CH289986A - Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril.

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CH289986A
CH289986A CH289986DA CH289986A CH 289986 A CH289986 A CH 289986A CH 289986D A CH289986D A CH 289986DA CH 289986 A CH289986 A CH 289986A
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/08Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds
    • C07C253/12Preparation of carboxylic acid nitriles by addition of hydrogen cyanide or salts thereof to unsaturated compounds to compounds containing carbon-to-carbon triple bonds

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Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     Acrylsäurenitril.       Es ist bekannt, dass man     Acrylsäurenitril          herstellen    kann, wenn man Acetylen und       Blausäure    in Gegenwart eines wässerigen       ("uprosalzkatalysators    gemäss folgender     Glei-          ehung          C'II-CH+HCN        .@        CII.=CH-CN          aufeinander    einwirken lässt.  



  Die Umsetzung wird vorteilhaft. bei etwa  bis 100  C vorgenommen. Nach den     be-          hannten    Verfahren kann in     diskontinuier-          lielier    oder kontinuierlicher Weise gearbeitet       #rerden.     



       Unter    den bisher für diese Synthese ver  wendeten     Cuprosalzkatalysatoren    hat sich       vier    sogenannte     Nieuwlandkatalysator    als be  sonders geeignet erwiesen. Dieser Katalysa  tor besteht in seiner am häufigsten     angewen-          rleten    Form aus einer     Mischung    von 45,5     Ge-          wiehtsteilen        Cuproehlorid,    24,5 Gewichtsteilen       A-mmoniumehlorid,    2,4     Gewielitsteilen    konzen  trierter Salzsäure und 42 Gewichtsteilen Was  ser.

   Das     Ammoniumchlorid    kann jedoch auch       iureli        eine        äquivalente        Menge        einer          von    Kalium- und     Natriumehlorid    ersetzt wer  den, und an Stelle der Salzsäure können andere  starke Säuren, wie     Bromwasserst.offsäure,          Schwefelsäure    oder Phosphorsäure, Anwen  dung finden. Je nach den angewandten Reak  tionsbedingungen können auch die relativen  Mengen der darin enthaltenen Komponenten  in bestimmten Grenzen variieren.  



  Wenn man diskontinuierlich arbeitet, so       wird    ein wässeriger     Cuproehloridkatalysator       bei gewöhnlicher Temperatur mit äquivalen  ten Mengen Acetylen und Blausäure, beide in  konzentrierter Form angewendet, beladen     Lind     hierauf die     Reaktionsmischung    auf 70 bis  100  C erhitzt.

   Hierbei bildet sich     AcryIsäure-          nitril,    das     zusammen    mit Wasser,     unumge-          set7ter    Blausäure     imd    Acetylen     abdestilliert.     Die Ausbeute an     Acry1säurenitril        beträgt    bei  diesem     Verfahren    nicht mehr als etwa 30     1/o.     



  Bei kontinuierlicher Arbeitsweise     wird     die     Katalysatormischung    in einem Reaktions  turm auf 70 bis 100  C erhitzt und durch die  heisse Mischung Acetylen geleitet     lind    gleich  zeitig Blausäure     zugetropft.    Das gebildete       Acrylsäurenitril    wird durch den Acetylen  strom aus dem Reaktionsturm entfernt, durch  Absorption in Wasser oder durch Konden  sation aus dem Gasstrom herausgelöst und  durch fraktionierte Destillation abgetrennt,  während das überschüssige Acetylen wieder  in den     Reaktionsturm    zurückgeleitet wird.  Das Acetylen kann bei dieser Arbeitsweise  durch Zusatz eines     Inertgases,    wie Stickstoff,  verdünnt werden.  



  Bei beiden Verfahren wurde bisher die  Blausäure als konzentrierte wässerige Lösung  oder in wasserfreier     flüssiger    oder in konzen  trierter gasförmiger Form verwendet. Dies ist  aber unrationell, weil bei technisch wichtigen       Herstellungsverfahren    für Blausäure diese  nicht direkt in konzentrierter Form, sondern  in einem Gasgemisch in verdünnter Form er  halten wird. Diese verdünnte Blausäure  musste daher vor ihrer     Verwendung    zur           Aerylsättrenitrilsynthese    konzentriert werden.

         xV        enn    man nämlich versucht, die Blausäure  aus solchen nur     geringe    Mengen Blausäure  enthaltenden Gasen ohne vorherige     Konzen-          trierung        zu    verwerten, indem man z.

