CH310643A - Verfahren zur Herstellung von Vitamin-B1-Hydrochlorid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitamin-B1-Hydrochlorid.

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CH310643A
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  Verfahren zur Herstellung von     Vitamin-B,-Hydrochlorid.       Es wurde gefunden, dass     Thiazoliumderi-          vate    entstehen, wenn man     N-[2'-Alkyl-4'-amino-          pyrimidyl-    (5')     ]-methyl-4-methyl-5-        (fl-oxy-          äthyl)        -thiothiazolon-    (2) -Verbindungen oder  deren     5-fl-Acyloxyderivate    in saurem Medium  oxydiert. Die als Ausgangsmaterialien verwen  deten     Thiothiazolonverbindungen,    die nett  sind, können z.

   B. derart hergestellt werden,  dass ein     2-Alkyl-4-amino-5-aminomethyl-pyri-          midin    mit Schwefelkohlenstoff und einem y  Aceto-y-halogen-propylalkohol oder einem sei  ner Ester in Gegenwart eines säurebindenden  Mittels kondensiert wird oder dass ein     2-Alkyl-          4-amino-5-aminomethy        l-pyrimidin    mit Schwe  felkohlenstoff und     2-Methyl-2-oxy-3-acetyl-3-          halogen-tetrahydrofuran    kondensiert und das       Konclensationsprodukt    mit einer Säure behan  delt wird.

   Werden die erhaltenen     Thiothiazo-          lonverbindungen    in einem sauren Medium oxy  diert, so erhält man     Thiazoliumderivate,    indem  der in der     2-Stellung    des     Thiazolkernes    gebun  dene Schwefel als Schwefelsäure abgespalten  wird. Die Oxydation kann nach den üblichen       Methoden,    und zwar auf rein chemischem    Wege, das heisst durch Zugabe eines Oxy  dationsmittels, oder     elektrolytiseh    durchge  führt werden. Als saures     Medium    kann ver  dünnte Salzsäure oder verdünnte Schwefelsäure       verwendet    werden.

   Organische Säuren sind im  allgemeinen weniger geeignet als die anorgani  schen Säuren, da     beispielsweise    bei Verwen  dung von Essigsäure die entsprechenden     Thio-          chromverbindungen    als Nebenprodukte gebil  det werden. Als Oxydationsmittel sind alle in  saurem Medium wirksamen Oxydationsmittel,  wie Wasserstoffsuperoxyd, Salpetersäure, Brom,  Chlorat,     Chromat    und     Permanganat    verwend  bar. Die     Thiothiazolonverbindungenkönnenmit-          tels    dieser Methode leicht und bei tiefer Tem  peratur zu     Thiazoliumverbindungen    oxydiert  werden. Es genügt, die theoretische Menge des  Oxydationsmittels zu verwenden.

   Es ist nicht  ratsam, einen     Lberschuss    an Oxydationsmittel  zu verwenden, da die Oxydation in diesem  Fall zu weit fortschreiten kann. Die neue  Reaktion kann in folgender Weise formuliert  werden:  
EMI0001.0038     
      Vitamin     Bi    und dessen therapeutisch wert  volle Homologe können mittels dieses Verfah  rens viel leichter und in reinerer Form dar  gestellt werden als nach den bereits bekann  ten Verfahren.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist    ein Verfahren zur Herstellung von     N-[2'-          Methyl-4'-amino-py        rimidy    1- (5') ] -methyl-4-me       thyl-5-(ss-oxy-äthyl)-thiazoliumchlorid-hydro-          ehlorid,    das heisst     Vitamin-Bl-Hydrochlorid,     welches dadurch     gelzennzeiehnet    ist, dass ein       Thiothiazolon    der Formel  
EMI0002.0010     
    wobei N ein     H-Atom    oder eine     Acylgruppe     darstellt,     welehe    in saurem Medium verseift  wird, in einem salzsauren Medium     oxy    dien  wird.  



  Als     Acylderivat    kann man z. B. das     Acetyl-          derivat    verwenden.  



  Die bei der Oxydation gebildete Schwefel  säure kann mittels     Bariumionen,    z. B. durch  Zugabe von     BaCl2    oder     Ba(OH)2    zum     Reak-          tionsgemiseh,    ausgefällt werden.  



