CH291981A - Einrichtung in Bahnanlagen zur Auslösung von elektrischen Vorgängen durch den Zug. - Google Patents

Einrichtung in Bahnanlagen zur Auslösung von elektrischen Vorgängen durch den Zug.

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CH291981A
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Societe Technique Pour L Stin
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Stin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/18Railway track circuits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


  Einrichtung in Bahnanlagen     zur    Auslösung von elektrischen     Vorgängen    durch den Zug.    Bei den elektrischen Eisenbahnsicherungs  anlagen werden Kontaktorgane am Gleis,  welche durch den Zug selbst betätigt werden,  für verschiedene Zwecke benötigt. Da sie als  Verbindungsglieder     zwischen    dem Zug und  den Stellwerk-Block- und Signaleinrichtungen  dienen, kommt ihnen besondere Wichtigkeit zu.  Vor allem dürfen die elektrischen Vorgänge,  die mit ihnen gesteuert werden, nur durch  den Zug selbst ausgelöst werden.

   Diese Ein  riehtungen sind deshalb so zu konstruieren,  dass sie nicht durch Kurzschlüsse, Netzunter  brüche, schlechte Kontakte und dergleichen  so beeinflusst werden können, dass dies einer  Betätigung durch den Zug     gleichkommt.     



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Einrichtung in Bahnanlagen zur     Auslösung     von elektrischen Vorgängen durch den Zug,  welche Einrichtung mindestens einen elek  trisch isolierten Gleisabschnitt mit wenigstens  einem gegen Erde und die anstossenden Schie  nen elektrisch isolierten Schienenabschnitt  aufweist. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass  an diesen Gleisabschnitt sowohl ein Arbeits  stromrelais, welches beim Befahren dieses  Gleisabschnittes erregt wird, als auch ein  Ruhestromrelais, welches beim Befahren dieses  Gleisabschnittes kurzgeschlossen wird, ange  schlossen sind, wobei mit dem erregten Ar  beitsstromrelais der befahrene Zustand und  mit dem erregten Ruhestromrelais der freie  Zustand dieses Gleisabschnittes angezeigt wird.  Die Schaltungsart dieser beiden Relais kann  nach folgenden zwei Varianten erfolgen:    1.

   Das Arbeitsstromrelais ist in Serie mit  dem Ruhestromrelais und die Kurzschliess  strecke zwischen den beiden Schienen des elek  trisch isolierten Gleisabschnittes mit wenig  stens einem gegen Erde und die anstossenden  Schienen elektrisch isolierten Schienenab  schnitt ist parallel zum Ruhestromrelais ge  schaltet.  



  2. Das Arbeitsstromrelais hat zwei Wick  lungen, welche gegeneinander arbeiten, wobei  die beiden Wicklungen und die Wicklung des  Ruhestromrelais in Serie und die Kurzschliess  strecke zwischen den beiden Schienen des elek  trisch isolierten     Gleisabschnittes    mit wenig  stens einem gegen Erde und die anstossender.  Schienen elektrisch isolierten Schienenab  schnitt parallel zum Ruhestromrelais und der  vor dem Ruhestromrelais liegenden Wicklung  des Arbeitsstromrelais geschaltet ist.  



  Damit das Arbeitsstromrelais bei freiem  elektrisch isoliertem Gleisabschnitt mit wenig  stens einem gegen Erde und die anschliessen  den Schienen elektrisch isolierten Schienen  abschnitt. (im folgenden als  isolierter Gleis  abschnitt  bezeichnet) nicht mit dem durch  das Ruhestromrelais fliessenden Strom erregt  wird, da sie ja in Serie geschaltet sind, kann  mit einem Kontakt des Ruhestromrelais die  Wicklung des Arbeitsstromrelais kurzgeschlos  sen werden. Gleichzeitig hat das zur Folge,  dass das Arbeitsstromrelais nur arbeiten kann,  wenn das     Ruhestromrelais    abgefallen ist. Die  Wicklung des     Arbeitsstromrelais    kann jedoch  auch so bemessen werden, dass das Relais vom      Ruhestrom des Ruhestromrelais nicht erregt  wird.

