekippte Tischplatte in einer der möglichen Höhenlagen dargestellt. Im rech ten Teil ist die Tischplatte vollständig samt Gelenk stütze gegen die Wand in den Rahmen hochgekippt, so dass praktisch kein Raum in Anspruch genom men wird.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 besteht das Traggerüst, in das die Niveauleisten<B>1</B> eingebaut sind, aus einem gegen eine Wand gestellten Möbel 12.
Die Tischplatte ist mit einem feuerbeständigen Werkstoff überzogen oder mit gewalztem Kunststoff plattiert. Vier<B>je</B> zu zweien in die kurzen Seiten der Tischplatte eingelassene Steckdosen, von denen in der Figur die Steckdosen<B>13'</B> und lY' sichtbar sind, sind untereinander im Innern der Tischplatte el'ek- trisch parallel geschaltet.
Diese Anschlüsse gestatten, bei in die Gebrauchslage gekippter Tischplatte den Stecker des Plätteeisens in den jeweils bequemsten Anschluss zu stecken, derart, dass die Schnur die Arbeit sowenig wie möglich behindert, sowohl wenn die Plätterin an der einen als auch an der anderen Seite des Tisches steht.
Ein Korb aus kunststoffüberzogenem Stahldraht, der in der Zeichnung nicht dargestellt tist, kann unter der Tischplatte, jeweils an der der Plätterin gegen überliegenden Seite anbringbar sein, um darin die platzraubende Wäsche abzulegen, die während des Plättens von der Plätterin weggeschoben, von der Tischplatte hinuntergltitet. Der Korb kann nach Gebrauch in dem Möbel bzw. seinem unteren Schrankteil abgestellt werden, in dem auch die Plätteeisen, der Untersatz, das Ärmelplättebrett, die Plättedecke,
das Wassergefäss zum Bespritzen der zu plättenden Wäsche untergebracht werden können.
Auf ihrer Längsachse und in der Nähe ihrer kur zen Seiten besitzt die Tischplatte zwei Bohrungen 14', 14", in die der Untersatz für das Plätten ein gesteckt werden kann. Eine nicht dargestellte, bei spielsweise in einem der oberen Fächer des Möbels gelagerte ausziehbare Lampe gewährleistet eine ein wandfreie Beleuchtung der Arbeitsfläche.
Ausser zum Plätten eignet sich der Tisch mit entsprechender Höheneinstellung der Tischplatte noch für viele andere Zwecke.
Kinder sind glücklich, für ihre Spiele über einen sehr niedrigen<B>(65</B> cm hohen) Tisch zu verfügen, der ihrer Körpergrösse angepasst ist. Bei<B>70</B> cm Höhe ergibt sich ein bequemer Spieltisch für Erwachsene. Diese Höhe ist auch die geeignetste für das Arbeiten an einer tragbaren Nähmaschine, welche man sonst nie recht weiss wo aufstellen, da normale Küchen tische für diesen Zweck zu hoch sind. Wenn der mit einem Möbel als Traggerüst für die Tischplatte kom binierte Tisch hauptsächlich für diesen Verwendungs zweck bestimmt ist, so kann das Möbel die Gestalt des Möbelstückes<B>15</B> annehmen, wie es beispiels weise in Fig. <B><I>5</I></B> a-c dargestellt ist.
In Fig. 5a ist die ses Möbel in Vorderansicht mittels der aus dem Lagerrasten ausgehängten Tischplatte geschlossen, in Fig. <B>5b,</B> teilweise im Schnitt, von der Seite ge zeigt, wobei die Unterbringung der Nähmaschine<B>16</B> im Innern ersichtlich ist.
Fig. 5c zeigt den Nähtisch mit in entsprechender Höhenlage um ihre Kippachse herabgeklappter, ein seitig vom Möbel und anderseits von einer Stütze getragener Tischplatte.
