CH320652A - Apparat zum Befestigen von biegsamen Bindeorganen am Rand von Flächengebilden - Google Patents

Apparat zum Befestigen von biegsamen Bindeorganen am Rand von Flächengebilden

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CH320652A
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Spahr Hans
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Spahr Hans
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H1/00Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting
    • D06H1/04Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting by attaching threads, tags, or the like

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Description


  Apparat zum Befestigen von biegsamen Bindeorganen am Rand von Flächengebilden    Das Hauptpatent bezieht sich auf einen  Apparat zum Befestigen von biegsamen       Bindeorganen    am Rand von Flächengebilden,  der eine Auflage für das zu behandelnde Flä  chengebilde und zwei Arbeitsnadeln mit sich  lireuzenden Bewegungsbahnen aufweist, wo  bei die eine Nadel dazu dient, das Flächen  gebilde unter Mitnahme des quer zur Nadel  bahn bereitgelegten, biegsamen Bindeorgans  zu durchdringen zwecks Erzeugung einer  offenen Schleife mit auf der     Unterseite    des  Flächengebildes liegendem Henkel.

   Der Appa  rat weist ferner ein Stellglied auf, welches       dazu    bestimmt ist, den gebildeten Henkel  über den entsprechenden Rand des Flächen  gebildes zu kippen, sowie hochzustellen. und  dadurch in die Bahn der zweiten Nadel zu  bringen, die dazu dient, durch eine ihr er  teilte Hin- und Herbewegung den einen  Schleifensehenkel zu holen und ihn durch den  Henkel hindurchzuziehen zwecks Schliessens  der Schleife.  



  Die     vorliegende    Zusatzerfindung     betrifft     eine weitere Ausbildung dieses Apparates,  welche darin besteht, dass Steuerungsmittel  für die Arbeitsorgane in einem als Handgriff  ausgebildeten Gehäuse untergebracht sind,  das einen in bezug auf die übrigen Gehäuse  teile beweglichen Teil aufweist, welcher selbst  ein Steuerungsmittel bildet und durch  Schliessen der das Gehäuse umspannenden  Hand entgegen denn Einfluss einer Federkraft    betätigbar ist, um den Apparat zur Wirkung  zu bringen.  



  In der beigefügten Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  dargestellt. Es zeigt:  Fig. 1 einen Längsschnitt durch den  Apparat,  Fig. 2 einen andern Längsschnitt längs  der Linie II-II in Fig. 3 durch den Appa  rat, wobei einzelne Teile der Einfachheit  wegen fortgelassen sind,  Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2, teilweise  im Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,  Fig. 4 die Draufsicht zu einem Teil von  Fig. 1,  Fig. 5 einen Teil des Apparates im Schnitt  längs den Linien V-V in Fig. 1 und 2,  Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie  VI-VI in Fig. 4 in gegenüber diesem grö  sserem Massstab und       Fig.    7 einen teilweisen Schnitt.

   längs der  Linie     VII-VII        in        Fig.    3 in gegenüber die  sem     grösserem        Massstab.     



  Das     Gehäuse    des dargestellten Apparates  weist zwei parallel zueinander verlaufende  Platinen 11 und 12 auf, welche durch Stege  13, 11 und 15 im Abstand voneinander ge  halten werden. Ein Teil 16 des Gehäuses ist  in bezug auf das     übrige    Gehäuse beweglich  ausgebildet und zu diesem Zwecke mit Hilfe  eines Zapfens 17 schwenkbar zwischen den  Platinen     11    und 12 gelagert. Auf der dem      beweglichen Gehäuseteil 16 gegenüberliegen  den in Gebrauchslage des Apparates untern  Seite, weist das Gehäuse ferner ein Deekblech  18 auf.

