Verfahren zur Herstellung von nicht hauptsächlich zur Ernährung bestimmter Dextrose. Vorliegende Erfindung bezieht, sich auf ein Verfahren zur Herstellung von nicht. hauptsächlich zur Ernährung bestimmter Dextrose aus Dextrosepoly meren, insbeson dere auf die Herstellung von hochreiner Kri stalldextrose aus Stärke.
Bei der Herstellung von Konvertierungs produkten der Stärke, wie Mais-Sirup und von sogenannten 70er- und 80er-llaiszucker:i sowie von hochreiner Kristalldextrose, war es seit vielen Jahren üblich, als Hydroly sier- mittel Salzsäure zu verwenden und die Säure in der Konv entorlösung mit löslichen alka lischen Natriumverbindungen, wie Soda, zu neutralisieren.
Dabei entsteht. das leicht. lös liche Natriumehlorid, das während des ganzen Prozesses in den Lösungen verbleibt und schliesslich mit dem Endhydrol entfernt. wird. Diese Salzmenge wird natürlich im Falle, dal: die lIutterlaugen nochmals konvertiert wer den, durch weitere Neutralisationen noch erhöht. Dieses Salz sowie andere später noch zu erwähnende Salze sind aus verschiedenen Gründen unerwünscht.
Sie fördern und erhö- lien die Poly merisation der Dextrose zu höher molekularen Zuckern während der Konv er tierung; sie hindern die Depolymerisation der höhermolekularen Zucker zu Dextrose bei der Wiederkonvertierung;
sie reichern sich in zu nehmenden -Mengen an (bezogen auf die Dex trose) je länger der Prozess dauert, so dass sie auch die Zahl der möglichen Kristallisationen ohne Verunreinigung der Dextrose durch Na- triumehlorid, welche gewöhnlich eintritt, wenn das in tler Lösung- vorhandene Salz 7-8 0/a der Dextrosetrockensubstanz aus macht, begrenzen.
Ferner enthalten durch Säurebydrolyse von Dextrosepolymeren, wie Stärke, herge stellte Lösungen Aminosäuren, die von der Einwirkung der Hydrolysiersäure auf Pro teine, von denen z. B. Stärke nie vollkommen frei ist, herrühren.
Diese Aminosäuren kon densieren sieh mit Dextrose und Dehy drata- tionsprodukten der Dextrose, wie Oxymethyl- furfural, Lä ilinsäiire, Oxymeth.#-lfuroin- säure, unter Bildung gefärbter Körper, und diese Reaktion wird durch Neutralisierung der Aminosäuren nicht verhindert, da die Salze der Aminosäuren, wie sich zeigte,
mit Dextrose und ihren Dehydratationsprodukten gleich reagieren wie die Aininosäuren selbst.
Die Konvertorlösungen enthalten auch saure Substanzen, die bei den üblichen Neu- tralisations-pH--VVerten von<B>4,5-5,5</B> nicht neu tralisiert werden. Bei diesem PH wird z. B. die Lä-"iilinsäure nicht in das Salz übergeführt. und das gleiche scheint auch für die Oxi-- methylfuroinsäure zu gelten.
Diese Säuren, sowie möglicherweise auch andere Säuren, die sich wahrscheinlich als Dehy dratationspro- dukte der Dextrose über das Oxymethylfur- fural (das durch die Wirkung von Säuren oder sauren Salzen aus Dextrose entsteht) bilden, sind an sich keine stark gefärbten Verbindungen. Sie scheinen jedoch durch Autokatalyse miteinander unter Bildung von Polymeren kolloidaler Natur, die stark ge färbt sind, zu reagieren.
Diese Polymere spie len eine grosse Rolle für die Verhinderung oder Verlangsamung der Kristallisation und auch für die Farbbildung, die zur Menge die ser Stoffe, verglichen mit den andern. Be standteilen der Konvertorlösung, in keinem Verhältnis steht.
