Scheibe mit wenigstens einem elektrischen Heizelement und Verfahren zu deren Herstellung. Bisher bekannte Vorschläge für Heizschei- ben zeigen eine zu grosse Sichtbehinderung. Wenn man von der direkten Behinderung der Sicht durch die Heizdrähte selbst sowie von der Behinderung durch Reflexionserschei nungen an den Drähten zunächst absieht, sind es insbesondere die Beugungserscheinungen, hervorgerufen von den als optische Gitter wir kenden Drähten, die die Sicht in zunehmen dem Masse beeinträchtigen. Ein gleichmässiger Durchmesser der Drähte und die parallele, geradlinige Anordnung derselben unterein ander sind ideale Bedingungen für das Auf treten dieser Beugungserscheinungen. Es hat.
nicht an Versuchen gefehlt, diese Beugungs erscheinungen einzuschränken, beispielsweise durch Auftrag von zusätzlichen, durchsich tigen Schichten. Derartige Heizscheiben sind aber schwierig herstellbar und darum zu teuer, so dass sie nur in Sonderfällen Verwendung finden können.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, wie sich gezeigt hat, eine Verbesserung der Sicht und betrifft eine Scheibe mit mindestens einem wenigstens zum Teit eingebetteten, elektri schen Heizelement, welche Scheibe sich da durch auszeichnet, dass die das Heizelement bildenden Heizleiter Wellenform besitzen und jedes Element in einer parallel zur Heizschei- benoberfläehe verlaufenden Ebene angeord net ist. Dadurch ist eine Art der Anordnung möglich, bei der sich sowohl der Abstand der Leiter als auch, von der Senkrechten aus ge sehen, z. B. ihr Durchmesser ändert. Dabei ist es vorteilhaft, einzelne Heizdraht wellen gegeneinander versetzt anzuordnen.
Ferner kann die Richtungsänderung der Welle der Heizdrähte fortschreitend gleich sein, das heisst die Welle aus Kreisbogen mit. gleichem Radius zusammengesetzt sein.
Es hat sich weiterhin gezeigt, dass es von besonderem Vorteil ist, wenn die Maximal amplitude der wellenartig verlegten Heiz drähte kleiner ist als der halbe mittlere Ab stand der Wellen untereinander, und wenn die Wellenlänge mindestens das Vierfache der Maximalamplitude beträgt.
Bei Verwendung z. B. mattierter Drähte zur Vermeidung der Reflexionserscheinungen gelingt es, wie Versuche zeigten, die Sicht behinderung durch Beugungserscheinungen an der Drahteinlage auf einen vernachlässigbar kleinen Wert herabzusetzen, so dass es hier durch ermöglicht wird, selbst dünnste Drähte in weit geringerem Abstand voneinander als es bisher möglich war, zu verwenden. Über raschend ist hierbei, dass es selbst dem akkomo- dierten Auge kaum noch gelingt, die Drähte wahrzunehmen, während bei der Anordnung der Drähte in rein paralleler, gestreckter Lage bei gleichem Drahtdurchmesser die Sichtbar keit derselben auffälliger ist.
Die Erfindung betrifft gleichzeitig ein Verfahren zur Herstellung der erfindungs gemässen Scheibe, welches Verfahren sich da durch auszeichnet, dass zwecks wellenartiger Verlegung von Drähten als Heizleiter in ihrem Träger die Heizdrähte durch eine Ablege- vorrichtung auf den Träger aufgebracht wer den, wobei die Ablegevorrichtiung und der Träger relativ zueinander periodische Quer bewegungen zur Zuführungsrichtung der Drähte ausführen. Zwecks Erzielung einer versetzten Anordnung der Wellen können die einzelnen Ableger in der Ablegevorrichtung versetzt zueinander angeordnet werden.
An Stelle der durch eine Ablegevorrich- tung geformten Drahtwellen können die Heiz- leiter wellenförmig auch nach bekannten Ver fahren, wie beispielsweise galvanisch, chemisch, phototechnisch, im Spritz- oder Druckverfah ren auf den Träger niedergeschlagen werden. In diesem Falle hat man es in der Hand, die Breite der Heizleiter über die ganze Länge der Elemente um einen Mittelwert schwankend un gleichmässig zu formen.