   B. das       Gasgemiseh,    das bei der     Blausäuresynthese    im  elektrischen Lichtbogen nach dem Verfahren  der schweizerischen Patentschrift Nr.<B>92398</B>  entsteht und etwa 0,5 bis 3     Volumprozent     Blausäure und etwa. ?     bis    12     Volumprozent          Acetvlen    enthält, direkt in den heissen     Nieuw-          landkatalysator    einleitet, so sind die Ausbeu  ten an     Acrylsäurenitril    sehr unbefriedigend.       ,vahrscheinlich    infolge zu grosser Verdünnung  der Reaktionskomponenten.  



  Die Konzentrierung der Blausäure aus  einem     Gasgemiseh,    das sie in verdünnter       form    enthält, wurde bisher z. B. wie folgt  ausgeführt:  Ein solches Blausäure enthaltendes Gas  gemisch kann zur Absorption der Blausäure  durch Alkali- oder     Erdalkalilaugen    geleitet  werden, die die Blausäure unter Bildung von  Alkali- oder     Erdalkalicyaniden    binden.\ Aus  solchen     Cyanidlösungen    können die entspre  chenden     Metallcyanide    in fester Form gewon  nen werden.

   Wird jedoch freie Blausäure be  nötigt, so muss sie aus den konzentrierten       Cyanidlösungen    durch     Zugabe    einer Mineral  säure in Freiheit. gesetzt werden. Die Konzen  trierung bedingt naturgemäss eine uner  wünschte Verteuerung der Blausäure.  



  Die Konzentrierung der Blausäure aus  Blausäure enthaltenden Gasen kann auch in  der     Weise    erfolgen,     da.ss    man das     Gasgemiseh     stark abkühlt, wobei die Blausäure sieh direkt  in flüssiger Form     abseheidet.    Dieses Verfah  ren ist. jedoch wirtschaftlich nur anwendbar,  wenn das Gasgemisch     wdsentliche        Mengen     Blausäure enthält. Bei     Gasgemisehen    mit ge  ringem Blausäuregehalt lässt sich dieses Ver  fahren nicht mehr rationell durchführen.

   Des  weiteren ist schon vorgeschlagen worden, die  Blausäure aus blausäurearmen     Gasgemisehen     in Nasser zu absorbieren und sie durch  Kochen der erhaltenen Lösungen, gegebenen  falls unter vermindertem Druck, in konzen  trierter Form zurückzugewinnen. Dieses Ver-    fahren hat sich aber bisher zur Gewinn     ung-          von    konzentrierter Blausäure     aus    sehr ver  dünnten Lösungen, die beispielsweise nur 0,  bis 0,5 Gewichtsprozent.

   Blausäure enthalten,  als ungeeignet. erwiesen, einerseits weil in  diesem     Konzentrationsbereieh    ein grosser Pro  zentsatz der     Blattsäure    nicht.     zurüekf-ewonnen     werden kann und anderseits weil der     beitö-          tigteEnergieaufwand    unverhältnismässig gross  ist.

   Aus diesen Gründen hat dieses Verfahren  in der Technik bisher keinen Eingang gefun  den, und zur Gewinnung von     konzentrierter     Blausäure     aus        blausäurearmen        Gasgemisehen     war man daher bis     anhin    auf den teuren Um  weg über die     Metalleyanide    angewiesen.  



  Es wurde nun     überrasehenderweise        gefun-          den,    dass man     Aerylsäurenitril    in guter Aus  beute durch Addition von Blausäure an     Aee-          tyien    in Gegenwart eines wässerigen     Cupro-          salzkatah-sators    herstellen kann.

   wenn     man          erfindungsgemäss    ein     blausä.urearines        Gasge-          inisch    bei niedriger Temperatur in Wasser  einleitet, die so     \erhaltene    verdünnte Blau  säurelösung bei erhöhter Temperatur mit       Aeety        len    in innige     Berührung    bringt und das  dabei entstehende     Gasgemiseli    zwecks Bildung  des     Aerylsäurenitrils    mit     dein        Cuprosalzkata-          lysator    zusammenbringt.  



