CH313341A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hohlen Rotationskörpern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hohlen RotationskörpernInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hohlen Rotationskörpern Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von hohlen Ro tationskörpern, zum Beispiel von Rohren ans, zementhaltigem Material, wie Beton, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens.
Dem bisher bekannten Schleuderbetonver fahren mit horizontalen Schleuderrohren haf tet der Nachteil an, dass zur Bildung der innern Rohrform der Beton in stark plasti schem oder flüssigem Zustand in die rotie rende Rohrform eingebracht werden muss. Damit beim Auftrag des Betons derselbe nicht seitwärts über die Muffenränder aus treten kann, ragen die Muffenränder über den innern Rohrdurchmesser hinaus.
Durch die Zentrifugalwirkung der rotie renden Rohrform trägt sich der Beton, so lange er noch genügend Wasser enthält, gleichmässig auf die innere Rohrformwand auf und bildet somit, die Innenwand des Rohres.
Bei diesem mit grossem Wasserzementfak tor verwendeten Beton muss das reichlich vor handene, überschüssige Anmachwasser wäh rend der Schleuderung ausgeschieden werden.
Während dem ersten Teil des Formungs vorganges, das heisst, wenn sich der Beton noch in geschmeidigem Zustande befindet, verlagern sieh bekanntlich die gröberen Beton bestandteile gegen die äussere Peripherie, wäh rend die spezifisch leichteren Teile, wie Was ser, ganz feiner Sand mit Zement sowie vom Zement ausgeschiedener Kalk nach innen abgedrängt werden. So entsteht die bekannte, stark mit Zement angereicherte innere, 5 bis 10 mm starke Rohrschicht.
Bekannt ist ferner, dass beim Beton mit verschiedenen Zementgehalten auch ungleiche Schwindspannungen beim Abbinde- und Er- härtumgsv organg auftreten.
Dadurch entstehen in dieser stark mit Ze ment. angereicherten Schicht die sogenannten Sehwindrisse, wodurch diese Schichtstärke von der vollen Rohrwandstärke bei innerer wie äusserer Druckbeanspruchung nicht mehr als tragender Teil mitgerechnet werden kann.
Ebenso reduziert sich die Betonfestigkeit bei höherem Wasserzementfaktor.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, die erwähnten Nachteile zu vermeiden.
Das erfindungsgemässe Verfahren arbeitet unter Verwendung einer liegenden, drehbaren Form, in welche das Material eingebracht wird, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Material in feuchtem Zustand durch eine axial in die Form bewegbare Auftrageinrieli- tung in die an mindestens einem ihrer beiden Stirnenden offene Form eingebracht und die Form mit Inhalt während der Drehung der Einwirkung mindestens einer Vibriereinrich- tung unterworfen wird, worauf schliesslich das Material auf der Innenwandfläche nachge formt wird.
Da. bei der Formung, im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, mit diesem steifen, was- serarmen Material die Einwirkung der Zentri fugalkraft allein ungenügend ist, so muss mit Vibration nachgeholfen werden.
Bei Erreichung der ganzen Wandstärke des Betonauftrages fliesst das kaum in Er scheinung tretende Überschusswasser ab. Eine Entmisehung des Betons sowie die bisher unvermeidliche innere Feinschicht fallen aus.
Die Schlussbehandlung der Innenw and- fläche kann mittels eines von Hand geführten Formers geschehen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens schematisch dargestellt Fig. 1 ist eine Draufsicht der Rollenbank. Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Rollen bank.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Rollen bank.
Fig.4 ist eine Ansieht eines Teils eines Rollenpaars mit eingeschliffenen Mantel flächen.
Fig.5 ist eine Draufsicht, Fig.6 eine Seitenansicht und Fig. 7 ein Schnitt des Rohrformers.
Fig. 8 ist eine Draufsicht der Material- besehiekungsmittel.
Fig. 9 ist eine Seitenansicht der Material beschickungsmittel.
Die Rohrform 1 mit den an den Enden befestigten Laufringen 2 ist auf die Rollen bank 3 aufgesetzt. In etwa 1/5 Abstand von den Formenden nach innen befinden sieh beidseitig zwei weitere Laufringe4, die einen Bestandteil der Form 1 bilden. Die Formen- absehlüsse werden durch die Rohrmuffen 5 gebildet, deren Innendurchmesser gleich dem Innendurchmesser des zu erstellenden Rohres ist. Die Rohrform ist in bekannter Weise zweiteilig ausgebildet und mit Verschlüssen 8 und Längsnähten 7 versehen. Die Rollen bank 3 besitzt einen Fundamentrahmen 8 mit den zwei Rollenpaaren 9 und den Wellen lagern 10. Der Antrieb der Rollenwelle 12 umfasst einen Motor 13 mit einstellbarer Tou renzahl oder mit einem Variationsgetriebe und ein Kraftübertragungsmittel 11.
