CH311202A - Verfahren zur Herstellung einer Pyridyl-oxy-methansulfonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Pyridyl-oxy-methansulfonsäure.

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CH311202A
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  Verfahren zur Herstellung einer     Pyridyl-oxy-methansulfonsäure.            Natriumbisulfitverbindungen    der Alde  hyde, hergestellt aus     Natriumbisulfit    und     Al          dehy    d, sind allgemein bekannt     und    werden in  Wissenschaft und Technik zur Isolierung     und     Reinigung der Aldehyde verwendet. Mit freier  Schwefliger Säure reagieren die aromatischen       Aldehyde,    z. B. der     Benzaldehyd,    nicht.

   Des  gleichen ist die freie     Oxysulfomäure    des     Ben-          ;aldehyds,    die aus     Benzaldehydbisulfitnatrium          furch        Ansäuern    entstehen sollte,     unbeständig     und deshalb unbekannt.  



  Es wurde nun gefunden,     da.ss    im Gegen  3atz     hierzu    die     Pyridinaldehyde    mit freier  schwefliger Säure Verbindungen - nämlich  Sie freien     Oxysulfonsäuren    - geben. Diese  Sind in Wasser schwer löslich und eignen sieh  
EMI0001.0021     
    In dieser Verbindung liegt. der     Pyridin-4-          aldehyd    in einem recht beständigen Derivat  vor.  



  Mit Alkali erhält man die     Natriumbisulfit-          verbindimg    des     Pyridin-4-ald-ehyds,    die in       Wasser    leicht löslich und für     die    üblichen  Reaktionen verwendbar ist.

   Aus dieser     Na-          triumbisulfitverbind2mg    lässt     sich    die freie         vorzüglich    zur Isolierung und     Reinigung    der       Pyridinaldehyde.    Aus verdünnten,     wässrigen          Lösungen,        mit        etwa    5     %        Gehalt        an        Pyridin-          aldehyd,    wie sie nach dem Schweizer Patent       Nr.304383    anfallen,

       lassen        sich    durch Ein  leiten von Schwefeldioxyd die festen Addi  tionsverbindungen in sehr guter Ausbeute ge  winnen und somit von etwa     überschüssigen          Pyridinbasen    trennen, da die     schwefligsauren          Pyridinbasen    in     Wasser        leicht    löslich     sind.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes     ist.     ein Verfahren zur Herstellung der     4-Pyridyl-          oxy-methansWfonsäure.    Diese neue Verbin  dung hat die Summenformel     C6H704NS    und  die     Strukturformel            Oxysulfonsäure    durch Zusatz von Mineral  säuren oder auch schwachen organischen Säu  ren, wie Essig- oder     Zitronensäure,    wieder  fällen.

       Ähnlich    verhalten sich die     Erdalkali-          bisulfit-Verbindungen.        Aus    der freien     Oxy-          sulfonsäure        kann.    nach Zugabe von nicht  zu     verdünnten        Mineralsäuren,        beispielsweise          30o/oiger    Schwefelsäure oder konzentrierter      Salzsäure, das Schwefeldioxyd bei gewöhnli  chem Druck, besser im Vakuum abgedampft  und somit der     Pyridinaldehyd    wiedergewon  nen werden,

   während in verdünnten Säuren  die     Pyridyl-oxy        -methansulfonsätire    erhalten  bleibt. Demgemäss lässt sich auch     aiis    schwach       sauren    Lösungen oder     aus    Lösungen von sau  ren Salzen des     Pyridin-4-aldehyds    durch Be  handeln mit schwefliger Säure das neue Pro  dukt erhalten. Auch bei Gegenwart von     or        ga-          nischen        Lösungsmitteln    entsteht die neue Ver  bindung nahezu quantitativ, sofern mindestens       molare    Mengen Wasser, in bezug auf den  Aldehyd, vorhanden sind.  



  Die     4-Pyridyl-oxy-methansulfonsäure    ist  eine feste, farblose, kristallisierte Substanz,  leicht     sublimierbar,    die im     geschlossenen          Sehmelzpunktsröhrehen    bei etwa 243  C       schmilzt.    Im Gegensatz     zu    dem freien     Pyridin-          4-a-Idehyd    ist die     4-Pyridyl-oxy-methansulfon-          säure    nicht     autoxydabel,    also stabil und kann  an Stelle des freien     Pyrid'in-4-aldehyds    zu       Synthesen    aller Art, insbesondere von phar  mazeutischen Produkten,

   benutzt werden.         Beispiel   <I>1:</I>       In        eine        etwa    5     %        ige        wässrige        Lösung        des          Pyridin-4-a.ldehyds,    wie sie bei der Oxydation  von     y-Picolin    nach den Angaben in der  Schweiz.     Patentschrift    Nr. 304383 in guter       Ausbeute        anfällt,    leitet. man Schwefeldioxyd  ein. Es fällt die reine     4-Pyridyl-oxy-methan-          sulfonsäure    aus.

    



       Beispiel   <I>2:</I>  In eine     alkoholische    oder     benzolische    Lö  sung des     Pyridin-4-aldehyds    wird in Gegen  wart von     molaren    Mengen Wasser Schwefel  dioxyd eingeleitet. In nahezu quantitativer       Ausbeute    entsteht die     4-Pyiidyl-oxy-methan-          sulfonsäure.     



       Beispiel   <I>3:</I>  14,3g des     salzsauren    Salzes von     Pyridin-          4-aldehyd    werden in 35     cm3        Wasser    gelöst    und unter Kühlung mit     Eiswasser    wird     S02     bis zur Sättigung eingeleitet. Die ausgeschie  dene     4-Pyridyl-oxy-metha.nsulfonsäure    wird  abgesaugt und wiegt nach dem Trocknen  16,2 g.  



  <I>Beispiel</I>  0,1     Mol        4-pyi-idyl-oxy        -methansulfonsaures     Natrium oder     Kalzium    wird in 30     em3    Wasser  aufgeschlämmt bzw.     gelöst.    Durch Zusatz von  20,5     cm3        5n-Salzsäure    entsteht, eine klare Lö  sung, die nach Schwefeldioxyd und     Pyridinal-          dehyd    riecht. Nach einigen Minuten beginnt  die Kristallisation der freien     4-Pyridyl-oxy-          metha.nsulfonsäure.    Nach etwa 15 Minuten ist  die Kristallisation beendet.

   Die Ausbeute     be-          trägt        80-90%        der        Theorie.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung der 4-Pyridyl- oxy-methansulfonsäure, dadurch gekennzeich net, da.ss man Pyridin-4-aldehyd, Schwefel dioxyd und Wasser aufeinander einwirken lä.sst. Die neue Verbindung ist. eine feste, farb lose kristallisierte Substanz, leicht sublimier- bar, Schmelzpunkt im geschlossenen Röhr chen etwa 243 C, schwer löslich in Wasser. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss in Gegenwart. or ganischer Lösungsmittel gearbeitet. wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mischung aus Pyridin-4-aldehyd. Schwefeldioxyd und Wasser verwendet, wie sie erhältlich ist durch Behandlung einer Alkali- oder Erdalkali-bisulfitverbindung des Pyridin-4-aldehyds mit einer stärkeren Säure als 4-Pyrid'yl-oxy-metliansidfonsäure.
CH311202D 1951-03-12 1952-01-26 Verfahren zur Herstellung einer Pyridyl-oxy-methansulfonsäure. CH311202A (de)

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