Erfindungsgemäss geht man nun bei der Herstellung von nicht hauptsächlich zur Er nährung bestimmter Dextrose aus Dextrose polymeren, wie Stärke, so vor, dass man zuerst die von der Säurekonvertierung der Stärke herrührende Lösung, zwecks Entfer nung der kolloidalen Bestandteile, mit einem Ton behandelt, der befähigt ist, die kolloi dalen Bestandteile zu koagulieren, und hierauf diese Lösung mit einer säureabsorbie renden, gegenüber Dextrose inerten Substanz, die mit vorhandenen sauren Stoffen unlös liche Produkte bildet, in Kontakt bringt.
Infolge der erfindungsgemässen Art und Weise der Neutralisierung der sauren Be standteile ist es möglich, den Aschegehalt der Lösungen auf einem 'Minimum zu halten, in dem diese saiuen Bestandteile, die bei den üblichen Arbeitsweisen unter Bildung von löslichen Salzen, welche die Asche ausmachen, neutralisiert werden, in unlösliche Produkte übergeführt werden.
Es ist dabei zu beach ten, dass schon Mengen von 1,5 /o Asche, bezo gen auf den Dextrosegehalt, die Kristallisa tion verlangsamen und eine Deformation der Dextrosekristalle bewirken.
Dieses Verfahren ermöglicht, den Dex- trosegehalt der zu kristallisierenden Lösungen zu erhöhen und die für die Kristallisation erforderliche Zeit beträchtlich herabzusetzen, was zu einer Verbilligung des Verfahrens führt. Ferner kann, wie sich zeigte, Weisse und Glanz des kristallisierten Produktes ver bessert werden, wobei sich die Verbesserung besonders bei den zweiten imd dritten Zuk- kern auswirkt.
Zudem wird weniger Wasch wasser zum Auswaschen des zentrifugierten Zuckers benötigt, so dass auch entsprechend weniger Zucker weggewaschen wird. Aus diesen Gründen kann auch die Gesamt ausbeute an Kristalldextrose aus einer gege benen Menge Konvertorflüssigkeit erhöht werden. Die Entfärbung kann mit weniger als der sonst, üblichen Menge Adsorptions- material, z. B.
Knochenkohle, durchgeführt werden, wobei ein zweiter Zucker erhalten wird, dessen Qualität praktisch derjenigen der bisherigen ersten Zucker entspricht., was wiederum zu apparativen Einsparungen führt. Die Flüssigkeiten können bei geringeren Dich ten kristallisiert und zentrifugiert werden. was ebenfalls Einsparungen mit sich bringt.
Der Wert des Endhydrols oder der Mutter- lauge, die aus dem Prozess entfernt und ge wöhnlich als Nebenprodukt verkauft wird, wird infolge der Abwesenheit der üblichen, verhältnismässig grossen Mengen an löslichen Salzen, die in diesen Lösungen eine Nachkri- stallisation der Dextrose und Salze verursa chen können, erhöht.
Es ist auch möglich, die Mutterlaugen nach wiederholten Kristallisationen in den Prozess zurückzuführen, so dass derselbe dann innerhalb bestimmter Grenzen als Kreis prozess verläuft. Es ist jedoch nicht angängig, die Rückführung der Mutterlaugen unbe schränkt fortzusetzen, da schliesslich eine An reicherung an nicht kristallisierbaren Substan zen stattfindet, die eine Entfernung eines Teils des Hydrols nötig macht, wenn das Verfahren wirtschaftlich weiterarbeiten soll.
Es hat sich ferner gezeigt, dass bei der erfindungsgemässen Art der Säureentfernung auch solche saure Substanzen, die bei der bis her üblichen Neutralisierung unverändert bleiben und die zur Bildung von gefärbten Stoffen Anlass geben, entfernt werden kön nen. Durch :die Entfernung dieser sauren Stoffe wird, wie sich zeigte, die übliche Ad- sorptionsbehand.lung erleichtert., so dass man weniger Knochenkohle usw. braucht.
