CH264875A - Verfahren zum Verknüpfen mehrerer Fäden mittels eines achterförmigen Knotens. - Google Patents

Verfahren zum Verknüpfen mehrerer Fäden mittels eines achterförmigen Knotens.

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CH264875A
CH264875A CH264875DA CH264875A CH 264875 A CH264875 A CH 264875A CH 264875D A CH264875D A CH 264875DA CH 264875 A CH264875 A CH 264875A
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Company Barber-Colman
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Barber Colman Co
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H69/00Methods of, or devices for, interconnecting successive lengths of material; Knot-tying devices ;Control of the correct working of the interconnecting device
    • B65H69/04Methods of, or devices for, interconnecting successive lengths of material; Knot-tying devices ;Control of the correct working of the interconnecting device by knotting
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Basic Packing Technique (AREA)

Description


  Verfahren zum Verknüpfen mehrerer Fäden mittels eines achterförmigen Knotens.    Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver  fahren zum Verknüpfen mehrerer .Fäden mit  tels eines     achterförmigen        Knotens    sowie auf  eine Knüpfvorrichtung zur Durchführung des  Verfahrens.  



       Knüpfer    zum Vereinigen von zwei oder  mehr Fäden mittels eines sogenannten  run  den Knotens  sind bekannt und seit vielen  Jahren erfolgreich verwendet worden. Insbe  sondere sind sie in Textilfabriken gebraucht  worden zur Durchführung von verschiedenen  Knüpfoperationen, wie z. B. zum Zusammen  knüpfen von zerrissenen Fäden und zum An  knüpfen eines neuen     Spulenfadens    an den auf  eine Fadenspule aufzuwindenden Faden bei  einer     Spulmasehine.    Die verbreitetste Ver  wendung solcher     Knüpfer    erfolgte bisher in  Baumwollfabriken. In den letzten Jahren  brachte die vermehrte Verwendung von Seide,  Kunstseide, Zellwolle und Wolle neue Pro  bleme im Knüpfen.

   Beim Knüpfen von sol  chem Material wurde gefunden, dass ein ge  wöhnlicher Rundknoten leicht rutscht oder  lose wird,     besonders    während des     Sehüttelns     oder V     ibrierens,    welchem der Faden     ausgesetzt     ist, während er durch das Schaftwerk und  das Webeblatt eines Webstuhles läuft.  



  Achterförmige Knoten, in einzelnen     Strik-          ken    oder Bändern geknüpft, sind seit. vielen  Jahren bekannt. Der Zweck eines solchen Kno  tens in einem einzelnen Strick war, eine Ver  dickung zu bilden, um zu verhindern, dass der  Strick durch eine bestimmte     öffnung    gezo-    gen werden konnte. Es ist nun gefunden wor  den, dass zum festen und sicheren Zusammen  knüpfen der Enden     zweier    oder mehr Fäden  vorteilhaft dieser achterförmige Knoten ver  wendet wird, und dass ein solcher Knoten  in reinen     Seide-Zellwolle-,    Kunstseiden- oder       Wollfäden    fest geknüpft bleibt, wenn der Fa  den durch einen Webstuhl läuft.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zum  Verknüpfen mehrerer Fäden mittels eines       achterförmigen    Knotens ist dadurch gekenn  zeichnet, dass die     ztt    verknüpfenden Fäden par  allel     nebeneinanderliegend    quer über den  Schaft eines drehbaren Knüpfhakens, welcher  ein Paar     Klenun-    und     Schneidklingen    auf  -weist, gelegt werden, dass man hierauf den  Haken, ausgehend von einer Grundstellung,  zwei Umdrehungen ausführen lässt, wobei je  weils während des ersten     Teils        jeder    Umdre  hung die Klingen offen und während des  letzten Teils jeder Umdrehung geschlossen ge  halten werden,

   wobei ferner anfänglich die  Fäden seitlich des Knüpfhakens so gehalten  werden, dass sie bei der ersten Umdrehung des  Hakens von den Klingen nicht erfasst werden,       ährend    sie später so verschoben werden, dass  sie bei der     zweiten    Umdrehung des Knüpfha  kens von den geöffneten Klingen erfasst wer  den, und wobei weiter bei der ersten Umdre  hung des     Knüpfhakens    die Fäden in einer ein  fachen Schleife um den Haken gelegt wer  den, während sie bei der zweiten Umdrehung  des Hakens eine     dopelte    Schleife bilden, wel-      ehe vor der Beendigung der zweiten Umdre  hung über die erfassten Enden der Fäden vom  Haken abgestreift wird.  



