CH330018A - Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe

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CH330018A
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polyureas
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Robert Dr Neher
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L75/02Polyureas

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur   Herstellung von Polyharnstoffen, wel-       che die Gruppierung  (-ph-NH-CO-NH-)    enthalten, worin Ph f r einen mindestens durch eine freie oder veresterte Sulfogruppe substituierten Phenylenrest steht, und wobei innerhalb der Verbindung jeder beliebige Rest Ph mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, sowie ilirer Salze. Dabei bedeutet n eine ganze Zahl gr¯¯er als 2. Eine veresterte Sulfogruppe ist insbesondere eine mit Methylalkohol ver  esterte Sulfogrtlppe.    Diese Polyharnstoffe können weitere Substituenten tragen, so insbesondere an den   Phenylenresten vorzugsweise    Me  thylgruppen    oder zusätzliche freie oder veresterte Sulfogruppen.

   Auch die einzelne Verbindung kann gleiche oder verschiedene Reste Ph enthalten.



   Besonders wertvoll sind Polyharnstoffe der oben genannten Art, worin Ph ein durch eine freie oder veresterte   Sulfogruppe substituier-    ter   Phenylen- (1,    4)-Rest ist, der vorzugsweise keine weiteren Substituenten trÏgt oder durch eine Methylgruppe substituiert ist, und n eine solehe Zahl darstellt, dass das Molekulargewicht   zwisehen    104 und 106 liegt.



   Es können auch Gemische der genannten Polyharnstoffe mit verschiedenem   Molekular-    gewicht. hergestellt werden.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So zeigen sie eine ausgeprägte   Anti-Virus-Wirkung.   



  Sie sollen als Heilmittel, insbesondere bei durch Viren an Menschen und Tieren verursachten Krankheiten, oder als Zwischenproduite für die Herstellung von   Heilmitteln    Verwendung finden. So wird durch die genannten Verbindungen in einer   Konzentra-    tion von 10-6 die Vermehrung von Influenzaoder New   Castle-Disease-Virus    in bebrüteten Hühnerembryonen gehemmt. Ihre Verabfol  gung an Laboratoriumstiere    (z. B. Kaninchen) verursacht eine deutliche Veränderung der Gewebe und des Blutes im Sinne einer Herabsetzung der   Empfänglichkeit    f r Virus.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel    II2N-Ph-NH2    oder    II2NT¯    (-ph-NHCONH-)n-Ph-NH2 worin Ph die oben gegebene Bedeutung besitzt und n eine ganze Zahl kleiner als 3 bedeutet, mit durch Kondensation mit zwei primären Aminogruppen die Harnstoffgruppie  rung-NI3-CO-NI3-bildenden    Verbindungen behandelt. Demgemäss lässt sich ein Amin der obigen Formel z. B. mit einem   Dihalogenid    der Kohlensäure, wie Phosgen, vorzugsweise in wässrigem, besonders saurem l¯sung ein   pg von    weniger weniger als aufweist, wobei ein   grauviolettes    Produkt ausfällt.

   Es wird   abgenutscht,    mit Wasser gewaschen und bei 80    getroeknet.    Das so erhaltene   hellgrau-    violette Produkt mit einem Zersetzungspunkt von über   350 ,    dessen Ammoniumsalz in Wasser gut löslich ist, entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen der Formel
EMI2.1     
 wobei innerhalb der Verbindmg jeder Ben  zolsulfonsäurerestmiteiner    weiteren   Harn-    stoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist. Die mittlere Diffusionskonstante D beträgt   40 10-T.    In der Ultrazentrifuge lassen sich folgende hauptsächliche Sedimentationskonstanten bestimmen : S20 =   6,      6.10-13,77.10-isund450.10-13.   



  Das spezifische Volumen   1-V@ ist    zu 0, 4 ermittelt. Das erhaltene Produkt setzt sich daher hauptsÏchlich aus Polyharnstoffen der genannten Formel von den mittleren Molekulargewichten von etwa 10000, 117000 und 980000 zusammen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Poly- harnstoffe mit mehr als zwei Harnstoffgruppierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel H2N-Ph NH2 oder II2N (-Ph-NHCONH-) ri-Ph-NH2 worin Ph für einen mindestens durch eine freie oder veresterte Sulfogruppe substituier- ten Phenylenrest und n für eine ganze Zahl kleiner als 3 steht, mit durch Kondensation mit zwei primären Aminogruppen die Harn- stoffgruppierung-NH-CO-NH-bilden- den Verbindungen behandelt.
    UNTERANSPRUCHE l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Dihalogenid der Kohlensäure umsetzt.
    Medium, gegebenenfalls unter Erhitzen um- setzen.
    Je nach der Arbeitsweise erhalt man die neuen Verbindungen in Form der freien Sulfonsäuren, ihrer Ester oder ihrer Salze. Ester und Salze lassen sich in iiblicher Weise in die freien Säuren verwandeln, während ander seits aus den freien Säuren in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Basen, wie Metallhydroxyden oder-earbonaten, z. B. Al- kali oder Erdalkalihydroxyden oder Ammoniak, die entsprechenden Salze oder durch Veresterung, z. B. mit Diazomethan, die Ester gewonnen werden.
    Entstehen verfahrensgemäss Mischungen von Polyharnstoffen, so können diese nach bekannten Methoden, z. B. physikalischen Verfahren, voneinander getrennt werden ; es kann jedoch auch vorteilhaft sein, die Mischungen als solche zu verwenden, da sie eine durch synergistisehe Effekte verbesserte Wirkung besitzen können.
    Die veràhrensgemäss verwendeten Aus- gangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden. Anstatt der freien Amine kann man als AusgangsstoffeauchsolcheVerbindungen verwenden, die unter den Reaktionsbedingungen wie freie Amine reagieren ; es lassen sich auch Gemische versehiedener Amine verwenden, wobei Verbindungen entstehen, in denen ver schiedene Reste R im gleichen Molekül vorhanden sind. Als Ausgangsstoffe verwendet man vorzugsweise solche, die zu den oben als besonders wertvoll bezeichneten Verbindungen f hren.
    Die Erfindung wird im naehfolgenden Beispiel beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
    Beispiel 25 g p-Phenylendiamin-2-sulfosäure werden in 400 em3 Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH gel¯st (PH7) und mit einer Lösung von 68 g krist. Natriumacetat in 150 em3 Wasser versetzt. Hierauf leitet man unter starkem R hren oder Vibrieren langsam Phosgen ein, bis die Reaktions 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Phosgen umsetzt.
    3. Verfahren naeh Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in wass- rigsaurem Medium vornimmt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteranspr chen 1-3, dadurch gekenn- zeichnet, dass man p-Phenylendiamin-2-sulfosäure als Ausgangsstoff verwendet.
CH330018D 1954-07-13 1954-07-13 Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe CH330018A (de)

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CH322061T 1954-07-13

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0343705A1 (de) * 1988-05-24 1989-11-29 SOLVAY (Société Anonyme) Verwendung von Polythioharnstoffen zur Verhinderung oder Herabsetzung der Krustenbildung von Polymerisationsreaktoren für PVC.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0343705A1 (de) * 1988-05-24 1989-11-29 SOLVAY (Société Anonyme) Verwendung von Polythioharnstoffen zur Verhinderung oder Herabsetzung der Krustenbildung von Polymerisationsreaktoren für PVC.
FR2631966A1 (de) * 1988-05-24 1989-12-01 Solvay

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