   Da die beiden Wicklungen des Arbeits  stromrelais nach Variante 2 gegeneinander  arbeiten, so dass dieses Relais bei freiem. Zu  stand des     isolierten    Gleisabschnittes nicht er  regt werden kann, ist es nötig, dass der Strom  in beiden     Wicklungen    von gleicher Grösse ist.  Auch bei freiem isoliertem Gleisabschnitt  fliesst. immer noch ein gewisser Ableitungs  strom von einer isolierten Schiene zur an  dern bzw. gegen Erde. Dieser ist um so  grösser, je schlechter die Bettung des Gleises  ist. Um diese Unsymmetrie auszuregulieren,  kann derjenigen Wicklung des Arbeitsstrom  relais, die nicht durch den isolierten Gleis  abschnitt gesteuert. ist., ein regulierbarer Wi  derstand parallel geschaltet sein.  



  Nachfolgend ist die Wirkungsweise von  den Ausführungsbeispielen des Erfindungs  gegenstandes an Hand einer Zeichnung Bar  g gestellt.  



  In den Fig. 1 bis 3 ist das Arbeitsstrom  relais mit d und das Ruhestromrelais mit R  bezeichnet. Der isolierte Gleisabschnitt besteht  aus der isolierten Schiene Is und der geer  deten Schiene Os, an welche die Rückleitung  der Batterie     IRL    angeschlossen ist.  



  Die Einrichtung gemäss Fig. 1 arbeitet  folgendermassen: In der Grundstellung ist.  das Arbeitsstromrelais A stromlos und das  Ruhestromrelais R erregt. Das Ruhestrom  relais R meldet in diesem Zustand, dass der  isolierte Gleisabschnitt frei ist, das heisst. es  befinden sich keine Achsen darauf. Der Strom  verlauf ist folgender:  Batterie +, Widerstand W, Kontakt     R1     (Relais A ist kurzgeschlossen), isolierte  Schiene Is, Relais R, geerdete Schiene Os,  Rückleitung RL.  



  Sobald sich ein Fahrzeug auf dem isolier  ten Gleisabschnitt befindet,     wird    die isolierte  Schiene mit der geerdeten Schiene durch die  Achsen verbunden; das hat zur Folge, dass  das Ruhestromrelais R kurzgeschlossen wird,  abfällt und den Kontakt R1 öffnet. Damit  wird der Kurzschluss der Wicklung des Ar  beitsstromrelais     aufgehoben.    Dieses Relais  wird jetzt erregt über: Batterie +, Wider-    stand IV, Relais A, isolierte Schiene Is, über  die Zugachse auf die geerdete Schiene Os  und die Rückleitung RL.  



  Nachdem die Zugachsen den isolierten  Gleisabschnitt verlassen haben, wird das Ruhe  stromrelais wieder erregt und schliesst mit  seinem Kontakt R1 die Wicklung des Arbeits  stromrelais kurz, so dass dieses wieder abfällt.  Mit entsprechenden Kontakten des Arbeits  und Ruhestromrelais kann nun in die Strom  kreise der Eisenbahnsicherungsanlagen einge  wirkt werden, so dass eine elektrische Beein  flussung erst. zustande kommt, nachdem durch  das Fahrzeug eine positive Belegtmeldung  des isolierten Gleisabschnittes durch das Ar  beitsstromrela.isund eine     positive    Freimeldung  des isolierten Gleisabschnittes durch das Ruhe  stromrelais zustande gekommen ist.  



  In der Einrichtung gemäss Fig. 2 kann das  Ruhestromrelais R nur wieder erregt. werden,  wenn das Arbeitsstromrelais A bei einer Zugs  fahrt gearbeitet hat, das heisst. es muss über  die Zugachsen erregt, worden sein und sich  dann über seinen Eigenkontakt     A2    selbst  halten. Nur wenn dieser Zustand eingetreten  ist, hat der Kontakt     A1    geschlossen, welcher  dann den Eigenkontakt R2 des Ruhestrom  relais R überbrückt, so dass der Stromkreis des  Ruhestromrelais R wieder geschlossen ist. Das  hat zur Folge, dass die     Freimeldung-    des iso  lierten     (Reisabschnittes    nicht mehr erfolgen  kann, wenn aus irgendeinem Grunde das  Arbeitsstromrelais nicht gearbeitet, hat.  



  Das Arbeitsstromrelais A des Beispiels  nach Fig.3 besitzt zwei Wicklungen, welche  gegeneinander arbeiten. In der Grundstellung  fliesst ein Strom von Batterie +, Widerstand  W1, Arbeitsstromrelais A (Wicklung a), iso  lierte Schiene Is, Arbeitsstromrelais A (Wick  lung b), Ruhestromrelais R, geerdete Schiene,  an die Rückleitung RL. Das Ruhestromrelais  R wird dadurch erregt. Die in den beiden  Wicklungen     a.    und     b        des        Arbeitsstromrelais    A  induzierten Magnetfelder heben sich auf, so  dass das     Arbeitsstromrelais    i.1 in der Ruhe  lage verharrt.

