CH243791A - Verfahren und Vorrichtung zur drahtlosen Fernsteuerung. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur drahtlosen Fernsteuerung.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur drahtlosen Fernsteuerung. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens und der Vorrichtung zur drahtlosen Fernsteue rung eines Objektes nach den Patentansprü chen des Hauptpatentes. Das Verfahren nach vorliegender Erfindung kennzeichnet sich da durch, dass der Steuersignalpegel derart auto matisch reguliert wird, dass ein von Änderun gen des Übertragungsmasses zwischen Sender und Empfänger wenigstens annähernd unab hängiger Steuersignalpegel im fernzusteuern den Objekt erhalten wird.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele desselben näher erläutert. Soll das im Haupt patent besichriebene Verfahren zum Beispiel auf die Fernsteuerung eines Flugzeuges an gewendet werden, so ist ersichtlich, dass sich der gegenseitige Abstand von Sender und Empfänger ständig ändern wird, und zwar unabhängig von irgendeiner Gesetzmässigkeit. Soll hingegen ein von einem Flugzeug abge worfenes Projektil ferngesteuert werden, so kann der sich vergrössernde gegenseitige Ab stand gesetzmässig leicht erfasst werden.
Es lassen sich prinzipiell die zu treffen den Massnahmen in zwei Gruppen unterteilen: 1. Steuersignalpegelregulierung auf der Senderseite, 2. Steuersignalpegelregulierung auf der Empfängerseite.
Bei Anwendung der Methode der Steue rung der Resonatoramplitude nach dem Prin zip der halben Resonanzkurve ist es er wünscht, das niederfrequente, in der Fre quenz veränderliche Steuersignal, welches die Erregerspule des elektropneumatischen Resonanzrelais (E.
P. R.-Relais) durchfliesst, auf konstantem Pegel zu halten. Bei draht loser Übertragung des Steuersignals mit Hilfe einer hochfrequenten Trägerwelle zwi schen zwei beweglichen Objekten bezw. zwi schen einem festen und einem beweglichen Objekt liegt es in der Natur der Sache, dass als Folge der unvermeidlichen Distanzände rungen grosse Schwankungen der Feldstärke an der Empfangsantenne auftreten. Ausser dem ist bekannt, dass die nutzbare Feldstärke an der Empfangsantenne auch eine Funktion der gegenseitigen räumlichen Lage der Sende und der Empfangsantenne ist.
Beide Ur sachen bedingen die Notwendigkeit der An wendung einer automatischen Steuersignal- pegelregulierung mit grossem Nutzbereich. Voraussetzung für die Erzielung des ge wünschten Regulierbereiches ist einerseits eine genügende Sendeleistung und anderseits eine genügende maximale Empfindlichkeit des Empfängers. Die kritischen Grenzwerte sind an die Bedingung geknüpft, dass bei un günstigen Übertragungsbedingungen die für die Arbeitsweise des E.
P. R.-Relais erforder- liche Steuersignalspannung am Ausgang des Empfängers zur Verfügung steht.
Es werden folgende Methoden der auto matischen Steuersignalpegelregulierung in Vorschlag gebracht, deren spezifische Merk male je nach dem Anwendungsgebiet der Fernsteuerung sich mehr oder weniger gün stig auswirken.
1. In jenen Anwendungsmöglichkeiten, bei welchen es sieh darum handelt, ein mit einer Fernlenkvorrichtung ausgerüstetes Pro jektil von beispielsweise einem Luftfahrzeug aus abzuwerfen, und -wobei die Aufgabe darin besteht, mit Hilfe der Fernienkappara- ratur dieses Projektil auf ein bestimmtes Ziel zu lenken,
ist stets eine gewisse Gesetzmässig keit zwischen Abwurfzeit und Distanz zwi schen Sender und Empfänger festzustellen. Ausserdem sind im angegebenen Beispiel die Ausbreitungsbedingungen elektromagne- tischer Wellen dem physikalischen Idealfall ohne Berücksichtigung von störenden Dämp- fungseffekten sehr nahe.
