CH324232A - Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Ersetzen eines durch eine Fadenprüfmaschine von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Ersetzen eines durch eine Fadenprüfmaschine von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule

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CH324232A
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Walter Dipl Ing Gegenschatz
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Zellweger Uster Ag
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    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
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Description


  



  Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Ersetzen eines durch eine   Fadenpriifmaschine    von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule
Es ist bei der Prüfung von Fä, den, z. B.   auf Rei#festigkeit,    vorteilhaft, wenn sich die Prüfung auf mehrere Spulen ein und desselben Materials erstreckt, weil damit mehr   Ein-      flussgrossen    bei der Beurteilung   mitberüek-      siehtigt    werden, als wenn sich die Prüfung auf f eine Spule beschränkt.

   Bei selbsttätig ar  beitenden      Fadenpriifmaschinen    führt jeder Wechsel der Spule zu einem Unterbruch in der Fadenprüfung und zwingt die   iiber-      wachende    Person, sich häufiger mit der   Priif-      machine    zu beschäftigen, als wenn bei der Prüfung einer bestimmten, gesamten Fadenmenge das Prüfmaterial nur von einer   einzi-    gen Spule genommen wird. Es sind deshalb sehon   Fadenprüfmaschinen bekannt,    bei welchen jeweilen nach der Prüfung   einer vor-    bestimmten Fadenmenge vom Faden einer Spule selbsttätig zum Faden einer andern   Spule geweehselt    wird.



   Es ist bei solchen Fadenprüfmasehinen ferner ein Vorteil, wenn auch die   Faden-    feinheit der geprüften   Fadenstreeke      bestimrnt    werden, kann. Zu diesem Zweeke ist es   notig,    das   Cewicht    der geprüften Strecke und auch die gesamthaft geprüfte Fadenlänge zu kennen.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum selbsttätigen Ersetzen des durch eine Fadenprüfmasehine von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule.



   In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung   dargestellt.Dabeibedeuten    :
Fig. 1 eine perspektivisehe Ansicht der Einrichtung mit der schematisch angegebenen   Fadenprüfmasehine    beim Beginn der   Prii-    fung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teils der Einrichtung im Zeitpunkt des   Er-      sa. tes    des Fadens der ersten Spule durch   7en    Faden der zweiten Spule.



   In Fig.   1    bedeutet 6 eine schematisch dargestellte selbsttätig arbeitende   Fadenprüf-    machine bekannter Art, z. B. ein, Fadenprüfmaschine zum selbsttätigen, wiederholten Prüfen von Fadenstückstigkeit und Bruchdehnung. Ein zu Beginn der Prüfung von Hand über eine Fadenführung 5 eingelegter   r Faden l, welcher    von einer Spule 1' abgezogen wird, wird von   der Priif-    maschine geprüft und nach beendeter Prüfung wird der Faden selbsttätig in bekannter Weise nachgezogen und ein neues Stück desselben zur   Prüfung bereitgema. cht. Eine    von der   Fadenprüfmaschine    angetriebene Welle 7 ma, eht dabei für jedes Arbeitsspiel der ersteren genau eine Umdrehung.



   Die Einrichtung zum Ersetzen der zu prüfenden Fäden besteht aus den im folgenden beschriebenen Teilen :
Auf einem mit der   Fadenprüfmaschine    verbundenen Grundbrett 8 dient ein Spulen   gatter zur Aufnahme von beispielswetse    vier Spulen, 1', 2', 3'und 4'. Mit einem Arm
9 ist ein Rechen 10 ebenfalls fest mit dem   Grundbrett verbunden, welches Schlitze    10' zur Aufnahme der von den Spulen   abgezoge-    nen Fäden trägt.. Eine in der Prüfmaschine selbst drehbar gelagerte Welle 11 trägt ein aus zwei Segmente 12 und 13 bestehendes Gestell, wobei beide Segmente ebenfalls mit zur Fadenaufnahm, e dienenden Schlitzen   12'    und 13'versehen sind. Auf dem Segment 12 sind Fadenklemmen   14      bekannter Art vor-    gesehen.

   Mit dem Segment 12 Test verbunden ist ein gezahntes   Sperrsegment    15, dessen Zähne 15'im Eingriff sind mit Sperrklinken 16 und 17.



   Die Sperrklinke 16 ist dabei fest   verbun-    den mit einer im Gehäuse der Fadenprüfmasehine drehbar gelagerten Welle 18, während die Sperrklinke 17 auf der Welle 18 drehbar gelagert ist und durch ihr Eigengewicht in Eingriff mit den Sperrzähnen 15' gebracht wird. Die Sperrklinken 16 und 17 sind dabei im Verhältnis zu den Sperrzähnen 15'derart bemessen, dass bei in Eingriff befindlieher Sperrklinke 16 deren   rüekwärtige    Verlängerung die Klinke 17 mit Hilfe des an ihr befestigten Zapfens   17' au#er    Eingriff nebt, und dass beim Ausheben der Klinke 16 6 die Spitze der Klinke 17 dabei auf die Spitze des nächstliegenden Zahnes 15' trifft.



