Vorrichtung zum Sichten von Tabakblatteilen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung zum Sichten von Tabakblatteilen, versehen mit einem Sichtschacht, in dem das diesem Schacht zugeführte Gemisch der Ta- bakblatteile in leichtere (die Blattmusteile) und schwerere Bestandteile (die Stiele) ge schieden wird, einem mit dem obern Ende des Sichtschachtes verbundenen Saugkanal und einem an diesen Kanal angeschlossenen Sauggebläse zum Erzeugen eines emporstei genden Luftstromes in diesem Schacht.
Sichtvorrichtungen dieser Art werden mei stens in Kombination mit Entrippungsmasehi- nen verwendet. Eine grosse Schwierigkeit bei diesen Sichtvorrichtungen ist das Konstant halten des Luftstromes im Sichtschacht. Nur in einem konstanten Luftstrom kann man den in einer bestimmten Weise entrippten Tabak genau in Blattmusteile und Stiele scheiden. Sobald die Intensität des Luftstromes etwas ab- oder zunimmt, werden Blattmusteile mit den Stielen abgeführt bzw. werden Stiele mit den leichteren Blattmusteilen weggesaugt.
Es hat sich nun herausgestellt, dass der Luftstrom im Sichtschacht für Änderungen im Luftkanal sehr empfindlich ist. Lecke in diesem Kanal setzen den Luftstrom gleich herab. Variationen der Gebläsegeschwindigkeit machen sich auch sofort, in der Intensität des Luftstromes im Sortierschacht erkennbar. Das selbe gilt für das lindern des Widerstandes im Luftkanal, z. B. dadurch, dass das sich in die sem Kanal befindende Sieb sich verstopft oder dass Tabakstaub sich an bestimmten Stellen anhäuft. Schliesslich wird der Luftstrom im Sichtkanal auch durch die sich darin befin dende Tabakmenge beeinflusst.
Es hat sich entsprechend der Erfindung nun gezeigt, dass die Änderungen der Inten sität des Luftstromes, die eine Funktion der Saugkraft des Gebläses ist, mit Hilfe eines Vakuummeters sehr genau angegeben wer den, das in der Nähe des Gebläses am Saug kanal angeschlossen ist. Kleine Variationen der Intensität des Luftstromes, die grosse Un terschiede der Scheidungsleistung dieses Stro mes mit sich bringen, werden augenblicklich von einem solchen Vakuummeter angegeben. Durch ein solches Meter wird die Überwachung einmal eingestellter Maschinen während des Be triebes daher sehr erleichtert.
Bis jetzt erfor derte eine solche Überwachung viel Fach kenntnis oder man musste die aus der Sicht- v orrichtung herauskommenden geschiedenen Erzeugnisse lange Zeit beobachten. Mit Hilfe des Vakuummeters nach der Erfindung sieht man sofort, ob die Wirkung der Maschine von der eingestellten. Wirkung abweicht.
Zum Regeln der Intensität des Luftstro mes im Sichtschacht sind im Luftweg der Vor richtung meistens einstellbare Ventilklappen angeordnet. Es können nun mit Vorteil diese Ventilklappen mit einem Zeiger und einer Skala für deren Standanzeigung zusammen arbeiten und kann das Vakuummeter eine dieser Skala entsprechende Skala aufweisen. Für den Fall, dass die Maschine ohne Fehler arbeitet, muss die Einstellung der Regelklap pen dem Stand des Zeigers des Vakuummeters entsprechen. In einigen Fällen empfiehlt es sich, den Zeiger der Regelklappen und den jenigen des Vakuummeters mit einer gemein samen Skala zusammen arbeiten zu lassen.
Zur Erläuterung der Erfindung dient die Zeichnung, die in Fig. 1 eine Draufsicht und in Fig. 2 eine Seitenansicht einer Entrippungs- maschine mit angebauter Sichtvorrichtung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfin dung darstellt.
Diese Maschine ist in bekannter Weise mit einer Entrippungswalze L'w und einem sich dahinten befindenden Sichtkanal 1' ver sehen. Diese Teile der zusammengesetzten Maschine sind an sich bekannt und brauchen daher keine nähere Erklärung. Im Sicht schacht wird ein emporsteigender Luftstrom dadurch erzeugt, dass mit dein Kasten 1 der Maschine, in den der Sichtkanal 1' mit seinem obern Ende mündet, ein Saugkanal 2 ver bunden ist, der an der Saugleitung des Ge bläses 3 angeschlossen ist.
In diesem Saug kanal 2 sind drei Zyklonfänger 4, 5 und 6 angeordnet, die die mit Tabakstaub geschwän gerte, aus der Entrippungsmaschine kom mende Luft reinigen, bevor diese Luft in das Gebläse 3 gelangt. Durch einen Kanal 7 wird die gereinigte Luft in einen Kasten 8 mit Wendewänden 9 und von dort durch einen Rost hindurch in das Freie geblasen. Mittels eines Bedienungsknopfes 11 kann eine Regel ventilklappe (nicht sichtbar) im Druckkanal 7 eingestellt werden. Diese Klappe dient für die Regelung der Intensität des Luftstromes in der ganzen Luftleitung der Maschine, daher auch des Luftstromes im Sichtschacht.
Der Staub, der sich in der aus dem Kasten 1 ge saugten Luft befindet, wird in geschlossenen Büchsen 12, 13, 14 abgeführt, die periodisch leer gemacht werden müssen. Erfindungsgemäss ist nun ein Vakuum meter 15 angeordnet, das mittels einer dünnen Leitung 16 an einem Punkt des Saugkanals 2 in der Nähe des Gebläses 3 angeschlossen ist. Der Bedienungsknopf 11 der Regelklappe ist mit einem Zeiger 17 versehen, der mit einer Skala 18 zusammen arbeitet. Dieser Zeiger ist in nicht näher angegebener Weise mit einem zweiten Zeiger 19 gekuppelt, der vor dem Manometer 15 angeordnet ist und mit der Skala dieses Meters zusammen arbeitet.
Die Skala 18 und die Skala des Vakuum meters entsprechen einander derart, dass, wenn die Regelklappe mittels des Bedienungsknop fes 11 auf einen bestimmten Skalenwert ein gestellt worden ist, das Vakuummeter 15 auf seiner Skala denselben Wert zeigen muss für den Fall, dass es keine Lecke, Verstop fungen oder sonstige Fehler im Luftkanal der Maschine gibt und das Gebläse mit der rich tigen Leistung arbeitet. Sobald aber ein Leek oder ein anderer Fehler in der Luftleitung auftritt, z. B. dadurch, dass eine der Büchsen 12, 13, 14 nicht gut luftdicht am Zyklon länger befestigt ist, so weicht der Stand des Zeigers des Vakuummeters vom Stand der Zeiger 17 und 19 ab und wird daher ein Fehler signalisiert.