Dies sind günstige Voraussetzungen für die Anwendung einer automatischen Stenersignalpegelregulieruna auf der Senderseite unter Anwendung mecha nischer Mittel. Die zur Verwirklichung dieses Prinzips angewandten Konstruktionen kön nen beispielsweise folgendermassen besehaf- fen sein:
Durch Betätigen der Startvorrichtung für das zu lenkende Projektil -wird durch mecha nische oder elektrische Kupplung ein Uhr werk oder ein kleiner Elektromotor in Be- trieb gesetzt, durch welche eine Kurven- scheibe in langsame Drehung versetzt wird.
(Eine Umdrehung hat die Dauer der längsten in Betracht zu ziehenden Flugbahn des Pro jektils.) Eine durch Federkraft an die Leit- kurve der Kurvenscheibe gepresste Laufrolle ändert ihren Abstand von der Achse der Kurvenscheibe im Laufe der Projektilflug- zeit in einer Funktion, mit welcher die Sende energie im Verlaufe des Abwurfes zu er höhen ist, um an der Empfängerantenne des Projektils einen einigermassen konstanten Hochfrequenzpegel zu erhalten. Die Bewe gung der Laufrolle wird mit Hilfe eines Übertragungsgestänges mit dem kontinuier lich wirkenden Leistungsregler des Senders gekuppelt.
Nach Ablauf eines Abwurfes kann die Vorrichtung von Hand oder auto matisch in die Bereitschaftsstellung zurück geführt werden.
2. Für alle Anwendungsfälle der Fern steuerung, in welchen der Abstand und die gegenseitige räumliche Lage der Empfangs antenne in bezug auf die Sendeantenne will kürlich und ungesetzmässig in grossen Gren zen veränderlich sind, wird die Pegelregulie rung zweekmässigerweise auf der Empfänger seite durchgeführt. Grundsätzlich könnte irgendeine der zahlreichen Sehaltun:gen für Fadingausgleich.. wie man sie in Rundfunk empfängern anwendet, benützt werden.
Da das zu übertragende Steuersignalgemisch in seiner Struktur von demjenigen normaler elektroakustischer Übertragungen abweicht, können Methoden für die Pegelregulierung angewandt werden, die bedeutend wirksamer sind als diejenigen des normalen Fadingaus- gleichs, bei welchen bekanntlich die Regel spannung an einer oder mehreren Dioden strecken der Demodulatorstufe gewonnen wird.
Bei ausschliesslicher Verwendung der Frequenzänderung des Steuersignals nach der Methode der halben Resonanzkurve ist der Effelktivwert der Spannung des Steuer signalgemisches von der Einstellung der ein zelnen Steuersignalfrequenzen unabhängig.
Es ist daher möglich, den Effektivwert die ser Spannung im Anodenkreis der Empfän- ger-Endverstärkerrähre als regulierende Kom ponente für die automatische Pegelregulie rung heranzuziehen. Auf diese Weise ist der Regulierimpuls für eine am Eingang auftre tende Schwankung bedeutend stärker als bei der normalen Methode,
weil die Gesamtver stärkung des Empfängers dazwischengeschal- tet ist. Zweckmässigerweise wird die Methode der verzögerten Regulierung angewendet, um einen günstigen Verlauf der Regulierkurve zu erreichen.
Die Anordnung kann gemäss der in Fig. 1 dargestellten Prinzipschaltung ausgeführt sein. 301 und 302 sind die durch Änderung der Gittervorspannung zu regulierenden Röh ren. 303 ist die Endröhre, in deren Anoden kreis die Erregerwicklung 304 des E.
P. R.- Relais liegt: Die wird direkt an dieser Z'@Ticklung abgenom men und über den Kondensator 305 in be- kannter Weise einem Trockengleichrichter 306 oder einer Diode zugeführt.
