CH321103A - Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffzwischenproduktes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffzwischenproduktes

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CH321103A
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James Doyle Clifford
Kirkly Storer Thomas
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  Verfahren zur Herstellung eines     Farbstoffzwischenproduktes       Die vorliegende Erfindung bezieht sieh  auf ein Verfahren     zur    Herstellung eines     Farb-          stoffnvischenprodtilites,    nämlich des     2-Oxy-3-          naphthoesäux#e-2'-naphthylamid@s.     



  Es ist bekannt,     dass        2--Oxy-3-naphtlioesäure-          2'-naplithylainicl,    ein beim     Azofärbeverfaliren     verwendetes,     wertvolles        Farbstoffzwischenpro-          clukt,    durch     Kondensation    von     2-Oxy-3-na.ph-          thoesäure    mit     ss-Naphthylamin    in Gegenwart  von     Phosphortrichlorid        hergestellt    werden  kann.  



  In den letzten .Jahren     ist    allgemein be  kanntgeWorden, dass     ss-Napht.hylainin        car-          einogene        Eigenschaften        besitzt.    und dass     des-          halb    grösste Sorgfalt walten gelassen werden       russ,    um das Auftreten von     Gesundheits-          yehäden    bei der     Herstellung    und Verwendung  dieser Verbindung zu verhindern.

   Trotz aller       Vorsichtsmassnahmen,    besteht. jedoch bei der       Herstellung    und     Verwendung    dieser     Verbin,     Jung eine Bedrohung der Gesundheit; aus  diesem     Grund    haben mehrere führende     Farb-          stoffabrikanten    die     Herstellung    und     Verwenr          dung    von     ss-Naphthylamin    aufgegeben. In  folgedessen masste auch die Herstellung des  oben genannten wertvollen     Fa.rbstoffzwisehen-          produktes    aufgegeben werden.  



  Es     wurde,    nun ein     Verfahren        zur        Herstel-          lung    des oben genannten     Färbstoffzwischen-          produktes    gefunden, bei welchem kein ss  Naphthylamin und keine andern gefährlichen         carcinogenen    Verbindungen     verwendet    wer  den     müssen.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur     Her-          stellung    von     2-Oxy-3-naphthoe@säure-2'-naph-          thy        lamid    ist dadurch gekennzeichnet,     da.ss        2-          Naphth3rIamin-l-sulfonsäure    oder     eines    ihrer  Salze mit     2-Oxy-3-naphthoesäure    oder einem  ihrer Salze und-     Phosphortrichlorid    in einem       inerten        flüssigen        Medium    erhitzt wird.  



  Das Erhitzen wird     vorzugsweise    in Gegen  wart     eines    Alkalis oder anorganischen Alkali  salzes durchgeführt.  



  Die     als        Ausgangsmaterial    verwendete     2-          Naphthylamin-l-sulfonsäure    ist die bekannte       Tobiassäure,    die durch     Sulfonieren    von     ss-          Naphtho1    und Ersatz der     Oxygrüppe    durch  eine     Aminogruppe        hergestellt    werden kann.  Die     1-Ierstellung        dieses    Zwischenproduktes       bringt    somit keine Gefahren für die Gesund  heit, mit sich.  



       Dass        inerte        flüssige    Reaktionsmedium     ist          vorzugsweise    eine organische Flüssigkeit,     die     oberhalb 100  C siedet. In der     Praxis    haben  sich     Flüssigkeiten,    die     zwischen    etwa 110 und  180  C sieden, als zweckmässig     erwiesen.    Die       Reaktion    wird vorzugsweise beim Siedepunkt  der als     Reaktionsmedium    verwendeten Flüs  sigkeit     durchgeführt.     



  Die     2-Oxy-3-na.phthoesäure    kann in!     ihrer     freien Form     verwendet    werden. Es ist jedoch  im allgemeinen zweckmässiger, ein Mono- oder           Di-alkalimetallsalz    der Säure zu     verwenden.     Die     Tobiassäure    kann in freier Form oder in  Form eines ihrer     Alkalimetallsalze        verwendet     werden.

   Wenn die     Alkalimetallsalze    verwen  det werden sollen, können diese vor der Zu  gabe des     Phosphortrichlorids    gebildet oder  in sitze erzeugt werden,     beispielsweise    durch       Zugabe    von     Natriumhydroxyd.lösung    zu der  freien Säure in einem     inerten,    mit Wasser       rnieht        mischbaren    Lösungsmittel und anschlie  ssende Destillation, um das Wasser durch       azeotrope        Destillation    im     inerten,    mit Wasser  nicht mischbaren Lösungsmittel zu     entfernen.     



  Das     Alkali    oder     anorganische        Alkalisa.lz     kann     beispielsweise        Trinatriumphosphat,        Na-          triumearbonat    oder     Natriumhy        dr        oxyd    sein.