Die Tourenregelung sowie die Ein- und Ausschaltung des Motors kann vom Führer standort 14 durch an sieh bekannte, nicht gezeichnete Mittel, wie zum Beispiel durch ein Rad und einen Druckknopf, vorgenommen werden. Das zusätzliche Rollenpaar 15 über dem zweiten Paar Laufringe 4 ist in Stahl guss mit schmalen eingeschliffenen Flächen 16 (Fig.4j ausgeführt. Auf der Querverstei fung 17 befindet sich ein Vibrator 18 mit sehr hoher Schwingungszahl, dessen Ein- und Ausschaltung vom Führerstandort 14 aus betätigt wird. Das Rollenpaar 15 mit dem Vibrator 18 ist mit seinem Rahmen 19 und den Gegengewichten 20 am Ständer 21 schwenkbar gelagert.
Das Aufsetzen und Abheben sowie das stärkere oder schwächere Andrücken des Rol lenpaares 15 erfolgt durch die Gestänge 2' bei Betätigung des Hebels 23, was vom Füh rerstandort aus geschehen kann. In den Fig. 8 und 9 ist die Beschickungsmaschine darge stellt. Auf dem Rollbahngeleise 24 befindet sich der Rollwagen 25 mit den zwei Trägern 96, die zu Quergeleisen ausgebildet sind. Die Verschiebung des Rollwagens 25 zur Bedie nung mehrerer Schleuderrolrmaschinen er folgt durch Betätigung der Kurbel 27, deren Getriebeteil 28 mit der einen Rollenachse 29) in Verbindung steht.
Auf dem Trägergeleise 26 ist der Material beschickungsdorn 30 mit der Fördersehnecke 31 und dem Materialbehälter 32 mittels zweier Rollenpaare 34 fahrbar gelagert. Zur Bewe gung dieses A;gzegates 30, 31, 32 auf dem Geleise 2ö ist. ein Mechanismus 33 torgesehen. In Verlängerung der Fördersehneckenwelle 35 nach hinten ist. der Antriebsmotor mit va riabler Drehzahl 36 gelagert, der wiederum vom Führerstandort aus betätigt wird.
In F--. 5 bis 7 ist ein flacher Dorn<B>37,</B> der sogenannte Former, dargestellt, dessen Breite annähernd dem innern Rohrradius ent spricht, und der etwas länger ist.
als die Rohrform. Eine 'Seite hat schräg zur Längs achse des Formers verlaufende Rippen 33, w z ährend die Ge- e nseite 39 glatt ist. An den beiden Enden befinden sich zur Führung des Formers zwei Handgriffe 40.
Ein Beispiel des Arbeitsvorganges: Für das zu erstellende Rohr wird die be treffende Rohrform auf die Rollenbank der Schleuderrohrmaschine aufgelegt und vom Mlaschinisten vom Führerstandort aus mit der vorgeschriebenen Drehzahl in Betrieb gesetzt.
Der Materialbeschickungsdorn 30, der sieh mit Material vom Betonbehälter 32, der vom Betonmischer durch Rollwagen gespiesen wird, gefüllt hat, wird in die Formenöffnung eingeführt.
Das zweite Rollenpaar 15 mit den in Be trieb gesetzten Vibrator 18 wird nun auf die innern Laufringe 4 der Rohrform aufgesetzt. Die Vibrationswirkung dieses Stahlrollenpaares 15 mit den eingeschliffenen schmalen Flächen 16 auf dem Mantel der Rollen 15 wird bei loher Tourenzahl der Laufringe an sich sehr intensiv.
Der zusätzlich angebrachte Vibrator er zeugt etwa 2000 bis 3000 Schwingungen, die den durch die Flächen 16 erzeugten Schwin gungen überlagert werden, wodurch die Vi- brationswirkung noch intensiver wird.
Es wird nun durch, die in Betrieb gesetzte Materialschnecke 31 Beton in die Rohrform gebracht, und zwar durch Regulierung der Menge wie auch durch Veränderung der Vor- und Rückschubgeschwindigkeit des Aufgabe- dorns im Innern der Rohrform band- und schichtartig aufgetragen.
Der sieh so bildende Rohrwandbeton, der einen sehr niederen Wasserzementfaktor be sitzt, wird durch die sehr hohe Drehzahl und durch die Vibration verdichtet.
In Gegensatz zu den Verfahren, die Beton mit hohem Wasserzementfaktor verwenden, brauchen Verfahren, die Beton mit einem nögliclst niederen Wasserzementfaktor ver wenden, eine sehr intensive Einwirkung durch eine hohe Fliehkraft und eine intensive, mit sehr hoher Schwingungszahl wirkende Vibra- tion. Das nur stark feuchte Betongemisch bettet sieh in dünn schraubenlinienförmig aufgetragenen Schichten fast porenlos inein ander. Durch das geringe Überschusswasser ent steht keine Kalkausscheidung, und es wan dern bei der Betonverdichtung keine feinen Bestandteile aus dem Innern des Wandquer schnittes nach der innern Rohrperipherie.
