Schallplattenwechsler. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schall plattenwechsler, gekennzeichnet durch ein Schall plattenmagazin und eine Plattenzuführvorrichtung eines Plattenspielers, welche relativ zueinander be weglich sind, ferner durch einen Verstellmotor zum Bewegen des Magazins mit Bezug auf die Zuführ- vorrichtung, wodurch sich an letzterer aufeinander folgend die verschiedenen Schallplatten im Magazin vorbeibewegen und das Magazin eine Lage zum Erfassen irgendeiner darin gehaltenen Platte errei chen kann,
eine aufspeichernde Plattenwählervor- richtung, die mindestens aus einer Gruppe von Wäh leranschlägen besteht, deren Zahl der Anzahl von. Plattenstellen im Magazin entspricht und von denen jeder einzelne Anschlag einer der Plattenaufzeich nungen im Magazin entspricht, wobei diese Wähler vorrichtung Wahleinstellungsmittel zum separaten Einstellen jedes einzelnen Wähleranschlages aufweist, eine durch den genannten Verstellmotor angetriebene Abtastvorrichtung, welche einer Gruppe der genann ten Anschläge gemeinsam ist und aufeinanderfolgend in die Nähe einer jeden Gruppe von Anschlägen bewegt werden kann,
an dieser Abtastvorrichtung vorhandene Mittel zum Betätigen der Zuführvorrich- tung und des Plattenspielers, und eine abtastende Einstellvorrichtung, welche den Verstellmotor steuert, um das Plattenmagazin und die Zuführvorrichtung nach dem Einstellen von irgendeinem der Wähler anschläge durch mindestens einen vollen Bewegungs kreislauf zu drehen.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels weise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Mitte eines Plattenwechslers, Fig. 2 eine Detailansicht eines Randteils der beim dargestellten Plattenwechsler verwendeten Wähler scheibe, Fig. 3 eine teilweise Grundrissansicht des in Fig. 1 gezeigten Plattenwechslermechanismus,
Fig. 4 teilweise eine Detailansicht der Richtungs- abtastvorrichtung und der Wähleranschlagrückstell- vorrichtungen des Wählermechanismus, wobei diese Ansicht im wesentlichen von der Ebene aus genom men ist, die durch die Linie 4-4 in Fig. 1 bestimmt ist, Fig. 5 eine bruchstückartige Teilansicht der Rich- tungsabtaster des genannten Wählers,
wobei der Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 4 genommen ist, Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 4 und stellt die Wirkungsweise der Bestim mungsfinger des Wählers und der letzteren zugeord neten Schalter dar, Fig. 7 einen Teilschnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 4, in welchem eine der elektromagnetischen Rückstellvorrichtungen des Wählers dargestellt ist,
Fig. 8 die Antriebs- und Schalteinrichtung der wählenden Abtastvorrichtung in einer Ansicht von vorn, wobei die Blickrichtung von einem Punkt aus genommen ist, der sich durch die Linie 8-8 der Fig. 1 bestimmt, Fig.9 eine detaillierte Draufsicht auf den in Fig. 8 dargestellten Antriebs- und Schaltmechanis mus, Fig. 10 eine Detailschnittansicht nach der Linie 10-10 der Fig. 9,
in welcher das Getriebe zwischen den Kommutatorwellen zum Steuern der daran be findlichen Schleifarme dargestellt ist, Fig. 11 ein schematisches Schaltungsdiagramm der elektrischen Verbindungen zwischen den beim Wählersystem verwendeten Kommutatoren, Druck knöpfen und Schrittschaltwerken, einschliesslich einer schematischen Darstellung eines Paares fernsteuern der Wanddosen, welche beim vorliegenden Wähler Verwendung finden können,
Fig. 12 eine Detailschnittansicht einer Platten haltevorrichtung, die in Verbindung mit erfindungs gemässen Plattenwechslern benutzt werden kann, wo bei diese Ansicht im wesentlichen von der Schnitt ebene 12-12 in Fig. 3 aus genommen ist, Fig. 13 eine schematische Darstellung einer ab geänderten Form einer Plattenhaltevorrichtung, Fig.14 eine Detailschnittansicht, die im wesent lichen von der Schnittebene nach der Linie 14-14 der Fig. 13 aus genommen ist,
Fig. 15 eine Teilschnittansicht einer abgeänderten Form eines Wählerantriebs- und Steuermechanismus, Fig. 16 eine teilweise Stirnansicht einer Abände rung des genannten Mechanismus, Fig.17 eine detaillierte Stirnansicht einer ab tastenden Steuervorrichtung, welche den Arbeitsgang des Magazins regulieren und stillsetzen kann, nach dem alle ausgewählten Platten gespielt worden sind, und Fig. 18 eine Detailschnittansicht der obigen Vor richtung, die im wesentlichen von der Schnittebene nach der Linie 18-18 in Fig. 17 aus genommen ist.
Die hauptsächlichen Betriebsteile des in Fig. 1 dargestellten Schallplattenwechslers sind auf einer ge gossenen Grundplatte 12 montiert. Auf der Grund platte 12 ist ein Antriebsmotor 13 für den Platten teller und eine Tragplatte 14 abgestützt, von welcher ein vertikal angeordneter Stift 15 mit einem Dreh zapfen für den Plattenteller gehalten wird. Ein Plat tenteller 16 wird in irgendeiner passenden Weise in seiner Lage gehalten.