    Es     ist.    im allgemeinen jedoch vorzuziehen,       Dinatriumhy        drogenphosphat    zu verwenden,  da     im        grossteehnisehen    Betrieb in     Gegenwart.     dieses     Phosphats        durchwegs    eine hohe Aas  heute an     Reaktionsprodukt    erhalten     wird.    Das       Dinatriumhydrogenphosphat.    kann gegebenen  falls in sitze im Reaktionsgemisch gebildet  werden.  



  Die zur Beendung der Reaktion erforder  liche Zeit hängt weitgehend von der Tempera  tur und dem verwendeten Verdünnungsmittel  ab.     '#lird    die     Reaktion    in siedendem     XS-lol          durchgeführt,    so.     ist    zur Erzielung der opti  malen Ausbeute eine Reaktionszeit von etwa  15-25 Stunden erforderlich; eine     geite    Aus  beute wird zwar schon mit einer kürzeren       Reaktionszeit,        beispielsweise    von etwa 5 Stun  den, erzielt.  



  Das     Reaktionsprodukt    wird zweckmässig  durch Abkühlen     des        Reaktionsgemisches,    Zu  gabe zu     Natriumcarbonatlösung,        Entfernen     der     als        Reaktionsmedium    verwendeten     inerten          Flüssigkeit.    durch     Waeserdampfdestillation,          Abfilt,rieren    des festen     Produktes,    Waschen  mit Wasser     zwecks        Entfernung    des Alkalis,

    Waschen mit Säure und Waschen mit Wasser       zwecks        Entfernung    der Säure isoliert.  



  \ Der     R.eaktionsmeehanismms    ist noch nicht  völlig     geklärt.    Es wird jedoch     angenommen,     dass die     Tobiassäure    vor Eintreten der     Kon-          densation    nicht     entsulfoniert-    wird.

   Da bei    diesem Verfahren die Arbeiter nicht mit     p-          Naphtlrvlamirr,    sondern mit der     harmlosen          Tobiassäure    umgehen müssen, werden die die       Gesundheit    bedrohenden Gefahren, die durch       ss1-1 < Taphtlrylarnirr        veru.rsaeht    werden, vermie  den.  



  Das folgende Beispiel, in welchem Teile       gewie.htsmässig        angegeben    sind, zeigt, wie     das     erfindungsgemässe Verfahren     durchgeführt     werden kann.  



       Beispiel     96,3 Teile     2-Oxy        -3-naphthoesäure,   <B>35,5</B>  Teile     Dinatriumhvdrogenphosphat        und,        51,$     Teile     45 /aiger        Natriurnhydroxvdlösung    wer  den in 700 Teile     X@-lol        eingetragen.    Das Ge  misch wird gerührt und auf     140     C     erhitzt.     Das     Lösungsmittel    wird     abdestillieren    gelas  sen, bis das Destillat klar     und        wasserfrei    ist.

    Das     Gemisch    wird abgekühlt und, wenn nötig,  mit: einer weiteren     1tIenge        Xylol        versetzt,        um     da.,     Gemisch    auf 505 Teile     zu    bringen. Es       .werden   <B>111,5</B> Teile     Tobia        säure    zugesetzt,       worauf    das     Gemisch    auf 60 C erhitzt wird.

         1m    Verlaufe von     11;i    Stunden werden 30,5  Teile     Phosphortrichlorid        zugesetzt.    Das Ge  misch wird dann unter einem     Rüekflusskühler     auf     1-10     C     erhitzt    und während 24 Stunden  bei     dieser        Temperatur        umgerührt.    Das     Re-          aktionsgemiseh    wird     abgekühlt    und in eine  Lösung von 30 Teilen     1\Tatriumearbonat    in     -100     Teilen     Wasser    

  eingetragen. Das     Xylol    wird       abdes        tilliert,    worauf das     2-Oxv-3-naplrtlroe-          säure-2'-naphthvl@anrid        abfiltriert,    bis zur Er  ziehung     alkalifreier    Waschwasser mit Wasser,  mit. 200 Teilen 1      /oiger    Salzsäure und schliess  lich bis zur Erzielung säurefreier     -#V        asehwas-          ser    mit- Wasser gewaschen und anschliessend  getrocknet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Ox7-3- rraphthoesäure-2'-rr,aphtlrvlamid,dadurch ge kennzeichnet, dass 2-Naplrtlrylarnin-1-sulfon- säure oder eines ihrer Salze mit 2-0xy-3-naplr- thoe.säure oder einem ihrer Salze und Phos- phorerichlorid in einem inerten flüssigen Me dium erhitzt wird.
    EMI0003.0001 UNTDRANSPRCCHD <tb> 1. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> da < l.ureh <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Erhitzen <SEP> in <tb> < < e@g,enwart <SEP> eines <SEP> Alkalis <SEP> oder <SEP> anorganinehen <tb> :111;alisalzes <SEP> durchgeführt <SEP> wird. <SEP> , 2. Verfahren nach Patentanspruch, dar dureli gekennzeichnet, dass das Erhitzen in Gegenwart von Dinatriumhydrogenphosphat durchgeführt wird.
CH321103D 1952-07-09 1953-07-07 Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffzwischenproduktes CH321103A (de)

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