CH333809A - Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-indanverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-indanverbindungen

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CH333809A
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Helmer Dr Richter
Martin Dr Schenck
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Schering Ag
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   2-Amino-indanverbindungen   
Im   Hauptpatent Nr. 330313 Ist    die Herstellung von 1-Phenyl-2-amino-indanverbin  dungen    einsehliesslieh ihrer   Abwandlungspro-      clukte    beschrieben, die in   1-Stellung    neben der Phenylgruppe auch noeh einen   Kohlen-    wasserstoffrest tragen und/oder am Stickstoff alkyliert sein mögen. In   3-Stellung    sind diese Verbindungen sämtlich durch Sauerstoff in Oxo- oder Hydroxylform substituiert. Weitere Substituenten an andern Stellen sind möglieh.



   Diese   therapeutisch wertvollen 2-Amino-      indanverbindungen    werden nach dem Verfahren des Hauptpatentes aus den entspre (henden   1-Phenyl-indanonen- (3) dadurch    gewonnen, indem man sie mit   nitrosierenden      Alitteln    behandelt, das entstandene Isonitroso   ' ; eton, gegebenenfalls unter intermediärem    Schutz der   Ketogruppe,    zum Amin reduziert und gewünschtenfalls die Aminogruppe   alky-    liert.



   Das   Hauptinteresse    dürfen unter den Verfahrensprodukten des Hauptpatentes die Aminoalkohole beanspruchen, da die Aminoketone der hier interessierenden Indanverbindungen teilweise sehr zersetzliche Substanzen sind. (Diese Aminoketone gehen nämlich als freie Basen, besonders in alkalischer Lo  sang,    sehr leicht in   Pyrazinderivate über.   



  Auch die wässerigen Losungen der entsprechenden   Amino-Keton-Hydrochloride sind    noch äusserst instabil, wie sich an der innerhalb   weniger Minuten eintretenden Verfär-    bung und Trübung erkennen lässt. Die fraglichen Aminoalkohole sind dagegen gut beständig.)
Bei der Herstellung der oben erwähnten Aminoalkohole wird man daher die Isolierung der als Zwisehenprodukte anzunehmenden   Aminoketone    möglichst vermeiden, wozu bei   Beschreiten    des oben genannten Weges in der Verwendung aktivierter Palladiumkatalysatoren in der   Hauptpatentschrift    bereits ein gangbarer Weg aufgezeigt wurde. Hierbei ge  schieht    die Reduktion der Keto-und der   Isonitrosogruppe    in einem Arbeitsgang.



   Es wurde nun gefunden, dass man diesen letztgenannten Weg zur Darstellung der 2 Amino-indanole- (3) besonders vorteilhaft auch unter Verwendung der technisch meist vorzuziehenden Nickelkatalysatoren, insbesondere   Raneynickel,    in neutraler oder sogar alkalischer   Losung      beschreiten    kann, wobei man die Hydrierung zweckmässig bei Normalbedin  gungen,    das heisst ohne   tTberdruek    bei Raumtemperatur, durchführt.



   Dies war bei Berücksichtigung des Standes der Technik keineswegs zu erwarten.



     Winans    and Adkins   (. Tourn.    Am. Chem. Soc.,  Bd.   55,    Seite 4167) gaben nÏmlich an, da¯ bei der Hydrierung von Isonitrosoindanon mit Nickel als Katalysator   ausschliesslieh    das   Pyrazinderivat    entsteht. Darum geschah die Herstellung des 2-Aminoindanols-(3) direkt aus dem entsprechenden Isonitrosoindanon bisher aussehliesslieh durch Hydrierung in    Gegenwart von Edelmetallkatalysatoren (vgl.   



  DRP.   Nr.      598142).    Man konnte   diesen Eber-    gang zwar auch in zwei Stufen durchführen, indem man das Isonitrosoindanon (zum Beispiel in Gegenwart von   Palladiumkohle)    zunÏchst nur bis zum Aminoindanon und dieses dann gesondert weiter hydrierte, wobei die Möglichkeit zur Durchführung der zweiten Stufe in Gegenwart von Nickelkatalysatoren bereits erkannt worden war.

   F r die erste Stufe aber schien eine solche Möglichkeit nach den Feststellungen von Winans and Adkins nicht gegeben, und es muss im   höeh-    sten Grade überraschen, dass gerade im vorliegenden Falle trotzdem, wie gefunden, die Zusammenfassung beider Stufen mittels Durchführung der Hydrierung in Gegenwart von Raneynickel nicht nur möglich, sondern sogar gegenüber den bisher bekannten Arbeitsweisen in mehrfacher Hinsicht besonders vorteilhaft ist. Hervorgehoben seien als Vorteile die zum Teil erheblich überlegenen Ausbeuten, die imerwartet milden Arbeitsbedingungen (kein ¯berdruck, keine erhöhte   Tem-      peratur)    und die Möglichkeit des Arbeitens in relativ konzentrierten Lösungen.