Die am Wi derstand<B>307</B> entstehende Gleichspannung .dient als Regelspannung. Sie wird über das aus dem Widerstand 308 und dem Konden sator 309 gebildeten Filterglied als negative Gittervorspannung den Gittern der zu regu lierenden Röhren 301 und 302 zugeführt,
so dass am Verstärkerausgang ein amplituden- konstantes Pegelreguliersignal auftritt. Die Gleichrichterstrecke 306 kann an einen Ab griff der Anodenbatterie 310 angeschlossen sein.
Bei der Steuerung der Resonatoren durch gemischte Frequenz- und Amplitudenände- rung des Steuersignals ist der Pegel der Steuersignalspannung am Relais eine Funk tion der Stellung der sendeseitigen Geber steuerorgane,
das heisst die Steuersignalspan- nung ist bei konstanten Übertragungsbedin- gungen veränderlich. In diesem Falle wird eine besondere, nur für die Pegelregulierung dienende Wechselspannung konstanter Fre quenz und Amplitude sendeseitig dem Steuer signal überlagert.
Empfängerseitig wird in Serie oder parallel zur Relaiswicklung ein auf die Frequenz des Pegeiregulietsignals abgestimmter 'Schwingungskreis 811 an den Anodenkreis der Endröhre 303 angekoppelt (Fig. 2).
Die Wechselspannung dieses Krei- seswird, gleich wie oben beschrieben, einem Gleichrichter 306 zugeführt und die auf diese Weise gewonnene Gleichspannung mit oder ohne Verzögerungsspannung an die Gitter der zu regulierenden Röhren gelegt.
Eine weitere Methode der Pegelregulie- rung benüzt gleichfalls die ausschliesslich für Regulierzwecke dienende Hilfsfrequenz. An Stelle eines elektrischen Schwingungskreises tritt ein zusätzlicher, im E. P. R:
Relais ein- gebauter mechanischer Resonator 312, :der von einem senderseitig dem Steuersignalstrom überlagerten Wechselstrom konstanter Fre quenz und Amplitude in Schwingung ver setzt wird. Die Grösse der Resonatorampli- tude ist daher nur eine Funktion des Übertira- <RTI
ID="0003.0143"> gungsmasses zwischen Sender und Empfän ger. Die Amplitudenänderung des Resonators wird in eine entsprechende Druckschwan- h-ung a=n einem pneumatischen Zylinder um gesetzt, dessen Kolben sich in einer Gleich- geivichtelagezwischen der Kraft einer Rück stellfeder und der Kolbenkraft befindet.
Der Kolben kann mit dem Schleifkontakt eines Potentiometers verbunden sein, welches der art geschaltet ist, dass durch Änderung der Gittervorspannung, der zu regulierenden Röh ren ein Abfall der Pegelreguliersignalspan- nung zu einer Erhöhung der Verstärkung führt.
Der Kolben kann aber auch mit dem Joch es TbBrtra,-;er-Fic-enl,--emes derart verbun- n den sein, dass ein oder mehrere Luftspalte des Übertragers bei Verschiebung des Kol bens grösser oder kleiner werden.
Auf diese Weise wird der magnetische Widerstand des Übertragers im Sinne einer Konstanthaltung d'eT Pegelne"uliersignalspamnung am Über tragerausgang gesteuert, weiche zusammen mit dem.Steuersignalspannungsgemisch über den genannten Übertrager der Erregerspule des E. P. R.-Relais zugeführt wird (Fig. 3).
