Schütze Es ist praktisch ausgeschlossen, stählerne >4clrützen als Wehrverschlüsse, zum Einbau in Dämme, Wasserläufe und dergleichen der art zu bauen, dass sie die abzuschliessenden Öff- mrngen genau auszufüllen vermögen. Es ist ferner unmöglich, Dämme oder Wände aus Beton so zrr bauen, dass die Schützen genau in die vorhandenen Öffnungen passen.
Hierbei ist zu bei-iicksiehtig,en, dass Schützen Tempera turänderungen unterliegen, die eine Änderung der Abmessungen der Stahlkonstruktionen zur Folge haben.
Es ist deshalb notwendig, eine Schütze so herzustellen, dass nach dem Einbau zum Ausgleich von nicht zu vermeidenden bau lichen L'n#renaui,-keiten und Temperaturein- flüssen ein gewisses Spiel zwischen der Schütze und den die Öffnung begrenzenden Bauteilen vorhanden ist, das zur Verhinderung von Leek- verlusten und zur Erreichung einer guten :lbsehlussla-e mittels eines Dichtungsmittels überbrückt -erden muss.
Die Erfindung betrifft eine zum Einbau in 1>annnöffnung en, Wasserläufe und dergleichen bestimmte 'Schütze, die dadurch gekennzeiclr- riet ist, dass sie an beiden Seitenrändern und am unterer Rand ein im Querschnitt U-förmiges, nach aussen sieh öffnendes Profilstück auf weist, in das ein Dichtungsstreifen aus flexib lem Material eingesetzt ist, der teilweise über das offene Ende des Profilstückes vorsteht,
ferner dass zwischen dem Grunde des letzteren und der Riiekseite des Dichtungsstreifens ein zur Aufnahme eines diesen Streifen nach aussen drückenden Druckmittels bestimmter Zwischenraum vorhanden ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegen stand beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig.1 eine in eine Dammöffnung einge baute Schütze im Aufriss, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1 in grösserem Massstabe, Fig. 3 einen Schnitt durch den untern Teil einer geneigten flachen oder gekrümmten Schütze, Fig. 4 einen Schnitt durch einen Teil einer Schütze gemäss einer geänderten Ausführungs form des Dichtungsstreifens,
Fig. 5 den Dichtungsstreifen einer Schütze ähnlich derjenigen nach Fig. 4 mit einer Vor richtung zur Unterdrucksetzung desselben und Fig. 6 einen Schnitt durch ein Ventil der Vorrichtung zur Unterdrucksetzung des Dich tungsstreifens gemäss Pig. 5.
Der untere Rand einer Schütze liegt öfters direkt. auf einer in den Beton eingelassenen Stahlplatte auf, in welchem Falle eine voll ständige Abdichtung dadurch erreicht werden kann, dass die miteinander in der Abschluss- lage der Schütze in Berührung stehenden Teile der letzteren und der Bodenplatte genau bearbeitet sind.
Es hat sich aber auch in sol chen Fällen als zweckmässig erwiesen, den untern Rand der Schütze mit einem Dich tungsorgan zu versehen und nicht. nur deren Seitenränder, zwecks Berücksichtigung des j'mstandes, dass die Naehbearbeitung der ge nannten Flächen in der Regel sehr hoch sind und class solche nachbearbeitete Flächen der allmählichen Zerstörung durch Korrosion und Rost unterliegen, so dass nach Eintreten der artiger Schäden Leckverluste unvermeidlich werden.
Die Ausführungsform nach Fig.1 zeigt eine in eine Damenöffnung eingebaute Schütze mit einer vorzugsweise aus Metall her gestellten Frontplatte 10. Zu beiden Seiten der Schütze ist die Danunöffnung durch eine flauer 12 begrenzt. Der unterhalb der Schütze befindlielie Teil der Öffnung ist, gleich falls als die beiden Mauern verbindendes Mauerwerk 14 ausgeführt, auf dem der untere Rand der Schütze aufzuliegen kommt.