Beim dargestellten Ausfüh rungsbeispiel ist dieser Plattenteller frei beweglich an einem ortsfesten Zapfen 15 gelagert und wird durch eine übliche, nicht dargestellte, drehzahlmindernde Antriebsvorrichtung angetrieben, die sich zwischen der Ankerwelle des Motors 13 und dem Antriebs ritzel 17 befindet, welches in einem leichten Rei bungseingriff mit einem nachgiebigen Innenring oder einer Innenauskleidung 18 am Plattentellerrand steht.
Eine im allgemeinen bei 21 angedeutete Platten zuführungsvorrichtung ist an einem Ständer 22 an geordnet, der an der obern Fläche der Grundplatte 12 in einer dem Plattentellerrand unmittelbar benach barten Lage befestigt ist. Die Zuführungsvorrichtung besitzt einen halbkreisförmigen Plattenarm 23 mit an dessen innern und äussersten Enden vorgesehenen V-Blöcken 24 bzw. 25 zum Erfassen der gegenüber liegenden Umfangskanten einer im Magazin 27 be findlichen Schallplatte 26.
Diese überführungsvor- richtung dient dazu, eine gewählte Schallplatte aus dem Magazin zu heben und aus ihrer dort eingenom menen vertikalen Lage in allgemein bekannter Weise in horizontaler Lage auf den Plattenteller zu bringen. Selbstverständlich weist die Plattenzuführungsvor- richtung auch Wählervorrichtungen wie in Paaren angeordnete Wendestifte 28 auf, welche in einem einstellbaren Kipplager 29 so angeordnet sind, dass, wenn die Vorrichtung durch den Antriebsmotor 30 in Betrieb gesetzt wird, die Schallplatte in bekannter Weise, je nach der gemachten Auswahl, mit der einen oder andern Seite auf den Plattenteller zu lie gen kommt.
Das Plattenmagazin 27 des beschriebenen Schall plattenwechslers weist Toroidform auf, und die ein zelnen Platten sind dabei im allgemeinen einander mit der Oberfläche gegenüberliegend angeordnet, verlaufen aber in radialer Richtung, so dass sie an nähernd einen vollständigen Torus bilden, dessen Mit telachse horizontal und etwas unterhalb der Höhen lage der Achse der Plattenüberführungsvorrichtung liegt, so dass sich die oberste Platte 26 des Magazin in Flucht mit den V-förmigen Hebeblöcken 24, 25 des Plattenarmes 23 befindet.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, weist die Grund platte 12 des Plattenwechslers ein Paar nach abwärts gerichtete Stützarme 32 und 33 auf, in denen ein Rohr oder eine Hülse 34 gelagert ist. Ein Klemm- mittel 35 ist vorgesehen, um die Hülse 34 fest in den genannten Stützarmen zu halten, wobei das eine Ende der Hülse nach rückwärts aus dem Tragarm 33 herausragt, um das Plattenmagazin abzustützen.
Das Plattenmagazin 27 besteht im wesentlichen aus einem Paar geflanschten kreisförmigen Scheiben 36 und 37, deren Naben jeweils auf einer Hülse 38 fest aufsitzen, welche das rückwärtige Ende der Hülse 34 umgibt und an letzterer in Büchsen 39 drehbar gelagert ist. Die Scheiben 36 und 37 dienen als Hal terungen für eine Mehrzahl von U-förmigen Draht bügeln 40, welche zwischen den einzelnen Platten 26 des Magazins angeordnet sind und als Trennbügel für die Platten dienen. Gemäss Fig. 3 können halb kreisförmige Führungsschienen 41, falls erwünscht, um die Hälfte des Magazins angeordnet werden, oder es können andere, nachfolgend beschriebene Halte mittel vorgesehen werden, um beim Drehen des Magazins ein zufälliges Verschieben der Schallplat ten zu verhindern.
Das Magazin dreht sich als eine Einheit um die Hülse 34. Hierfür ist es gemäss Fig. 1 mit einem an der Vorderseite der Scheibe 37 be festigten Zahnrad 42 versehen, das mit einem Ritzel 43 des bei 44 schematisch dargestellten Zuführungs motors in Eingriff steht und wodurch das Magazin getrieben werden kann. Man kann dem Magazin verstellmotor 44 elektrische Reglerkreise zuordnen, und ferner kann man einen Arm 45 vorsehen, so dass die Plattenwendevorrichtung des Zuführungs kopfes entsprechend der Vorwärts- oder Rückwärts bewegung des Plattenmagazins verstellt werden kann.
Der Wähler weist vorzugsweise runde Form auf, um sich der Magazinform anzupassen. Wie in Fig. 3 dargestellt, besitzt der Wähler ein verhältnismässig scheibenförmiges Rad 46, dessen Nabe am hinter sten Ende der horizontalen Hülse 34 fest aufsitzt. Das Wählerrad hat einen ausgesparten Rand 47, wel cher durchbohrt ist, um einen äussern Kranz von Wähleranschlagstiften 48 und einen innern Kranz von Wähleranschlagstiften 49 aufzunehmen. Diese Stifte sind vorzugsweise versetzt angeordnet, wie am besten aus Fig.2 zu ersehen ist. Diese Wähler anschläge 48, 49 können aus einfachen zylindrischen Stiften bestehen, welche in Längsrichtung gleitbar in den Bohrlöchern des Wählerrades vorgesehen sind.