  Die     erfindungsgemässe        Knüpfvorrichtung     zur     Durchführung    dieses Verfahrens ist mit  einem Knüpfhaken und einer seitlich dessel  ben     angeordneten        Fadenführung    versehen,  welcher Knüpfhaken ein Paar Klemm- und       Schneidklingen    aufweist, die quer vom  Hakenschaft abstehen, welcher Haken fer  ner aus einer     Grundstellung    zwei Um  drehungen     in    der einen Richtung ausführen  kann, so dass     jeweils    während des ersten Teils  jeder Umdrehung des Hakens die Klingen  geöffnet und im letzten Teil jeder Umdrehung  geschlossen sind,

   wobei ferner die     erwähnte          Fadenführung    parallel zur     Axe    des Schaftes  des     Knüpfhakens    verschiebbar ist, um die Fä  den zuerst so zu halten, dass sie bei der ersten  Umdrehung des     Hakens    von den geöffneten  Klingen nicht erfasst werden können,     und    um  sie.     nachher        in    den Bereich der geöffneten  Klingen zu     verschieben,    um diesen zu gestat  ten, die Fäden bei der zweiten Umdrehung des       Knüpfhakens    zu erfassen.  



  In der beiliegenden     Zeichnung    ist ein für       Betätigung    von Hand ausgebildetes Ausfüh  rungsbeispiel eines erfindungsgemässen     Knüp-          fers    gezeigt.  



       Fig.    1 ist     eine    perspektivische Ansicht des       Knüpfers.     



       Fig.    2 ist     ein    Grundruss des     Knüpfers    nach       Fig.    1, mit einem Paar Fäden, die bereitlie  gen, geknüpft zu werden.  



       Fig.    3 ist     eine    Seitenansicht des     Knüp-          fers    nach     Fig.    1.  



       Fig.    4 ist eine perspektivische Ansieht eines       Fadenführers    des     Knüpfers,    mit seinem  Träger.  



       Fig.    5 ist eine Frontansicht des Knüpf  hakens und seiner Steuerhülse,     zusammen        mit.     einem der     Fadenführer.     



       Fig.    6 ist ein Vertikalschnitt durch den       Knüpfer.     



       Fig.    7 und 8 sind     Einzelansichten    eines  Getriebe- und Steuerorgans.  



       Fig.    9-15 zeigen in aufeinanderfolgenden  Schritten den Knüpfvorgang.         Fig.    16-22 sind schematische Ansichten  der Fäden während des Knüpfvorganges, ent  sprechend den Stellungen des Knüpfhakens in  den     Fig.    9-15.  



  Die verschiedenen Stadien     beim    Knüpfvor  gang sind kurz folgende:  Zwei (oder mehr) zu vereinigende Fäden       a    werden nebeneinander über den Schaft des  Knüpfhakens gelegt und abgeknickt (Fug. 16  und 17). An der     Knickstelle    wird eine einfach       gewundene    Schleife gebildet (Fug.. 19). Dann  wird die Schleife um etwa 1800 gewendet, so  dass eine zweifach     gewundene    Schleife ent  steht .(Fug. 20). Darauf werden die Faden  enden neben der Schleife abgeschnitten, und  die Schleife wird über die     verbliebenen    Enden  gezogen (Fug. 21). Endlich wird der Knoten  angezogen, wie in     Fig.    22 ersichtlich ist.  



  Aus den     Fig.    1, 2 und 3 ist ersichtlich,  dass ein Halter 10 mit einer sich quer     erstrek-          kenden    Welle 11 an einem untern Ende vor  handen ist. An einem Ende dieser Welle 11 ist  eine einstellbare Klammer 12 befestigt, mit.  einem Traggriff 13. Eine biegsame Strippe ist  an diesem Griff 13 derart angebracht, dass  er um die linke Hand geschnallt werden  kann, um die ganze Vorrichtung zu tragen,  wobei aber der Daumen frei bleibt, um den       Knüpfer    zu betätigen.  