  Die Isolierung des     Vitamin-Bl-Hydro-          chlorids    kann z. B. so erfolgen, dass man dem  Reaktionsgemisch     Pikrinsäure    oder ein     Pikrat     zusetzt, um     Vitamin-B1-Pikrat.    auszufällen  und das     letztere    z. B. mittels Salzsäure in       Vitamin-BI-Hydrochlorid    zurückverwandelt.  <I>Beispiel 1:</I>  8 Teile     N-[2'-Methyl-4'-amino-pyrimidyl-          (5')        ]-methyl-4-methyl-5-(ss-oxy-äthyl)-thio-          thiazolon-(2)    werden in einem Gemisch von  50 Teilen Wasser und 10 Teilen konzentrierter  Salzsäure gelöst.

   Der Lösung werden tropfen  weise 9 Teile 30%igen Wasserstoffsuperoxyds  unter Rühren und Kühlung mit Eiswasser zu  gesetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird  das Reaktionsgemisch so lange mit Barium  chloridlösung versetzt, bis kein Niederschlag  mehr ausfällt, worauf der Niederschlag     abfil-          triert    wird. Das Filtrat wird eingeengt und  dann mit Alkohol versetzt, wodurch die Ab  scheidung von Kristallen bewirkt wird.

   Wer  den die Kristalle aus verdünntem     Alkohol     umkristallisiert, so erhält man 8 Teile     N-[2'-          hlethyl-4'-amino-pyrimidyl-    (5') ] -methyl-4-         methyl    - 5 -     (ss    -     oxy-äthyl)        -thiazoliumchlorid-          hydrochlorid        (Vitamin-Bl-Hydrochlorid)    vom       Smp.    250  C.  



  Verwendet man an Stelle der     5-(ss-Oxy-          äthyl)    -     thiothiazolonverbindung    die 5 - (ss  Acetoxy-äthyl)     -thiothiazolonverbindung,    so  entsteht zunächst     Acetylv        itamin        B1,    das  jedoch spontan durch Hydrolyse in Vitamin       B1    übergeht.

   Verwendet man 1 Teil statt       l.0    Teile     Salzsäure,    so bleibt ein Teil der     Thio-          thiazolonv        erbindung    zunächst ungelöst, der  jedoch mit fortschreitender Reaktion in Lö  sung geht, so dass das gleiche Resultat wie im  obigen Fall erzielt wird.

      <I>Beispiel</I>  Eine Lösung von 10 Teilen     N-[2'-ylethyl-          4'-amino-pyrimidyl-(5')    ]     -methyl-4-methyl-5-          (ss-oxy-äthyl)-thiothiazolon-(2)    in einem Ge  misch von 100 Teilen Wasser und 15 Teilen  konzentrierter Salzsäure wird unter Rühren  und Kühlen mit Eiswasser tropfenweise mit  einer Lösung von 5,4 Teilen Kaliumperman  ganat in     @Vasser    versetzt. Das Reaktions  gemisch wird über Nacht stehengelassen und  hierauf im Vakuum zur Trockne eingedampft.

    Der Rückstand wird in 50 Teilen Wasser ge  löst, worauf die Lösung mit so viel einer     wäss-          rigen        Natriumpikratlösung    versetzt wird, bis  kein Niederschlag mehr ausfällt. Das entstan  dene     Pikrat    wird     abfiltriert    und in der übli  chen Weise mit Salzsäure zersetzt, wodurch  8 Teile     Vitamin-Bl-Hydroehlorid    vom     Smp.     250  C erhalten werden.

        <I>Beispiel 3:</I>  In eine Lösung von 9 Teilen     N-[2'-Methyl-          4'-amino-pyrimidyl-(5')    ]     -methyl-4-methyl-5-        (ss-          oxy-äthyl)-tliiothiazolon-(2)    in 60 Teilen     10%-          iger    Salzsäure werden 6,5 Teile 60%iger Sal  petersäure unter Rühren und Kühlung mit  Eiswasser eingetropft. Das Reaktionsgemisch  wird über Nacht. stehengelassen und hierauf  unter vermindertem Druck eingeengt. und mit  50 Teilen Wasser versetzt. Die Lösung wird  mit so viel wässriger     Natriumpikratlösung    ver  setzt, bis kein     Pikrat    mehr ausfällt.

   Das     Pikrat     wird in üblicher Weise mit Salzsäure zersetzt,  wodurch 7 Teile     Vitamin-BI-Hydrochlorid    vom       Smp.    250  C erhalten werden.  