Diese mindestens zum Teil für die Farb- bildung verantwortlichen Körper, wie z. B. Lävulinsäure, Oxymethylfuroinsäure und an dere iAblba*ipxodukte, die bei der Konver tierung der Dextrose entstehen, neigen zur Polymerisation, so dass schliesslich kolloidale Teilchen von solcher Grösse entstehen, dass die Kristallisation verzögert wird, indem wahrscheinlich die Oberflächen der wach senden Kristalle überdeckt werden. Während die Menge dieser sauren.
Stoffe im Vergleich zur Menge der Konvertiersäure in der Lö sung klein sein kann, ist. die Wirkung der daraus gebildeten kolloidalen Körper unver hältnismässig gross. Bei dem erfindungs gemässen Verfahren kann nun, wie gesagt, die Bildung solcher kolloidaler Körper in be trächtlichem Masse vermieden werden. Die Polymerisation verläuft autokatalytisch, so dass eine möglichst frühzeitige Entfernung dieser sauren Stoffe angezeigt ist.
Indem man die Bildung von farbbil- denden Substanzen wesentlich reduziert, wird ferner auch das Auswaschen des zentrifu gierten Zuckers erleichtert, d. h. man braucht weniger Wasser, und es wird deshalb auch weniger Zucker von den Kristallen wegge waschen. Dies erhöht den Glanz der Kristalle und die Ausbeute.
Nach den bisher ange wendeten Verfahren wird ein Zucker, der 57 % der in der zum Krist.allisator gehenden Lösung enthaltenen Dextrose ausmacht,
durch das Auswaschen gewölrnlieh auf etwa 51. % reduziert.. Arbeitet man nach dem vor- liegenden Verfahren,
so kann der Reinertrag an Zucker nach dem Auswaschen bis zu 55 % betragen. Die Waschflüssigkeit sollte zwecks Vermeidung von Verlusten in den Prozess zurückgeführt werden.
Bei den bekannten Verfahren mit Neutra lisierung der Säure mit Soda, betrug der Dextrosegehalt der konvertierten, neutrali sierten Lösung auf die Trockensubstanz be- zogen gewöhnlich 85 % (84-86 %), während mit,
dem vorliegenden Verfahren ein Dex- trosegehalt von etwa 87 0/0 (85-88 %) er- reicht werden kann. Der etwas geringere Dextrosegehalt in mit.
Soda neutralisierten Lösungen ist eine Folge :der Zersetzung von etwas Dextrose während der Neutralisation, bei der Teile der Lösung vorübergehend stark alkalisch werden, derart., dass eine Zer störung der Dextrose durch das Alkali statt findet. Man kann, wie gesagt, einen zweiten Zucker herstellen, der infolge seiner Rein heit und insbesondere wegen seiner Weisse den bisher erzeugten ersten Zuckern prak tisch gleichwertig ist.
Bisher war es üblich, die zweiten Zucker zu verflüssigen und wie der in den Raffinations-, Konzentrations- und Kristallisierprozess zurückzuführen. Diese nochmaligen Behandlungen bedingen natür lich einen wirtschaftlichen Verlust..
Ausserdem kann man mit der gleichen Konvertorlösung mehr als zwei Kristallisa tionen durchführen. Bisher war der Prozess infolge Anreleherung der Aschebildner prak tisch auf zwei Kristallisationen beschränkt.
Das Verfahren eignet. sich speziell für einen Dextroseprozess, bei dem die Mutter- laugen der ersten Kristallisation nochmals konvertiert.
werden, um ihren Dextrose- gehalt zu erhöhen, indem man die nicht kr i- sta.llisierbaren Zucker mit, hohem Malekular- gewicht (Polymerisationsprodukte der Dex trose) wieder zu Dextrose entpoly merisiert. Verfahren, die eine nochmalige Konvertie rung in irgendeiner Stufe anwenden, erfor dern -die Verwendung zusätzlicher Konver- tiersäure und ergeben deshalb einen höheren Salzgehalt der wieder konvertierten Lösun gen,
wenn der übliche Neutralisationsprozess angewandt wird.