   Eine im Segment 13 und in einem Osenbolzen am Gehäuse der   Fadenprüfmaschine    eingehängte Feder 19 ist bestrebt, beide   Seg-    mente   12    und   13    sowie das   Sperrsegment 15    im Uhrzeigersinne zu drehen.



   Am Gehäuse der Fadenprüfmasehine ist ein Arm   20    befestigt, der an n seinem andern Ende eine Knüpvorrichtung 21 bekannter   Art trägt, welche durch Abwärtsdrücken    des Hebels 22 betätigt wird. Ein mit einem Schlitz   24    versehener Hebel 23   arbeitet zu-    sammen mit einem auf dem Hebel 22 ange  brachten    Zapfen 25 und ist unten angelenkt an einen Doppelhebel 26, der auf der   Alise    18 fest gelagert ist. Das andere Ende des Doppelhebels trägt eine   Laufrolle-27, die XU-    sammenarbeitet mit einem Nocken 28, welcher auf der Welle 7 befestigt ist.

   Die Rolle wird gegen den Nocken gedrüekt durch die Wirkung einer Zugfeder   29,    die in einem Ösen  bolzen 30 auf dem Grundbrett    8 eingehängt ist und den Hebel 26 im   Gegenuhrzeigersinne    zu drehen   verstleht.    Ein Hebel 31,   weleher    eine   Rolle 32 trägt,    ist auf der Welle 18 be  festigt.    Die Rolle 32 arbeitet zusammen mit einem Nocken 33, der mit dem Zahnrad 34   -stai--r    verbunden ist und lose auf der Achse   35    dreht. Das Zahnrad   34    steht im Eingriff mit dem Ritzel 36, welches mit der Welle 7 dreht.



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende :
Vor dem Beginn der Prüfung werden die   Spulen 1'usw.    bis 4' auf dem Spulengatter   aufgesteckt und die Fäden 1, 2, 3, 4 werden,    vorzugsweise bei 4 beginnend, in der in Fig. 1 gezeichneten Art in die Sehlitze der Segmente 12 und 13 eingelegt. Die Enden der Fäden 2, 3, 4 werden dabei in den Fadenklemmen 14 4 in der ebenfalls in Fig.   1    angegebenen Weise festgeklemmt. Der Faden 1 wird von den   Seg-    menten aus über die Fadenführung 5 in den Fadenprüfapparat eingelegt und darauf der   Prüfapparat    in Gang gesetzt.



   Bei jeder Prüfung dreht   sieh,    wie oben angegeben, die Welle 7 einmal um ihre   Alise,    was zur Folge hat, dass die Laufrolle 27 einmal über die Vertiefung des Nockens 28 geführt wird. Der Doppelhebel 26 und damit die Welle 18 können   aber mur    dann unter dem Einfluss der Feder   29    eine Schwenkbewe  giing    ausführen, wenn sich der Nocken 33 in derjenigen Stellung befindet, in der die Laufrolle 32 bei der Vertiefung steht. Dies ist je nach der gewählten Übersetzung der Räder   34    und 36 nach einer bestimmten   Anzahl Um-    drehungen der   AN'elle    7, das heisst also nach einer bestimmten von der Prüfmaschine 6 geprüften Fadenlänge von der Spule 1'der Fall.

   Bei der Schwenkbewegung der Welle 18 gerä dann zuerst die Klinke 16   au#er      Ein-    griff, worauf die aus den beiden Segmente 12 und 13 und dem   Sperrsegment 15    bestehende   Grappe    unter der Einwirkung der Feder 19 sich im Uhrzeigersinne dreht, bis das   Sperrsegment von    der Klinke 17 wieder aufgefangen wird. Dies hat zur Folge,   da#    der Faden 1 und die Streeke 2"des Fa. dens 2, welche zwisehen den Segmenten 12 und 13 aufgespannt liegen, in den Bereich der Knüpfvorrichtung 21 gelangen. Während desjenigen Teils der Schwenkbewegung des Doppelhebels 26, welche die Weiterschaltung der Segmente verursacht, wird auch der Hebel   23      nach    unten gezogen.

   Der Zapfen 25 des Ilebels 2 gleitet dabei vorerst im Sehlitz 24 des Hebels 23, ohne die   Knüpfvorriehtung    zu betätigen. Erst im   weiteren Verlallf der    Schwenkbewegung, wenn die Fäden bereits im Bereich der Knüpfvorrichtung liegen, wird der   Zapfen 25    im   obern    Ende des Schlitzes   24 gefangen,    worauf der Hebel   22    nach unten gezogen und damit die   Knüpf-    vorrichtung betätigt wird. Sie verbindet in bekannter Art die beiden vom Segment 13 herkommenden Enden der Fäden   1    und   2"    und schneidet   gleichzeitig    die zum Segment 1: 2 führenden Enden ab.



