CH266104A - Verfahren zur Herstellung eines Mischkunstharzes aus einem Phenol und einem Aminotriazin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mischkunstharzes aus einem Phenol und einem Aminotriazin.

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CH266104A
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phenol
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aminotriazine
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G14/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00
    • C08G14/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes
    • C08G14/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols
    • C08G14/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols and monomers containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G14/10Melamines

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Mischkunstharzes aus einem Phenol  und einem     Aminotriazin.       Bekanntlich lassen sich     o-Kresol    bzw.       o-kresolreiehe    Gemische, ferner     Xylenole    bzw.       Xylenolgemische    oder noch höhere Homologe  des Phenols mit den normalen Methoden nicht  in gut härtende     Formaldehyd-Kondensations-          produkte    überführen.  



  Des weiteren ist bekannt, dass sich Misch  harze von     Phenolen,    beispielsweise Phenol  oder     Resorcin,    einerseits und     Aminotriazinen,          beispielweise        Melamin,    anderseits herstellen  lassen, die     technisch    brauchbar sind.  



  Es wurde nun 'die überraschende Beob  achtung gemacht, dass sich auch die eingangs  erwähnten     Phenolhomologen    in normaler  Weise zu brauchbaren Kunstharzen verarbei  ten lassen, wenn man sie zusammen mit       Aminotriazinen    bzw.     Aminotriazine    enthalten  den Gemischen mit Formaldehyd zur Reak  tion bringt.  



  Lässt man erfindungsgemäss auf ein Ge  misch von technischem     Xylenol    mit     Melamin     oder einem     Melamin    enthaltenden     Aminotria-          zingemisch    in üblicher Weise Formaldehyd  einwirken, so werden     raschhärtende    Harze  erhalten, welche bei der Verarbeitung     Schnell-          pressmassen    von sehr     guter    Wasserbeständig  keit     liefern..     



  Als     melaminhaltige    Gemische, die man  gemäss vorliegendem     Verfahren        verwenden     kann, eignen sich u. a. solche, die durch     Er-          hitzung    von     Cyanamid    oder     Dicyandiamid    in  bekannter Weise erhalten werden, beispiels  weise die     Reaktionsprodukte,    die     Drechsel       bei der Erhitzung von     Dieyandiamid    im offe  nen Gefäss erhalten hat     (J.        pr.        Ch.    [2], 13,  33<B>1</B> [1876]).  



  Die Mischungsverhältnisse zwischen dem       Aminotriazin    bzw.     Aminotriazingemisch    und  dem Phenol können in ziemlich weiten Gren  zen schwanken. Als praktisch hat sich zum.  Beispiel ein Gemisch von etwa gleichen Teilen  der     Aminotriazin-    und der     Phenolkomponente     erwiesen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt  somit, solche Homologe des Phenols, die bis  her der Verwendung in der     Kunstharzindu-          strie    nicht oder nur in untergeordnetem Masse  zugänglich waren, für diese Verwendung in  einfacher Weise     nuztbar    zu machen. Dies be  deutet einen wesentlichen Fortschritt, indem  dadurch die Rohstoffgrundlage der Kunst  harzindustrie und damit ihre Produktions  möglichkeiten wesentlich erweitert werden.  



  Das Verfahren kann auch in mehreren  Stufen durchgeführt werden. So kann man  zum Beispiel die Phenol- oder die     Amino-          triazinkomponente    zunächst mit einem Teil  oder der gesamten für das Mischharz berech  neten Menge Formaldehyd partiell     kondensie-          ren    und hierauf die andere Komponente, ge  gebenenfalls mit einer weiteren Menge Form  aldehyd zufügen und das Gemisch     weiterkon-          densieren.    Man kann auch die Phenol- und  die     Aminotriazinkomponente    zunächst einzeln  mit der berechneten Menge Formaldehyd kon  densieren,

   die so erhaltenen Kondensate ver-      mischen und gegebenenfalls das Gemisch     wei-          terkondensieren.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung eines  Mischkunstharzes aus einem Phenol und einem       Aminotriazin,    das     dadurch    gekennzeichnet ist,  dass man das bei der Aufarbeitung der Roh  phenolfraktion des Steinkohlenteers anfal  lende, bei 205 bis 2500 C siedende     Xylenol-          gemisch,        Melamin    und Formaldehyd aufein  ander einwirken lässt.  