Die Frontplatte 10 ist an den Übergangsstellen 16 von den Seitenrändern zum untern Rand ab gerundet zwecks Anpassung an die Abrundun gen 18 im Mauerwerk. Der untere Rand der Platte 10 liegt bei geschlossener Schütze mehr oder weniger dicht schliessend auf dem Mauer werk der Sohle 14 auf. Zwischen den Seiten rändern der Platte 10 und dem Mauerwerk 12 ist aber ein gewisses Spiel 20 vorhanden, das bedingt, ist durch Ungenauigkeiten in der Kon struktion der Schütze und des Mauerwerkes um. um Dehnungen der Metallteile unter dem Einflusse von Temperaturerhöhungen zu er möglichen.
Längs der beiden Seiten und des untern Randes der Platte 10 ist ein im Querschnitt U-förmi-es, nach aussen öffnendes 3letallprofil 22 auf der einen Plattenseite derart befestigt, dass die freien Schenkelränder bündig mit den Rändern der Platte 10 sind. In das Metall profil 22 ist ein Futterstüek 24 von ebenfalls U-förmigem Querschnitt eingesetzt, das aus einem korrosionsbeständigem. Metall, z. B. Mes sing, Aluminium oder rostfreiem Stahl, be steht. Die Teile 22, 24 bilden das im Quer schnitt U-förmige, nach aussen sich öffnende Profilstück.
Als brauchbar hat sieh für das Futterstück ein Material erwiesen, das aus ge- wöhnlichem Stahl hergestellt und mit einer aufgewalzten Lage aus rostfreiem Stahl ver- sehen ist.. Die offenen Seiten der U-Profile sind gegen das 'NTauerwerk der Dammöffnung ge richtet. In das 3Tauerwerk 12 ist zu beiden Seiten der Schütze eine Stahlplatte 26 mit einem Belag 28 aus rostfreiem Stahl bündig eingelassen.
Ein flexibler Diehtungsstreifen in der Form eines Streifens aus Gummi oder Kunst stoff, oder an dessen Stelle ein Dichtungsstreifen aus Metall, ist in das Profilstück 22, 21- ein gesetzt.
Der Diehtungsstreifen ist als Organ 32 mit längliehem Querschnitt und einem ab gerundeten, über das Profilstüek 22, 2.1 vor stehenden Rand ausgebildet, der mit der Ein lageplatte 26, 28 im Mauerwerk der Damm öffnung zur Erzielung eines vollständigen Ab- selihisses bei geschlossener Schütze in Berüh rung steht.
Der Diehtungsstreifen sitzt voll ständig abdichtend zwischen den Schenkeln des Futters 24-, lässt sieh. aber innert bestimm ter Grenzen bei Vorhandensein eines Druckes in dem vom Dichtungsstreifen und vom Futter begrenzten Raumes innerhalb des letzteren ver schieben, um seine abdichtende Funktion in 3'orbindung mit der Einlage 26, 28 erfüllen zii können. Es haben siele Diehtungsstreifen mit.
abgerundeten Flächen an der abzudiehtenden Stelle wegen des damit verbundenen minimalen Reibungswiderstandes beim Öffnen und Schliessen der Schütze als ausserordentlich zweekmässig und giinstig erwiesen.
Das U-förmige Profilstück 22, 21 ist mit der Frontplatte 10 durch eine bündig mit dein Rand der Platte liegende Schweissnaht 36 und eine weitere Schweissnaht. 38 am Ende des an der Platte anliegenden Schenkels verbunden. Damit der Dichtungsstreifen bei geöffneter Schütze nicht. aus der Füllung herausfällt, sind die Ränder der der Platte abgekehrten Sehen kel der beiden Profilteile 22, 24 zwecks Ver kleinerung der Öffnung am offenen Ende und Bildung eines Anselilages 40 nach einwärts gebogen.
Der Diehtungsstreiten 32, der die beiden Seiten und den untern Rand der Schütze abdichtet, ist vorzugsweise aus einem Stück hergestellt und durch ein ein Kabel bil dendes Drahtseil 42 im Futter festgehalten. Innerhalb des abgerundeten, durch das Futter und den Dichtungsstreifen begrenzten Zwi- schenraumes 64 kann ein elektrischer Heiz- leiter 44 mit Isolation 46 untergebracht sein.