   Das beschriebene Gehäuse ist als  Handgriff ausgebildet und kann von einer  menschlichen Hand umspannt werden, indem  beispielsweise der Daumen der rechten Hand  über den beweglichen Teil 16 greift, während  die Deckplatte 18 in den übrigen vier Fingern  dieser Hand ruht. Durch Schliessen der das  Gehäuse umspannenden Hand kann dann der  bewegliche Gehäuseteil 16 nach unten ge  schwenkt werden, entgegen dem Einfluss von  zwei Zugfedern 19, welche das Bestraben  haben, den beweglichen Teil 16 stets nach  oben zu bewegen. Ein an der Platine 11 be  festigter Anschlag 20 (Fig. 1 und 4) begrenzt  die Aufwärtsbewegung des Teils 16.  



  Im vordern, in den Fig. 1-5 rechts  liegenden Teil des Gehäuses ist ein Bolzen 21  längsverschiebbar geführt. Dieser trägt an  seinem untern Ende eine erste Arbeitsnadel  22, die eine von vorn zugängliehe     Mit-          nehmerausnehmung    23 aufweist. Eine zweite  Arbeitsnadel 24 ist am vordern Ende eines  Bolzens 25     befestigt,    der rechtwinklig     zum     Bolzen 21 angeordnet ist und in     Durch-          breehungen    des Steges 14 und eines Füh  rungswinkels 26 längsverschiebbar gelagert  ist. Die Nadel 24 besitzt einen nach hinten ge  richteten Haken, mit welchem eine schwenk  bare Klinke 27 zusammenarbeitet (Fig. 5).

    Der senkrecht verschiebbare Bolzen 21 ist  mit einer Längsnut 28     versehen,    in welche  gemäss Fig. 1 der eine Arm 29 eines Hebels  eingreift, der noch zwei weitere Arme 30 und  31 hat. Dieser Hebel 29-31 ist schwenkbar  auf einer Achse 32 gelagert, welche     zwischen     den Platinen 11 und 12 befestigt ist. Das in  die Nut 28 eingreifende Ende des Armes 29  ist     gegabelt    und mit Hilfe eines Stiftes 33  reit dem Bolzen 21 gekuppelt. Am freien  Ende des Hebelarmes 30 greift eine Zugfeder  34 an, die anderends am Steg 14 verankert  ist, und das Bestreben hat, den Hebel 29-31  so zu schwenken, dass der Bolzen 21 mit der  Nadel 22 nach oben geschoben wird. Am  Hebelarm 31 ist eine Tastrolle 35 drehbar    gelagert, welche gegen den Umfang einer  Kurvenseheibe 36 anliegt.

   Die letztere ist  zusammen mit einer zweiten Kurvenscheibe  37 auf einer Welle 38 drehbar gelagert, wo  bei die beiden Kurvenseheiben miteinander  auf Drehung verbunden sind. Ein mit zwei  Armen 39 und 40 versehener Hebel ist eben  falls schwenkbar auf der Achse 32 gelagert.  Der Hebelarm 39 trägt eine drehbare     Tast-          rolle    41, welche gegen den Umfang der Kur  venscheibe 37 anliegt. Der andere Hebelarm  40 weist eine Gabelung 42 auf, in welche ein  Querstift des Bolzens 25 eingreift, wodurch  dieser Bolzen mit dem Hebel 39/40 gekuppelt  ist. Am Arm 40 greift das eine Ende einer  Zugfeder 43 an, die anderends am Steg 14  verankert ist.

   Die Kurvenscheibe 37 trägt  einen seitlich vorspringenden Nocken 44, wel  cher bei der Drehung der Scheibe 37 mit  einer am Hebelarm 40 vorhandenen     Gleit-          kurve    45 zusammenarbeitet.  



  Auf der Welle 38 ist ferner ein Zahnrad  ritzel 46 drehbar gelagert, welches mit den  beiden Kurvenscheiben 36 und 37 mittels  einer in der Zeiehnung nicht sichtbaren  Klinke gekuppelt ist, derart, dass bei Drehung  des Ritzels im Sinne des Pfeils P in Fig. 2  die Kurvenseheiben mitgedreht werden, beim  Antrieb des Ritzels in umgekehrter Richtung,  jedoch stillstehen.