Unter Übertragungsmass zwischen Sender und Empfänger soll das Verhältnis der Emp- fängereingangsleistung zur Senderausgangs- leistung verstanden sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur drahtlosen Fernsteue rung eines Objektes nach Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuersignalpegel derart automatisch reguliert wird, dass ein von Änderungen des Übertragungsmasses zwischen Sender und Empfänger wenigstens annähernd unabhän giger Steuersignalpegel im fernzusteuernden Objekt erhalten wird.II. Vorrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I hiervor, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur auto matischen Regulierung des Steuersignal pegels vorgesehen sind. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, bei welchem die Distanz zwischen dem fernzu steuernden Objekt und dem Sender einem vorbekannten Gesetz folgt, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sender mit einem stetig veränderbaren Regulierorgan für seine Aus gangsleistung ausgerüstet wird, welches mit mechanischen Übertragungsmitteln von einer rotierenden Kurvenscheibe gesteuert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nur die Frequenz des Steuersignals von der Stellung des ihm zugeordneten Gebersteuerorganes abhängig gemacht ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Steuersignal- p@e,aelre#,-ulierung empfangsseitig durch eine automatische Verstärkungsregelung durchge führt wird, wobei die Regelspannung hinter der Endröhre des Empfangsverstärkers ge wonnen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass sendeseitig dem Steuersignalgemis,ch ein zusätzliches, in Am plitude und Frequenz konstantes Pegelregu- liersignal überlagert wird.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das Pegelregulier- signal auf der Empfängerseite vom Steuer- signalgemisch durch Selektionsmittel abge- trennt und zur Regelung des Empfänger ausgangspegels verwendet wird. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Durchführung des Verfahrens nach Un- teransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Senderausgangsleistung eine rotierende Kurvenscheibe vorgesehen ist, deren Antrieb derart ausgebildet ist, dass die Zeit einer Umdrehung zum mindesten gleich ist der grösstmöglichen Laufzeit des fernzu steuernden Objektes zum Ziel. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass an der Startvor richtung für das fernzusteuernde Objekt Mittel vorgesehen sind, welche beim Starten des Objektes die Kurvenscheibe freigeben, wobei dieselbe nach Ablauf einer Umdrehung in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt. B.Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Durchführung des Verfahrens nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Wicklung des elektropneumati- schen Resonanzrelais eine Schaltung, beste hend aus einem Trennkondensator, einer Gleichrichterzelle und einem zu letzterer par allel geschalteten Widerstand, angeschlossen ist, an dem die Regelspannung abgegriffen ist. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Durchführung des Verfahrens nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Ausgangskreis der Empfangsverstärker Endröhre ein elektrischer Schwingungskreis angekoppelt ist, der auf die Frequenz des Pegelreguliersignals abgestimmt ist und wo bei die in diesem Schwingungskreis auftre tende Wechselspannung an einer Gleichrich- terstrecke mit nachgeschaltetem Widerstand in eine proportionale Gleichspannung umge setzt wird,die zur Verstärkungsregelung des Empfangsverstärkers im Sinne einer Kon- stanthaltung der Spannung des Pegelregu- liersignals am Verstärkerausgang dient. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I zur Durchführung des Verfahrens nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem elektropneumatischen Resonanz relais ein zusätzlicher mechanischer Resona- tor mit einem pneumatischen System vorge- sehen ist, wobei der Resonator auf die Fre quenz des Pegelreguliensignals abgestimmt ist, und die Drucks.chwankungen im pneuma tischen System,die durch Änderungen des Empfangspegels des Pegelreguliersignals ent stehen, auf einen Druckzylinder wirken, wel cher mit mechanischen Hilfsmitteln auf ein Potentiometer wirkt, das so ,gesrhaltet ist, @dass die Gittervorspannung der Empfängerröhren im Sinne einer gonstanthaltung der Span nung des Pegelreguliersignals am Empfangs verstärkerausgang beeinflusst wird. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Durchführung des Verfahrens nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem elektropneumatischen Resonanz relais ein zusätzlicher mechanischer Resona- tor mit einem pneumatischen System vorge- sehen ist, wobei der Resonator auf die Fre quenz des Pegelreguliersignals abgestimmt Is;t, und die Druckschwankungen im pneuma tischen System, die durch Änderungen des Empfangspegels des Pegelreguliersignals ent stehen, auf einen Druckzylinder wirken, wel cher mit mechanischen Hilfsmitteln auf ein bewegliches Joch eines Übertragers zwischen Empfänger und Erregerspule des elektro- pneumatischen Resonanzrelais derart ein wirkt,dass der Luftspalt und damit der ma gnetische Widerstand des Zwischenübertra- gers sich im Sinne einer gonstanthaltung der Spannung des Pegelreguliersignals am Aus gang dieses Übertragers ändern.
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