CH255705A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 1,1,1,3- und 1,1,3,3-Tetrachlor-aceton. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 1,1,1,3- und 1,1,3,3-Tetrachlor-aceton.

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CH255705A
CH255705A CH255705DA CH255705A CH 255705 A CH255705 A CH 255705A CH 255705D A CH255705D A CH 255705DA CH 255705 A CH255705 A CH 255705A
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CH
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tetrachloro
acetone
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chlorine
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/61Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
    • C07C45/63Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by introduction of halogen; by substitution of halogen atoms by other halogen atoms

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Gemisches    von 1,1,1,3- und     1,1,3,3-Tetrachlor-aeeton.       Es     isst    bekannt,     dass    es möglich ist, durch  direkte     Chlorierung    des Acetons dessen .sämt  liche     Wasserstoffatome    sukzessive durch  Chlor zu ersetzen. Je nach Wahl der     Ar-          beit@;bedingungen    werden     verschieden    hoch  chlorierte Stufen erreicht.

   Die so erhaltenen       rohen        Chlorierungsprodukte    stellen stets     Ge-          mi"#che    verschiedener Stoffe dar, die nur  durch langwieriges und verlustreiches Frak  tionieren in die einzelnen Komponenten zer  legt werden können.  



  In der franz. Patentschrift Nr.<B>813,7741</B>  ist ein Verfahren zur Gewinnung von     Penta-          chloraceton    und     Hexa:chloraceton    beschrie  ben, nach welchem     Monoehloraceton    mit der       berechneten    Menge Chlor bei Temperaturen  von 50 bis-     10'0     C in An- oder Abwesenheit  von Katalysatoren,     wie    Jod,     Antimonpenta-          chlorid    usw., behandelt wird.  



  Die     Nacharbeitungdieser    Arbeitsweise  hat indessen ergeben, dass dieses Verfahren  nur dann durchführbar ist, wenn das ver  wendete     Monochloraceton    einen gewissen An  teil an     organischen    Säuren, wie Essigsäure,  Chloressigsäure, Ameisensäure     usw.,    enthält,  die bei .der Herstellung des     Monochloraceto:ns     entstanden sein können.  



  Es wurde nun     gefunden,        .dass    die     Herstel-          btög    eines Gemisches von 1,1,1,3- und     1,1,3,3-          Tetrachlor-aceton    überraschend leicht in       gnter    Ausbeute und in einfachster Weise ge  lingt, wenn man von .organischen Säuren  freies     Monoehloraceton    mit Chlor unter Ein  wirkung von ultravioletten Strahlen so lange    behandelt, bis keine Chloraufnahme mehr  stattfindet.  



  Das erhaltene     Reaktionsprodukt    stellt  ein Gemisch des asymmetrischen     1,1,1,3-          Tetrachlor-aoetons    und des symmetrischen       1,1,3,3-T        etrachlor-acetons    im Verhältnis von  ca. 1 zu 4 neben wenig hochsiedenden Ne  benprodukten dar. Die     letzteren    lassen sich  von den     Tetrachlor-acetonen    durch Destilla  tion trennen, während die beiden     Tetrachlor-          a:cetone    durch Destillation voneinander  schwer trennbar sind. Sie     bilden    indessen  kristallisierte Hydrate und können über diese  durch fraktionierte Kristallisation isoliert  werden.

   Die     Schmelzpunkte    liegen für das  Hydrat des     asymmetrischen        Tetrachlor-          acetons        bei    62  C und für dasjenige des sym  metrischen     Tetrachlor-acetons    bei 49 C . Diese       Tetrachlor-metone    können als Zwischenpro  dukte für die     verschiedensten    Zwecke Ver  wendung finden.  



  Die Temperatur während .der     Chlorierung          kaann    in weiten Grenzen schwanken; vorzugs  weise wird sie zwischen     1010,    und 140  C ge  halten. Die     Chlorierung    kann in An- oder  Abwesenheit von     Chlorüberträgern,    wie  z.

