CH349727A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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CH349727A
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perylene
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Wilhelm Dr Eckert
Hermann Dr Remy
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/62Cyclic imides or amidines of peri-dicarboxylic acids of the anthracene, benzanthrene, or perylene series

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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von     Farbstoffen       In der deutschen Patentschrift Nr. 386057 ist die  Herstellung von     Küpenfarbstoffen    durch Umsetzung  von     Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure    oder ihren  Derivaten mit Ammoniak oder primären aromati  schen oder     aliphatischen    Aminen beschrieben. Die  Kondensation wird im allgemeinen in einem grossen       Uberschuss    des betreffenden Amins bei erhöhten  Temperaturen durchgeführt.  



  Nach den Angaben der amerikanischen Patent  schrift Nr. 2 715127 gelingt diese Umsetzung     mit     einem geringen     überschuss    des Amins bei Anwesen  heit eines hochsiedenden     Lösungs-    bzw. Verdün  nungsmittels, wie Nitrobenzol oder     o-Dichlorbenzol,     und eines die Wasserabspaltung begünstigenden Mit  tels, wie wasserfreies Zinkchlorid. Nach dem Ver  fahren der amerikanischen Patentschrift     Nr.    2543 747  kann die Kondensation der     Perylen-3,4,9,10-tetra-          carbonsäure    mit     Arylaminen    auch in wässerigem Me  dium mit gleich gutem Ergebnis durchgeführt werden.  



  Die so erhaltenen Produkte stellen rote bis     bordo-          rote        Küpenfarbstoffe    dar, die die pflanzliche Faser,  wie z. B. Baumwolle, Zellwolle oder     Viskosekunst-          seide,    aus der     Küpe    in roten Tönen von guten Echt  heitseigenschaften färben.  



  Wenn man diese Verfahrensprodukte für andere  Zwecke verwenden will, z. B. als Pigmente in der  Druckfarben- und Lackindustrie, zum     Echtfärben     von     weichmacherhaltigem        Polyvinylchlorid,    ferner in  sogenannten     Einbrennlacken    oder zum Färben in der  Spinnmasse, so zeigt sich, dass die überwiegende  Mehrzahl dieser Farbstoffe für diese Verwendungs  zwecke nicht in Frage kommt, da sie nicht die Eigen  schaften besitzen, die von einem Farbstoff auf diesen  Einsatzgebieten gefordert werden, z. B.  



  Lösungsmittel- und     überspritzechtheit;          Unlöslichkeit    in einer     Polyvinylchlorid-Mischung,     auch bei höheren Temperaturen;    Beständigkeit des Farbstoffes gegen hohe Ver  arbeitungstemperaturen;       Nichtausblühen    in stark     weichmacherhaltigen    Mi  schungen sowie  hohe Lichtechtheit, auch in sehr schwachen  Tönen.  



  Kondensiert man beispielsweise die     Perylen-          3,4,9,10-tetracarbonsäure    oder ihr     Anhydrid    mit aro  matischen Aminen, wie z. B.     vic.        meta-Xylidin,          1-Amino-2,4,6-trimethylbenzol    oder     1-Amino-3-me-          thylcyclohexan,    so erhält man Farbstoffe, welche eine  schlechte     Lösungsmittelechtheit    aufweisen, wodurch  sie für eine praktische Verwendung ausscheiden.

   Bei  der Umsetzung der     Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure     oder ihres     Anhydrids    mit     o-Aminodiphenylsulfon     oder     5-Aminohydrinden    werden Farbstoffe erhalten,  die eine schlechte Lichtechtheit besitzen, so dass sie  schon aus diesem Grunde kein praktisches Interesse  haben.

   Das Kondensationsprodukt von     Perylentetra-          carbonsäure    mit     p-Toluidin    erleidet in der Hitze  einen völligen     Farbtonumschlag.    Eine sehr schlechte       Ausblutechtheit    in     Polyvinylchlorid-Mischungen    zei  gen die Umsetzungsprodukte von     Perylentetracarbon-          säure    mit asymmetrischem     m-Xylidin    und     Cyclo-          hexylamin.     



  Es wurde nun gefunden, dass man Farbstoffe er  hält, die sich durch klare Farbtöne auszeichnen und  in besonders vorteilhafter Weise zum     Echtfärben    von  Kunststoffen, wie z.     B..        weichmacherhaltigem        Poly-          vinylchlorid    oder Polyäthylen, Lacken und Druck  farben in sehr guten Echtheitseigenschaften geeignet  sind, wenn man     Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure     oder ihr     Anhydrid    mit     p-Cyclohexyl-anilin    konden  siert.  



  <I>Beispiel 1</I>  In 3200     Volumteile        Chinolin    werden nachein  ander unter Rühren 160 Gewichtsteile Perylen-           3,4,9,10-tetracarbonsäure-dianhydrid    und 416 Ge  wichtsteile     p-Cyclohexyl-anilin    eingetragen. Nach Zu  tropfen von 80     Volumteilen        konzentrierter    Salzsäure  wird das Gemisch 10 Stunden auf 220-230  erhitzt  unter kontinuierlichem     Abdestillieren    des Wassers.  Das Produkt wird kalt abgesaugt, ein bis zweimal  zur Entfernung des anhaftenden     Chinolins    mit Me  thanol gewaschen und anschliessend mehrere Male  mit verdünnter Natronlauge ausgekocht, mit heissem  Wasser gewaschen und getrocknet.

    



  Der aus     Chinolin    in feinen Nadeln kristallisie  rende rote Farbstoff schmilzt nicht bis 340 , ist in  den üblichen organischen Lösungsmitteln schwer lös  lich und löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit  violetter Farbe ohne Fluoreszenz. Er zeichnet sich  durch eine aussergewöhnliche Klarheit und hervor  ragende Echtheitseigenschaften sowohl in Lacken  als auch in     Kunststoffen,    wie z. B.     Polyvinylchlorid-          Mischungen,    aus und besitzt eine sehr gute     Ölecht-          heit,        überspritzechtheit,        Lösungsmittelechtheit,    Aus  blutechtheit und Lichtechtheit.

      <I>Beispiel 2</I>  In einem     Rühr-Autoklaven    werden in 320 Ge  wichtsteile Wasser nacheinander 20 Gewichtsteile       Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure-dianhydrid,    62 Ge  wichtsteile     p-Cyclohexylanilin    und 10     Volumteile     konzentrierte Salzsäure eingetragen. Das     Gemisch     wird bei 210-220  und 40 Atmosphären Druck  12 Stunden gerührt. Dann wird das Produkt kalt ab  gesaugt und nach den Angaben des Beispiels 1 auf  gearbeitet. Der erhaltene Farbstoff ist identisch mit  dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen, die sich zum Färben von Kunststoffen, wie weichmacher- haltigem Polyvinylchlorid oder Polyäthylen, Lacken und Druckfarben eignen, dadurch gekennzeichnet, dass man Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure oder ihr Anhydrid mit p-Cyclohexyl-anilin kondensiert.
CH349727D 1956-03-14 1957-03-12 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen CH349727A (de)

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