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Siloabdeckung
Im Stammpatent Nr. 213327 ist eine Siloabdeckung geschützt, die aus einem mit einer hochgezogenen Bordwand versehenen Deckel aus luft-und feuchtigkeitsundurchlässigem flexiblen Material besteht, der auf'das Silogut aufgelegt und dessen Bordwand mittels eines aufgepumpten Luftschlauches versteift wird, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der auf dem aus wasserfestem, vorzugsweise aus säurefeste, flexiblen, flächenartigen Gebilde aus Kunststoff oder mit Kunststoff imprägniertem Textilmaterial, z. B.
Segeltuch, bestehende Deckel, bei welchem die Scheibe mit der Bordwand sowie gegebenenfalls vorhandene Verbindungsstellen der die Scheibe bildenden Bahnen durch Schweissung luft-und wasserundurchlässig gemacht sind, angeordnete aufgepumpte Luftschlauch sich radial nach innen gegen einen starren Ring abstützt und die Bordwand gegen die innere Silofläche presst.
Der AbstUtzring besteht aus einem U-förmig profilierten Metall, vorzugsweise Aluminium, in dessen gegen die Bordwand gerichtete Öffnung der Luftschlauch eingelegt ist, wobei der Ring mit dem luftleeren
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schetten vereinigt und durch Schraubenbolzen verspannt sind. Die einander zugekehrten Enden der Segmente sind mit gegen die Enden zu offenen Schlitzen versehen, in welche die Schraubenbolzen eingesteckt sind, um die Segmente gegeneinander verschieben zu können.
Die bei der Siloabdeckung verwendete Spreizeinrichtung gewährleistet eine einwandfreie Abdichtung des Deckels gegen die Siloinnenwand, u. zw. auch bei gegebenenfalls vorhandenen Unebenheiten dersel- ben bzw. Abweichung von der Kreisform des Silos. Die notwendige Anwendung eines aufblasbaren Luftschlauches zeitigt aber den Nachteil, dass dieser beim Aufbringen bzw. Abnehmen des Deckels bzw. bei einer durch Ausserbetriebsetzungeines Silos bedingten Lagerung leichtbeschädigt oder überhaupt unbrauchbar werden kann.
Gemäss vorliegender Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass an Stelle des Luftschlauches eine Spreizeinrichtung verwendet wird, die aus Ringsegmenten besteht, die gegen die Bordwand des Deckels zu je mit einem Belag aus elastischem Material, vorzugsweise Schaumgummi, Schaumkunststoff od. dgl., versehen und an ihren Enden mit Spannorganen, zweckmässig Spannschrauben zu einem Spannkranz veränderlichen Durchmessers verbunden sind. Vorzugsweise besteht jedes Ringsegment aus einem entsprechend der Siloinnenwand gebogenen Stück Flachmetall, zweckmässig Flachstahl, das an seiner Aussenfläche mit einem aus elastischem Material bestehenden Belag versehen ist und dessen abgewinkelte EndenMuttergewinde mit gegensinniger Steigung für Spannschrauben mit analoger gegensinniger Gewindesteigung aufweisen.
Die Dicke des vorzugsweise aus Schaumstoffen bestehenden Belages ist mindestens so gross als ein Drittel seiner Querschnittshohe, um beim Erweitern des Spannkranzes einen entsprechenden Anpressdruck an der Bordwand zu erhalten, so dass ein dichtes Anliegen derselben an der Siloinnenwand gewährleistet ist.
Zweckmässig ist zwischen den Enden der vorzugsweise aus Schaumstoffen bestehenden Beläge zweier benachbarter Segmente des in den Deckel eingelegten Spannkranzes und der Bordwand des Deckels eine Einlage aus einem Metall-oder Kunststoffstreifen vorgesehen, um auch im Zwischenraum zwischen den Enden der mit Schaumstoff belegten Segmente ein dichtes Anliegen der Bordwand gegen die Siloinnenwand zu sichern.
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Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Siloabdeckung wird bei ebenso einfacher Bedienung ein gleich dichter Abschluss erzielt, wie bei Verwendung eines Luftschlauches als Spreizeinrichtung ; durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Spreizeinrichtung wird jedoch eine erhöhte Widerstandsfestigkeit gegen Beschädigungen und somit eine erhöhte Betriebssicherheit erzielt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den oberen
Teil eines Silos im Vertikalschnitt und die Fig. 2 eine. Draufsicht dazu.