   B. von Jod,     Antimonpentachlorid,        Ferri-          c.hlorid,        Benzopero:xyd    oder dergleichen, vor  genommen werden; ohne Anwendung der  artiger Stoffe verläuft die     Chlorierungetwas     langsamer, dafür wird die     Ausbeute    an       Tetrachlor-acetonen        gesteigertund        dieBildung     von höhensiedenden Nebenprodukten hint  angehalten.      Das vorliegende Verfahren     bedeutet    einen  in keiner Weise vorauszusehenden,     bedeuten-          den        technischen    Fortschritt.

   Einmal ist es     als          überaus        überraschend    zu     bezeichnen,    dass sich  weder     Penta-    noch     Hexachloraceton    bilden.       Im,        weiteren    stellt dieses Verfahren eine we  sentliche Vereinfachung dar in der Berei  tung der reinen     isomeren        Tetrachlor-acetone,     die bisher nur auf Umwegen     zugänglieh    wa  ren.

   Beispielsweise wurde das asymmetrische       Tetrachlor-aceton    erstmals rein dargestellt  durch Chlorieren von     1,1,1-Trichlor-aceton     mit     Sulfurylehlorid.    Das     Trichlor-aceton    war  aus     Chloral    und     Methylmagnesiumbromid     mit     anschliessender    Oxydation des entstande  nen     Trichlorisopropylalkohols    mit Chrom  säure erhalten worden.

   Das nach einem an  dern bekannten Verfahren durch     Chlorierung     von     Isopropylalkohol    erhaltene, als asym  metrisches     Tetraehlor-aceton    angesprochene  Reaktionsprodukt enthält nur wenig oder  kein asymmetrisches und nur wenig symme  trisches     Tetrachlor-aceto@n        neben    einer Reihe       verschiedener    weiterer Produkte.

   Das sym  metrische     Tetrachlor-aceton    ist in reinem       Zustande    nicht weniger     umständlich    zu er  halten; es ist durch chlorierende Oxydation  von     Phloroglucin    über das     Hexa:chlortrikoto-          cyclohexan    und Spalten desselben mit Was  ser dargestellt worden.  



  Das     erfindungsgemäss,erhältliche    Gemisch  von 1,1,1,3- und     1,1,3,3@-Tetrachlor-aceton     kann zur     Herstellung    von im     Isopropylrest          chlorierten        Isopropylarylverbindüngen    durch  Kondensation mit aromatischen oder substi  tuierten aromatischen     Kohlenwasserstoffvn     verwendet werden.         Beispiel:          5,010        Gewichtsteile    reines trockenes     Mono-          chloraoeton    werden unter Belichtung mit  einer starken Glühlampe mit Chlor behandelt.

    Die Temperatur     Jdes        Reaktionsgemisches          steigt    rasch auf     1210     C; durch gute Kühlung  hat man dafür Sorge zu tragen, dass von den       entweiehenden        Salzsäuredämpfen    keine Flüs  sigkeit mitgerissen wird. Die Temperatur be  ginnt     nach    einiger Zeit zu sinken; sie wird  .deshalb durch äussere Erwärmung auf 140  C  gehalten, bis kein Chlor mehr aufgenommen  wird. Dann wird das fast farblose Reaktions  gemisch der Destillation im Vakuum unter  worfen. Nach kurzem Vorlauf destillieren  70,0 bis 7'20 Gewichtsteile     Tetraehlor-aceton     bei einem Vakuum von 12 mm bei 6,8 bis  70 C über.

   Als Rückstand bleiben 310 bis  50 Gewichtsteile eines gelben dicken Öls, das  bei     einem    Vakuum von 12 mm bis<B>HOC</B>  noch nicht übergeht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Gemi sches von 1,1,1,3- und 1,1,3,3-Tetrachlor- aceton, dadurch gekennzeichnet, dass man von organischen Säuren freies Monoehloraceton mit Chlor unter Einwirkung ultravioletter Strahlen so lange behandelt, bis keine Chlor aufnahme mehr stattfindet. UNTERANTSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlorierung bei Temperaturen zwischen 100 und 140 C vor genommen wird.
CH255705D 1946-12-13 1946-12-13 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von 1,1,1,3- und 1,1,3,3-Tetrachlor-aceton. CH255705A (de)

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