  Das     Verfahren    kann diskontinuierlich oder  vorzugsweise kontinuierlich     dureligeführt    wer  den.  



  Als     Blausäurequelle    können beliebige ge  ringe Mengen Blausäure enthaltende Gase  herangezogen werden. In Betracht kommen in  erster Linie     Gasgemisehe,    wie sie bei der Fa  brikation von Blausäure in der Gasphase un  mittelbar anfallen, nötigenfalls     naelt    Entfer  nung störender     Beimengtingen.        Geeignet    ist  z.

   B. das     Gasgemiseh,    welches im elektrischen       Liehtbogen    bei der     Blausäuresy        nthese    nach  dem Verfahren der schweizerischen     Patent-          sehrift        Nr.9239ä    entsteht. Ein solches Gas  enthält. etwa 0,5 bis 3     Voluntprozente    Blau  säure, die grösstenteils     durch    Wasser absor  biert werden kann.

   Die Verstellung der ver  dünnten wässerigen     Blausäurelösungen    kann  in einfacher Weise durch Einleiten der Blau  säure enthaltenden     Gasgemisehe    in Wasser bei           #Iewöhnlieher    Temperatur erfolgen;     vorzugs-          weise    wird indessen bei niedrigerer Tempera  tur, z. B.     zwischen    0 und     50C,    gearbeitet.  



  Das Austreiben der Blausäure wird     z-,v        eck-          n:ässig    in der Weise durchgeführt, dass die        ässerige        Blausäurelösung    unter inniger Be  rührung mit dem Acetylen auf erhöhte     Tern-          pera.t.uren,    das heisst auf Temperaturen, .die       über        derjenigen    liegen, bei der die Absorption  der Blausäure erfolgte, z. B. auf Tempera  t     Uren    von etwa 40 bis 90  C, vorzugsweise 60  bis 70  C, erwärmt wird.

   Das Acetylen     ver-          lrzag    die Blausäure auch aus verdünnten  wässerigen Lösungen praktisch vollständig  auszutreiben. Vorzugsweise wird dabei so vor  gegangen, dass man die     Blausäurelösung    durch  einen mit Füllkörpern, z. B.     Berl-Sattelkör-          pern,        Rasehigringen    und dergleichen, gefüll  ten Reaktionsbehälter von oben nach unten  rieseln und das Acetylen im Gegenstrom dazu  den Behälter von unten nach oben durchströ  men lässt. Zweckmässig werden die Arbeitsbe  dingungen so gewählt, dass die zur Austrei  bung der Blausäure benötigte Menge.

   Acetylen  nicht mehr als die Hälfte der Menge des     Aus-          ,angsgasgemisehes    beträgt. Wenn man bei  spielswelse von einer Lösung     ausgeht,    die  bis 7 g Blausäure pro Liter enthält und  durch Einleiten eines Gasgemisches mit. 0.5       bis        1,5        %        Blausäure        erhalten        wurde,        so        kann     man die Blausäure bei 70  C quantitativ aus  der Lösung entfernen und ein Gasgemisch mit.

         etwa    5     bis        10        %        Blausäure        erhalten.        Dieses          (uasgemiseh    enthält ungefähr 5- bis 20mal        >ehr    Blausäure als das Ausgangsgas.  



  Das Acetylen kann in konzentrierter oder       ;gegebenenfalls    in mit     Inertgasen,    wie Stick  stoff, verdünnter Form verwendet werden.  Geeignet ist auch     Liehtbogenacetylen,    das  zweckmässig in gereinigter und angereicherter  Form verwendet wird. Wenn das Verfahren       kontinuierlich    durchgeführt wird, kann mit  ganz besonderem Vorteil das Kreislaufacety  len zur Austreibung der Blausäure heran  gezogen werden.