Der Dichtungsstreifen 32 weist an seinem innerhalb des Futters '?4 steckenden Rand flexible Lappen 48 auf, die lose an den par allelen Innenseiten der Sehenkel des Futters anliegen und sieh an letztere als Diehtung-s- org-ane anpressen, wenn sie von innen leer unter Druck gesetzt werden.
Innerhalb des ab gerundeten Teils des Dichtungsstreifens ist ein durchgehender Kanal 50 ausgespart zwecks Vergrösserung der Elastizität des umschlie- 2,enden Diehtungsstreifenteils und zur Ermög- lichun- der Durehleitun- von heissem Wasser. wenn sieh dies bei Frostgefahr als notwendig erweist. Im.
Dichtungsstreifen 32 ist das Drahtseil 42 eingeschlossen, dessen beide En den 52 herausgeführt und mit, am obern Rand des ','eliiitzeias befindlielien Trägern verbun den sind. Jeder Träger weist eine Kabelfas sung 54 auf, in der das Drahtseilende gefasst ist..
Die Öse der Kabelfassung steht, in Wir kungsverbindung mit einem Schraubenbolzen 56, iler durch den einen Flansch eines Z- I:isen s 58 ragt und mittels einer aufgesetzten lluttei# 60 fesnrelialten ist. Der andere Flansch de, Z-Eisens 58 ist am obern Rand des Schüt- zetis mittels Schraubenbolzen 62 befestigt.
An Stelle der Schraubenbolzen 62 könnten auch andere Befestigungsmittel vorgesehen sein.
Die linden des Heizleiters lassen sieh finit einer nicht gezeichneten Stromquelle verbin den, damit der Zwischenraum, das U-förmige Fetter und der Dielltungsstreifen genügend aufgeheizt werden können und der letztere hei Frost im Futterstück beweglich bleibt.
\'orzu'sweise ist miclist jeder der untern Ecken der Schütze ein Rohr 70 (Fig. 1) vor ,gesehen, das durch die U-Profile 22 und 2-I Ii@i'iilii,t ist, in den Zwischenraum 64 aus- niüiidc>l, und an ein auf der Wasserseite der Schütze befindliches Dreiwegv entil 72 mit einem Auslassrohr 74 angeschlossen ist,
-elch letzteres dureli die Frontplatte 10 sieh er streckt und nach dessen Aussenseite --eführt ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Schütze in bezug auf die in die Mauer 12 eingelassene Stahlplatte 26 schräg gestellt. Die Ausführungsform nach Fig.4 und 5 unter scheidet sich von derjenigen -nach Fig. 2 da durch, dass ein Dichtungsstreifen 30 von kreis ringförmigem Querschnitt vorgesehen ist.
Befindet sich das Ventil 72 in der in Fig. 6 gezeigten Lage, tritt unter Druck ste hendes Wasser durch das Rohr 70 in den Zwi schenraum 64 hinter dem Dichtungsstreifen 32 oder 30 ein und bewirkt ein Anpressen des letzteren an die im Mauerwerk eingelassene Platte 28. Auf diese Weise wird das zwischen dem Mauerwerk und der Schütze vorhandene Spiel durch den Dichtungsstreifen sicher ab gedichtet. Uni den Wasserdruck vom Dich tungsstreifen wegzunehmen, wird das Ventil 72 um 90 in die Stellung nach Fig. 5 ge dreht, in der die Rohre 70 und 74 miteinander verbunden sind, so dass das im Zwischenraum 64 befindliche Wasser nach der der Wasser seite abgekehrten Schützenseite abfliessen kann.