  <I>Beispiel 4:</I>  Einer Lösung von 5 Teilen     N-[2'-Methyl-          4'    -     amino    -     pyrimidyl    - (5') ] -     methyl-4-methyl-5-          (ss-oxy-ätliyl)-thiothiazolon-(2)    in 50 Teilen  Wasser und 5 Teilen     12%iger    Salzsäure wer  den unter Rühren und Kühlung mit Eiswasser  8,1 Teile Brom in Eisessig tropfenweise zu  gesetzt, wobei das Brom sofort verbraucht  wird.  



  Nach beendeter Bromzugabe wird das Re  aktionsgemisch mit so viel wässriger     Barium-          ehloridlösung    versetzt, bis kein Niederschlag  mehr ausfällt. Der Niederschlag wird abge  saugt. Das Filtrat wird nach Einengung mit  Alkohol versetzt, wobei sich ein Gemisch von       Vitamin-Bl-Hydrochlorid    und     Vitainin-Bx-          Hydrobromid    abscheidet, das nach Behand  lung mit Silberchlorid 4,5 Teile     Vitamin-B1-          Hydrochlorid    vom     Smp.    250  C liefert.

      <I>Beispiel 5:</I>  Ein Gemisch von 5 Teilen     N-[2'-Methyl-4'-          amino-pyrimidyl-    (5') ]     -methyl-4-methyl-5-(ss-          oxy-äthyl)-thiothiazolon-(2),    20 Teilen Was-         ser,    31 Teilen 12%iger Salzsäure und 2,07  Teilen     Kaliumchlorat    wird unter Rühren  6 Stunden lang auf 45  C erwärmt. Nach be  endeter Reaktion     wird    das     Reaktionsgemisch     mit so viel wässriger     Bariumchloridlösung    ver  setzt, bis kein     Niederschlag    mehr ausfällt.

   Nach       Abfiltrieren    des Niederschlages wird das Fil  trat im Vakuum zur Trockne eingedampft.  



  Wird der Rückstand mit einem Gemisch  von 8 Teilen     konzentrierter    Salzsäure und  8 Teilen Alkohol versetzt, so scheidet sich     Ka-          liumchlorid    ab, das     abfiltriert    wird. Das Fil  trat wird eingeengt und mit Alkohol versetzt,  wodurch die     Abscheidung    von Kristallen be  wirkt wird, die nach     Umkristallisierung    aus  verdünntem Alkohol 4 Teile     Vitamin-Bi-Hy-          drochlorid    vom     Smp.    250  C liefern.

           Beispiel   <I>6:</I>  Eine Lösung von 10 Teilen     N-[2'-Methyl-          4'-amino-pyrimidyl-(5')]        -methyl-4-methyl-5-          (ss-oxy-äthyl)-thiothiazolon-(2)    in 100 Teilen  Wasser und 10 Teilen 15%iger Salzsäure wird  als Elektrolyt benützt. Als Elektroden ver  wendet man Kohlenplatten. Die     elektrolytische     Oxydation wird unter Rühren und Kühlung  mit Eiswasser ausgeführt. Das Ende der Re  aktion erkennt man daran, dass aus dem Re  aktionsgemisch bei Zugabe von Natronlauge  kein Ausgangsmaterial mehr ausfällt.

   Wird  das Reaktionsgemisch in der im Beispiel 1  beschriebenen Weise aufgearbeitet, so erhält  man 10 Teile     Vitamin-BI-Hydrochlorid    vom       Smp.    250  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Vitamin- B, - Hydrochlorid, dadurch gekennzeichnet, dass ein Thiothiazolon der Formel EMI0003.0059 wobei X ein H-Atom oder eine Acylgruppe darstellt, welche in saurem Medium verseift wird, in einem salzsauren Medium oxydiert wird. L@NTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oxydation durch Zugabe eines Oxydationsmittels erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oxydation auf elektrolytischem Wege erfolgt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die durch Oxyda- tion entstandene Schwefelsäure mittels Ba riumionen aus dem Reaktionsgemisch ausge fällt wird. 4. Verfahren nach Patentanspriieh, da durch gekennzeichnet., dass das Reaktionspro dukt durch Zugabe von Pikrationen in Form von Vitamin-Bl-Pikrat aus dem Reaktions gemisch ausgefällt und das Vitamin-Bl-Pikrat mittels Salzsäure in Vitamin-BI-Hydroehlorid zurückverwandelt wird.
CH310643D 1950-03-17 1951-03-12 Verfahren zur Herstellung von Vitamin-B1-Hydrochlorid. CH310643A (de)

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