   Um bei der kontinuierlichen       Aerylsäurenitrilsynthese    gute Ausbeuten zu  erhalten, muss man nämlich ein bestimmtes  Verhältnis     zwischen    der Menge des Kreislauf-         acetylens    und der Menge des     Katalysators     innehalten. Vorzugsweise gelangen z. B. pro  Liter Katalysator 100 Liter Kreislaufacetylen  zur Anwendung.

   Es wurde nun die über  raschende Feststellung gemacht, dass gerade  die für die Synthese zweckmässige Menge des  Kreislaufacetylens ausreicht, um bei 60 bis  70  C eine genügende Menge Blausäure aus       verdünnten    wässerigen     Blausäurelösungen          auszutreiben,    so dass dem Katalysator ein Gas  gemisch zugeführt werden kann, das Acetylen  und Blausäure in einem für die Synthese von       Acrylsäurenitril    geeigneten Verhältnis ent  hält.  



  Die     Acry        lsäurenitrilsynthese    kann im  übrigen unter Anwendung der an sich     be-.     kannten Massnahmen durchgeführt werden.  



  Das vorliegende Verfahren liefert gleich  gute Ausbeuten wie die bekannten Verfahren,  was auf Grund der bisherigen Kenntnisse  nicht zu vermuten war. Nach den bisher be  vorzugten Verfahren wird der Katalysator  ständig zuerst mit Blausäure beladen, bevor  er mit Acetylen in Berührung kommt, was  dadurch erreicht wird, dass die Blausäure und  das Acetylen getrennt zugeführt werden. Als  Grund für diese Massnahme wird angegeben,  dass so die Bildung von Nebenprodukten ver  ringert werden könne. Beim vorliegenden  Verfahren werden die Blausäure und das  Acetylen jedoch gleichzeitig und am gleichen  Ort dem Katalysator zugeführt, wodurch  überraschenderweise die Ausbeute nicht be  einträchtigt wird. Einzig bei Beginn einer  Syntheseperiode ist es angezeigt, den Kata  lysator zuerst mit Blausäure zu beladen.  



  Infolge der einfachen und billigen Konzen  trierung der Blausäure ist das erfindungsge  mässe Verfahren zur Herstellung von     Acry    l  säurenitril bedeutend wirtschaftlicher als die  bisher bekannten Verfahren.  



  Das vorliegende Verfahren besitzt gegen  über den bekannten Verfahren zudem noch  den wesentlichen Vorteil, dass die Blausäure  nie in     konzentrierter    wässeriger Lösung oder  in     flüssiger    Form auftritt; was ein gefahr  loses Arbeiten ermöglicht.      In dem folgenden Beispiel sind die Tem  peraturen in Celsiusgraden angegeben.  



       Beispiel:     Die für die Synthese von     Aerylsäurenitril     benötigte Apparatur ist in der beiliegenden  Skizze schematisch dargestellt. Sie besteht zur  Hauptsache aus einem mit einem Seitenarm     :S"          -,-ersehenen    Reaktionsturm R für den Kata  lysator, einem Turm     B    für die     Gewinnuni,     der Blausäure und einem     Waschturm    W für  Glas Auswaschen des gebildeten     Acry1säure-          nitrils.    Die drei Türme sind durch eine Lei  tung 1 für den Gaskreislauf miteinander ver  bunden. Dieser Kreislauf wird durch die  Pumpe F aufrechterhalten.

   Der Turm B ent  hält     zudem    eine     Zuführungsleitung    2 für die  verdünnte wässerige     Blausäurelösung    und  eine Ableitung 3 für das entgaste Abwasser.  Der Turm IV ist. mit einer Zuführungsleitung  für das Waschwasser und mit einer Ablei  tung 5 für die verdünnte     Acrylsäurenitril-          lösung    versehen. Durch die Zuleitung 6 kann  dem System frisches Acetylen zugeführt wer  den, und durch die Leitung 7 kann ein Teil  des mit     Nebenprodukten    verunreinigten Ace  tylens als Abgas aus dem Kreislauf entfernt  -werden.  