Diese Stifte können aus ihrer normalen (nicht ein gestellten) Lage, wie am obern Randteil des Rades gezeigt, wo die Stifte nach links abragen, in die am untern Randteil des Rades gezeigte Lage geschoben werden, in welcher die Stifte eingestellt sind, das heisst nach rechts bewegt worden sind, um von der Vorderfläche des Radrandes abzuragen. Zusätzliche, nicht dargestellte Reibmittel können, falls erforder lich, vorgesehen sein, um jeden einzelnen Anschlag- Stift in seiner Lage zu halten.
Die Plattenauswahl erfolgt, indem man einen oder mehrere der separaten Wählerstifte 48, 49, mit Bezug auf die in Fig. 1 gezeigte Darstellung, nach rechts bewegt, so dass das eine Ende des Stiftes je weils von der Vorderfläche des Radrandes 47 her vorragt. Das Magazin ist mit Tastfingern und Schal tern versehen, die an der rückwärtigen Fläche der Magazinscheibe 36 befestigt sind, so dass beim Ver drehen des Magazins durch den Motor 44 ein An halten der gewählten Schallplatte in Ausrichtung mit dem Plattenarm 23 bewirkt wird.
Die Tastvorrichtung ist am besten in den Fig. 4. bis 7 veranschaulicht, wo zu sehen ist, dass eine an der Rückwand der Magazinscheibe 36 befestigte Tragplatte 50 einen nach hinten abgesetzten Endteil 51 aufweist, an welchem ein Paar horizontal angeord nete Zapfen 52, 53 befestigt sind (Fig.4 und 6). Diese Zapfen tragen jeweils einen der Schwenkarme 54, 55, in denen senkrechte Spindeln 56, 57 drehbar gelagert sind. Die obern Enden der Spindeln 56, 57 besitzen gegenüberliegend angeordnete, nach aussen hervorragende Tastfinger 58, 59.
Wie aus den Fig. 4, 5 ersichtlich, liegt der Finger 58 in einem Winkel mit Bezug auf die vorstehenden Enden des Aussenkran zes von Wähleranschlagstiften 48, während der Fin ger 59 entgegengesetzt geneigt und mit dem Innen kranz von Stiften 49 ausgerichtet ist. Wenn daher einer der beiden Wählerfinger über die Enden der Stifte in eine Richtung gezogen wird, so kann seine zugeordnete Tragspindel frei schwingen, ohne dem Schwenkarm, an dem sie abgestützt ist, eine Bewe gung zu erteilen.
Im Falle einer in entgegengesetzter Richtung erfolgenden Bewegung treffen jedoch die Enden der Tastfinger 58 oder 59 auf die abragenden Enden irgendwelcher, in eingestellter Lage befind lichen Stifte 48, 49 auf, und das Berühren dieser Finger mit ihren jeweiligen Anschlagstiften bewirkt ein Verschwenken der Arme 54 oder 55 um deren Drehzapfen. Sobald daher das Magazin 27 in einer Richtung gedreht wird, verschwenkt ein eingestellter Stift im Aussenkranz 48 den Arm 54 und betätigt die elektrischen Kontakte 61, welche an Blattfedern aufsitzen, die in einer Isolationsanordnung 60 be festigt sind.
In ähnlicher Weise wird beim Bewegen des Magazins in entgegengesetzter Richtung ein ein gestellter Wählerstift im Innenkranz 49 vom Ende des Tastfingers 59 erfasst, wodurch der Arm 55 um den Zapfen 53 verschwenkt wird und die Federkon- takte 62 schliesst. Diese Vorrichtung besitzt somit zwei Wähleranschlagstifte für jede Schallplatte, wel che die an der Vorder- und Rückseite der Platten vorhandenen Auswahlen darstellen.
Auch weist die Vorrichtung zwei vollständige Gruppen von Tastfin- gern, Tragarmen und Kontakten auf, und zwar eine Gruppe für jeden der Kränze von Anschlagstiften.
Die Zuführungsvorrichtung bringt die Schall platte auf den Plattenteller mit einer der beiden Sei ten nach oben gerichtet, je nach der Drehrichtung des Magazins. Daraus folgt, dass die Wähleranschlag stifte 48 beispielsweise auf eine im Uhrzeigersinn erfolgende Drehung des Plattenmagazins ansprechen und die Stirnseite irgendeiner bestimmten Platte spie len lassen, während die Stifte 49 bei einer im Gegen uhrzeigersinn erfolgenden Drehung des Magazins be nutzt werden können, um die gegenüberliegende Schallplattenseite mit ihrer Fläche nach oben gerich tet auf den Plattenteller zu bringen und spielen zu lassen.