   Da die     Symmetrie    in den beiden  Wicklungen durch den Ableitungsstrom an der  isolierten Schiene gestört wird, ist für dessen      Ausgleich der Wicklung     u    ein Widerstand  parallel geschaltet, der dem Ableitungsstrom  angepasst werden kann. Durch die Fahrzeug  achsen wird die Wicklung b des Arbeitsstrom  relais A und das Ruhestromrelais R kurzge  schlossen.

   Die Wicklung a des Arbeitsstrom  relais A wird dadurch aktiv und zieht den  Anker an.     -Wenn    der isolierte Gleisabschnitt  frei wird, wird auch der Kurzschluss am Ruhe  stromrelais R und der Wicklung b des     Ar-          beit.sstromrela.is    aufgehoben, und das Ruhe  stromrelais R wird wieder erregt und der  Anker des Arbeitsstromrelais wird durch die  Gegenwicklung b abgeworfen.  



  Die Auslösung von elektrischen Vorgän  gen kann nun     folgendermassen    erfolgen:  1. Die Belegung des isolierten     Gleisab-          schnittes    mit der ersten -Achse wird dadurch  gemeldet, dass in einem Stromkreis ein Ar  beitskontakt vom Arbeitsstromrelais A und ein  Ruhekontakt des Ruhestromrelais R vorhan  den ist.  



  Der Zustand, dass der isolierte Gleis  abschnitt befahren und wieder von Achsen  frei geworden ist, wird dadurch gemeldet, in  dem ein Arbeitskontakt vom     Arbeitsstrom-          reIais    und ein Ruhekontakt vom Ruhestrom  relais im Stromkreis eines Hilfsrelais liegen,  welches dadurch aufzieht und sich selbst hält.  Die elektrischen Vorgänge werden dann durch  einen Arbeitskontakt von diesem Hilfsrelais  und einem Arbeitskontakt des Ruhestromrelais  eingeleitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung in Bahnanlagen zur Auslö sung von elektrischen Vorgängen durch den Zug, welche Einrichtung mindestens einen elektrisch isolierten Gleisabschnitt mit wenig stens einem gegen Erde und die anstossenden Schienen elektrisch isolierten Schienenteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an diesen Gleisabschnitt sowohl ein Arbeitsstrom relais, welches beim Befahren dieses Gleis abschnittes erregt wird, als auch ein Ruhe stromrelais, welches beim Befahren dieses Gleisabschnittes kurzgeschlossen wird, ange- schlossen sind, wobei mit dem erregten Ar beitsstromrelais der befahrene Zustand und mit dem erregten Ruhestromrelais der freie Zustand dieses Gleisabschnittes angezeigt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Arbeitsstrom relais in Serie mit dem Ruhestromrelais und die Kurzschliessstrecke zwischen den beiden Schienen des elektrisch isolierten Gleis abschnittes mit wenigstens einem gegen. Erde und die anstossenden Schienen elek trisch isolierten Schienenteil parallel zum Ruhestromrelais geschaltet ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsstromrelais mit zwei Wick lungen, welche gegeneinander arbeiten, ausge rüstet ist, wobei die beiden Wicklungen des Ruhestromrelais in Serie und die Kurz schliessstrecke zwischen den beiden Schienen des elektrisch isolierten Gleisabschnittes mit wenigstens einem gegen Erde und die an stossenden Schienen elektrisch isolierten Schie nenteil parallel zum Ruhestromrelais und der vor dem Ruhestromrelais liegenden Wicklung des Arbeitsstromrelais geschaltet ist. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens die eine der beiden Wicklungen des Arbeitsstromrelais durch einen derart bemessenen Widerstand überbrückt ist, dass eine Ungleichheit der Ströme in den bei den Wicklungen, hervorgerufen durch die Ab leitung an der isolierten 'Schiene dieses Gleis abschnittes, in freiem Zustand des Gleis abschnittes ausgeglichen ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Arbeitsstromrelais Kon takte derart angeordnet sind, dass das Ar beitsstromrelais nur erregt sein kann, wenn der Stromkreis des Ruhestromrelais strom los ist.
CH291981D 1950-12-18 1950-12-18 Einrichtung in Bahnanlagen zur Auslösung von elektrischen Vorgängen durch den Zug. CH291981A (de)

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