Durch Behandlung der konvertierten Lö sung mit Bentonit oder ähnlich wirkenden Tonen werden bereits in kolloidaler Form vorliegende Stoffe entfernt. Bisher wurden die Kolloide bei der Neutralisation koaguliert und anschliessend in Schlammzentrifugen ent fernt. Die vorcängige Entfernung der Kol loide beim erfindungsgemässen Verfahren ist besonders wichtig, da sie die wirksame Be handlung mit .der säureentfernenden Sub stanz möglich macht. Wenn diese Kolloidsub- stanzen nicht entfernt würden, würde die säureentfernende Substanz verschleimt.
Letz tere hat vorzugsweise körnige Beschaffenheit und die Lösung wird durch sie zweckmässig wie in einem Filtrationsvorgang hindurch geführt. Die Lösung kann auch noch mit Aktiv kohle behandelt werden, um eine teilweise Entfernung der färbenden Stoffe ui bewir ken. Dies kann nach der Behandlung mit Bentonit und vor der Säureentfernung erfol gen. Es hat dies den Vorteil, dass sieh beim niedrigen pH eine grössere Menge an färben den Stoffen entfernen lässt als nachher, wenn :das pH infolge der Entfernung der Säure erhöht ist.
Gegen Dextrose inerte säureabsorbierende Substanzen, wie sie für das erfindungs gemässe Verfahren in Betracht kommen, sind bekannt. Sie können in der Regel wie Filter körper, durch die die zu entsäuernde Flüssig keit hindurchgeleitet werden kann, angewen det werden, wobei die in der Lösung enthal tenen Säureionen unter Bildung unlöslicher Verbindungen reagieren.
Als säurebindende Substanzen sind spe ziell Amine mit hohem Molekulargewicht ge eignet. Es kommen primäre, sekundäre und tertiäre Amine mit substituierten oder un- substitnierten Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder heterocyklische Gruppen in Betracht.
Beispiele für derartige säureentfernende Substanzen sind harzartige Produkte aus m-Phenylendiamin und Formaldehyd.
Eine andere geeignete Substanz ist, das von der International Filter Company unter der Bezeichnung Anex in den Handel ge brachte Produkt, das ebenfalls ein Amin dar stellt.
Es ist auch möglich, allenfalls vorhandene lösliche Metallsalze aus den Lösungen zu ent fernen, wenn diese in solchen Mengen zu gegen sind, dass sie den Kristallisationsprozess stören könnten. Die Maisstärke z. B. enthält normalerweise gewisse, dem Mais inhärente Salze, und sie kann während des Gewin nungsprozesses infolge Berührung mit Metal len noch weitere Salze aufnehmen.
Das Was ser, in dem die Stärke bei der Gewinnung suspendiert wird oder das zur Konvertierung der Stärke beigemischt wird, enthält im all gemeinen ebenfalls Mineralsalze. Der übliche Salzgehalt :
der dem Konvertor zugeführten Stärkeflüssigkeit von etwa 0,4% Asche, auf Trockensubstanz bezogen, ist so gerin<U>g,</U> .dass er die erste Kristallisation und selbst an schliessende Kristallisationen nicht merklich beeinträchtigt. Die Entfernung der Salze ist in dieser Stufe möglich, lohnt sieh aber ge wöhnlich nicht..
Wenn aber nach mehr maliger Kristallisation der Anteil der Dex trose in der Lösung abnimmt, so dass das Verhältnis von Asche zii Dextrose bis zu einem Punkt ansteigt., an welchem die Kri stallisation gestört wird, cl.