  Der Knüpfhaken 15 vollführt bei jedem  Knüpfvorgang zwei Umdrehungen. Wie ge  zeichnet, gehören zum Knüpfhaken eine       Klinge    16, die als Verlängerung einer dreh  baren     Knüpfhakenachse    17     ausgebildet    ist  (Fug. 5 und 6),     und    eine mit der Klinge 16       zusammenarbeitende    und gegenüber dieser  bewegliche     Scherklinge    18. Diese     Scherklinge     18 ist. bei 19 an der Klinge 16 aasgelenkt und  besitzt ein dickes Ende 20, das in eine Öff  nung in einer Hülse 21 greift. (Fug. 5 und 6).  Diese Hülse ist ihrerseits in     einem    Teil     10a     des Halters 10 befestigt.

   Eine Hakenfeder 22  drückt die     Scherklinge    18 gegen die Klinge 16.  



       Wenn    die     Knüpfhakenachse    17 rotiert,  dreht sich auch der Knüpfhaken 15,     und    seine  Klingen 16 und 18 bewegen sich in ihre offene       und    geschlossene Stellung in zeitlicher Abhän  gigkeit von der     Knüpfhakenachsendrehung.         Der     Unuriss    der     Öffnung    in der Hülse 21 ist  derart, dass mit aufwärts gerichteten Klingen  beginnend     (Fig.    6 und 9) die Klinge 18 aus  einer teilweise offenen Stellung in die ganz  offene Stellung schwingt, wenn der Haken im  Uhrzeigersinn rotiert.

   (vom äussern Ende her  gesehen) und während 1800 Drehung in offe  ner Stellung bleibt, worauf sie sich in die ge  schlossene Stellung bewegt.  



  Die Drehung der     Knüpfhakenachse    17  wird mittels der Daumengabel 23 bewirkt       (Fig.    6). Diese     Gabel    ist durch eine Klemm  hülse 23a auf der Hülse 24 befestigt, die auf  der Welle 11 gelagert. ist. Ein Bund am einen  Ende der Welle 11 verhütet eine Verschie  bung der Hülse 24 auf der Welle 11. Am     in-          nern    Ende dieser Hülse 24 ist ein Zahnseg  ment 25 angebracht, das in ein     Getrieberad    26  eingreift     (Fig.    6), welches auf der     Knüpfha-          kenachse    17 befestigt. ist.

   Wenn deshalb die  Betätigungsgabel 23 aus der in     Fig.    6 gezeig  ten Stellung nach unten     versehwenkt    wird, be  wirkt das Zahnsegment 25, dass das Getriebe  rad 26 und damit die Achse 17 im Uhrzeiger  sinn rotiert (wenn die Achse von den Haken  her betrachtet wird). Zu einem Zwecke, der  später beschrieben wird, ist am Zahnsegment       '?5    eine Platte 27 mit einem Führungsschlitz  28 angebracht     (Fig.    7 und 8).  



       Auf    einander gegenüberliegenden Seiten  des Knüpfhakens 15 sind Fadenführer und       -halter    29 und 30 angeordnet     (Fig.    1 und 2).  Diese Führungen bestehen ans gestanztem  Blech, und jede weist einen nach oben     gerieh-          teten        Fadenführungshaken    29a bzw.     30a    auf.  



  Der Fadenführer 29 dient zur Verstellung  der Fäden bezüglich des Knüpfhakens wäh  rend des Knüpfvorganges und zum Abstreifen  der Fäden vom Knüpfhaken beim Vollenden  des     Knotens.    Dieser     Abstreifvorgang    wird so  ausgeführt, dass die Fäden     jeweils    in der Füh  rung     festgekleinnit    und dann seitwärts vom  Haken 15     weggeseliwungen    werden. Die Füh  rung 29 ist am einen Ende eines Blechträgers  31 angenietet     (Fig.    1), der uni sein anderes  Ende auf einer Welle 32 drehbar ist, die in  den Schenkeln eines     U-förmigen,    auf den Hal  ter 10 geschraubten Trägers 33 gelagert ist         (Fig.    6).