Die Kontakte 61 und 62 stehen mit dem Ver- stellmotor 44 durch passende Steuerkreise in Verbin dung, so dass, wenn jeweils das Ende einer der beiden Finger 58, 59 in Anschlagberührung mit dem ent sprechenden Stift 48 oder 49 kommt, das Platten magazin mit der ausgewählten Platte in Flucht mit dem Plattenzuführungsarm zum Anhalten gebracht wird. Die Schallplatte wird dann aus dem Magazin gehoben und durch den Arm 23 der Zuführvorrich- tung 21 auf den Plattenteller gelegt.
In entsprechender Weise wird die abgespielte Schallplatte durch das Eingreifen eines der beiden Solonoide 63, 64, deren Kolben dazu dienen, die Schwenkarme 65, 66 um Drehzapfen an der Trag platte 50 zu verschwenken, entfernt. Die Arme 65, 66 sind mit gekrümmten Rückstellfingern 68, 69 versehen, welche die Enden des Aussenkranzes bzw.
Innenkranzes von Anschlagstiften überstreichen, so dass ein Rückstellfinger beim Erregen eines der bei den Solenoide gegen das Ende des entsprechenden Wähleranschlages gebracht wird und den Wähler stift nach rückwärts drückt, bis sein Vorderende eben ausgerichtet mit der Vorderfläche des Radrandes zu liegen kommt.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel können die Wähleranschlagstifte erwünschtenfalls durch eine handbediente Vorrichtung eingestellt werden, obwohl es gleichfalls möglich ist, diese Stifte durch Hand habung elektrischer Druckknöpfe oder durch Betäti gung eines fernbedienten münzgesteuerten Impuls senders solcher Art einzustellen, wie er gewöhnlich in Verbindung mit gegenwärtigen Typen automati scher Plattenspieler verwendet wird.
Die Vorrichtung zum Einstellen der Wählerstifte weist einen Tastarm 71 auf, dessen Nabe 72 am innersten Ende eines engen drehbaren Rohres 73 befestigt ist, welches sich durch die ganze Länge der das Magazin tragen den Hülse 34 erstreckt und in passenden Lagern 75 und 76 am hintern bzw. vordern Ende des Platten wechslers angeordnet sind. Der Arm 71 ist gegabelt und weist in der Nähe seines äussern Endes einen Drehzapfen 77 auf, an welchem ein- Schwenkarm 78 befestigt ist, dessen Fingerteil 79 sich zum Aussen rand des Wählerrades erstreckt und die Anschlag stifte 48, 49 erfassen und einzeln bewegen kann.
Da die Stifte 48, 49 gestaffelt oder gemäss Fig. 2 versetzt voneinander angeordnet sind, so kann die verhältnis mässig schmale Kante des Wählfingers 79 irgendeinen einzelnen Stift ohne _ Beeinflussung der übrigen er fassen.
Der Arm 79 kann um seinen Drehpunkt 77 durch handbetätigte oder durch elektromagnetische Mittel verschwenkt werden. Eine Magnetwicklung 91 ist innerhalb des Rohres 34, aber ausserhalb des Rohres 73 angeordnet, während der Magnetkern 92 innerhalb des Rohres 73 vorgesehen ist, so dass der Kern 92 beim Erregen der Spule 91 nach links gezogen wird und sein Betätigungskolben 93 dabei aus dem linken Ende des Rohres 73 herausragt und am innern Ende des Schwenkarmes 78 angreift, wodurch der Finger 79 veranlasst wird, einen der Stifte 48, 49 zu berüh ren und eine Wahl vorzunehmen.
Beim Aberregen der Spule werden die Teile durch passende, nicht dar gestellte Federn auf ihre Normallage zurückgebracht.
Der Arm 78 kann auch durch ein handbedientes Mittel verschwenkt werden, beispielsweise durch eine dünne Stossstange 94, die sich durch das Rohr 73 er streckt und an ihrem Vorderende mit einem hand- bedienbaren Stossknopf 95 versehen ist. Bei Hand bedienung kann daher die Plattenauswahl so vorge nommen werden, dass man einen am Vorderende des Rohres 73 befestigten Knopf 96 von Hand verdreht und dann den Druckknopf 95 niederdrückt, um die Wählvorrichtung zu betätigen und irgendeinen ge wünschten Wähleranschlagstift zu verschieben.
Er wünschtenfalls kann eine Reihe von Ziffern oder an dern Markierungen an der Skalenscheibe 97 ange bracht sein, so dass jede beliebige Plattenauswahl ge troffen werden kann, indem man vor dem Nieder drücken des Knopfes 95 die betreffende Ziffer in Flucht mit einem Anzeiger 98 bringt. Es kann zwar jeweils nur eine Auswahl getroffen werden, doch ist die Tätigkeit des Wählers kumulativ, und irgendeine beliebige oder alle gewünschten Platten können durch entsprechendes Einstellen der Anschlagstifte gespielt werden.
Obwohl für gewisse Fälle eine Betätigung von Hand vorgesehen wird, wird doch die Plattenwahl gewöhnlich durch elektrische Mittel, beispielsweise von elektrischen Wählern vom mehrfach chiffrierten Druckknopftyp oder von entfernt angeordneten Wanddosen unter Verwendung der gegenwärtig bekannten Typen von Impulssendern aus vorge nommen.
