CH346752A - Windbetriebenes Musikinstrument mit eingebautem Ventil - Google Patents

Windbetriebenes Musikinstrument mit eingebautem Ventil

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CH346752A
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/06Valves; Sleeves

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Description


  Windbetriebenes Musikinstrument mit eingebautem Ventil    Die Erfindung betrifft ein windbetriebenes Musik  instrument, insbesondere eine Orgel, mit eingebautem  Ventil, das sich in Richtung der Windströmung öffnet.  



  Dieses Musikinstrument zeichnet sich gemäss der  Erfindung durch Mittel zur Bremsung der     öffnungs-          bewegung    des Ventils aus.  



  In den     Fig.    1 und 2 der beiliegenden Zeichnung  sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes gezeigt, und zwar ist     Fig.    1 ein Schnitt durch  ein an einer     Tonkanzellenlade    einer Orgel angebrach  tes Ventil mit mechanischer Betätigung, während       Fig.2    einen Schnitt durch ein an einer Kastenlade  einer Orgel angebrachtes Ventil mit elektromagne  tischer Betätigung darstellt.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    1 liegt über dem Wind  kasten 1, der von den Wänden 2, 3 und 4 begrenzt  wird, eine     Tonkanzelle    5, die durch die Wände 6 und  7 angedeutet ist. Durch die Decke 2 und den Boden 4  des Windkastens 1 ist ein Ventilgehäuse 8 gesteckt,  das mittels eines mit ihm verschraubten Flansches 9  am Boden 4 befestigt ist. Von oben her ist in das  Gehäuse 8 ein mit Löchern 10 versehener Einsatz 11  eingeschraubt, dessen unteres Ende eine Bohrung 12  aufweist, in welcher sich ein oben als Kolben 13  ausgebildeter Ventilkörper frei auf und ab bewegen  kann. Dieser Ventilkörper stützt sich im Ruhezustand  des Ventils auf einen im Gehäuse 8 eingeschraubten  Ventilsitz und verschliesst mit seinem als Ventilteller  ausgebildeten unteren Teil 15 die Öffnung 16 des  Ventilsitzes 14.

   Der Flansch 9 weist einen     Fortsatz     17 auf, in dessen Bohrung 18 ein auf einer Flach  feder 19 aufsitzender bis an den Kolben 13 reichender  Stössel 20 geführt ist. Die Flachfeder 19 ist am  Flansch 9 befestigt und an einer Stelle um l80   umgebogen. Ein weiterer Stössel 21 ist über ein an  einem Support 22 gelagertes schematisch gezeichnetes    Gestänge 23 mit dem einen Ende 24 eines bei 25  abgestützten Tastenhebels 25 kinematisch verbunden.  



  Das Gehäuse 8 ist mit einem Kranz von Löchern  27 versehen, durch die der Wind aus dem Kasten  1 durch die Öffnung 16 des Ventilsitzes 14 unter den  Kolben 13 eintritt. Wird nun durch das Nieder  drücken der Taste 26 der Stössel 21 angehoben, so  hebt sich auch der Stössel 20 und damit der Kolben  13, so dass der Wind in den oberen Hohlraum des  Gehäuses 8 eintritt und durch die Löcher 10 des  Einsatzes 11 in die     Tonkanzelle    5 gelangt, um die  in den Öffnungen 29 (den sogenannten  Kesseln )  befestigten, nicht dargestellten Pfeifen anzublasen.  Das Ventil öffnet sich in Richtung der Windströmung,  das heisst in anderen Worten, dass der Ventilkörper  13, 15 sich beim Abheben von seinem Sitz 14 in  Richtung der im Ventil entstehenden Strömung  bewegt.

   Das Gewicht des Kolbens 13, welcher allein  das Ventil geschlossen hält, ist nur um so viel grösser  als der von unten auf ihn wirkende Winddruck, dass  der Verschluss im Ruhezustand gerade noch gewährlei  stet ist. Zum Anheben des im Ruhezustand also nahe  zu in der Schwebe     befindlichen    Kolbens ist somit nur  eine sehr kleine Kraft erforderlich, z. B. eine Kraft von  0,5 bis 2 Gramm. Das Gewicht der Stössel 20 und 21  sowie des Gestänges 23 ist möglichst klein gehalten und  mindestens teilweise durch nicht dargestellte Federn  ausgeglichen; ferner ist die Feder 19 sehr schwach,  so dass zur Betätigung des Ventils nur eine sehr  geringe Kraft am Tastenhebel 26 aufzuwenden ist.  Dies gestattet ein leichtes Spielen auch bei gekoppel  ten Manualen.  