   Das Ritzel 46 ist mit einem  Zahnkranzsegment 47 in Eingriff, das am  beweglichen Gehäuseteil 16     \beispielsweise     durch     Punktschweissung        befestigt    ist und       konzentrisch    zum Zapfen 17     ;gekrümmt    ist,       derart,    dass durch     Herunterdriicken    des Ge  häuseteils 16 das     Ritzel    46 angetrieben werden  kann.

   Mit Hilfe eines Zapfens 48 ist. gemäss       Fig.    2 an der Platine 11 eine Sperrklinke 49  schwenkbar     gelagert.    Diese weist einen mit  dem     Za.linradritzel    46     zusammenarbeitenden          Fortsatz    50 auf und steht unter dein Ein  fluss einer am Steg 14 verankerten     Zugfeder     51,     welche    bestrebt ist, den     Fortsatz    mit dem       Ritzel    in Eingriff zu halten, um dadurch  die     Drehung    des     R.itzels    entgegen dem Pfeil  P zu verhindern.

   An der Kurvenscheibe 36  ist ein seitlicher Nocken 52 vorhanden,     wel-          eher    mit     einem    Lappen 53 der Klinke 49 zu-      sammenarbeiten kann, um die Klinke aus dem  Ritzel 46 auszurücken.  



  In der vordern Partie des Apparates ist  eine rechtwinklig zur Nadel 22 und unter  halb der Bewegungsbahn der Nadel 24 ange  ordnete Auflageplatte 54 vorhanden, die mit  tels Augen 55 all den Platinen 11 und 12  befestigt ist und eine Ausnehmung zum  Durchlassen der Nadel 22 aufweist. Unter  halb dieser Auflageplatte 54 ist ein Stell  glied 56 in der Form eines U-förmigen Bügels  angeordnet, dessen beide Schenkel durch einen  als Kulissenführung dienenden Schlitz 57 in  der Platine 11 hindurchgreifen. Der eine  Schenkel des Bügels 56 trägt an seinem freien  Ende einen kleinen Haken 58, während der  andere Sehenkel mittels einer Klemmschraube  59 in einen Stellring 60 eingeklemmt und  am einen Ende eines Schiebers 61 schwenkbar  gelagert, ist.

   Das andere Ende des Schiebers  61 ist gelenkig mit dem einen Arm 62 eines  Winkelhebels 62/63 verbunden, der auf der  Achse 32 schwenkbar gelagert ist. Eine Zug  feder 64 greift einerseits am Arm 62 und  anderends am Steg 14 an und hast das Be  streben, den Winkelhebel 62/63 so zu schwen  ken, dass der Schieber 61 und das Stellglied  56 in den Fig. 1-5 nach rechts bewegt wer  den. Zwei an der     Kurvenscheibe    36 vorhan  dene seitlich vorspringende Nocken, welche in  der Zeichnung nicht sichtbar sind, arbeiten  bei der Drehung der Scheibe mit dem Arm  63 bzw. einem Fortsatz 65 des Armes 62 zu  sammen, um den Winkelhebel in der einen  oder der andern Richtung zu verschwenken.  



  Auf einer zwischen den Platinen 11 und  12 befestigten Achse 66 ist ein weiterer Win  kelhebel mit zwei Armen 67 und 68 schwenk  bar gelagert. Der Arm 68 trägt einen ober  halb der Auflageplatte 54     angeordneten     Drücker 69 (Fig. 2 und 5), der zum Durch  lassen der Nadeln 22 und 24 durchbrochen  ist. Der Arm 67 lässt sich beim Nieder  drücken des Gehäuseteils 16 durch einen an  diesem befestigten Betätigungsnoeken 70 der  art schwenken, dass sich der Drücker 69 gegen  die Auflageplatte 54 senkt. Eine nicht dar-    gestellte Feder bewirkt die     umgekehrte     Schwenkbewegung des Winkelhebels 67/68.  