Mit 1 ist die Wand eines zylindrischen Silos und mit 2 das Silogut bezeichnet, auf dem der Deckel 3 liegt, der eine hochgezogene Bordwand 4 zylindrischer Form aufweist, die sich gegen die Innenfläche der
Silowand 1 legt und nicht dargestellte, an sich bekannte Handhaben besitzen kann, um den Deckel auf das Silogut aufsetzen und von ihm abnehmen zu können.
Innerhalb der Bordwand 4 ist möglichst nahe dem Deckel 3 ein Spannkranz vorgesehen, der aus den
Segmenten 6 besteht, die aus einem Flachmetall, zweckmässig Flachstahl, entsprechend der inneren Si- lowand geformt sind und zu Laschen abgebogene Enden 7 aufweisen, von welchen eine Lasche ein rechts- gängiges und die andere ein linksgängiges Muttergewinde aufweist. Je zwei Segmente 6 werden mit einer
Spannschraube 8 mit analogem rechts-und linksgängigen Gewinde verbunden, so dass die Segmente 6 mit den Spannschrauben 8 zum Ausbau des Deckels zusammengezogen bzw. zur Abdichtung des Deckels auseinandergedrückt werden können. Die Segmente 6 sind an ihren radial nach aussen gerichteten Flä- chen mit einem Belag 9 aus elastischem Material, vorzugsweise Schaumgummi, Schaumkunststoff od. dgl. versehen, der mit den Segmenten 6 durch Ankleben, Schweissen, Nieten od. dgl. verbunden ist.
In Fig. 1 ist der Schaumstoffbelag 9 links der Mittellinie im entspannten und rechts derselben im gespannten Zu- stand dargestellt.
Das Abdecken des Silos erfolgt in der Weise, dass auf das Silogut 2 der Deckel 3 aufgebracht und die
Bordwand 4 gegen die Siloinnenwand gelegt wird. Hierauf wird der aus den Segmenten 6 und Spann- schrauben8 gebildete Spannkranz auf den Deckel 3 gelegt und je eine Einlage 11 aus Metall- oder Kunststoffstreifen bei den Lücken zwischen den Enden der Schaumstoffbeläge 9 zweier benachbarter Segmente 6 und der Innenfläche der Bordwand 4 des Deckels geschoben.
Nun werden die Spannschrauben 8 in dem
Sinne verdreht, dass sich die Laschen 7 voneinander entfernen und die Segmente 6 radial nach aussen wan- dern, wobei deren Schaumstoffbeläge 9, entsprechend dem durch die Schrauben 8 bewirkten Druck, zu- sammengedrückt werden und den auf sie ausgeübten Druck elastisch auf die Bordwand zum grossen Teil direkt und zu einem geringen Teil über die Einlagen 11 indirekt übertragen. Dadurch wird die Bordwand an ihrem ganzen Umfang dicht gegen die Innenwand des Silos gedrückt, so dass ein luftdichter Abschluss des Silogutes erzielt wird.
Wenn der Deckel 3 geöffnet werden soll, so werden die Spannschrauben 8 im entgegengesetzten Sinn verdreht, wodurch die Segmente 6 radial nach innen wandern und die Schaumstoffbeläge 9 von der Bordwand 4 abdrücken, so dass die Spreizeinrichtung samt dem Deckel vom Silogut 2 abgenommen und aus dem Silo 1 entfernt werden kann.
Die Erfindung soll selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt sein.
So können beispielsweise die Ringsegmente 6 völlig starr und aus irgendeinem Profilmaterial oder selbst aus einem dünneren elastischen Bandmaterial bestehen. Erfindungswesentlich ist, dass zwischen den Segmenten und der Bordwand ein Belag aus elastischem Material vorgesehen ist. Auch das radiale Verschieben der Segmente kann mit andern an sich bekannten Spannorganen, wie Keilen, Strammernod. dgl. statt der Spannschrauben erfolgen. Mit einem Spannkranz, bei dem die Segmentenden im entspannten Zustand ganz eng nebeneinanderliegen, kann die Siloabdeckung auch ohne Anwendung von Einlagen 11 am Bordrand abdichten, weil die Schaumstoffbeläge 9 beim Zusammendrücken über den Segmentrand hinaustreten.
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