Die Heizscheiben können starr, biegsam oder elastisch sein. Durch die wellenförmige Anordnung der Heizdrähte kann ausserdem eine gleichmässigere Verteilung der erzeugten Wärme über die ganze Oberfläche der Heiz- Scheibe erreicht werden. Man hat es in der Hand, auch bei dem Auflegen. der Heizdrähte durch eine Ablegevorrichtung Drähte verschie denen Durchmessers oder verschiedenen Ma terials nebeneinander aufzulegen, so dass be liebige Widerstände und damit Heizwirkungen erreicht werden können.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. l einen Querschnitt durch eine Heiz- scheibe, Fig. 2 einen Querschnitt durch eine wei tere Ausführungsform, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Heiz- scheibe mit zwei Heizelementen, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Heiz- scheibe mit darauf beiderseitig aufgebrachten, wärmeabgebenden Schichten,
Fig. 5 eine- Draufsicht auf eine Heizscheibe mit der wellenförmigen Anordnung der Heiz drähte, Fig. 6 eine zweite Ausführungsform der wellenartigen Gestaltung, Fig. 7 die "Vorrichtung zum Aufbringen der Heizdrähte auf den Träger, Fig. 8 eine Ansicht von unten auf Fig. 7 ; und Fig. 9 die schematische Darstellung eines Arbeitsverfahrens.
In den Fig. 1 bis 4 ist mit 1 eine Heiz- scheibe bezeichnet. In das Material dieser Heizscheibe sind die ein Heizelement bilden den Heizdrähte 2 wellenförmig und in einer zur Heizscheibenoberfläche parallelen Ebene eingebettet. Beim Beispiel nach Fig. 1 sind die Drähte bis zur Mitte der Heizscheibe ein-, gedrückt, während sie beim Beispiel nach Fig. 2 näher der obern Fläche liegen. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind zwei Ele mente aus Heizdrähten je auf einer Scheibe zum Teil eingebettet, wobei beide Scheiben, unter Einhaltung eines geringen Zwischen raumes aufeinander angeordnet sind.
In Fig. 4 ist schliesslich gezeigt, wie die Drähte in einer biegsamen Folie eingebettet sein kön nen, die dann zwischen zwei Scheiben ange ordnet wird. Die einzelnen Heizdrähte sind an gemeinsame Zuleitungen, Stromzuführungs- inmd Ableitungen 3 und 4 (Fug. 5) angeschlos sen.
Wie die Fig. 5 und 6 erkennen lassen, sind die verschiedensten Wellenformen ausführbar. Es ist dabei vorteilhaft, wenn beispielsweise bei der Gestaltung der Wellen gemäss Fig. 6 die Richtungsänderung der Wellen der Heiz drähte fortschreitend gleichmässig ist. Fig. 6 lässt auch erkennen, dass die einzelnen Heiz drahtwellen gegeneinander versetzt angeord net sein können.
Die Maximalamplitude a der wellenartig verlegten Heizdrähte wird kleiner gehalten als der halbe Mittelabstand b der Wellen untereinander. Bei der Ausführung gemäss Fig. 6 beträgt ausserdem die Wellenlänge min destens das Vierfache der Amplitude a.
Das Verfahren zur Herstellung der Heiz- scheibe gestaltet sich beispielsweise folgender massen In einer gemeinsamen Ablegevorrichtung 5, die elektrisch heizbar ist, sind die einzelnen Ableger 6 untergebracht, denen die Drähte 2 zugeführt werden. Diese einzelnen Ableger 6 sind nach unten zu als Gleitschuhe ausgebildet, durch die hindurch der Draht 2 gedrückt wird. Da diese Gleitschuhe bei der Erwärmung der Ablegevorrichtung 5 mit erwärmt werden, übertragen sie diese Wärme auf den Träger 1 der Heizleiter 2 und verursachen in diesem Träger Rillen, in die die Drähte 2 gleichzeitig eingedrückt werden.
Das Material 1 wird auf eine Unterlage 7 nur zum Zwecke der Ab stützung aufgebracht. Dabei bewegt sich die Unterlage 7 mit dem Träger 1 in der Pfeilrich tung A. Zur gleichen Zeit wird zwecks wellen förmiger Gestaltung der Leiter 2 die Ablege vorrichtung 5 in der Pfeilrichtung B quer zur Zuführungsrichtung der Drähte 2 peri odisch in der Grösse der Strecke 2a hin- und herbewegt. Auf diese Weise werden, wie Fig. 9 erkennen lässt, die Drähte 2 wellenför mig auf das Material 1 aufgebracht. Nach dem Erkalten werden die Heizdrähte 2 auf dem Material 1 festgehalten. Die Eindrucktiefe kann beliebig gewählt werden.