CH245673A - Verfahren zur Herstellung eines Imidazolidonabkömmlings. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Imidazolidonabkömmlings.

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CH245673A
CH245673A CH245673DA CH245673A CH 245673 A CH245673 A CH 245673A CH 245673D A CH245673D A CH 245673DA CH 245673 A CH245673 A CH 245673A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung eines     Imidazolidonabkömmlings.       Dem     ss-Biotin    kommt nach den Angaben  der Literatur die Formel eines     3,4-(2'-Oxo-          tetrahydroimidazol)    - 2 -     (co    -     carboxy    -     butyl)-          thiophans    zu.

   Bei der Reduktion des natür  lichen Produktes erhält man das Desthio-         biotin    (du     Vigneaud,        Melville,        Folkers,    Wolf,       Mozingo,        geresztesy,    J.     Biol.        Chem.    146  [1943] S.475). Demselben dürfte folgende  Formel     zuzuschreiben        sein:     
EMI0001.0019     
    Es wurde     nun    gefunden, dass man auf  dem durch das folgende Formelschema  skizzierten Wege zu der Verbindung der  Formel I gelangen kann.

   Das dabei gewon-         nene    synthetische Produkt zeigt an verschie  denen Mikroorganismen, z. B. an     Saccharo-          myces        cerevisiae,    eine dem     Biotin    ähnliche  Wirkung.    
EMI0002.0001     
    Erfindungsgemäss wird zunächst     a-Aceto-          korksäure-dialkylester        (II)    verseift; dies  kann zweckmässig durch Verrühren mit Al  kalilauge in der Kälte geschehen.

   Zur     Ein-          führung    des Stickstoffes in das Molekül  lässt man auf die     a-Aceto-korksäure    eine Ver  bindung mit der Gruppe     =N-OH    einwir  ken, wodurch die Verbindung     (III)    entsteht.  Als Verbindung mit der Gruppe     =N-OH     kann man     entweder    ein     diazotiertes        Aryl-          amin    (z. B.

   Anilin,     Toluidin,        Chloranilin          und    dergleichen) bei     nichtmineralsaurer    Lö  sung     verwenden    oder auch salpetrige Säure;  in beiden Fällen entsteht in gleicher Weise  ein     8-Keto-pelargonsäureabkömmling,    wel  cher in     7-Stellung    durch ein doppelt gebun  denes Stickstoffatom substituiert ist, welches  seinerseits einen reduktiv     abspaltbaren    Rest,  nämlich einen     Arylaminrest    oder     Hydroxyl,     trägt.

   Bei der nachfolgenden Hydrierung,  welche     zweckmässigerweise    bei Gegenwart  eines Katalysators und Salzsäure bei Zim  mertemperatur unter gewöhnlichem Drucke  durchgeführt     wird,    bildet sich     7-Amino-8-          keto-pelargonsäure    (IV).

   Diese Verbindung       wird    durch Einwirkung von     Kaliumcyanat     in den entsprechenden     Harnstoffabkömmling,            nämlich    die     7-Ureido-8-1,eto-pelargonsäure,     übergeführt, welche Verbindung sofort     unter          Ringschluss    in 4 -     Methyl    - 5 -     (o)    -     carboxy-n-          pentyl)-imidazolon-(2)    (V) übergeht.

   (Falls  die     7-Amino-8-keto-pelargonsäure,    wie oben  beschrieben, durch reduktive Spaltung von       i        -Arylhy        drazino    - 8 -     keto-pelargonsäure    ge  wonnen wird, bildet sich als Nebenprodukt       Arylamin;    das zur Herstellung des     Pelargon-          säurederivates    verwendete     Kaliumcy        anat     wirkt gleichzeitig auf das     Arylamin    ein,  so dass sich als Nebenprodukt     Arylharnstoff     bildet.

   Das     4-llethyl-5-(o,)-ca.rboxy-n-pentyl)-          imidazolon-(2)    lässt sich dank der Wasser  löslichkeit der     Alkalisalze    vom     Arylharn-          stoff    leicht trennen). Das     4-Methyl-5-(co-          carboxy-n-pentyl)-imidazolon-(2)    wird durch  katalytische     Hydrierung    in das     4-Methyl-5-          (o.)-carboxy-n-pentyl)-imidazolidon-(2)    (I)  übergeführt. Dieses schmilzt bei l41-142  C,  ist leicht löslich in Alkoholen und warmem  Wasser, schwerer in kaltem Wasser und  Benzol. Die     Alkalisalze    sind leicht wasser  löslich.

   Es zeigt an     Saecharomyces        cerevisiae          Biotinwirkung    und kann als     Arzneimittel     und als Zwischenprodukt für die     Herstellung         pharmazeutisch wertvoller     Verbindungen     verwendet werden.  



       Beispiel:     272 Gewichtsteile     a-Aceto-korksäure-di-          äthylester        (Kp,2    mm 185-187 ) werden mit  112     Gewichtsteilen        Ätzkali    in 4000 Raum  teilen Wasser     unter    ständiger Eiskühlung  während 24     Stunden    verrührt. Der ölige  Ester geht allmählich     unter        Verseifung    in  Lösung. Die Lösung wird mit Salzsäure  schwach sauer gegen Lackmus gestellt und  unverzüglich mit einer     aus    93 Gewichts  teilen Anilin in üblicher Weise hergestellten       Diazolösung    versetzt.