  Das nachfolgende Beispiel soll die Erfin  dung näher erläutern. Die Temperaturgrade  sind Celsiusgrade, die Teile Gewichtsteile, die  Prozente     Gewichtsprozente.     



       Beispiel:     1520 Teile des bei der Aufarbeitung der       Rohphenolfraktion    des Steinkohlenteers anfal  lenden, bei 205 bis 2500 C siedenden     Xylenol-          gemisches    werden mit 3880 Teilen neutrali  siertem 30     %        igem    Formaldehyd vermischt und  mit 1080 Teilen     Rohmelamin    (98 %     ig)    15 bis  20 Minuten bei     W    bis 970 reagieren gelassen.  Hierauf wird das Gemisch auf 80  abgekühlt  und daraus im Vakuum etwa 2200 Teile Was  ser     abdestilliert.     



  Das so erhaltene, noch gut flüssige homo  gene Harz kann mit 84 Teilen     Nigrosin    K  wasserlöslich (Pulver), gelöst in etwa 340     Vo-          liunteilen    heissem Wasser, gefärbt und mit der  folgenden     Füllermischung    verknetet werden:

    2120     Teile    Holzmehl,     ungetr        oeknet,    werden       reit    28 Teilen     Zinkstearat    oder     Calciumstearat     sowie 56 Teilen     Magnesiumoxyd    (Magnesium       oxydatum    per     usum        veterinarium        Ph.    H.

   V)  in der Mischtrommel gut     vorvermischt.       Nach dem Verkneten der     Füllermischung     mit der Harzlösung und Trocknen des Ge  misches erhält man ein     Presspulver,    das, wäh  rend zwei Minuten bei 160 bis 1650 v     erpresst,          Presslinge    liefert, die gegen den Angriff von  kaltem und heissem Wasser sehr     bestä.ndin     sind. Beispielsweise nehmen     Presslinge    von 2  bis 3 mm Wandstärke in Wasser von Zimmer  temperatur in 24 Stunden etwa     ?#        %    Wasser  auf, während sie, 10     Minuten    in Wasser ge  kocht, etwa 0,8 % Wasser aufnehmen.

   Im übri  gen verhalten sich die     Presslinge    weitgehend  gleich wie solche aus guten     Phenolplast-          schnellpressmischungen.     



  An Stelle des erwähnten     Rohmelamiris     kann im obigen Beispiel mit ähnlichem     Erfolg     das     melaminhaltige    Gemisch verwendet wer  den, das nach     Drechsel,    J.     pr.        Ch.    [2], 13,  <B>331</B> [1876],     dureh    Erhitzen von     Dicyandi-          arnid    auf 2000 und Mahlen des erhaltenen  Rückstandes gebildet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Misch kunstharzes aus einem Phenol und einem ,tlminotriazin, dadurch gekennzeichnet, dass man das bei der Aufarbeitung der Rohphenol fraktion des Steinkohlenteers anfallende, bei 205 bis 2500 C siedende Xylenolgemisch, Mel- amin und Formaldehyd aufeinander einwir ken lässt. Das neue Reaktionsprodukt ist ein flüs siges homogenes, raseh härtendes Harz, das sich zur Herstellung von Schnellpressmassen mit guter Wasserbeständigkeit eignet.
CH266104D 1942-02-02 1942-02-02 Verfahren zur Herstellung eines Mischkunstharzes aus einem Phenol und einem Aminotriazin. CH266104A (de)

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