  Beim Anheben des Kolbens 13 wird die im  Raume 12 enthaltene Luft zusammengedrückt und  bremst den steigenden Kolben mit einem mehr oder  weniger grossen Widerstand, je nachdem, wie leicht  sie aus diesem Raume entweichen kann. Dieser      Widerstand wirkt sich dahin aus, dass sich der zwi  schen den Stösseln 21 und 20 befindliche Teil 30  der Feder 19 durchbiegt und der Stössel 20 bzw. der  Kolben 13 langsamer steigt, als es der Bewegung des  Tastenhebels 26 unter Berücksichtigung der Hebel  übersetzungen entsprechen würde. Dadurch wird eine  Verlangsamung der Anstiegsgeschwindigkeit des An  blasewinddruckes erreicht, was einem guten Anspre  chen der Pfeifen förderlich ist, insbesondere ein dem  gewünschten Ton vorangehendes Geräusch verhin  dert.

   Bei sehr kleinem Spiel des Kolbens 13 in seiner  Bohrung 12 könnte die Luft aus dieser an sich nur  so langsam entweichen, dass das Ansprechen der  Pfeifen zu langsam erfolgen würde. Zur Erreichung  des bestmöglichen     Ansprechens    dient eine Vorrich  tung, welche gestattet, die     Abflussgeschwindigkeit    der  im Hohlraum 12     zusammengepressten    Luft nach  Wunsch zu regeln.

   Diese Vorrichtung umfasst eine  im Einsatz 11 eingeschraubte Schraube 31, die einen       Fortsatz    32 aufweist, der im Durchmesser kleiner ist,  als die ihn aufnehmende Bohrung 33 des Einsatzes  <B>11.</B> Der     Fortsatz    32 hat ein konisches Ende 34, durch  das die abgesetzte Endbohrung 35 des Einsatzes 11,  die kleiner ist als die Bohrung 33, mehr oder weniger  dicht verschlossen wird, je nachdem die Schraube 31  mehr oder weniger tief in den Einsatz 11 einge  schraubt ist. Die aus der Bohrung 35 in den Raum  33 eintretende Luft entweicht durch einen langen  Schlitz 36 der Schraube 31 in die     Tonkanzelle    5.

    Mittels der Schraube 31 kann also der durch die im  Raume 12 eingeschlossene Luft dem Anheben des  Kolbens 13 entgegengesetzte Widerstand reguliert  und damit das bestmögliche Ansprechen der auf der       Tonkanzelle    5 stehenden Pfeifen erreicht werden.  In der Wand 6 der     Tonkanzelle    5 ist ein Zapfen 31'  vorgesehen, nach dessen Entfernung die Schraube 31  mit einem Schraubenzieher zugänglich ist.  



  Das in     Fig.    1 beschriebene Ventil     eignet    sich  insbesondere für den Einbau in mechanische Ton  kanzellenladen. In     Fig.2    wird dagegen eine für  elektrische Betätigung vorgesehene Ausführungsform  gezeigt. In dieser     Fig.    2 bedeutet 37 den Deckel und  38 den Boden einer sogenannten Kastenlade, deren  Windraum mit 39 bezeichnet ist. Am Deckel 37 ist  mittels des     Flansches    40 ein Ventilgehäuse 41 ange  schraubt, welches in den Windraum 39 hineinragt.  In das Gehäuse 41 ist von unten ein Einsatz 42  eingeschraubt, mit welchem seinerseits ein Ventilsitz  43 verschraubt ist.

   Der obere Teil 42' des Einsatzes  42 ist als     Spulenkörper    ausgebildet und trägt zwischen  seinen Flanschen 44 und 45 eine Wicklung 46, durch  die beim Niederdrücken des Tastenhebels 26 ein  Strom fliesst. Der     diesbezügliche    Stromkreis umfasst  eine Stromquelle 261, den am Tastenhebel 26 ange  brachten     Schaltkontakt    262, die an Masse gelegten  Leiter 263 und 264, die Wicklung 46, den Durch  führungsleiter 265 und den Leiter 266.  