   In Fig. 2 ist dargestellt, wie die durch den von der   Knüpfvorrichtung    hergestellten Knoten 37 verbundenen Enden der Fäden 1 und 2 durch die Fadenprüfmaschine aus dem ersten Schlitz 13' des Segmentes 13 herausgezogen werden und die abgeschnittenen Enden 38 und 39 der Fäden 1 und   2    auf der andern Seite aus der Knüpfvorrichtung herausfallen. Es ist. leicht einzusehen, dass auf diese Weise beim Weiterziehen des Fadens 1 durch die Prüfmaschine naeh einer gewissen Strecke der Faden 2 an Stelle des Fadens 1 tritt.



   Bei der Weiterdrehung der Well, e 7 tritt der Doppelhebel 26 die   Rüekwärtsbewegung    an und führt den Hebel   23    und damit   aneth    den Hebel 22 wieder in die Ausgangsstellung zurück. Am Ende der Rückwärtsbewegung   greift aueh die    Klinke 16 wieder in einen Zahn des Sperrades 15 ein und hebt im letzten Teil der Bewegung die Klinke 17   au#er    Eingriff.

   Nach der beendeten   Schwenk-    bewegung des Doppelhebels 26 befindet sich die   ganze Vorriehtung    wieder in der Ans  gangslage,    abgesehen   davon, da#    die Segmente   12    und   I3 sich    mit dem   Sperrsegment      15    um eine Zahnteilung 15'verschoben haben.



  Der Faden 2 übernimmt jetzt die Rolle des Fadens   1    und   derFaden    3 diejenige des Fadens 2. Nach einer durch die Übersetzung der Räder 34 und 36 gegebenen Anzahl Umdrehungen der Welle 7 wird sich der oben ge  schilderte    Vorgang wiederholen, und es wird der Faden 3 an den Faden 2 angeknüpft werden.



   Da vom Prüfapparat immer die gleiche Fadenlänge pro Umdrehung der Welle 7 nachgezogen wird und sich infolge des Wechsels der Füden auch keine Änderung in der nachgezogenen Fadenlänge ergibt,   lä#t    sich aus der Anzahl der Umdrehungen der Welle 7 leicht die   gesamtha. ft geprüfte Fadenlänge    und, in Verbindung mit einer Wägung der geprüften Fadenstücke, die Fadenfeinheit der gesamten geprüften Fadenmenge berechnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum selbsttätigen Ersetzen eines durch eine Fadenprüfmaschine von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule, da, durch gekennzeichnet, dass die Spulen der nacheinander zw prüfenden Fäden vor dem Beginn der Prüfung miteinander auf ein Spulengatter gesteckt und die Fadenanfänge von Hand abgezogen und auf einem Gestell aufgespannt werden, und dass eine Knüpfvorrichtung jedesmal, nachdem die Fadenprüfmaschine eine vorgegebene Fadenlänge von einer Spule geprüft hat, den Faden der eben geprüften Spule absehneidet und das auf der Seite der Fadenprüfmaschine liegende Ende des Fadens an den Fadenanfang der nachfolgenden Spule anknüpft.
    II. Einrichtung zur Durehfiihrung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Spulengatter für die nacheinander zu prüfenden Spulen, ein Gestell, auf welches die Fadenanfänge der zu prüfenden Spulen aufgesteckt werden kön nen, eine Knüpfvorriehtung und eine von der Fadenprüfmaschine betätigte Antriebsvorrichtung für eine Relativbewegung des Ge itelles gegenüber der Knüpfvorrichtung und zur Betätigung der Knüpfvorrichtung aufweist, und dass jedesmal, nachdem die Faden prüfmasehine eine vorgegebene Fadenlänge von einer Spule geprüft hat, die Antriebsvorrichtung das Gestell mit den a-ufgespa-nn- ten Fäden und die Knüpfvorrichtung relativ zueinander derart bewegt,
    dass ein Faden- stück der eben geprüften Spule und der Fa denanfang der naehfolgenden Spule in den Bereich der Knüpfvorrichtung gelangen und anschliessend die Knüpfvorrichtung betätigt, welche des Fadenstück der eben geprüften Spule entzweischneidet und das auf der Seite der Fadenprüfmaschine liegende Ende des Fadens an n den Fadenanfang der nachfolgen- den Spule anknüpft.
CH324232D 1954-03-22 1954-03-22 Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Ersetzen eines durch eine Fadenprüfmaschine von einer Spule abgezogenen Fadens durch den Faden einer andern Spule CH324232A (de)

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