1i. wein der Aschegehalt 1.,51/o, bezogen auf Trocken dextrose übersteigt, wird eine Entfernung der Salze wünschenswert, und dies kann durch zwei aufeinanderfolgende Massnahmen bewirkt werden, Die erste Massnahme be dient sich einer hasenentfernenden Substanz, die durch Ionenaustaiiseh das Kation der Salze entfernt, wobei sich Säuren bilden. Die zweite Massnahme besteht. dann darin, diese Säuren, wie oben beschrieben, zu ent fernen.
Als hasenentfernende Substanz kann jede Verbindung verwendet. werden, welche zu einem Austausch eines Wasserstoffatomes gegen das Metallkation des Salzes befähigt. wasserunlöslich und gegenüber Dextrose inert ist.
Eine solche Substanz ist z, B. das von der International Filter Company hergestellte, unter der Bezeichnung Cate1 in den Han del gebrachte Produkt. Es ist ein wasserun lösliches, gegen Dextrose inertes, organisches Polymerisat mit. einer Sulfoüsäuregi-Lippe im Molekül. Das ionisierbare Wasserstoffatom der Sa,
lzgTuppe wird dabei durch das Kation des Metallsalzes ersetzt, wobei @leichzeit.ig Salzsäure entsteht.
An Stelle eines die 8ulfonsäureg-ruppe iia Molekül enthaltenden organiselien @Poly meri- sates kann man analoge Sulfate der Formel R.(0--502-013)11 verwenden, in der R ein aus Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder lietero- cyklischen C,ruppen aufgebautes Polymerisat und n eine ganze Zahl ist.
An Stelle der sulfonierten oder sulfatier- ten Verbindungen kann man analoge Verbin dungen des Phosphors verwenden. Diese Substanzen können durch die For mel (R.O,NJHZ umschrieben werden, worin R ein hochmolekularer organischer Rest, auf gebaut z.
B. aus Alky1-, Ary1-, Ara.lky1- oder heteroe@-klisehen Gruppen, K Schwefel oder Phosphor, H ionisierbarer Wasserstoff und -, v und z ganze Zahlen bedeuten.
Beispiel: An Hand des in der Zeichnung dargestell ten Schemas sei nun eine bevorzugte Ausfüh rungsform des erfindungsgegmässen Ver fahrens beschrieben: Eine wässrige Suspension von Stärke mit einer Dichte von 10,.5 B6 (10-13 Be), die so viel Salzsäure enthält, dass das pH 1,6 (1,4-l,8) beträgt, wird in den Konvertor 1 eingeführt und bei<B>3,15</B> At. in 20 Minuten (l5-30 Minuten)
zu einer Flüssigkeit von 90--91_ % Reinheit. konvertiert (unter Rein- heit versteht. man den (rehalt an reduzie rendem Zucker, als Dextrose berechnet und auf Trockensubstanz bezogen). Die Stärke- suspension enthält etwa 0,-1% Asche, bezogen auf Trockensubstanz.
Diese Art und Weise der Konvertierung entspricht der üblichen Praxis. Die in Klammern angegebenen Werte sind hier und in den folgenden Teilen der Beschreibung als praktische, jedoch nicht kritische (Trenzwerte zu betrachten, wenn nichts anderes angegeben ist. Die Prozent angaben beziehen sich, wenn nichts anderes bemerkt ist, auf die Trockensubstanz.
Die konvertierte Flüssigkeit gelangt in den Behälter 2, zusammen mit 0,75 0/0 (0,5-1,0 %) Bentonit und 0,4 % des unter der Bezeichnung Filter-Cel von der Firma Johns-Manville in den Handel gebrachten Filtrationshilfsmittels. Beide Zahlen sind auf Zuckertrockensubstanz bezogen. Das Mate rial wird zur Koag@zlierung der Verunreini gungen, z.
