Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr.<B>275193.</B> Magazin-Sprechmaschine. Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Magazinsprechmaschine mit einem über dem Plattenteller liegenden, aus grossen und klei neren Platten beliebig zusammengestellten Stapel, aus welchem zuin Plattenwechsel jeweils die zuunterst liegende Platte frei gemacht und auf den Plattenteller abgesetzt wird.
Nach dein Patentanspruch des Haupt patents ist eine den Stapel am Rand unter greifende, wahlweise von Hand und dusch den auslaufenden Tonarm für jeweils einen Arbeitsgang einschaltbare, die Freimachung der Platten besorgende Vorrichtung mit einer mir durch Platten grossen Durchmessers lösbaren, selbsttätig in die Sperrlage zurück kehrenden Verriegelung vorgesehen, welche ein Freimaehungsorgan mittels eines Steuer systems auf die Grösse der jeweils freizu- gebenden Platte einstellt.
Die '.#Tagaziiisprechinaschiiie gemäss Pa- tentanspriicli des Hauptpatents hat sich in der Praxis sehr gut: bewährt. Die Arbeits weise der Freigabevorrichtung hat zu keinem Verbesserungsbedürfnis Anlass gegeben.
Es hat: sich indessen gezeigt, dass in fertigungs- technischer Hinsicht einschneidende Ver besserungen möglich sind, und dass insbe- sondere hinsichtlich des Platzbedarfs der Freigabevorrichtung erhebliche Einspartan- gen erzielt werden können.
Die Erfindung hat zum Ziel, diese Mög- lichkeiten auszunutzen und empfiehlt hier- zu, dass die die Freimachung der Platten, aus dein Stapel besorgende Vorrichtung für grosse und kleinere Platten je ein besonderes Freimachungsorgan aufweist,
und dass das Freimachungsorgan für die kleineren Platten verschwenkbar gelagert und zwecks vorüber gehender Ausschwenkung aus dem Bereich der grossen Platten. bei Bereitstellung einer grossen Platte durch deren Einwirkung mit einem Schwenkmechanismus kuppelbar ist.
Wegen der Verwendung getrennter Frei machungsorgane, welche ohne Schwierigkeit als verhältnismässig einfache Press- und Stanzteile herstellbar sind, erübrigt sich die Verwendung eines Kurven- oder Nocken systems, wie es nach dem Hauptpatent für die Umstellung des Freimachungsorgans auf die Grösse der jeweils freizugebenden Platte erforderlich war. Ein solches Kurven- oder Nockensystein stellt einen schwierig zu fertigenden und daher teuren, Konstruktions teil dar.
Die mit der Erfindung geschaffene Möglichkeit der Verringerung des Platzbe darfs ergibt sich daraus, dass dank der Aus schwenkbarkeit des Freimachungsorgans für die kleineren Platten nur kleine Verstellwege für die Freimachungsorgane in radialer Rich tung vorgesehen zu sein brauchen, wodurch die Ausdehnung der gesamten Freimachungs- vorrichtung in waagrechter Richtung er heblich verkleinert werden kann.
Darüber hinaus lässt sich im Vergleich zu der Vor richtung des Hauptpatents die Bauhöhe der Freimachungsvorrichtung weitgehend ver ringern, so dass der Einbau der Magazin sprechmaschine in sehr niedrig gehaltenen Truhen ermöglicht ist.
In der folgenden Beschreibung wird ein in der Zeichnung veranschaulichtes Aus führungsbeispiel der erfindungsgemässen Ma- gazin,sprechmaschine erläutert; in, der Zeich nung zeigt Fig. 1 die allgemeine Anordnung eines Plattenspielers mit der Freimachungsvor- richtung für die Platten; Fig.2 eine Seitenansicht der Freima- chungsvorrichtüng mit weitgehender Schnitt darstellung der Bauteile;
Fig.2a eine Einzelheit der Fig.2 in Schnittdarstellung Fig. 3 eine Draufsicht auf die Freima- chungsvorrichtung nach Wegnahme der für die Bewegungssteuerung wesentlichen Teile Fig. 4a, <I>b</I> und c die die Bewegungs steuerung bewirkenden Teile der Freima- chungsvorrichtung in Draufsicht.
Der in Fig. 1 dargestellte Plattenteller 1 erhält seinen Antrieb von einem verdeckt liegenden Motor, der gleichzeitig das Nocken system für die Steuerung der Tonarmbe- wegung und für die Betätigung der als Gan zes mit 2 bezeichneten Freimachungsvor- richtung antreibt. Oberhalb des Platten tellers 1 und in Verlängerung der Tellerwelle ist ein Bolzen 3 vorgesehen, der die Platten auf dem Plattenteller zentriert. Der Bolzen 3 ist etwa in halber Höhe exzentrisch abge setzt. Die dadurch entstehende Schulter dient dem Plattenspieler 4, welcher grosse und kleinere Platten enthält, als Auflager.
Die Freimaehungsvorrichtung 2 enthält eine zen trale Bohrung, welche zur Führung eines Dornes 5 dient, der mittels eines Auslegers 6 einen Belastungsteller 7 trägt, welcher den Plattenstapel 4 belastet und in waagrechter Lage hält.
Die Freimachungsvorrichtung 2 ist mit zwei Auflagerstellen für die jeweils unterste Platte des Stapels 4 ausgestattet. Das Auf lager 2cc ist für die Platten kleinen Durch messers bestimmt, das Auflager<I>2b</I> für die Platten grossen Durchmessers. Wenn der Plattenstapel durch eine grosse Platte abge schlossen ist, welche bei 2b zur Auflage kommt, so ist es natürlich erforderlich, das Auflager 2a nach der Seite zu schwenken, damit die grosse Platte nach ihrer Frei machung ungehindert auf den Plattenteller fallen kann.
Jedes der Auflager 2a und<I>2b</I> ist mit einem Freimachungsorgan ausgestattet; darüber hinaus ist das Auflager 2a mit. einem durch grosse Platten betätigbaren Mechanis mus versehen, welcher die Seitwärtsschwen- kung des Auflagers 2a. veranlasst.
Die Betätigung der Freimachungsorgane und die Verschwenkung des Auflagers 2a werden durch ein Organ bewirkt, welches für die Durchführung eines Plattenwechsels eine Schwenkbewegung von etwa 90 ausführt, welche ihm von dem Steuermechanismus des Antriebs erteilt wird.
Die ins einzelne gehende Beschreibung der Freigabevorrichtung geschieht an Hand der Fig. 2-4.
Auf dem Werkboden der Sprechmaschine ist die Sockelplatte 8 befestigt, welche mit der hülsenförmigen Säule 9, der untern Büchse 10, der obern Büchse 11 und der Führungsplatte 12 eine zusammenhängende und feststehende Einheit bildet. Die Platte 12, deren Gestaltung aus Fig. 2 und Fig. 4a erkennbar ist, ist mit zwei nach oben weisen den Bolzen 13 versehen und besitzt ausser dem einen in radialer Richtung verlaufenden Schlitz 14 sowie einen. diametral zum Schlitz 14 liegenden Ein Schnitt 15.
Die Platte 12 dient einer andern Platte 16 als Auflager, welche in Fig. 2 und Fig. 4b veranschaulicht ist. Die Platte 16 ist mit einem fensterartigen Ausschnitt 17 versehen, welcher die Ver schiebung der Platte erlaubt und eine seit wärts weisende Nockenbahn 18 enthält, welcher die Verschiebebewegung der Platte 16 zu steuern gestattet. Die Platte 16 ist mit zwei in der Verschieberiehtung verlaufenden Einschnitten 19 versehen und trägt einen nach unten weisenden Zapfen 20 sowie eine ebenfalls nach unten weisende Anschlag schulter 21.
Die Platte 16 dient ihrerseits einer Scheibe 22 als Auflager, welche an einer Hülse 23 starr befestigt ist, die in den Buchsen 10 und 11 geführt und mit dem Betätigungsme chanismus der Sprechmaschine derart ver bunden ist, dass sie für die Ausführung jeden Plattenwechsels eine Hin- und Herschwen- kung um etwa 90 erfährt. Die Scheibe 22 trägt einen nach unten weisenden Zapfen 24 und ist am Rand mit einem Einschnitt 25 ver sehen. Im übrigen hat die Scheibe 22 die aus Fig.4c ersichtliche Form, für welche die Schulter 26 wesentlich ist. In Fig. 2 sind die Scheiben 16 und 22 im angehobenen Zustand dargestellt.
Wenn die Platte 16 und die Scheibe 22 auf der Platte 12 aufliegen, so ragen die Zapfen 13 der Platte 12 durch die Einschnitte 19 der Platte 16, und die Schul ter 26 der Platte 22 kommt an dem in Fig. 4a links unten dargestellten Zapfen 13 zur An lage. Der Zapfen 20 der Platte 16 greift durch den Schlitz 14 der Platte 12 hindurch, wäh rend die Anschlagschulter 21 der Platte 16 sich seitlich an die Platte 12 anlegt. Schliess lich greift der Zapfen 24 der Platte 22 in die Fensteröffnung 17 der Platte 16 ein. In dieser gegenseitigen Lage der Platte 12 und der Scheibe 22 liegen die Ausschnitte 15 und 25 senkrecht übereinander.
Um die Säule 9 der Sockelplatte 8 ist eine Hülse 27 frei drehbar angeordnet, die eine die Sockelplatte 8 umfassende Glocke 28 trägt. An der Hülse 27 ist ausserdem ein Halter 29 befestigt, dessen in Fig. 2 nach links wei sende Arme 30 weit ausladen und durch einen Querbolzen 31 fest miteinander ver bunden sind. Die Arme 30 dienen ausserdem zur Lagerung eines runden Bolzens 32. Die Vorderteile der Arme 30 sind entsprechend Fig. 3 seitwärts abgebogen und bilden eine breite Auflagefläche. Der Rundbolzen 32 dient zur Lagerung einer Wippe, welche aus zwei Teilen zusammengesetzt ist.
Der äussere Teil 33 ist ähnlich ausgeführt wie der Teil 29 und schmiegt sich mit seinen seit wärts weisenden Schenkeln eng an die seit lichen Schenkel des Teils 29 an, wobei der Bolzen 32 als Schwenkbolzen dient. Der in Fig. 2 nach vorn weisende Seitenarm 34 des Teils 33 ist nach links verlängert und mit einer winkligen Abbiegung 35 versehen, welche unter dem vorn liegenden Seitenarm 30 liegt.
Der zweite Teil der Wippe besteht aus einem Schlitten 36, der innerhalb der seitlichen Arme 30 liegt und mit dem Schlitz 37 den runden Querzapfen- 32 umfasst und einen Schlitz 38 aufweist, der dem Quer bolzen 31 entspricht. Die Seitenwangen 39 des Schlittens 36 sind am Ende hochgeführt, so dass sie die Auflageflächen der Seiten wände 30 überragen.
Die obere Begrenzungs wand des Schlittens 36 ist entsprechend Fig. 3 gestaltet; daraus ist ersichtlich, dass ein einseitig offener Schlitz 40 vorgesehen ist, in welchen das untere Ende des Zapfens 20 der Platte 16 eingreift. Auf der obern Be grenzungswand des Schlittens 36 ist ein Nocken 41 vorgesehen, welcher in der Lage des Schlittens gemäss Fig. 2 leicht in den Schlitz 14 der Platte 12 hineinragt.
An der rückwärtigen, gebogenen Wand des Teils 33 befindet sich ein Ansatz 42 mit einem Riegel teil 43, welcher gemäss Fig. 2, das heisst bei unbelasteter Wippe, in den Ausschnitt 15 der Platte 12 eingreift und dadurch eine Ver drehung der Wippe und damit natürlich auch eine Verdrehung der Hülse 27 mit allen daran befestigten Teilen verhindert.
Der Riegel 43 ist so bemessen, dass er bei Belastung der Wippe, das heisst bei Verschwenkung der Teile 33 und 36, entgegen dem Uhrzeigersinri aus der Ausnehmung 15 der Platte 12 tritt, wodurch die Wippe mit allen übrigen mittel- oder unmittelbar an der Hülse 27 befestigten Teilen mit der Scheibe 22 gekuppelt wird und an deren Schwenkbewegung teilnehmen muss.
Während dieser Schwenkbewegung verlässt der kleine Nocken 41 den Schlitz 14 der Platte 12 und kommt nach kurzer Schwenkbe wegung unter die Unterseite der Platte 12 zu liegen, wodurch er eine, Rückkehr der Wip- penteile 33 und 36 in die aus Fig. 2 ersicht liche Lage bei Aufhebung der erwähnten Belastung so lange verhindert, bis er wieder Gelegenheit hat, in den Schlitz 14 der Platte 12 einzudringen.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Frei gabevorrichtung ist wie folgt Bei Verschwenkung der Scheibe ?? erfährt die Platte 16 durch die Zusammenwirkung des Nockens 24 mit der Nockenbahn 1s der Platte 16 eine mit Bezug auf die Fig. 2 nach links gerichtete Verschiebung. An dieser Ver schiebung nimmt der Schlitten 36 wegen des Eingriffs des Zapfens 20 in den Ausschnitt 40 teil, wobei sich der Schlitten 36 mit dem Aus schnitt 38 auf den Querbolzen 31 aufschiebt, gleichzeitig aber noch durch den Schlitz 37 auf dem Rundbolzen 32 gehalten wird.
Der Verschiebeweg der Platte 16 und damit auch des Schlittens 36 ist so gross, dass eine auf den Endflächen der Arme 30 aufruhende Platte vollständig abgeschoben wird und auf den Plattenteller fällt. Dabei ist angenommen, dass es sich um eine Platte mit kleinem Durch messer handelt. Bei der Rückwärtsschwen- kung der Scheibe 22 wird die Platte 16 von dem Nocken 24 mitgenommen, so dass der Zapfen 20 auch den Schlitten 36 in seine Aus gangsstellung zurückführt.
Nun sei angenommen, dass die nächste Platte eine solche mit grossem Durchmesser ist. welche mit ihrem Rand auf die Platte 12 aufzuliegen kommt. Eine solche Platte übt einen Druck auf die vorstehenden Teile 39 des Schlittens 36 aus, und dieser Druck über wiegt das normalerweise bestehende ein seitige Übergewicht der aus den Teilen 33 und 36 bestehenden Wippe.
Die Folge davon ist, dass der Schlitten 36 um den Zapfen 32 verschwenkt wird, und dass auch der Wippen teil 33 im gleichen Sinne verschwenkt wird, wobei der Riegel 43 den Schlitz 15 verlässt und in den Ausschnitt 25 der Platte 229 eindringt. Wenn nunmehr die Hülse 23 mit der Platte 22 eine Schwenkbewegung ausführt, so wird der erste Teil dieser Schwenkbewegung zur Folge haben, dass die Hülse 27 mit sämtlichen daran befestigten Teilen verschwenkt wird,
so dass die Arme 30 mit der Wippe aus dem Bereich der grossen Platte herausgeführt werden, welche auf der Platte 12 aufruht. Während der weiteren Verschwenkung der Scheibe 22 erfährt die Platte 16 eine mit Bezug auf Fig. :2 nach links gerichtete Ver schiebung, wie in dein weiter oben betrach teten Fall. Diese Verschiebung der Platte 16 ist so gross, dass die grosse Platte von der Platte 12 verdrängt wird und auf den Plat tenteller fallen kann.
Bei der Rückwärtsschwenkung der Schei be<B>222</B> werden die gleichen Bewegungsvor gänge im umgekehrten Sinne und in um gekehrter Reihenfolge vorgenommen, und am Ende der Bewegung nehmen die Teile der Freigabevorrichtung wieder die Lage ein, welche aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass die nunmehr zum Abwurf bereitstehende Platte eine solche mit kleinem Durchmesser ist. Im Falle einer Platte grossen Durchmessers würde die Wippe 33, 36 durch das Plattengewicht wieder die Verschwenkung erfahren, welche weiter oben erläutert worden ist.