Hierzu ist das vordere Ende des Wählereinstellrohres 73 mit einem verhältnismässig grossen Zahnrad 101 versehen, welches mit dem Antriebsritzel 102 einer in den Fig. 8; 9, 10 gezeigten, den Wähler betätigenden und schal tenden Anordnung in Eingriff kommen und durch letztere angetrieben werden kann. Die den Wähler antreibende und fortschaltende Vorrichtung besitzt einen Befestigungsarm 103 mit Fortsätzen 104, an denen die Seitenplatten 105, 106 eines Einbaurah mens angeordnet sind.
Ein kleiner Elektromotor 107 ist an der Stützplatte 103 befestigt, und die Anker welle dieses Motors erstreckt sich durch den Arm 103 und die Seitenplatte 106 zu einer Reibrolle 108. Diese Reibrolle steht mit ihrer Oberfläche im Ein griff mit der gewölbten nachgiebigen Reiboberfläche 109 eines Rades 110, das auf der Welle<B>111</B> fest aufsitzt. Diese Welle ist in Lagern drehbar angeord net, die in den Rahmenplatten 105 bzw. 106 vor gesehen sind.
Ferner trägt die Welle 111 das schon erwähnte Antriebsritzel 102, so dass der Elektro motor 107 zum Drehantrieb des Ritzels 102 und des Zahnrades 101 dient und somit die rohrförmige Ein stellwelle 73 des Wählers drehen und den Wählarm 78 mit dessen Finger 79 um die Achse des Wähl- rades verschwenken kann, um ein Abtasten des Fin gers über die Gesamtgruppe von Wählstiften sowohl im innern als auch im äussern Stiftkranz zu bewirken.
Das Antriebsritzel 102 ist als integrierender Teil einer Zahnradgruppe ausgebildet, welche ein Schalt rad 112 an einer Seite und ein Antriebsrad 113 an der andern Seite aufweist. Das Schaltrad 112 arbeitet mit einem Schaltzahn 114 zusammen, der an einem Schwenkarm 115 befestigt ist. Dieser Schaltzahn ist angeordnet, um durch Betätigung einer elektromagne tischen Wicklung 116 in Eingriff mit den Nuten des Rades 112 gebracht zu werden. Der Arm 115 hat auch eine mit einem Isolierknopf versehene Ver längerung 118 zum Betätigen eines Federkontaktes 119, so dass beim Betätigen des Schaltmagneten 116 übliche elektrische Leiternetze zum Steuern des Ab tastmotors 107 und des Wählersolenoids 91 auto matisch eingeschaltet werden.
Das vordere Ende der Welle 111 trägt den Schleifarm 121 eines elektrischen Kommutators, wel cher, wie in Fig. 8 dargestellt, einen Metallring 122 und eine Anzahl von etwa zwanzig, Kontaktsegmen ten 123 besitzt, die alle an einer Isolationsplatte 124 angeordnet sind. Der Ring 122 steht in kontinuier licher Berührung mit dem einen Ende des isolierten Schleifarmes 121, während die Segmente 123 beim Verdrehen der Welle<B>111</B> aufeinanderfolgend vom andern Ende des Schleifarmes berührt werden. Ein zweiter Umschalter kann an der gleichen isolierten Tafel 124 in der beschriebenen Weise befestigt sein und weist einen von zehn Segmenten 126 umgebenen Schleifring 125 auf.
Dieser Umschalter ist mit einem Schaltarm 127 versehen, der beständig mit dem Ring 125 in Berührung bleiben und aufeinanderfolgend die Segmente abtasten kann. Der Schaltarm 127 sitzt am Ende einer Vorgelegewelle 128 fest auf, aber ist dabei von letzterer in derselben Weise isoliert, wie der Schleifarm 121 von der Welle<B>111</B> isoliert ist.
Die Welle 128 ist auch in Lagern der Platten 105, <B>106</B> drehbar angeordnet und mit einem Rad 129 ver sehen, welches mit dem Antriebsrad 113 (Fig. 10) in Eingriff steht und von letzterem angetrieben wird. Wenn daher der Motor 107 läuft, so bewirkt das Drehen der Welle 111, dass der Schleifarm 121 jedes der zwanzig Kontaktsegmente 123 einmal während Jeder Drehbewegung abtastet. Ferner hat jede Um drehung der Welle 111 zur Folge, dass das Antriebs rad 113 das Zahnrad 129 um eine Nute weiterbewegt, somit die Welle 128 um ein Zehntel einer Umdre hungsbewegung (36 ) dreht und dadurch den Schalt arm 127 des Kommutators von einem der Kontakt segmente 126 zum nächstfolgenden Segment vor rückt.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Rit- zel 102 und dessen Zahnrad 101 ist derart, dass die verschiedenen Stellungen der Umschalter und Zahn räder genau den verschiedenen Stellungen entspre chen, bei denen sich der Wählfinger 79 in Ausrich tung mit einem der Wähleranschlagstifte 48, 49 be findet. Bei dem beschriebenen Plattenwechsler kann das Magazin hundert Schallplatten enthalten, so dass also hundert Anschlagstifte 48 in einem Kranz und hundert Anschlagstifte 49 in einem zweiten Kranz vorgesehen sind.