B. der Fettsäuren, Proteine und zuckerfremden Kohlehydrate, 5-10 Minuten gut durchgemischt. Die Flüssigkeit wird dann bei 3 filtriert.. Ihr Dextrosegehalt (zttm Unterschied von der Reinheit ) beträgt. etwa 8 7 % (85-88 0/0) . An Stelle von Bentonit kann man jeden Ton verwenden, der infolge negativer elek trischer Ladinsa- befähigt ist., die in der Lö sung suspendierten kolloidalen Stoffe, welche positiv geladen sind, zu koagulieren.
Die bei 3 filtrierte Flüssigkeit wird bei 4 vorzugsweise mit. einem säureunlöslichen Ent- färbungsmit.tel, wie aktivierte Pflanzenkohle, behandelt und hernach bei 5 filtriert. Dies setzt auf der Lovibondskala die Färbung von z. B. 5,8 auf 0,4 herab.
Die vorgängige Ben- tonitbehandlung ermöglicht, das Produkt in den angegebenen Stadien zu entfärben und erst hernach die Säure zu entfernen; bei die sem niederen piI lassen sich auch mehr fär bende Substanzen entfernen als später, wenn das PH der Lösung höher ist. In dieser Stufe lässt sich Knochenkohle nicht sehr gut. ver wenden, da die Säure das Knochenphosphat löst. Die bei 5 filtrierte Flüssigkeit wird bei 6 auf etwa 32 C (32-.13 C) abgekühlt und ge langt dann in den die granulierte säureent- fernende Substanz enthaltenden Behälter 7.
In diesem Behälter wird so viel Säure ent fernt, da.ss das pH der Lösung auf etwa 5 (-1,5-5,5) ansteigt. Infolge seiner körnigen Beschaffenheit. wirkt das säureentfernende Produkt auch als Adsorptionsmittel für etwa zurückgebliebene Kolloide. Ohne vorgängige Betonitbehandlung, die den grössten Teil der Kolloide entfernt, wäre eine wirksame Ent- säuerung nur schwer durchzuführen.
Beim üblichen Neutralisationsverfahren werden die Kolloide durch die koagulierende Wirkung des Neutralisiermittels filtrierbar. In dieser Hinsicht ist die Bentonitbehandlung ein Er satz für .die Neutralisierung.
Das Säure und Kolloide entfernende Ma terial muss von Zeit zu Zeit regeneriert wer den, wozu man bei 8 Alkali einführt. und die entstandenen löslichen Salze bei 9 entfernt. Wenn man mit. einer frischen oder frisch regenerierten Schicht des säureentfernenden Materials arbeitet, fliesst die Lösung alkalisch ab. Dies ist nicht. eine Folge von restlichen Alkalien, die von der Regenerierung herrüh- ren, sondern lediglich der Entfernung der Anionen aus neutralen Salzen.
Da alkalische Lösungen die Dextrose ab bauen, sollte die Alkalinität sofort atü ein pH von etwa 5 herabgesetzt werden. Zu diesem Zweck kann man einen Teil der geklärten Lö sung, wie bei 10 angedeutet., vor dem Säure entfernungsbehälter abzweigen und der ent säuerten Flüssigkeit zuführen.
Die von den sauren Bestandteilen befreite Lösung wird dann bei 11 einer Behandlung mit einem Adsorptionsmittel und einer Kon- zentriertmg unterworfen, wobei vorzugsweise Verdampfer mit schwaehem Vakuum verw en det werden und jeweils durch Knochenkohle filtriert oder eine äquivalente Adsorptions- behandlturg du rehgeführt wird.
Die konzen trierte, eine Dichte von 39 Be (37,5-41,51) Bi) aufweisende Lösung wird gekühlt und in den ersten Kristallisator 12 eingeführt. Die Ar beitsweise entspricht im wesentlichen der schon bisher übliehen Kristallisation unter Bewegung. Der Kristallisator ist mit einem langsam laufenden Rührwerk und einem Wassermantel oder Kühlschlangen ausgestat tet.