  Zwei rechtwinklig zur Nadel 22 stehende  Platten 71 und 72 sind in einigem Abstand  voneinander oberhalb des Drückers 69 und  der Auflageplatte 54 an den Platinen 11 und  12 befestigt. Beide Platten 71 und 72 weisen  Durchbrechungen zum Durchlassen der Na  del 22 und teils des Bolzens 21 auf. Zwischen  diesen Platten ist eine aus zwei lösbar mit  einander verbundenen Teilen 73 und 74 be  stehende Dose eingeschoben (Fig. 3 und 6),  welche eine Spule 75 eines     Fadens    76 ent  hält. Diese Spule ist beispielsweise eine selbst  tragende Kreuzwickelspule und kann von  innen her abgewickelt werden. Der Faden 76  läuft durch ein zentrisches Loch 77 des Do  sendeckels 74 heraus und zwischen der Dose  und der untern Platte 71 hindurch.

   Der  Dosenteil 73 weist eine Einbuchtung 78 auf,  in welche eine Kugel 79 hineinragt, die durch  ein Loch der obern Platte 72 hindurchgreift  und     unter    dem Einfluss einer Feder 80 die  Dose 73/74 egen die untere Platte drückt       Ulla    festhält." Die Feder 80 ist mittels einer  Schraube 81 an der Platte 72 .befestigt.

   Der  eine Arm 82 eines     Hebels    82/83 umgreift den  halben     Umfang,der        Spulendose.    Dieser Hebel  ist mittels des Bolzens .der Schraube 81  schwenkbar gelagert,     .derart,        dass    durch Be  tätigung des     als    Handgriff dienenden     Ahnes     83 die     Spidendose    mittels des gebogenen       Armes    82 zwischen den Platten 71 und 72       hervorgeschoben    werden kann. Eine Feder  84 zieht den Hebel 82/83 in seine unwirksame  Lage, in welcher der Arm 82 gegen einen an  der Platte 71     befestigten    Anschlagbolzen 85  anliegt.  



  Zwischen den beiden Platten 71 und 72  ist     ferner    eine zur Nadel 22 parallele Achse  86 drehbar gelagert, :die in ihrer untern  Hälfte als     Zahnradritzel    ausgebildet ist. Mit       diesem        Ritzel    steht ein Zahnradsegment 87  in Eingriff, welches mittels eines Zapfens 88  schwenkbar an der Platte 71 gelagert ist.  Das eine Ende der Feder 84 greift am Seg  ment 87 an und ist bestrebt,     dieses    in der  einen Richtung zu schwenken,     Fprnex    steht      das Zahnradsegment 87 mittels eines Lenkers  89 mit einem Hebelarm 90 in Wirkungsver  bindung, der auf einer zwischen den Platinen  11 und 12 befestigten Achse 91 schwenkbar  gelagert ist.

   Mittels eines Steges 92 ist der  Hebel 90 mit einem parallel zu ihm verlau  fenden zweiten Hebel 93 verbunden, der eben  falls um die Achse 91 schwenkbar ist. Beim  Niederdrücken des Gehäuseteils 16 gelangt  dessen     Betätigungsnocken    70 in Zusammen  arbeit mit dem Steg 92, worauf die Hebel 90  und 92 geschwenkt und das Zahnradsegment  87 betätigt wird. An der Welle 86 ist ein Arm  94 starr befestigt, welcher an seinem freien  Ende zu einem Haken 95 geformt ist. In der  Ruhelage der Teile befindet sich dieser  Haken in der Nähe der Spulendose 73/74, bei  vollständig niedergedrücktem Gehäuseteil 16  jedoch in der in Fig. 3 strichpunktiert ge  zeichneten Lage. Auf der untern Platte 71  sind ferner     Führungsbolzen    96 für den Faden  vorhanden.  