Die beiden Kränze von Anschlag stiften sind in bezug aufeinander gestaffelt angeord net, jedoch so, dass der Wählfinger rings um das Wählrad in jeder der zweihundert verschiedenen Win kellagen in Ausrichtung mit einem Stift gebracht werden kann. Diese Lagen entsprechen dann der Stellung der zwanzig Kontaktsegmente 123 multi pliziert mit zehn, welche die Anzahl der Segmente <B>126</B> im andern Umschalter darstellen.
Wie aus dem Schaltbild der Fig. 11 zu ersehen ist, können die zwanzig Segmente 123 des Umschal ters 121 direkt an eine entsprechende Gruppe von Kontakten 131 eines Schrittschaltwerkes 132 ange schlossen werden. In gleicher Weise können die zehn Segmente 126 des Umschalters 127 direkt an die einzelnen Kontakte 133 eines zweiten Schritt schaltwerkes 134 angeschlossen werden. Die Schritt schalter 132, 134 können von gewöhnlicher Bauart und Konstruktion sein, derart, dass sie einzeln und aufeinanderfolgend durch Wählsignale oder Impulse gesteuert werden, welche von einer oder mehreren Wanddosen 135 aus erteilt werden.
Die Wanddosen können eine in Fachkreisen allgemein bekannte Kon struktion besitzen und brauchen daher hier nicht näher beschrieben zu werden, es ist nur zu beachten, dass diese Dosen münzgesteuerte Vorrichtungen und Wähldruckknöpfe aufweisen, welche eine aufeinan derfolgende Anzahl von Impulsen durch Kabel 136 zu einem Relaiskasten 137 übertragen können, der seinerseits die Schrittschaltwerke 132, 134 betätigt.
Die Schaltarme 138, 139 der Schrittschaltwerke können miteinander so verbunden sein, dass jeweils ein Stromkreis durch den Schaltmagneten 116 ge schlossen wird, sobald die Umschalter 121, 127 in Stellungen gebracht werden, welche den Lagen der Schrittschalterarme 138 bzw. 139 entsprechen. Wenn also eine bestimmte Anzahl von Impulsen von einer der Wanddosen 135 auf die Schrittschalter übertra gen worden ist, dann werden die Schaltarme 138, 139 derselben veranlasst, sich selbst an den Kontak ten 131, 133 gemäss der an den Wanddosen vor- genommenen Wahl einzustellen.
Daraufhin wird der Motor 107 durch den Relaiskasten 137 oder auf an dere Weise in Betrieb gesetzt, dreht die Welle 73 und bewirkt, dass der Wählfinger 79 über die hintern Enden der Wähleranschlagstifte gleitet oder darüber tastet. Gleichzeitig drehen sich die Schaltarme 121, 127 der Umschalter über die Kontakte 123 bzw. 126 und tasten letztere ab, bis diese Umschalterarme die Einstellung erreicht haben, welche der jeweiligen Lage der Schrittschalterarme entspricht.
Beim Erzie len wechselseitig entsprechender Stellungen schliesst sich ein durch die Umschalter und Schrittschaltwerke zum Schaltmagneten 116 gehender Stromkreis und bringt die Klaue 114 in Sperreingriff mit dem Schalt rad 112. Die Wählvorrichtung wird somit in einer Schaltstellung angehalten, bei welcher sich der Fin ger 79 des Testarmes in genauer Ausrichtung mit dem gewünschten Wählerstift befindet. Durch die Wirkung des Magneten<B>116</B> wird auch der Kontakt schalter .119 betätigt, um den Motor 107 abzuschal ten, das Wählersolenoid 93 zu erregen und die Zu führungsvorrichtung sowie die Steuervorrichtungen für Plattenteller und Tonarm in bekannter Weise in Betrieb zu setzen.
Der vorliegende Wähler eignet sich auch für eine durch chiffrierte Druckknöpfe erfolgende Steuerung. Wie aus Fig. 11 ersichtlich, sind die Kontaktsegmente 123 des Umschalters 121 jeweils mit einem der sepa raten Druckknöpfe 141 in der Gruppe 1-20- ver bunden. In gleicher Weise sind die einzelnen Kon takte 126 des Umschalters 127 jeweils mit einem der Druckknöpfe 142 in der Gruppe A-J verbun den. Die gegenüberliegenden Pole aller einzelnen Druckknöpfe sind untereinander verbunden.
Dar aus folgt, dass zwischen jedem einzelnen Kontakt 123 und einem andern Kontakt 126 ein Wählkreis ge schlossen werden kann, indem in jeder der genann ten Gruppen eine Druckknopfverbindung hergestellt wird. Werden daher die Druckknöpfe 141 beispiels weise mit den Nummern 1 bis 10 versehen, wäh rend die Druckknöpfe 142 mit den Buchstaben A bis J einschliesslich bezeichnet werden, so kann jede der am Plattenwechsler möglichen zweihundert Wah len durch einen Buchstaben und eine Zahl gekenn zeichnet und durch Betätigung von zwei passenden Druckknöpfen herausgewählt werden.