Die Betonzusammensetzung verbleibt somit im ganzen Rohrwandquerschnitt praktisch umver ändert, was ein Hauptzweck des beschriebenen Verfahrens ist.
Der kaum sichtbare Wasserüberschuss übt keine nachhaltige Wirkung aus, wenn er durch die folgenden aufzutragenden Schich ten nach innen abgedrängt wird. Durch den ungehinderten Einblick in das Innere des sich bildenden Rohres ist es auch möglich, den Auftrag ausgeglichen und ganz schwach über die Muffenränder auszuführen.
Dieser schwach über die Muffenränder aufgeführte Beton hat den Zweck, eventuell überschüssiges Anmach wasser nicht in dem Rohrkörper zurückzu halten, sondern seitlich über die Muffenräu- der abfliessen zu lassen, Nach dem vollständigen Auftrag, der nur kurze Zeit dauert, wird die Rohrform auf der vorgeschriebenen Tourenzahl und unter teil weiser Einwirkung einer oder beider Vibrier- einrichtungen fertig geschleudert.
Unterdessen ist die Betonverdichtungvoll- ständig erfolgt und die Drehzahl wird herab gesetzt.. Hierauf wird der Innenwandformer (Fug. 5 bis 7) mit den vorstehenden Rippen 38 in das Rohr eingeführt. Diese schräg zur Rohrachse verlaufenden Rippen 38 schieben den noch schwach über die Muffenränder ra genden Rohrwandbeton über die .Seiten der eisernen Muffenränder aus. Der Former wird hierauf gewendet und durch die glatte Seite die Innenrohrfläche geglättet.
Schliesslich wird die Rotation eingestellt, das fertige Rohr in der Form von der Maschine abgehoben und die äussern Laufringe 4 entfernt. Das Rohr in der Form wird alsdann senkrecht gestellt.
Der Beton hat. eine solche Festigkeit, dass nach kurzer Zeit. ent.sehalt werden kann, wo durch die Anzahl der erforderlichen Rohr formen verhältnismässig niedrig gehalten wer den kann. Die Entsehalung des gestellten Rohres kann durch einen zweckentspreehenden Silikon anstrich der Forminnenfläehen gefördert wer den.
Die Nachbehandlung der frischen Rohre erfolgt wie üblich durch Feuehthaltung oder auch durch Dampferhärtung.
Claims (1)
- P ATEN TAN SPRÜ CHE I. Verfahren zur Herstellung von hohlen Rotationskörpern aus zementhaltigem Material unter Verwendung einer liegenden, drehbaren Form, in welche das Material eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Ma terial in feuchtem Zustand durch eine axial in die Form bewegbare Auftrageinrichtung in die an mindestens einem ihrer beiden Stirnenden offene Form eingebracht und die Form mit Inhalt während der Dre hung der Einwirkung mindestens einer Vibriereinriehtung unterworfen wird, worauf schliesslich das Material auf der Innenwand- fläehe nachgeformt wird. II.Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine mindestens eine Rohr form tragende Rollenbank und durch eile Auftrageinrichtung, die axial in die Rohr form einführbar ist, um damit das Material auf die Innenwand der Rohrform auftragen zu können, weiter gekennzeichnet durch mim- destens eine auf die Rohrform einwirkende V ibriereinrichtung und durch einen in die erstere einführbaren Former. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Material schraubenlinienförmig auf die Innenwand der Form aufgetragen wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vibrierein- riehtung durch unrunde Rollen (15) gebil det ist. 3. Vorrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrisch antreibbarer Vibrator (18) vorgesehen ist. 4. Vorrichtung nach U nteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrator schwenkbar gelagert und auf die Rohrform aufsetzbar und von ihr abhebbar ist. 5. Vorrichtung nach U nteransprucli 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrator auf einem schwenkbar gelagerten Rahmen angeordnet ist, der mindestens eine auf die Rohrform aufsetzbare Rolle (15) trägt. 6.Vorrichtung nach den Unteransprüehen und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Rohrform aufsetzbare Rolle (15) einen polygonalen Umfang aufweist. 7. Vorrichtung nach den U nteranspriichen und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Rohrform aufsetzbare Rolle über ihren Umfang verteilte ebene Flächen aufweist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gelennzeichnet, dass die Vibrationen auf die Form durch mindestens einen Ring (41) übermittelt werden, der zwischen de a Endringen der Form (1) angeordnet ist.(1. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gehennzeiehnet, dass zwei Ringe (4) vorgesehen sind. 10. Vorriehtun; naeh rnteransprueh 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (-1) fest mit der Form verbunden ist.
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