   Beispiel 1
1-Phenyl-2-amino-indanol-(3)
1, 2 g 1-Phenyl-2-isonitrosoindanon-(3), erhalten nach dem Beispiel des Hauptpatentes, werden in 5 cm3 methanolischer Natrum  hydroxydlosung    (5 g Natriumhydroxyd in 5 cm3 Wasser und 90 em3 Methanol) und 5 cm3 Methanol mit   Raney-Nickel    unter Normalbedingungen hydriert. Die   Wasserstoff-    aufnahme beträgt nach 1 Stunde   93  /o    der Theorie. Man verdünnt die Hydrierungslösung nach der Abtrennung des Katalysators mit Wasser und filtriert die ausfallende Base   ab.   



     F.    159 bis   163 .    Die Base lässt sieh ans Dioxan n umkristallisieren. Der Schmelzpunkt liegt sodann bei   162 bis 164".    Die Ausbeute an reiner Verbindung beträgt   80  /o    der Theorie.



   Beispiel 2
1-Phenyl-2-amino-indanol- (3)
1, 2 g   1-Phenyl-2-isonitrosoindanon- (3),    erhalten nach dem Beispiel des Hauptpatentes, werden in 5 em3 methanolischer Natrum  hydroxydlösung (5 g Natriumhvdroxyd    in 5 em3 Wasser   und-90    90 cm3 Methanol) und 5   cm3    Methanol mit Raney-Nickel bei einem anfänglichen Druek von   20    atü hydriert. Die Wasserstoffaufnahme beträgt nach 5 Minuten   0,    93 der Theorie. Man verdünnt die Hydrie  rungslösung    nach der Abtrennung des Katalysa. tors mit Wasser und filtriert die ausfallende Base ab.   F.    159 bis   163 .    Die Base   lässt sieh aus    Dioxan umkristallisieren.

   Der Schmelzpunkt liegt sodann bei   162    bis 164 .



  Die Ausbeute an reiner Verbindung beträgt 88% der Theorie.



   Beispiel 3
1-Phenyl-5-methyl-2-amino-indanol-(3)
Das nicht   umkristallisierte 1-Phenyl-5-       methyl-2-isonitrosoindanon- (3)-F. 211 bis 212  (Zers.)-, erhalten dureh Umwandlung    von   1-Phenyl-5-methylindanon- (3) dureh    nitrosierende Mittel, kann direkt zur Hydrierung eingesetzt werden.   20,    7 g   Isonitrosoketon    versetzt man mit 150 cm3 Methanol sowie mit 85   em3    einer   2prozentigen methanolisehen    Natronlauge und hydriert nun unter   Verwen-      dung    von Raney-Nickel bei 40  und Normaldruck.

   Nach 6 Stunden entsprach die Wasserstoffaufnahme etwa 90% von 3 Mol   H2'Es    wurde nun vom Katalysator abgesaugt und die Base durch Verdünnen des Filtrats mit Wasser ausgefällt. Das rohe   1-Pheyl-5-me-      thyl-2-amino-indanol- (3) zeigte    einen   Schmelz-    punkt von   172    bis   173 .    Naeh dem Umkristallisieren aus Dioxan steigt der Schmelzpunkt auf 183 bis 184 . Das Hydrochlorid kann aus der methanolischen Basenl¯sung mit   ätheri-    scher Salzsäure gefällt werden. F. 232 . 



   Das erhaltene Produkt kann wie folgt in das   1-Phenyl-5-methyl-2-dimethylaminoin-      danol- (3) übergeführt    werden : 7, 5 g 1-Phenyl  5-methyl-2-aminoindanol- (. 3) werden    mit 8,   2g      ') Oprozentiger Ameisensäure    und 5,   9 g 38pro-      zentiger Formaldehydlosung 4 Stunden    auf dem Dampfbad erhitzt. Zu der Reaktionsl¯sung gibt man sodann 4 cm3 konzentrierte Salzsäure und engt im Vakuum ein. Der Rückstand wird in Wasser aufgenommen und die Lösung mit Kohle entfärbt. Aus dem Filtrat fällt man das   1-Phenyl-5-methyl-9-    dimethyl-aminoindanol- (3) mit Sodalösung.



  Die klebrige Base wird beim Reiben kristallin.



  Der   Niedersehlag wird abgesaugt    und mit Wasser gewaschen. Ausbeute 7 g, F. 144 bis   146 .    Das Hydrochlorid wird aus der konzentrierten Chloroformlosung der Base mit ätherischer Salzsäure gefällt. Das bald kri  stallin    werdende Hydrochlorid lässt sich aus   Methanol-Äther umfällen.    F. 128 bis   136       (getrocknet bei 100 ).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl 2-aminoindanolen- (3) gemäss Patentanspruch des Hauptpatentes Nr. 330313, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung der 1-Phenyl-2-isonitrosoindanone- (3) in Gegenwart von Nickelkatalysatoren vornimmt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Raney-Nickel verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in neutraler r L¯sung arbeitet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in alkalischer Lösung arbeitet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Normalbedingungen arbeitet.
CH333809D 1953-10-30 1954-08-30 Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-indanverbindungen CH333809A (de)

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