Eine Tischplatte in<B>75</B> cm Höhe eignet sich am besten für bequemes Speisen. In solcher Höhe kann eine Frau von kleinem Wuchs auch bequem plätten. Diese Höhe eignet sich auch vorzüglich als Lern tisch für die Jugend. Die Tischplatte in<B>80</B> cm Höhe, die noch vor kurzem als Universalhöhe betrachtet wurde, dient für die verschiedensten Zwecke. Tisch platten in<B>85</B> bis<B>90</B> und<B>95</B> cm Höhe gestatten eben falls für die verschiedensten Zwecke ein bequemes Arbeiten in stehender Stellung.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. <B>6</B> und<B>7</B> weist das mit einer zur Tischbildung nach unten in die Gebrauchslage kippbaren Tischplatte versehene Mö bel (mit<B>51</B> ist die nur teilweise aus der vertikalen Ruhelage an der Möbelvorderseite heruntergekippte Tischplatte angedeutet) noch eine untere, als Kipp türe dieses Möbelteils dienende Platte auf, die im wesentlichen nach Art der Tischplatte angeordnet, jedoch von unten nach oben aufkippbar ist (und für die ebenfalls eine nur angehobene Lage<B>53</B> in der Zeichnung angedeutet ist).
Nachdem diese Platte in die horizontale Gebrauchslage 54 gebracht, und deren Höhenlage an der einen Seite mittels der im Möbel eingebauten Niveauleisten und an der an deren Seite mit der dazugehörigen Stütze<B>91</B> einge stellt wurde, kann die Tischplatte in der Kipplage <B>51</B> aus den betreffenden Lagerrasten der Niveau leisten ausgehängt, auf der unteren Platte zu deren Aussenkante geschoben und in letztere eingehängt werden, so dass sie die Lage<B>52</B> einnimmt. Die be treffenden Tischstützen<B>91</B> und<B>92</B> können mit Stell schrauben<B>93,</B> 94 versehen sein, durch welche all fällige Unebenheiten des Fussbodens ausgeglichen werden können.
Mit den beiden Platten 54 und<B>52</B> in Horizontal lage gleicher Höhe ist eine einzige lange Tischplatte (Fig. <B>7)</B> gebildet, die auch, in einer entsprechend nied rigeren Lage (Fig. <B>6)</B> als Bettstelle dienen kann. Dadurch, dass man der Stütze<B>92</B> eine gegenüber der Stütze<B>91</B> grössere Höhe erteilt, lässt sich eine geneigte Ebene zum Ausruhen erzielen. Selbstver- ständlich lassen sich die Tischplatte<B>5 1</B> und die Platte<B>5 3</B> auch unabhängig voneinander in Gebrauchs lage als Tischplatte kippen und dabei in gewünschter Höhe an den Niveauleisten im Möbel 12 einhängen.
Schliesslich kann man auch die Ober- und Unter platte herabkippen und einzeln derart einhängen, dass ein Tisch mit darunter befindlichem Fach ent steht.
In den Fig. <I>8a,<B>8b</B></I> und<B>9</B> ist ein Möbel 12 mit abklappbarer Platte dargestellt, die in der Höhenlage <B>55</B> an den Niveauleisten im Möbel, eingehängt die Tischplatte eines höheneinstellbaren Tisches und in der Lage<B>56</B> eine Verlängerung der festen Platte <B>57</B> bildet, die im Inneren des Möbels angeordnet ist. Tisch und Platte<B>57</B> sind dann als bequeme Bett stelle verwendbar, wobei die Raumtiefe des Möbels ausgenutzt wird. Im Inneren des Möbels lassen sich unter anderem eine Matratze und eiin Metallnetz im zusammengelegten Zustand unterbringen. Das Metallnetz wird vorzugsweise so angeordnet, dass es leicht auf die Tischplatte gleiten kann, wenn diese für die Bettstelle ausgelegt ist.
Selbstverständlich ist die höheneinstellbare kipp- bare Tischplatte auch an andere Möbel anbringbar und für einen oder mehrere Zwecke verwendbar.