Es lässt sich somit der Dichtungsstrei fen durch den Wasserdruck, der auf der Was serseite des Dammes herrscht, aal das die Dammöffnung begrenzende Mauerwerk an pressen, und es konnte festgestellt werden, dass dabei die Berührungsfläche des Dich tungsstreifens etwa 1/3 seiner Breite ausmacht. Der Kanal 50 im Dichtungsstreifen 32 er höht dessen Flexibilität in dem Sinne, dass er sich ausserordentlich gat an verhältnis mässig grosse Unebenheiten der Oberfläche des llanerwerkes anzupassen vermag.
Der auf der Wasserseite des Dammes herr schende Wasserdruck genügt- in der Regel, um den Dichtungsstreifen so stark an die Berüh rungsflächen des Mauerwerkes anzupressen, dass keine Leckverluste vorkommen. Die U- Profile mit dem Dichtungsstreifen können an ihren obern Enden auch geschlossen und mit einer Druckwasserleitung in Verbindung bringbar sein, so da.ss nach der Einfühlung von Druckwasser in den Zwischenraum in dieseln ein höherer Druck auf den Dichtungsstreifen wirksam ist als dem Drucke auf der Wasser seite des Dammes entspricht.
Die Dichtungsstreifen können auf der einen oder andern Seite der Frontplatte angeord net sein. Wenn mit Frostgefahr gerechnet werden muss, ist die Anordnung auf der Was serseite vorzuziehen, während die Anordnung auf der der Wasserseite abgekehrten Seite bei Schützen in warmen klimatischen Verhältnis sen bevorzugt wird.
Fig.3 zeigt. die Anordnung eines Dich tungsstreifens am untern Rand einer ge krümmten Schütze 11, der wenig von der Form der Dichtung an den Seitenteilen der Schütze abweicht. Der Dichtungsstreifen kann in diesem Falle aus einem Stück bestehen und sich sowohl über den untern Rand als auch über die beiden Seitenränder erstrecken, wo bei er und sein Träger am Fusse der :Dauer gekrümmt sind: Es kann der Dichtungsstrei fen in die passende Form gegossen sein und braucht nicht, in die gewünschte Form ge bogen werden.
Am Fusse der Schütze hat der Dichtungsstreifen keine Tendenz, sich in der Längsriehtung zu bewegen, während die Sei tenteile des Dichtungsstreifens wegen des in ternen Druckes eine gewisse Reibung gegen das Mauerwerk aufzuweisen haben. Um zu ver hindern, dass sich die Seitenteile des Dich tungsstreifens strecken oder zusammenziehen und ihre Lage entsprechend verändern, ist das als Träger des Dichtungsstreifens verwendete Drahtseil 42 an den obern Ecken der Schütze mittels der Kabelhalter befestigt, wobei aber die Bewegungsmöglichkeit des Dichtungsstrei fens unter der Wirkung des Wasserdruckes in Richtung auf das Mauerwerk und von diesem weg nicht beeinträchtigt wird und seine Funk tion als Dichtungsmittel erfüllen kann.
Der Dichtungsstreifen 32 gemäss der Aus führungsform nach Fig. 3 weist wie die übri gen Dichtungsstreifen ebenfalls einen Kanal 50 zum Durchlassen von heissem iVasser zwecks Beseitigung jeder Frostgefahr auf, welches Wasser aber auch in das eine obere Ende des U-förmigen Profils, das heisst in den Zwischen raum 64 eingegossen oder eingelassen werden kann. Die Tiefe des U-Profilstückes 22, 24 und die Abmessungen des Dichtungsstreifens sind derart bemessen, dass letzterer sieh sowohl im Profil nach einwärts als auch nach aus wärts in Anpassung an die abzuschliessende Öffnung bewegen kann, ohne dass er dabei gestreckt wird.
Es lassen sich dadurch einige Schwierigkeiten, die sieh beim Abdichten von mittels Sehützen abzuschliessenden Öff nungen mittels der bekannten Dichtungsmit tel ergeben, vermeiden.
Der Dichtungsstreifen kann im Bedarfs falle leicht durch einen andern Streifen er setzt werden, ohne dass dabei eine Mehrzahl von Schraubenbolzen gelöst werden müssen, die, wenn sie verrostet sind, zerstört und durch neue Bolzen ersetzt werden müssen.