  Unterhalb der Platte 71 ist an der Platine  12 mittels eines Winkelstückes 97 ein Messer  98 einer Schere unbeweglich befestigt, welche  ausserdem ein bewegliches Messer 99 aufweist.  Die Schermesser sind     mittels    zwei Schrauben  100 und 101 am Winkelstück 97 angeordnet,  wobei das bewegliche Messer 99 zwei vertikale  Schlitze 102 zum Durchlassen der Schrauben  besitzt. Durch diese Schrauben wird das  Messer 99 nicht festgeklemmt. Ein Fortsatz  103 des beweglichen Messers ragt durch einen  Schlitz in der Platine 12 in das Gehäuse  innere hinein und ist gelenkig mit dem einen  Arm 104 eines zweiarmigen Hebels 104/105  verbunden, welcher mit Hilfe einer Ansatz  schraube 106 schwenkbar an der Platine 12  gelagert ist.

   Der andere Arm 105 dieses Hebels  steht unter dem Einfluss einer Feder 107, die  an der Platine 12 verankert ist und das Be  streben hat, den Hebel so zu schwenken, dass  sieh das bewegliche Messer 99 nach unten be  wegt. Der Hebelarm 105 ragt ferner in die  Bewegungsbahn des Hebels 93 hinein, um  durch den letzteren betätigt werden zu kön  nen. Das feststehende Schermesser 98 weist  eine seitliche Kerbe 108 auf (Fug. 7), deren    obere Kante als Messerkante ausgebildet ist.  Der Rücken des feststehenden Messers 98 bil  det zusammen mit einer Drahtfeder 109 eine  Klammer, in welcher der Faden eingeklemmt  werden kann, wie weiter unten beschrieben  ist. Die Feder 109 ist mittels einer Schraube  110 an der Platte 71 befestigt.  



  Die Gebrauchs- und Wirkungsweise des  beschriebenen Apparates ist wie folgt:  Wenn am Rand eines flächenhaften Ge  genstandes, r. B. einem Gewebe, ein Markie  rungsfaden festgebunden werden soll, so wird  der betreffende Rand dieses Gewebes zwischen  die Auflageplatte 54     und    den Drücker 69 ein  geführt. Hierauf drückt man durch Sehliessen  der das Gehäuse des Apparates umspannenden  Hand den beweglichen Gehäuseteil 16 nach  unten, wodurch mittels des Zahnkranzsegmen  tes 47 das Kitzel 46 im Sinne des Pfeils P in  Fig. 2 angetrieben wird. Sofort nach Beginn  der Schwenkbewegung des Gehäuseteils 16  verschiebt dessen Betätigungsnoeken 70 den  Hebelarie 67 so, dass der Drücker 69 sich auf  das Gewebe legst und dieses durch Anpressen  an die Auflageplatte 54 festhält.

   Bei der  Drehung des Kitzels 46 drehen sieh auch die  Kur     venseheiben    36 und 37. Die     Kurv        enseheibe     36 steuert hierbei den Hebel 29-3l derart,  dass der Bolzen 21 mit der Nadel 22 nach  unten geschoben wird. Der von der Spule 75  ablaufende Faden 76 verläuft in der Ruhe  stellung der     \teile    von der     Spulendose   <B>73/74</B>  vor den Führungsbolzen 96 und der Nadel  22 zur Klammer 98/109, .durch welche das  Ende :des Fadens festgehalten wird. Bei ihrer       Abwärtsbewegung    nimmt die.