Im Kristallisator werden jeweils .etwa 25 % Kristallmasse, enthaltend etwa 65 Ge- wiehtsprozent feste Phase, zurückbehalten. Die Lösung wird so weit abgekühlt, dass sie nach -dem Vermischen mit den Rückständen eine Temperatur von etwa 46 C besitzt, die dann durch das im Wassermantel oder in den Kühlsehlangen zirkulierende Wasser bis zum Ende der Kristallisationsperiode auf etwa 21 C herabgesetzt wird.
Die Dauer der Kristallisation ist wesent- lich kürzer als bei den bisherigen Verfahren. Das Kristallisat erreicht das Stadium der Zentrifugierfähigkeit, d. h. den Zustand, in welchem .die Kristalle so dicht gepackt sind, dass eine weitere Kristallisation unter Rüh ren eine schädigende Reibung der Kristalle bewirken würde, in etwa 3 Tagen statt wie früher in 5-5 1/2 Tagen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sehr wenig Salze zrt- gegen sind.
Der Rest des Kristallisats aus dem Kri- stallisator 12 gelangt in die Zentrifuge 13, wo nach Abtrennung des grössten Teils der 1VItitterlauge die Zuekermasse mit Wasser ge waschen wird, das bei 14 eintritt und bei<B>1.5</B> wieder weggeht und vorzugsweise wie üblieh in den Prozess zurü:ekgeführt wird.
Die Aus- beute an Zucker kann 55-58% der in den Kristallisator eintretenden Troekensubstanz betragen.
Die aus der Zentrifuge 13 kommenden Mutterlaugen, die etwa 65 bis 70 % Dextrose und 0,8 % Salze enthalten, werden bei 16 mit einem Adsorptionsmittel behandelt, konzen triert und gekühlt,
wobei die Konzentration vorzugsweise 40-41 B6 erreielrt. Die Lösung wird im zweiten Kristallisa,tor 17 unter prak tisch gleichen Bedingungen wie bei 12 mit Ausnahme der höheren Konzentration und der längeren Kristallisationsdauer, die 6 Tage (5-7 Tage) beträgt, kristallisiert. Die bei dem bisherigen Verfahren in den zweiten Kristallisator eintretende Lösung (ohne Re konvertierung der ersten M-Litterlatrgen)
ent- hielt. gewöhnlich etwa 4,0% Asehe und eine beträehlieh höhere Kolloidrnenge, so dass die zweite Kristallisation etwa. 10 Taue dauerte.
Das Kristallisat aus dem zweiten Kristal- lisator 17 wird in die Zentrifuge 18 gebracht.. Nach Entfernung des grössten Teils der -Mut terlauge wird der Zucker gewasehen. Der zweite Zucker hat infolge seines geringen Asehegehaltes und speziell wegen seiner wei ssen Farbe eine Qualität, die der von hoch wertiger Kristaildextrose gleieh ist.. Natürlieh könnte man diesen zweiten Zucker aLreh ver flüssigen und wie früher in den Prozess zu- rüel,:
führen.
Die zweiten Mutterlaugen aus der Zentri fuge 18 werden bei 19 rekonvertiert, wobei Säure-, Dichte- und Temperaturbeding¯Lzngen eingehalten werden, ,die dejenigen der früher bekannten Verfahren entspreehen, bis ein Dextrosegehalt von etwa 85 % erreicht ist. Die Einführung der Säure ist mit 20 bezeielr- net. Die konvertierte Lösung wird dann bei<B>21</B> von Säuren und Kolloiden befreit,
analog wie es oben bei 7 beschrieben wurde. Der Asehe- gehalt der Lösung beträgt jetzt. etwa 1,-10;0. Dieser geringe Asehegeha.lt und der verhält- nilmässig hohe Dextrosegehalt lässt es wirt- sehaftlich erscheinen, die Lösung ein drittes Mal zu kristallisieren.
