DE19856019A1 - Dynamische Orgel - Google Patents
Dynamische OrgelInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist die technische Lösung, Ventile durch Tasten derart zu bewegen, daß Pfeifen, die nach dem Prinzip des Zungengenerators arbeiten, mit einer geeigneten Spieltechnik Töne zwischen piano und forte hervorbringen.
Description
Arnold Schönberg wünschte sich eine dynamische Orgel.
In einem Brief äußerte er sich über die Zukunft der
Orgel und formulierte, was die zukünftige Orgel können
sollte.
Mit den bekannten herkömmlichen Labial- und
Lingualpfeifen kann und konnte man seine Orgel nicht
verwirklichen.
Inzwischen gibt es aber Orgelpfeifen, die das können,
was Schönberg sich wünschte. Solche Pfeifen sind in den
Patentschriften DE 42 37 528 und DE 195 13 363 unter der
Bezeichnung "Zungengenerator" beschrieben.
Außer den tauglichen Pfeifen verlangt die dynamische
Orgel aber mehr. Es ist eine technische Lösung gefordert,
um diese Pfeifen über Tasten und Ventile in der Weise
anzusteuern, die spieltechnisch ausführbar ist und dies
mit möglichst einfachen Mitteln.
Spieltechnisch nicht beherrschbar wäre es z. B., mit
der Taste bloß gleichlaufend ein Ventil zu öffnen.
Der Erfindungsgegenstand sieht deshalb eine Lösung
vor, die dadurch gekennzeichnet ist, daß auf dem
Tastenweg zwei Federn wirksam werden. Die erste Feder hat am
Anfang und über den größeren Tastenweganteil eine flache
Federcharakteristik. Danach setzt am Beginn des
verbleibenden Tastenwegs die zweite Feder, die bereits
vorgespannt ist, mit einem recht steil ansteigenden
Kraftanstieg ein.
Die Vorspannung der zweiten Feder muß für den Spieler deutlich
spürbar sein. An diesem Punkt ist aber das Ventil bereits
soweit geöffnet, daß ein Ton im Piano erklingt. Auf dem
Rest des schwerer gängigen Tastenweg öffnet das Ventil
sehr steil, um am Ende bei einem Forte-Ton anzukommen.
Die Abhängigkeit der beiden Federkräfte vom Tastenweg
ist in Fig. 1 dargestellt. Gleich darunter die
Abhängigkeit der Ventilöffnung vom Tastenweg.
Das Ventil selbst ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Es lassen sich alle bekannten Ventile einsetzen.
Schieber- und Klappenventile erhöhen natürlich die
Spielschwere. Ein windlastfreies Hülsenventil wäre von
Vorteil. Elektromagnetische Ventile sind auch möglich,
wenn sie am Ende des Tastenweges durch Drucksensoren
entsprechend steuerbar sind. Alle Ventile müssen aber
einen Öffnungsverlauf aufweisen, der ein Piano bis Forte
der Pfeife möglich macht und dieser Verlauf muß richtig
an das Zwei-Feder-System angekoppelt sein (siehe Fig. 1).
Die Diagramme der Fig. 1 enthalten keine ablesbare
Absolutgrößen. Es wird für die Praxis sehr nützlich sein,
die Federcharakteristiken justierbar zu machen, besonders
die Größe und den Einsatzpunkt der zweiten Feder.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel.
Welche Federart an welcher Stelle der Taste wirksam wird,
ist belanglos. Im Ausführungsbeispiel ist ein
windlastfreies Hülsenventil vorgesehen. Die erste Feder
sitzt in der Hülse und ist eine Schraubenzugfeder. Die zweite
Feder ist eine Zugfeder und sitzt oberhalb des hinteren
Tastenhebelarms.
Vorteilhaft ist es, den hinteren Tastenhebel ausreichend
lang zu machen, um im Ventil genügend Öffnungsweg zu
bekommen.
Claims (2)
1. Dynamische Steuerung von Zungengeneratorpfeifen durch
Tasten und Ventile, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Federn auf jede Taste derart einwirken, damit die
Taste zunächst leichtgängig, dann aber durch die
zweite vorgespannte Feder den Restweg der Taste
plötzlich schwerer geht.
2. Dynamische Steuerung von Pfeifen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung der zweiten Feder
von einem Luftpolster, durch einen geeigneten Filz
oder einen anderen Stoff oder Kunststoff übernommen
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998156019 DE19856019A1 (de) | 1998-12-04 | 1998-12-04 | Dynamische Orgel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998156019 DE19856019A1 (de) | 1998-12-04 | 1998-12-04 | Dynamische Orgel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19856019A1 true DE19856019A1 (de) | 2000-06-08 |
Family
ID=7889999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998156019 Withdrawn DE19856019A1 (de) | 1998-12-04 | 1998-12-04 | Dynamische Orgel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19856019A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10937394B2 (en) | 2017-06-30 | 2021-03-02 | Casavant Frères | Organ with variable key tension |
-
1998
- 1998-12-04 DE DE1998156019 patent/DE19856019A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10937394B2 (en) | 2017-06-30 | 2021-03-02 | Casavant Frères | Organ with variable key tension |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |