CH294114A - Gruppenantrieb für Arbeitsmaschinen. - Google Patents
Gruppenantrieb für Arbeitsmaschinen.Info
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Description
Gruppenantrieb für Arbeitsmaschinen. Die Anwendung des Gruppenantriebes für Arbeitsmaschinen ist nicht neu. Einer der Hauptnachteile dieser Antriebsart ist der Umstand, dass ein Abschalten einzelner Ma schinen einer Maschinengruppe nicht ohne weiteres möglich ist., es sei denn, dass man die Stillsetzung der ganzen Gruppe in Kauf nimmt. Die Erfindung betrifft eine Ausbildung für einen Gruppenantrieb, bei der es möglich ist, einzelne Maschinen aus der Gruppe wahl weise stillzusetzen, während die. andern 3lasehinen weiter arbeiten. Diese Möglichkeit wird sieh überall dort hervorragend bewäh ren, wo es darauf ankommt, trotz der aus irgendwelchen Gründen nötigen Stillsetzung einiger -Maschinen die andern im Produktions prozess weiterlaufen zu lassen. So ist es zum Beispiel in Mühlenbetrieben untragbar, etwa wegen des Ausfalles eines einzelnen Walzen stuhles den Vermahlungsprozess zu unter brechen. Verstopfungen des Mahlgutes würde die Folge sein, und schliesslich müssten sämt, liehe Transportwege von derartigen Ver stopfungen freigemacht werden. Das bedeutet den Stillstand des Mühlenbetriebes auf län gere Zeit. Aus diesem Grunde ist man in diesen und ähnlich gearteten Betrieben nicht zum Gruppenantrieb übergegangen, sondern hat sich mit Einzelantrieb von einer gemein samen Transmission aus beholfen. Durch Ab werfen des Treibriemens war es möglich, einzelne Maschinen aus dem Arbeitsprozess auszuschalten und stillzusetzen. Die Erfindung zeigt die Möglichkeit, den Gruppenantrieb auch für die vorgezeichneten Betriebe anzuwenden, und zwar dadurch, dass die Arbeitsmaschinen je ein Getriebe haben, das von einer durch Kupplung verbundenen gemeinsamen Welle angetrieben wird, wobei das Getriebe Mittel zum Stillsetzen des Arbeitsteils der zugehörigen Maschine auf weist, ohne dass die Arbeitsweise der übrigen hTaschinen der Gruppe beeinflusst wird. Als Mittel zum Stillsetzen der Arbeits maschinen sind Kupplungen oder Getriebe bekannter Bauart geeignet. Verwendet man ein Getriebe als Mittel zum Stillsetzen der Arbeitsmaschine, so kann man mit diesem die Regelung oder die Drehsinnumkehr verbin den, indem man zum Beispiel ein Umlauf rädergetriebe mit einemRegeltriebkombiniert. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Gruppe untereinander gekup- pelter Maschinen, Fig. \? den Schnitt durch ein Getriebe, wie es jeder Arbeitsmaschine zugeordnet ist, um die Stillsetzung ohne Beeinflussung der an dern Arbeitsmaschinen zu ermöglichen. Jede der Arbeitsmaschinen 1, die gemäss dem gezeichneten Ausführungsbeispiel Wal- zenstühle eines Müllereibetriebes sein mögen, hat ein ein- oder angebautes Getriebe 17, das im vorliegenden Beispiel eingebaut ist. Von diesem Getriebe 17 aus werden im Ausfüh rungsbeispiel mittels Riemenscheiben 3 die Mahlwalzen angetrieben. Die Antriebswelle 2 der Maschinen 1 ist durch Kupplungen unterteilt und vom Motor 5 angetrieben. Die Getriebe 17 stehen mit der Welle 2 in kraft schlüssiger Verbindung. Statt des direkten Motorantriebes 5 kann der Antrieb der Welle 2 auch über die Riemenscheibe 6 unter Bei behaltung der sonstigen Verhältnisse erfolgen. Jedes Getriebe 17 weist mindestens ein Mittel auf, welches das Stillsetzen der Maschine ermöglicht, ohne dass der Lauf der übrigen Masehinen dadurch beeinflusst oder beeinträchtigt wird. Da der Antrieb vom Motor zunächst auf die Getriebe 17 der Ma schinen erfolgt, kann irgend eine der Maschinen der Gruppen vom Antrieb abge kuppelt werden. Das Getriebe kann zu diesem Zwecke eine geeignete Kupplung bekannter Bauart. aufweisen, oder das Getriebe kann wie in Fig. 2 dargestellt ausgeführt sein. Das in Fig. 2 gezeichnete Getriebe 17 ist durch die Welle 2, welche durch die Kupp lung 4 mit dem Motor verbunden ist, an getrieben. Auf der. Welle 2 ist das Sonnen rad 7 und der eine Teil 8 eines Keilriemen- Regelgetriebes aufgekeilt. Auf der Neben welle 9 ist gegenüberliegend der andere Keil riemen-Regelgetriebeteil 10 und das Ritzel 11 ebenfalls mittels Keilen befestigt. Das Ritzel 11 kämmt mit dem aussen und innen ver zahnten Glockenrad 12, das lose auf der Welle 2 läuft. Zwischen dem. Sonnenrad 7 und dem Zahnrad 12 als Glockenrad