  Wenn in der einen Elektromagneten bildenden  Wicklung 46 Strom fliesst, so wird der in der Bohrung  12 des     Spulenkörpers    42' frei auf und ab bewegliche,    oben als Kolben     ausgebildete    Ventilkörper 13, 15,  der aus Eisen besteht, angehoben. Damit wird dem  durch die Bohrung 16 aus dem Windraum 39 ein  tretenden Wind     Durchlass    zum Raume 47 gewährt,  aus dem er durch im Einsatz 42 angebrachte Öff  nungen 48 in den Hohlraum 49 des Gehäuses 41  gelangt und von dort in den     Anblaseraum    50 der  auf dem Gehäuse 41 sitzenden Haube 51 und zu  der in der Haube sitzenden, einzelnen Pfeife 52.

    Wie bei dem in     Fig.    1 gezeichneten Ventil ist der  Kolben 13 nur ganz wenig schwerer als der auf ihn  von unten wirkende Luftdruck, so dass er wiederum  im Ruhezustand annähernd in der Schwebe ist; es ist  daher nur ein sehr schwacher Strom zum Anheben  des Kolbens 13 erforderlich. Wie in     Fig.    1 entsteht  im Raum 12 ein Luftpolster, dessen bremsende  Wirkung durch eine im Eisenzapfen 53 unter  gebrachte analoge Einrichtung 31 bis 36 wie beim  Ventil nach     Fig.    1 nach Belieben geregelt werden  kann. Der Eisenzapfen 53 ist in den Flansch 45  eingeschraubt. Auch dieses Ventil gestattet also eine  Einstellung der Anstiegsgeschwindigkeit des Anblase  druckes zur Erzielung des     Ansprechens    der Pfeife.

    Dies ist umso wertvoller, als im vorliegenden Falle  jedem Ventil nur eine Pfeife zugeordnet ist, auf deren  für das beste Ansprechen massgebenden Verhältnisse  das Ventil eingestellt werden kann.  



  Es ist klar, dass ein elektrisches Ventil nach     Fig.    2  auch in Verbindung mit einer     Tonkanzelle    mit mehre  ren Pfeifen entsprechend     Fig.    1 benützt werden kann.  Umgekehrt kann ein mechanisches     Ventil    auch mit  einer Einzelpfeife verwendet werden, entsprechend       Fig.    2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Windbetriebenes Musikinstrument mit eingebau tem Ventil, das sich in Richtung der Windströmung öffnet, gekennzeichnet durch Mittel zur Bremsung der Öffnungsbewegung des Ventils. UNTERANSPRÜCHE 1. Musikinstrument nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (13, 15) einen Kolben (13) aufweist, der in einem zylin drischen Raum (12) verschiebbar ist, in welchem beim Abheben des Ventilkörpers von seinem Sitz (14 bzw. 43) Luft komprimiert wird, die die Bewe gung des Kolbens bremst. 2. Musikinstrument nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Reguliervorrichtung (31 bis 36) vorgesehen ist, mit welcher die Brems wirkung der im zylindrischen Raum (12) komprimier ten Luft reguliert werden kann. 3.
    Musikinstrument nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine im Ruhezustand den Ventilkörper (13, 15) auf seinen Ventilsitz (14 bzw. 43) drückende Kraft 2 Gramm nicht übersteigt. 4. Musikinstrument nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (13, 15) nur durch sein Eigengewicht auf seinen Ventilsitz (14 bzw. 43) gedrückt wird. 5. Musikinstrument nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass zum Anheben des Ventil körpers (13, 15) ein Stössel vorgesehen ist, der über mechanische übertragungsorgane (30, 21, 23) mit einem Tastenhebel (26) verbunden ist. 6.
    Musikinstrument nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zum Anheben des Ventil- körpers (13, 15) ein Elektromagnet (46) vorgesehen ist, der mittels eines Tastenhebels (26) steuerbar ist. 7. Musikinstrument nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die genannten Über tragungsorgane einen zweiten Stössel (21) und eine Flachfeder (30) umfassen, welche Feder (30) sich infolge der genannten Bremswirkung durchbiegen kann.
CH346752D 1956-10-04 1956-10-04 Windbetriebenes Musikinstrument mit eingebautem Ventil CH346752A (de)

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