   Mit dem     Haken    29a. der Führung 29  zusammenwirkend ist am Ende eines Armes 35  ein Paar Klemmfinger 34 aus Blech befe  stigt. Der Arm 35 wird längs der Führung 29  hin- und     herverschoben,    so dass die Finger 31  von der in     Fig.    1 gezeigten zurückgezogenen  Stellung jeweils nach vorn gegen den Haken  29a bewegt werden, um die Fäden a im rich  tigen Augenblick des Knüpfvorganges am.  Haken festzuklemmen. Der Arm 35 ist an sei  nem andern Ende durch einen Tragarm 36       (Fig.    3) gehalten, der auf der Welle 32 ge  lagert und     finit    dem Arm 36 durch eine  Achse 37 verbunden ist, welch letztere sieh  durch eine hülsenförmige Verlängerung     35a     am Arm 35 erstreckt.  



  Die zweite     Fadenführung    30 ist in ihrer  Längsrichtung beweglich, so dass Teile der  Fäden a seitlich des Knüpfhakens 15 ent  sprechend verschoben werden können, in zeit  licher Abhängigkeit, von der Drehung des  letzteren. Wie schon gesagt, öffnen sich die       Knüpfhakenklingen    16 und 18     während     jeder Umdrehung, hingegen dürfen beim  Knüpfen von     aeht.erförmigen    Knoten die Fä  den jeweils nur während der zweiten Um  drehung des Knüpfhakens 15     zwisehen    die  Klingen eingehängt werden.

   Zu diesem     Zweek     nimmt die Führung 30 jeweils anfänglich  eine v     orgescliobene    Stellung     (Fi        g.    9) ein,  welche während der ersten halben Umdre  hung des Knüpfhakens beibehalten wird,  eine zurückgezogene Stellung     (Fig.    12) wird  dann während den restlichen anderthalb Um  drehungen des Knüpfhakens eingenommen..  Zum Halten der Führung 30 dient ein     U-för-          miger    Blechträger 38     (Fig.    4).

   Dieser Träger  weist. einen seitlichen gebogenen Arm 39 auf,  der die Hülse 21 umfasst und einklemmt, so  dass der Träger in der     Stelhing    nach     Fig.    2  gehalten wird. Auf der     Fadenführung    30  befinden sich Ösen 40, die den äussern Schen  kel des Trägers 38 umfassen, so dass der Fa  denführer 30 eine Hin- und     Herbewegung     längs dieses Schenkels ausführen kann.  



  Die     Steuerun-    der Fadenführer 29 und  30 in zeitlicher Abhängigkeit von der Dre  hung des Knüpfhakens 15 wird durch die      Kurvenbahn 28 vorgenommen. Eine Füh  rungsrolle 41 (Fug. 1) ist an einem Ende  eines     Winkelhebels    42 angebracht, welcher  auf der Achse 32 gelagert ist,     und    greift in  den Schlitz 28 der Platte 27. Der andere  Arm des     Winkelhebels    42 ist mit dem Fa  denführer 30 durch eine Lasche 43 verbun  den.

   Ebenfalls werden längs der Fadenfüh  rung 29 in' zeitlicher Abhängigkeit von der       Drehung    des Knüpfhakens die     Klemmfinger     34 bewegt, da der Arm 36, welcher den Arm  35 mit den Fingern 34 trägt, über die Achse  32 - auch mit dem Winkelhebel 42 ver  bunden ist.  



       Damit    der Fadenführer 29 vom Knüpf  haken seitwärts weggeschwungen wird, wäh  rend die Finger 34 die Fäden     a    am Haken       29a        festklemmen,    ist ein     yIitnehmer    45 vor  gesehen (Fug. 3), der am Arm 31 drehbar ge  lagert ist     itnd    durch eine Flachfeder     45ca    in  einer Lage gehalten wird, in welcher er das  obere Ende der Achse 37 erfasst, wenn sich  der Arm 35 in der vordersten Stellung be  findet.

   Deshalb ist der     1VIitnehmer    45 beim  Zurückgehender Achse 37 während der Hin  und     Herbewegung    des Armes 36     mit    der  Achse 37 in Eingriff, wodurch der Faden  führer 29 um die Achse 32 nach     aussen        ge-          schwttngen        wird.    Dieses Auswärtsschwingen  des     Fadenführers    29 dauert so lange, bis die  Achse 37 das Ende der rückläufigen Bewe  gung erreicht hat, zu welchem Zeitpunkt  der     AIitnehmer    45 infolge der Berührung des  Stiftes 45b     mit    dem Anschlag 45e aushängt.