   Nachdem man     ausser-          dem    als     Pufferlösung    340 Gewichtsteile Na  triumacetat in 1200 Raumteile Wasser zu  gefügt hat, verrührt man unter weiterem  Kühlen während zirka 6 Stunden, wobei  unter     CO2-Abspaltung    Kupplung eintritt.  Das     8-Keto-pelargonsäure-7-phenylhydrazon          (IH)    fällt langsam in schönen, gelben Kri  stallen aus. Es     wird        genutscht        und    aus  Methanol umgelöst. Es schmilzt bei 138 bis       139     C.  



  Man bereitet eine Lösung von 276 Ge  wichtsteilen     8-Keto-pelargonsäure-7-phenyl-          hydrazon    in 2700 Raumteilen     90%igem     Methanol, fügt 180     Raumteile    konzentrierter  Salzsäure und     Palladiumkohle    zu und hy  driert bei Zimmertemperatur     und    Atmo  sphärendruck. Die berechnete Menge Wasser  stoff wird rasch aufgenommen. Die Hydrie  rung wird hierauf unterbrochen.  



  Die vom Kontakt     getrennte,    beinahe farb  lose Lösung wird im Teilvakuum vom Me  thanol befreit. Da die     7-Amino-8-keto-pelar-          gonsäure    besonders als Base leicht     zersetzlich     ist,     wird    auf die     Trennung    ihres     Ilydrochlo-          rides    vom     gleichzeitig    entstehenden Anilin  hydrochlorid verzichtet.

   Man versetzt die  wässerige Lösung der Hydrochloride mit  einer Lösung von 162     Gewichtsteilen        Ka-          liumcyanat_    in     330        Raumteilen    Wasser. Kurz  darauf beginnt sich ein 01 auszuscheiden, das  rasch erstarrt.

   Nach 2stündigem Stehen wird         genutscht.    Das     4-lllethyl-5-(c)-carboxy-n-          pentyl)-imidazolon-(2)    (V) wird durch Ver  rühren mit     Sodalösung    bis     zur    schwach       phenolphthaleinalkalischen    Reaktion, wobei  es als     Alkalisalz    in     wässrige    Lösung geht,  vom gleichzeitig     entstandenen        Phenylharn-          stoff    getrennt.

   Durch Ansäuern gewinnt man  das     4-Methyl-5-(co-carboxy-n-pentyl)-imid-          azolon-(2)    (V) vom Schmelzpunkt 168 bis       169     C in farblosen     Kristallen.    Es kann aus  Wasser oder Alkoholen umgelöst werden.  



  Man neutralisiert 212 Gewichtsteile     4-Me-          thyl    - 5     J        (w    -.     carboxy-n-pentyl)-imidazolon-(2    )  (V) in 4000     Raumteilen    Wasser mit Soda.  Die Lösung des     Natriumsalzes    wird bei rund  200 C im     Autoklaven    unter einem Druck  von     rund    200 atü mit     Hilfe    eines auf Kiesel  gur niedergeschlagenen Nickelkontaktes hy  driert.

   Aus der vom Katalysator     getrennten     farblosen Lösung des     Natriumsalzes    des  4 -     Methyl    - 5 -     (w-carboay-n-pentyl)-imidazol-          idons-(2)    (I) wird dieses nach dem Einengen  durch Ansäuern, z. B. mit     Essigsäure    oder  Ameisensäure, gefällt. Dieses kann aus       Wasser    oder Alkoholen umgelöst werden. Es  kristallisiert in farblosen Kristallen vom  Schmelzpunkt 141-142  C und ist leicht  löslich in warmem Wasser und Alkoholen,  schwerer in kaltem Wasser und Benzol. Die       Alkalisalze    sind mit neutraler Reaktion  leicht wasserlöslich.

   Es zeigt an     Saccharo-          myces        cerevisiae        Biotinwirkung.     



  Zu einem     sterisch    einheitlicheren, biolo  gisch ebenfalls     aktiven        4-Methyl-5-(co-carb-          ogy-n-pentyl)-imidazolidon-(2)    gelangt man,       wenn    man     5-(co-carboxy-n-pentyl)-imid-          azolon-(2)    in Eisessig in Gegenwart von viel       Platinoxyd    unter gewöhnlichem Druck und  bei     gewöhnlicher    Temperatur hydriert.

   Nach  der     Abtrennung    des Katalysators wird der       Eisessig        abdestilliert    und das     4-Methyl-5-          (co-carbogy-n-pentyl)-imidazolidon-(2)    aus  siedendem Wasser umgelöst. Dieses schmilzt  bei     162,5-163     C. Im übrigen stimmen die  physikalischen Eigenschaften mit den oben  für     4-Methyl-5-(co-carboxy-n-pentyl)-imid-          azolon-(2)        angegebenen        überein.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Imid- a.zolidonabkömmlings, dadurch gekennzeich net, dass man a-Aceto-korksäure-dialkylester verseift und darauf durch Einwirkung einer Verbindung mit der Gruppe =N-OH in eine Verbindung der Formel EMI0004.0007 worin X einen reduktiv abspaltbaren Rest bedeutet, überführt, diese hydrierend zu 7-Amino-8-keto-pelargonsäure spaltet, daraus durch Einwirkung von Kaliumcyanat das 4 - Methyl - 5 - (a)
    - carboxy - n - pentyl) -imid- azolon-(2) gewinnt und dieses katalytisch zum 4-Methyl-5-(w-carbogy-n-pentyl)-imid- azolidon-(2) reduziert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindung mit der Gruppe =N-OH ein diazotiertes Aryl- amin in nichtmineralsaurer Lösung verwen det wird.
CH245673D 1944-11-20 1944-11-20 Verfahren zur Herstellung eines Imidazolidonabkömmlings. CH245673A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3123536A (en) * 1964-03-03 Tart p t

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US3123536A (en) * 1964-03-03 Tart p t

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