Die einzelnen Schallplatten 26 können, falls er wünscht, wie in Fig. 3 bei 12 angezeigt, durch Reib vorrichtungen im Magazin festgehalten werden. Diese Vorrichtungen können aus einem Paar ring förmiger Gummiformteile 151, 152 bestehen, welche an Befestigungsringen 153, 154 angebracht sind, die beispielsweise mittels Schrauben 155, 156 an den Scheiben 36, 37 befestigt sind.
Der Aussen umfang der Ringe 151, 152 ist jeweils so ausgebil det, dass er eine Mehrzahl nachgiebiger Finger 157, 158 (Fig. 12) aufweist, und die einzelnen Finger kön nen, wie dargestellt, an ihren mittleren Teilen 159 hohl ausgebildet sein, um eine leichte, aber nachgie- bige und positive Halterung an den gegenüberliegen den Flächen der Platten 26 vorzusehen.
Zusätzlich zu den beschriebenen Haltemitteln für die Platten kann das Magazin auch noch mit einer Haltevorrichtung vom Gurttyp versehen werden, wo bei sich ein Gurt um die untere Hälfte des Magazins, anstelle der früher beschriebenen Gleitschienen, er streckt. Die in der Fig. 13, 14 gezeigten Gurten 161, 162 können endloser Art sein und um Riemenschei ben 163, 164, 165 und 166 herumreichen, wobei Teile des Gurtes in Aussparungen 167, 168 zu liegen kommen, die. am Plattentrenner 169 vorgesehen sind, wodurch die Platten jederzeit zuverlässig gegen ra diales Verschieben gesichert sind.
Eine abgeänderte Form der Vorrichtung zum An treiben des Wählerarmes ist in den Fig. 15, 16 dar gestellt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird bewirkt, dass das auf der rohrförmigen Welle 73 fest aufsitzende Zahnrad 101 (Fig. 1) mit einem Ritzel <B>171</B> an einer Welle 172 in Eingriff kommt, welche in Lagern 173 des Gestelles 12 gelagert ist.
Die Welle 172 trägt ein drehbares Rad 174, wäh rend ein Antriebsmotor 175 so angeordnet ist, däss die Ankerwelle 176 desselben sich in direkter Reib verbindung mit dem nachgiebigen Randteil 177 des Rades befindet. Das Rad 174 ist frei drehbar an der Welle 172 angeordnet und befindet sich zwischen einem Paar Kupplungsscheiben 178, 179, welche durch eine Schraubenfeder 181 gegeneinanderge- drückt werden. Beim Einschalten des Motors 175 dreht dieser die Welle 172 und treibt das Zahnrad 101, um die Welle 73 mit dem Wählerarm 78 auf jede vorherbestimmte Stellun'-zubewegen.
Die Vor richtung wird dann in jeder nach Wunsch gewählten Stellung mittels der - elektromagnetisch betätigten Sperrklinke 182 festgehalten, welche zum Eingrei fen in das Sperrad 183 angeordnet ist und- wobei eine Magnetwicklung 184 vorgesehen ist, um die Sperrklinke 182 entgegen einer Rückstellfeder 185 nach unten zu ziehen.
Es ist selbstverständlich, dass im Betrieb das Plattenmagazin seine Bewegung fortsetzen sollte, bis alle in Betriebslage befindlichen Wählerstifte 48, 49 durch die Tastvorrichtung erfasst worden sind, und dass das Magazin nach dem Abspielen aller ausge wählten Schallplatten zum Stillstand kommen sollte. Für diesen Zweck kann der zum Antrieb des Maga zins (Fig. 1) benutzte Zuführmotor 44 mit einer Kur belscheibe 186 versehen sein, um gemäss Fig. 17, 18 eine Tastkontrollvorrichtung 190 zu betätigen.
Die Tastkontrollvorrichtung dient dazu, das Ma gazin zu veranlassen, seine Tastbewegung so lange fortzusetzen, als sich noch Stifte 48, 49 in eingestell ter Lage befinden, aber nach dem Abspielen aller ausgewählten Platten das Magazin zum Anhalten zu bringen. Wie in Fig. 17 gezeigt, wird die Tastkon- trollvorrichtung 190 direkt von der auf der Welle des Motors 44 aufsitzenden Kurbelscheibe 186 getrie ben.
Diese Scheibe ist mit einem Kurbelzapfen 187 versehen, der mit einem Betätigungshebel 188 in Verbindung steht, welcher an einem festen Fortsatz 189 der Tastkontrollvorrichtung verschwenkbar an geordnet ist. Am Fortsatz 189 sitzt auch ein mit Einkerbungen versehenes Zählrad 191 mit einem Stoppteil 192 auf, um die Bewegung dieses Rades im Gegenuhrzeigersinne zu begrenzen, und ein am Zählrad 191 vorhandenes Beschwerungsteil 193 dient dazu, um dem Rad die Tendenz zum Drehen im Uhrzeigersinne zu verleihen.
Das Rad 191 besitzt eine Anzahl Nuten 194, und eine Sperrklinke 19.5 ist an einem Drehzapfen 196 am äussersten obern Ende des Betätigungshebels 188 befestigt und kann in die Nuten 194 eingreifen. Eine zweite Klinke 197 ist an einem ortsfesten Zapfen 198 angeordnet und verhindert eine unerwünschte Rückwärtsbewegung des Rades 191.