   Nadel 22 mit  ihrer '     Ausnehmung    23 den quer zur Nadel  bahn bereit gelegten Faden etwa. in seiner       Mitte    nach unten, wobei eine offene Schleife       gebildet.    wird. Wenn die Nadel 22 das Ge  webe     durchdringt,    so kommt der Henkel. der  Schleife auf die Unterseite des Gewebes     zn     liegen (siehe     Fig.    9 des Hauptpatentes).  Durch einen seitlichen Nocken der Kurven  scheibe 36     wird    hierauf der     Arm    63 des Win  kelhebels 62/63 nach oben geschwenkt, so dass  der Schieber 61 in     Fig.    1 und 5 sich nach  links bewegt.

   Dadurch wird das     bügelförmige         Stellglied 56 in der Kulissenführung 57 ver  sehoben, wobei der Haken 58 den einen Schen  kel     des    durch den Faden gebildeten Henkels  erfasst und mitnimmt. Die als Schleifen  bildner dienende Nadel 22 geht jetzt wieder  nach oben. Im gekrümmten Teil der Kulissen  führung 57 wird der mit dem Haken 58     ver-          schene    Sehenkel des Stellbügels 56 nach oben  bewegt, wobei der Henkel gekippt, um den  Rand des Gewebes nach oben hochgestellt und  gleichzeitig geöffnet wird (siehe Fig. 10 des  Hauptpatentes). Nun fährt der Nocken 44  der     Kurvenscheibe    37 auf die Kurve 45 des  Hebelarmes 40 auf, wodurch der Bolzen 25  mit der Nadel 24 nach vorn geschnellt wird.

    Die Nadel 24 wird durch die hufeisenförmige  hochgestellte Schlinge gestossen, wobei wäh  rend des Durchstossens die Zunge 27 geöffnet  wird. Nach Durchschlüpfen der Nadel 24 mit  jetzt geöffneter Zunge 27 hintergreift die  widerhakenähnlich ausgebildete Zungennadel  spitze die beiden scharf nebeneinander  stehenden Fadenenden und zieht dieselben  durch die Schlinge zurück, wobei durch Be  rühren der hufeisenförmigen Schlinge die  Zunge geschlossen wird, um ein Hängenblei  ben des Widerhakens an der Schlinge zu ver  hindern. So sind also die beiden Fadenenden  während des Durchschlüpfens vollständig von  der Zungennadel umschlossen, ähnlich wie  bei einem Nadelöhr.  



  Schon während der Rückwärtsbewegung  der Nadel 24 beginnt der     Betätigungsnocken     70 des beweglichen Gehäuseteils 16 auf den  Steg 92 einzuwirken und dadurch die Hebel  arme 90 und 93 zu schwenken. Das Zahnrad  segment 87 wird dadurch entgegen dem Ein  fluss der Feder 84 geschwenkt, so dass die  Achse 86 mittels seines als Ritzel ausgebil  deten Teils gedreht wird.

   Der Arm 94     führt     hierbei eine Bewegung von der in Fig. 3 mit  vollen Linien dargestellten Lage in die strich  punktiert angedeutete Stellung aus, wobei  der Haken 95 den von der Spule     herkom-          menclen    Faden erfasst und während des  Schliessens der von der Nadel 22     gebildeten     Schleife selbst zu einer Schleife auszieht,  unter Abwicklung einer entsprechenden Faden-    menge von der Spule. Der eine Schenkel  dieser Fadenschleife wird durch den Haken  in die Kerbe 108 des Schermessers 98 und  der andere     Schenkel    unter die     Klemmfeder     109 geführt.

   Der Hebelarm 93 ist mittlerweile  mit dem Hebelarm 105 in Berührung gekom  men, und bei der restlichen     Abwärtsbewegung     des Gehäuseteils 16 wird demzufolge der  Hebel 104/105 geschwenkt. Das bewegliche  Schermesser 99 bewegt sich dadurch nach  oben, so     da.ss    der durch die Kerbe 108 ver  laufende Faden, welcher ein 'feil des einen  Schenkels der :durch die Nadel 22     gebildeten     Schleife ist, abgeschnitten wird.  