Infolgedessen wird die Lösung nach der Säure- und Kolloidentfernung 21 bei 22 mit ei nem Adsorptionsmittel behandelt, konzentriert und abgekühlt, wobei bis auf 40-410,B6 gegan gen wird, hernach in den dritten Kristallisator 23 übergeführt, in welchem die Kristallisa- tionsbedingungen praktisch gleich sind wie im zweiten Kristallisator 17, die Kristallisa- tionsdauer aber etwa 7 Tage beträgt.
Das Kristallisat. des Kristallisators 23 wird zentri- fug-iert (bei 24) und der dritte Zucker mit Wasser gewaschen, wonach er als zweite Qualität betrachtet werden kann; man kann ihn aber auch ohne Auswaschen verflüssigen und in eine frühere Stufe des Verfahrens zurückführen.
Die dritten Mutterlaugen aus der Zentri fuge 24 enthalten gewöhnlich etwa. 2,8 a/a (2,6-3,2 IM) Asche. Da diese Salze eine wei tere Kristallisation stören und anderseits auch im Hydrol unerwünscht sind, werden die Mutterlaugen vorteilhaft einer Behand lung z. B. mit dem von der International. Filter Company unter der Bezeichnung rüatex in den Handel gebrachten Produkt unterworfen, um die Basen zu entfernen. Dieser Vorgang ist. bei 27 angedeutet. Die basenentfernende Substanz muss periodisch durch bei 26 eingeführte Säure regeneriert werden, wobei die Salzlösung bei 27 entfernt wird.
Die erhaltene Lösung hat ein pH von etwa 1,5-1,8 und wird deshalb bei 28 einer weiteren Behandlung zur Entfernung von Säure unterworfen, die sieh von denen bei 7 und 21 nicht unterscheidet. Nach der Säure entfernung 28 kann die Lösung ein PH von etwa 5 aufweisen und 0,005 % Asche enthal- ten. Sie kann als Hydrol verkauft. oder, wie durch die i gestrichelte Linie 29 angedeutet, bei 23 in die dritte Kristallisation zurück geführt werden, so dass dann der Prozess zyklisch verläuft.
Sie kann aber auch bei 30 mit. einem Adsorptionsmittel behandelt, kon zentriert und gekühlt und bei 31 mit oder ohne Rekonvertierung einer weiteren Kristal- lisation unterworfen werden. Die Kristallisa- tionsbedingungen sind im wesentlichen gleich wie im dritten Kristallisator 23, mit dem Un terschied, dass die Dichte etwa. .11,5 Be und die Kristallisationszeit 8-9 Tage beträgt. Das Kristallisat wird dann bei 32 zentrifu giert, wobei man einen vierten Zucker und das Endhydrol erhält.
Die Vorteile, welche durch die vorliegende Erfindung bei Anwendung auf die Herstel lung hochreiner Kristalldextrose erzielt wer den können, können wie folgt resümiert wer den: Weissere und glänzendere kristalline Produkte, insbesondere bei zweiten und drit ten Zuckern, wobei der zweite Zucker prak tisch so weiss wie die bisher erhältlichen ersten Zucker ist; höhere Reinheit, der Produkte aus den Kristallisationen, die der ersten folgen;
kürzere Kristallisationszeiten und dadurch beträchtliche Einsparungen an Kristallisa- toren; Erhöhung der Gesamtausbeute von den bisher üblichen 82 /o auf etwa 90 a/>> Dextrose, bezogen auf Dextroset.r oekensub- stanz in der Konvertorflüssigkeit; geringerer Verbrauch an Knochenkohle oder anderem Adsorptionsmaterial für die Entfärbung der Konvertorflüssigkeit und 1NIutterlaugen;
bes sere Qualität des Hydrols infolge Abwesen heit wesentlicher Mengen an Aschebildnern.