    Eine zwischen dem Arm 31 und dem     Arm    36  auf der Achse 32     befindliche    Schraubenfeder  44 dreht den     Fadenführer    29 in seine Aus  gangslage zurück.  



  Während der zweimaligen Rotation des  Knüpfhakens 15 werden von den verschie  denen Teilen nacheinander die in den     Fig.    9  bis 15     dargestellten    Lagen     eingenommen.     



  Bevor man den     Knüpfer    betätigt, dreht.  man die     Daiunengabel    23 in ihre oberste  Lage, der     Fadenführer    29 kommt mit zurück  gezogenen Klemmfingern 34 in die innere  Schwenklage, während der Fadenführer 30  in seiner vorgeschobenen Stellung ist,     alles       wie in     Fig.    9 dargestellt.

   Ein Paar Fäden     a,     die geknüpft werden sollen, werden parallel  zueinander quer über den Schaft des     dreh-          bären    Knüpfhakens 15 und über die     Faden-          führimgshaken        29a        und        30a    gelegt, wobei an  den Enden leicht gezogen wird, so dass die  Fäden die Lage gemäss     Fig.    9 einnehmen.  



  Diese     Abwärtsbewegung    der Betätigungs  gabel lässt das Zahnsegment mit der Steuer  platte 27     sehwingen,    so dass die Klemm- und       Schneidklingen    des Knüpfhakens gegen die  Führung 30 gedreht, d. h. im     Uhrzeigersinn,     vom Hakenende der     Knüpfhakenwelle    her  gesehen,     verschwenkt    werden. Während der  ersten     90     der ersten Umdrehung des Knüpf  hakens (Fug. 10) sind die Klingen 16 und 18  offen, aber die Fäden a gelangen nicht da  zwischen, weil sich die Führung 30 in     vorge-          sehobener    Stellung befindet.

   Ein weiteres  Drehen des Hakens 15 in die Lage nach       Fig.    12 (total etwa     170 -Drehung),    erzeugt  eine einfache gewundene Schleife der Fäden  (Fug. 19).  



       Nährend    des ersten Teils der zweiten     Um-          drehung    des     Knüpfhakens    sind die Klingen  16 und 18 wiederum offen, aber diesmal ist  die Führung 30     zurückgezogen,    so dass die  Fäden für den Schnitt     zwisehen    die offenen  Klingen 16 und 18 zu liegen kommen  (Fug. 13). Zur selben Zeit gleiten die  Klemmfinger 34 nach vorn, so dass sie die  Fäden auf der andern Seite des Knüpf  hakens festklemmen. Gleichzeitig wurde  durch das weitere Drehen des     Knüpfhakens     eine doppelte Schleife der Fäden gebildet,  wie aus     Fig.    20 ersichtlich.  



  Die Klingen 16 und 18 des Knüpfhakens  öffnen und schliessen also in gleicher Weise  während der ersten und der zweiten     Umdre-          htmg    des     Knüpfhakens.    Die Fadenführer 29  und 30 werden jedoch erst nach Vollendung  der ersten halben Umdrehung des Knüpf  hakens betätigt, und ihre Lage ist wäh  rend der     zweiten        Umdrehung    des Knüpf  hakens wesentlich anders als während der  ersten     Umdrehung.    Dies wird durch die be  sondere Form des Schlitzes 28 in der Platte  27 erreicht.

   Aus     Fig.    8 ist. ersichtlich, dass      während der Anfang Bewegung des Zahn  segments 25 die Führungsrolle 41     durch     einen geraden Teil des Schlitzes 28 läuft, so  dass keine Bewegung auf den die Faden  ;     führer    betätigenden Winkelhebel 42 über  tragen wird. Nachher durchläuft. die Füh  rungsrolle 41 zwei schräge Teile des Schlit  zes 28, so dass der Winkelhebel 42 und der  mit. diesem verbundene Arm 36 sieh aus der  3 Lage nach     Fig.    10 in die Lage nach     Fig.    13  und aus dieser zurück in , diejenige nach       Fig.    15     hezw.        Fig.    9 bewegen.  