Beim Erregen des Antriebsmotors 44 für das Magazin wird somit die drehende Motor welle die Kurbelscheibe 186 in Drehung versetzen, und die Drehbewegung dieser Scheibe wird ein wie derholtes Berühren des untern Endes des Armes 188 durch den Kurbelzapfen 187 bewirken und diesen Arm entgegen dem Einflüss einer nicht gezeigten Feder bewegen, so dass letzterer zwischen den Lagen hin und her pendelt, die durch strichpunktierte und vollausgezogene Linien dargestellt sind. Die Wir kungsweise des Kurbelzapfens 187 ist dabei die glei che, ob sich die Scheibe 186 im Uhrzeiger- oder im Gegenuhrzeigersinne bewegt. Daraus folgt, dass die Wirkungsweise der Vorrichtung unabhängig von der Drehrichtung des Magazins ist.
Beim Hin- und Her- bowegen des Armes 188 rücken in beiden Fällen die Nuten 194 des Zählrades 191 dieses Rad in einer schrittweise im Uhrzeigersinne erfolgenden Bewegung vor. Falls diese Bewegung durch einen vollständigen Tastkreislauf des Magazins fortgesetzt wird, bewirkte sie, dass der Stift 199 die Kontakte 201 ergreift und die zum Motor 44 führende Leitung unterbricht, so dass das Magazin zum Stillstand kommt. Der Schalter 201 wird jedoch nicht betätigt, solange noch irgend ein Wählerstift 48, 49 in verschobener Stellung ver bleibt, da bei jeder Herstellung einer Wahl ein Rück stellsolenoid 202 ausgelöst wird.
Das Solenoid 202 ist elektrisch parallel zum Wählersolenoid 91 (Fig.1) geschaltet, so dass bei jeder Einstellung einer Wahl der Kern 203 des Solenoids, entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder 204, nach innen bewegt wird und dadurch einen Kolbenteil 205 zum Herausragen und in Berührung mit der Klinke 197 bringt. Diese Klinke ist ferner mit einem Vorsprung 206 versehen, welcher die Klinke 195 festhalten und freigeben kann. Jede Betätigung des Solenoids bewirkt somit die Freigabe beider Klinken und gestattet dem Rad<B>191,</B> unter dem Einfluss der Beschwerung 193 auf seine Ausgangsstellung zurückzukehren.
Aus vorangehender Beschreibung geht hervor, dass der beschriebene Plattenwechsler äusserst kom pakt und verhältnismässig einfach in seinem ganzen Aufbau ist und trotzdem eine ungewöhnlich grosse Zahl von Plattenwahlen zufriedenstellend handhaben kann. Ferner ist der beschriebene Plattenwechsler so konstruiert, dass er eine Auswahl der zum Spielen gewünschten Schallplatten in ungewöhnlich einfacher und direkter Weise bewerkstelligen kann. Es wird insbesondere darauf verwiesen, dass die vorliegende Vorrichtung keinen besonderen Betätigungsmagneten für jeden Wahlvorgang erfordert, wie er bei Mehr fachwählern bekannter Ausführung allgemein be nötigt wird.
Folglich erübrigt sich die sehr grosse Zahl von Wählmagneten, welche bei gegenwärtigen Plat tenspielern mit Magazinen von grossem Fassungsver mögen benötigt werden, auch sind die teuern und grossen Leiterkabel beseitigt, die gewöhnlich bei einem solchen Gerät erforderlich sind. Offensichtlich fallen auch die Arbeitskosten fort, die das Verlöten der zahlreichen elektrischen Verbindungen bei den bisher üblichen Vorrichtungen mit sich brachte, so dass sich sowohl die Herstellung als auch der Unter halt beim beschriebenen Plattenspieler sehr verein facht.
Es ist auch zu beachten, dass die magnetischen Betätiger durch den Wegfall der zahlreichen, in einem begrenzten Raum unterzubringenden Schaltmagneten genügend gross und wirksam gemacht werden können, so dass sie imstande sind, hinreichende Kraft zur Aus übung der erforderlichen mechanischen Vorgänge aufzubringen. Die neuartige Konstruktion überwin det die bei früheren Vorrichtungen aufgetretenen Schwierigkeiten, bei denen die für engen Zusammen bau benötigten, ziemlich kleinen und schwachen Ma gnete übermässig genaue Einstellungen erforderten oder übermässig empfindlich gegen Störungen infolge Ansammlungen von Staub, Schmutz oder Korrosion waren.
Ferner ist zu erwähnen, dass sich der Wähler vor liegender Konstruktion sehr gut für den Gebrauch mit ferngesteuerten Wanddosen vom handelsüblichen Typ eignet, da solche Wanddosen zum Übertragen von normierten Impulsen bestimmt sind, welche die Bewegung von einem Paar Schrittschalter steuern können und sich daher als sehr geeignet zum Ein stellen der beim beschriebenen Plattenwechsler be nutzten Schrittschaltwerke erweisen. Gleichzeitig ist auch eine Handsteuerung oder eine durch numerierte Druckknöpfe erfolgende Steuerung sehr gut möglich.