  Jetzt kann man den Gehäuseteil 16     unter     dem Einfluss der Federn 19 nach oben schwen  ken lassen. Die Kurvenscheiben 36 und 37,  die zuvor eine vollständige Umdrehung ge  macht hatten, bleiben hierbei wegen der be  schriebenen     Sperrklinkenkupplung    in Ruhe,  während das Schermesser 99, der Arm 94     und     der Drücker 69 in ihre Ausgangslage zurück  kehren. Das Gewebe kann nun vom Apparat  weggezogen werden, zusammen mit der gebil  deten,     geschlossenen    Fadenschleife, welche  sich am Rand des Gewebes befindet.

   Der       Apparat    ist ohne weiteres wieder für     .die    Er  zeugung einer neuen Fadenschleife bereit, da  der von der Spule herkommende Faden zwi  schen der Klemmfeder 109 und dem Rücken  des feststehenden     Schermessers    98 fest  geklemmt ist und die     Bewegungsbahn    der       schleifenbildenden    Nadel 22 kreuzt. Durch  eine einfache Druckbewegung auf den Ge  häuseteil 16 kann somit die geschlossene  Schleife vollständig hergestellt werden. Mit  dem beschriebenen Apparat ist es daher mög  lich, in einer     Sekunde    zwei bis drei derartige  Schleifen zu knoten, während die gleiche Ar  beit von Hand ausgeführt gegen dreissig Se  kunden beansprucht.  



  Durch den     Druck    der Feder 80 auf die       Spulendose    73/74 wird der die Spule ver  lassende Faden 76     zlvischen    dem Dosenteil  74 und der Platte 71 etwas geklemmt, so dass  der     ablaufende    Faden gebremst wird.  



  Wird der bewegliche Gehäuseteil 16 im  Verlaufe seiner     Abwärtsbewegung    losgelassen,      so kann er nicht wieder nach oben schwenken.  Dies wird durch die Sperrklinke 49 mit dem.  Fortsatz 50 bewirkt. Wenn sich die Teile des  Apparates in ihrer Ruhestellung befinden,  so drückt der Nocken 52 der Kurvenscheibe  37 die Sperrklinke gemäss Fig. 2 nach oben  in die unwirksame Lage. Sobald jedoch die  Abwärtsbewegung des Gehäuseteils 16 be  ginnt, wandert der Nocken 52 vom Lappen  53 weg, wonach die Sperrklinke zur Wirkung  kommt und es so lange bleibt, bis der Nocken  52 nach einer vollständigen Drehung der  Kurvenscheiben wieder auf den Lappen 5 3  auffährt. Das ist jeweils dann der Fall, wenn  der Gehäuseteil 16 vollständig nach unten  gedrückt ist.

   Ein begonnener Arbeitsgang  muss also zwangläufig vollendet werden, wo  durch Störungen im Mechanismus usw. ver  mieden werden.  



  Der bewegliche Gehäuseteil 16 kann ge  mäss den vorstehenden Ausführungen zusam  men mit den     Kurvenscheiben    36 und 37 sowie  den Hebeln 29-31, 39/40 und 62/63 zu den       Steuerungsmitteln    gerechnet werden, welche  den folgerichtigen Bewegungsablauf der bei  den Arbeitsnadeln 22 und 24 sowie des Stell  gliedes 56 ermöglichen.  