  Nachdem die Fäden     a    durch die offenen  Klingen 16 und 18 erfasst sind (Fug. 13 und  20) werden bei der weiteren Drehung des  Knüpfhakens 15 die Klingen     geschlossen,    so  dass sie die Enden der Fäden     a    neben dem  Knüpfhaken abschneiden und gleichzeitig die  verbleibenden     Enden    festklemmen. Darauf  wird die Fadenführung 29 seitlich aus der  Stellung nach     Fig.    13 weggeschwungen in  diejenige nach     Fig.    14 und     Fig.    15.

   Wäh  rend     dieses        Sehwingens    der     Fadenführung     29 bleiben die Fäden durch die Finger 34 im  Haken     29a    festgeklemmt, so dass die gebil  dete doppelte Fadenschleife vom Knüpf  haken 15 abgestreift wird. Während dieses       Abstreifens    halten auch die Klingen 16 und  18 die verbliebenen Enden der Fäden fest,  so dass diese durch die Schleife nach     Fig.    21  gezogen werden und der Knoten festgezogen  wird (Fug. 22). Nach dieser Fertigstellung  des Knotens öffnen sieh die Klingen 1.6 und  18 bei der weiteren Drehung des Knüpf  hakens 15, so     (lass    die Enden der geknüpften  Fäden     losgelassen    werden.

   Ferner kehren die  Fadenführungen 29 und 30 in ihre Ausgangs  stellungen zurück und die Finger 34 geben  die Fäden frei, so dass die geknüpften F!  ( den vom Gerät weggenommen werden kön  nen. Nach     Zurücksehwenken    der Gabel 23 in  die obere Lage ist die Vorrichtung zur  Wiederbenützung bereit, wobei die     versehie-          denen    Teile die Lage nach     Fig.    9 ein  ; nehmen.  



  Durch Anwendung dieser     achterförmigen     Knoten an Stelle der üblichen Rundknoten  können die Fäden untereinander fester ver-         bunden    werden, und ein     umbeabsichtigtes    Lö  sen des Knotens wird vermieden, auch wenn  als Fadenmaterial Seide, Kunstseide, Zell  wolle oder Wolle verwendet wird,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Verknüpfen mehrerer Fäden mittels eines achterförmigen Knotens, dadurch gekennzeichnet, dass die zu ver knüpfenden Fäden parallel nebeneinander liegend quer über den Schaft eines dreh baren Knüpfhakens, welcher ein Paar Klemm- und Schneideklingen aufweist, ge legt werden, dass man hierauf den Haken, ausgehend von einer (lrun < lstellung, zwei Umdrehungen ausführen lässt, wobei jeweils während des ersten Teils jeder Umdrehung die Klingen offen und während des letzten Teils jeder Umdrehung ;
    geschlossen gehalten werden, wobei ferner anfänglich die Fäden seitlich des Knüpfhakens so gehalten werden, dass sie bei der ersten Umdrehung des Ha kens von den Klingen nicht erfasst werden, während sie später so verschoben werden, dass sie bei der zweiten Umdrehung des Knüpfhakens von den geöffneten Klingen erfasst werden, und wobei weiter bei der ersten Umdrehung des Knüpfhakens die Fä den in einer einfachen Schleife um den Ha ken gelegt werden, während sie bei der zweiten Umdrehung des Hakens eine dop pelte Schleife bilden, welche vor der Been digung der zweiten Umdrehung über die erfassten Enden der Fäden vom Haken ab- #restreift wird.
    II. Knüpfvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem Knüpfhaken und einer seitlich dessel ben, angeordneten Fadenführung, welcher Knüpfhaken ein Paar Klemm- und Schneid klingen aufweist, die quer vom Hakenschaft abstehen, welcher Haken ferner aus einer Grundstellung zwei L mdrehungen in der einen Richtung ausführen kann, so dass je weils während des ersten Teils jeder Umdre hung des Hakens die Klingen geöffnet und im letzten Teil jeder Umdrehung geschlossen sind,
    wobei ferner die erwähnte Fadenfüh- rung parallel zur Achse des Schaftes des Knüpfhakens verschiebbar ist, um die Fä den zuerst so zu halten, dass sie bei der ersten Umdrehung des Hakens von den geöff neten Klingen nicht erfasst werden können, und um sie nachher in den Bereich der geöff- neten Klingen zu verschieben, um diesen zu gestatten, die Fäden bei der zweiten Umdre- hung des Knüpfhakens zu erfassen.
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