  Zu Beginn einer     Syntheseperiode    werden  in den entsprechend dimensionierten Reak  tionsturm R 5 Liter     Nieuwlandkatalysator     eingefüllt und auf     et-%v    a 80  C erwärmt. Hier  auf wird durch das für das Acetylen be  stimmte Kreislaufsystem 1 Stickstoff oder  Kohlendioxyd mit einer Geschwindigkeit von  :i00 Litern/Std. strömen gelassen, wodurch  eine     Durchmischung    des im Reaktionsturm  sieh befindlichen     Katalysators    bewirkt wird.

         l@nschliessend    werden durch den auf 70  C er  wärmten Turm     B    etwa. 22 bis 25     Liter/St(',.     einer 0,3     0/eigen        Blausäurelösung    rieseln     ge..     lassen. Der Waschturm W wird mit. Wasser  gefüllt. Während der ersten Stunde wird die  im Turm     B    ausgetriebene Blausäure vollstän  dig durch den Katalysator im Turm R absor  biert. Nachher lässt sie sich im Wasser des  Turmes W nachweisen.

   Wenn dieses     Wasser     etwa 0,6 % Blausäure enthält, wird der Stick-    Stoff oder die Kohlensäure durch Acetylen er  setzt, worauf sofort die Bildung von     Aeryi-          säurenitril    einsetzt.  



  Unter den     beschriebenen    Verhältnissen  müssen dem Kreislaufsystem etwa 80 Liter/  Std. frisches Acetylen durch die Leitung 6  zugeführt werden, während etwa 15 Liter/Std.  verunreinigtes Acetylen als Abgas aus dem  Kreislauf durch die Leitung 7 entfernt wer  den. Das im Abgas enthaltene Acetylen kann  nach erfolgter Reinigung wieder verwertet  werden.  



  In der oben geschilderten     Apparatur    er  hält man unter den angegebenen Bedingun  gen etwa 100 bis 120g     Aerylsäurenitril    pro  Stunde, was einer Ausbeute von 75 bis 80     11/o,     auf Acetylen bezogen, und von 85 bis 90      /o,     auf Blausäure bezogen, entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aeryl- säurenit.ril durch Addition von Blausäure au Acsstylen in Gegenwart eines wässerigen Cuprosalzkatalysators, dadurch gekennzeich- - net, dass man ein blausäurearines\Clasgemiseii bei niedriger Temperatur in Wasser einleitet,
    die so erhaltene verdünnte Blausäurelösun g bei erhöhter Temperatur mit Acetylen in in nige Berührung bringt und das dabei entste hende Gasgemisch zwecks Bildung des Aeryl- säurenitrils mit. dem Cuprosalzkatalysator zu sammenbringt.
    -1. Verfahren UNTERANSPRÜCHE: nach Patentansprneh, da- i durch gekennzeichnet, dass man. das Acetyleil mit der wässerigen Blausä.urelösung bei etwa @0 bis 80 C in innige Berührung bringt. 2.
    Verfahren nach Patentansprueli und I?nteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein blausäurearmes Grasgemisch ver wendet, wie es durch Fabrikation der Blau säure in der Gasphase entsteht. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass man ein durch Blausäuresynthese im Lichtbogen nach dem Verfahren gemäss dem Patentanspruch des schweizerischen Patente' Nr. 9'3398 erhaltenes blausäurearmes Gasge misch verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. C.Lass man kontinuierlich unter Zurückführung des nicht umgesetzten Acetylens arbeitet und da1; man das Kreislaufacetylen zum Austrei- ben der Blausäure aus der verdünnten wässe rigen Lösung verwendet. ö. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man die wässerige Blau säurelösung mit dem Kreislaufacetylen nach dem Gegenstromprinzip in innige Berührung bringt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007768B (de) * 1955-08-02 1957-05-09 Bayer Ag Verfahren zur Rueckgewinnung der Blausaeure aus den Reaktionsabgasen, die bei der kontinuierlichen Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure erhalten werden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007768B (de) * 1955-08-02 1957-05-09 Bayer Ag Verfahren zur Rueckgewinnung der Blausaeure aus den Reaktionsabgasen, die bei der kontinuierlichen Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure erhalten werden

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