  Der beschriebene Apparat hat gegenüber  bisher bekannten, die demselben oder einem  ähnlichen Zwecke dienen, den Vorteil der ge  drängten Bauweise und des vollkommen auto  matischen Arbeitens. Der Apparat ist auch  sehr handlich und verursacht auch bei län  gerem Arbeiten keine Ermüdungserscheinun  gen in der Hand der Bedienungsperson.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Apparat zum Befestigen von biegsamen Bindeorganen am Rand von Flächengebilden nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass Steuerungsmit tel für die Arbeitsorgane in einem als Hand griff ausgebildeten Gehäuse untergebracht sind, das einen in bezog auf die übrigen Gehäuseteile beweglichen Teil aufweist, wel cher selbst ein Steuerungsmittel bildet und durch Schliessen der das Gehäuse umspannen den Hand entgegen dem Einfloss einer Fe- derkraft betätigbar ist, um den Apparat zur Wirkung zu bringen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Gehäuse teil schwenkbar an andern Gehäuseteilen ge lagert ist und einen Betätigungsnocken (70) sowie ein Zahnkranzsegment (47) aufweist, welches mit einem zum Antrieb von Kurven scheiben dienenden Ritzel (46) in Eingriff steht, welche Kurvenscheiben ihrerseits zum Bewegungsantrieb der Arbeitsnadeln und des Stellgliedes dienen. 2.
    Apparat nach Patentansprich und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem R.itzel (46) eine Sperrklinke zum Ver hindern der Riickwärtsdrehung zugeordnet ist, und da.ss Mittel vorhanden sind, welcbe die Sperrklinke jeweils solange zur Wirkung kommen lassen, bis der bewegliche Gehäuse teil nach Beginn seiner Betätigung vollständig niedergedrückt ist. 3.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (56) ein Bügel ist, dessen einer Schenke! schwenkbar an einem Schieber gelagert ist und dessen anderer Schenkel in eine Führungskulisse arn Gehäuse eingreift und an seinem freien Ende einen Haken. besitzt, welcher jeweils mir den einen Schenkel des Henkels erfasst, so dass der Henkel nicht nur gekippt und hoch gestellt, sondern auch geöffnet wird. 4.
    Apparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Bewegungsrichtung :der ersten Arbeitsnadel (22) eine drehbar angeordnete Achse (86) verläuft, die teils als Zahnrad ritzel ausgebildet ist und mit einem schwenk bar am Gehäuse gelagerten Zahnradsegment. (87) in Eingriff steht, welches einerseits unter dem Einfloss einer Feder ist und ander seits .durch einen Lenker mit einem schwenk bar im Gehäuse gelagerten Hebel gekuppelt. ist, der mittels des Betätigungsnockens (70) am schwenkbaren Gehäuseteil betätigt wer den kann. 5.
    Apparat nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeich net, dass die genannte Achse (86) einen Mit nehmerarm trägt, dessen freies Ende einen Haken aufweist (95), um das von einer Vor ratsspule ablaufende fadenförmige Binde organ jeweils während des Schliessens der vorher von der ersten Nadel gebildeten Schleife gleichzeitig einer Schere und einer Klammer zuführen zu können, welche das Bindeorgan für den nächsten Arbeitsvorgang in Bereitschaftslage hält. 6. Apparat nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klammer durch den Rücken eines feststehenden Messers der Schere und durch eine gegen diesen Rücken anliegende Feder gebildet ist. 7.
    Apparat nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass ein bewegliches Messer der Schere mit einem schwenkbar im Gehäuse; gelagerten Hebel verbunden ist, der durch den zum Antrieb des Zahnradsegmentes (87) die nenden Hebel betätigt werden kann. B.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorratsspule für das fadenförmige Bindeorgan in einer Dose mit Deckel untergebracht ist welche ein zentri sches Loch zum Durchlassen des Bindeorgans aufweist und mittels einer Federvorrichtung geigen eine am Gehäuse befestigte Platte ge- presst ist, zwischen welcher und der Dose däs Bindeorgan hindurchläuft. 9.
    Apparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung eine Kugel aufweist, welche in eine Vertiefung der Dose eingreift. 10. Apparat nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Platte ein die Dose teilweise um greifender Hebel derart schwenkbar gelagert ist, dass :durch Betätigung desselben die Dose aus ihrem Sitz lierausgeschoben werden kann.
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