sind Planetenräder 13 angeordnet, die auf Zapfen 15 des Planetenträgers 14 gelagert sind. Die ser ist beim Ausführungsbeispiel der Teil einer Hohlwelle 16, die lose auf der Antriebs welle 2 gelagert ist und die Riemenscheibe 3 zum Antrieb der Mahlwalzen trägt.. Die Wirkungsweise des vorgeschriebenen Getriebes ist folgende: Die Drehung der Welle 2 wird einmal über das Sonnenrad 7 auf die Planetenräder 13 und zum andern über den Keilriemen-Regelgetriebeteil 8 auf den andern Keilriemen-Regelgetriebeteil 10 auf die Nebenwelle 9 übertragen. Die ge regelte Bewegung der Welle 9 wird durch Ritzel 11 auf das Glockenrad 12 und von diesem auf die Planetenräder 13 übertragen. Diese stehen demnach über das Sonnenrad 7 unter dem Einfluss der Drehbewegung der Welle 2 und über das Ritzel 11 und das Glockenrad 12 unter dem Einfluss der Dreh bewegung der Nebenwelle 9. Mit Hilfe des Regeltriebes 8, 10 kann also die Umlauf bewegung der Planetenräder 13 und damit der Riemenscheibe 3 wahlweise verändert werden, und zwar stillgesetzt, das heisst von einem bestimmten Wert auf Null und von Null auf einen bestimmten Wert in umge kehrtem Drehsinn. Die Umlaufbewegung der Planetenräder 13 wird über die Zapfen 15, den Planetenträger 14 und die Hohlwelle 16 mittelbar auf die Riemenscheibe 3 übertragen. Bei Fortfall des Riementriebes 3 kann der Kranz des Planetenträgers 14 unmittelbar als Antrieb dienen. Bei Walzenstühlen wird man sieh mit. einer einfachen Drehzahländerung für die Mahlwalzen und mit der Einstellmögliehkeit des Getriebes auf Stillstand für die Riemen scheibe 3 begnügen. An Stelle des beschrie benen Getriebes kann man sich zwischen Vor gelegewelle 2 und Hohlwelle 16 die An ordnung einer aus- und einrückba.ren Kupp hing vorstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gruppenantrieb für Arbeitsmaschinen, da durch gekennzeichnet, dass die Arbeitsmaschi nen je ein Getriebe haben, das von einer gemeinsamen durch Kupplung verbundenen Welle angetrieben wird, wobei das Getriebe Mittel zum St.illsetzen des Arbeitsteils der zu gehörigen Maschine aufweist, ohne dass die Arbeitsweise der übrigen 3lasehinen der Gruppe beeinflusst wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gruppenantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeits maschinen (1) ein eingebautes Getriebe (17) besitzen. 2. Gruppenantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeits maschinen (1) ein angebautes Getriebe (17) besitzen. 3.Gruppenantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zum Stillsetzen der Arbeitsmaschinen (1) eine Kupplung dient. 4. Gruppenantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zum Stillsetzen der Arbeitsmaschine ein Planeten betriebe dient. 5. Gruppenantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das Getriebe (17) aus der Kombina tion eines Planetengetriebes (7, 12, 13) mit einem Regeltrieb (8, 10) bestellt. 6.Gruppenantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass auf der Antriebswelle (2) konzen trisch und lose drehbar eine Hohlwelle (16) mit dem Treibmittel (3) für den Arbeitsteil der Maschine (1) gelagert ist und da.ss die Antriebswelle (2) und Hohlwelle (16) durch die Kupplung verbindbar sind. 7. Gruppenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass auf der Antriebswelle (2) konzentrisch und lose drehbar eine Hohlwelle (16) mit dem Treibmittel (3) für den Arbeitsteil der Maschine (1) gelagert ist und dass die Antriebswelle (2) und Hohlwelle (16) über das Planetengetriebe verbindbar sind. B.Gruppenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf,der Antriebswelle (2) das Sonnenrad (7) des Planetengetriebes, so wie der eine Keilriemen-Regelgetriebeteil (8) und auf einer Nebenwelle (9) der andere Keilriemen-Regelgetriebeteil (10) sowie ein Treibrad (11) für das lose laufende Glocken rad (12) des Planetengetriebes befestigt sind und dass der Planetenträger (14) der Plane tenräder (13) mittelbar über den Riementrieb (3) als Antrieb für den Arbeitsteil der Maschine (1) dient. 9.Gruppenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranz des Planeten trägers (14) unmittelbar als Antrieb für den Arbeitsteil der Maschine (1) dient.
Applications Claiming Priority (1)
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1950
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