Anordnung zur Banddehnung bei Radiogeräten für llurzwellenempfang. Die Erfindung bezieht sieh auf solche Radiogeräte, welche, zum Beispiel neben einer Abstimmung für mittlere und lange Wellen, zur Abstimmung von Kurzwellen vorgesehen sind und bei welchen die Ab stimmung eines oder mehrerer Frequenzbän der mit Banddehnung ausgeführt wird.
Bei solchen Geräten, welche zum Emp fang eines grossen Kurzwellenbereiches, zum Beispiel von 16 bis 50 Meter Wellenlänge dienen, wird zur Abstimmung üblicherweise ein entsprechend bemessener Abstimmkon- densator verwendet. Es ist bereit, vorgeschla gen worden, neben dieser Hauptabstimmung die Banddehnung einzelner oder aller Bänder durch kapazitiv oder induktiv wirkende zu sätzliche Abstimmittel vorzunehmen, was durch getrennte Betätigung geschah.
Gegenstand der Erfindung ist eine solche Anordnung zur Banddehnung, bei welcher aber das Zusammenwirken der Hauptab stimmung mit der zusätzlichen Abstimmung zwangsläufig und selbsttätig bei der Betäti gung der Hauptabstimmung erfolgt.
Gemäss der Erfindung wird während der Bandbestreichung durch die stetig fortschrei- tende Hauptabstimmung eine derselben ent gegenwirkende, die Abstimmwirkung der Eauptabstimmung vermindernde zusätzliche Abstimmung zwangsläufig mitbetrieben, welche den Verlauf der resultierenden Ab stimmung so beeinflusst, dass in einem oder mehreren Bändern eine Abflachung der Ab stimmkurve (Banddehnung) erfolgt.
In den Abstimmgebieten zwischen den Bändern, vorzugsweise im Anschluss an die Bandbestreichung, wird zweckmässig eine der Hauptabstimmung gleichgerichtete, die Wir kung der Hauptabstimmung erhöhende zu sätzliche Abstimmung angewendet, welche den Verlauf der resultierenden Abstimmung so beeinflusst, dass eine Versteilerung der Ab stimmkurve in einem oder mehreren Gebieten zwischen den Bändern erfolgt.
Zweckmässig wird ausser der zum Bei spiel kapazitiven Hauptabstimmung, zu wel chem Zwecke ein Drehkondensator üblicher Bauart angewendet werden kann, eine ihren Abstimmsinn mehrmals ändernde, zusätzliche induktive Abstimmung zwangsläufi"' mitbe- trieben, welche den Verlauf der resultie ren- den Abstimmung so beeinflusst, dass in den Gebieten der Bänder Abflaehun;
en und in den Gebieten zwischen den Bändern Ver- steilerunben der Abstimnikurve entstehen. Die zusätzliche Abstimmung ist vorteilhaft so bemessen und ausgebildet, dass eine weit gehende Zusammendrängung des Abstimm- gebietes zwischen 32 und 48 Meter Wellen- länce, in welchem die Hauptabstimmung durch zusätzliche Abstimmung unterstützt wird, erfolgt.
Die stetig verlaufende Abstimmkurve der Hauptabstimmung kann also durch die Wir kung der zusätzlichen Abstimmung zum Bei spiel so gewandelt werden, da.ss in den Ab stimmgebieten der Bänder Dehnungen der Abstimmung, in den Gebieten zwischen den Bändern weitgehende Zusammendrängungen der Abstimmung- erfolgen.
Der Verlauf der zusätzlichen Absti#n- mung ist zweekmässicy so ausgebildet, dass im Anschluss an eine Bandbestreichunc eine be- schleunibte Abstimmung, vorzugsweise eine sprunghafte Erhöhung der Abstimmung durch Federwirkung (im gleichgerichteten Sinne zur Ilauptabstimmun.g),
eine weit gehende Zusammendrängung oder eine 1_fiber- springung des Gebietes zwischen den Bän dern bewirkt.
Die Anwendung der zusätzlichen Ab stimmung kann sich auf alle oder nur die wichtigsten abstimmbaren Kreise des Gerii- tes erstrecken. Bei der Amvendung der Er findung auf Sendeanordnungen, zum Beispiel für Messzwecke, kann die zusätzliche All- stimmunc zur Durchführung der Banddeb- nung dem frequenzbestimmenden Oszillator zugeordnet werden.
Bei Superlietei o(1yne- Empfängern wird man vorleilhaftemveise die zusätzliche Abstimmung zur Banddehnung nicht nur dem Oszillatorkreis, sondern auch den Abstimmkreisen für die Empfangsfre- quenz zuordnen, wobei in üblicher Weise eine gleichlaufende Abstimmung Synchronisa- tion) der Kreise erfolgen kann.
In gleicher Weise kann die Banddehnung auch Sperr und Sangkreisen (Ahsorptionskreisen) zuge- Ordnet werden.
Für eine induktive zusiitzliche Abstim- inung kann eine Serien- oder Parallelspule ziir lireis.pute oder zu Teilen dieser Spule verwendet weiden, tvobei an :ich bekannte Abstiinmkerne anzuwenden sind.
I)ie znsii.tzliclie Abstimmun- kann durch inelirere, nacheinander wirkende. mit der Hauptahstimniung zwangsläufig mitbetrie- bene. mit der Kreisspule zusammenwirkende Kerne aus bomogenem Metall oder aus Hoch- freiluenz-Eisenmasse in bestimmbaren Ab- sl;dinden erfolgen.
Die Zeicbnun, zeigt Ausfüliritagsbei- spiele des Erfindungsgegenstandes. Bei dem .@usführung:sbeispiel nach der Fig. 1 sind die Kerne 6-7-8 (entsprechend der Zahl der Bänder) als Metallamellen ausgeführt und am Umfang der Scbeibe 5 angeordnet, -elche auf der Rehse 5n de= Kondensators befe.stir,,t ist.
Die genaue Einstellung der Kerne wird durcb Schraube und Scblitz und Biegung er möglicht. Bei der Abstimmung wird demnach die Scheibe 5 mit-edreht, wobei die Kerne G-8, nacheinander in unmittelbarer Nähe der Spule 1 und ihres Kernes ? vorbeigeführt werden. Die Anordnung der Teile ist aus Fig. 3 ersichtlich.
Es wird zum Ab-leicb der Spule ein Scbraubkern 4 und ein fester Kern zur Erböhun-- der Abstimmwirkung ver wendet. Beim Vorbeifübren der Metallamt,l- lE,n (zum Beispiel aus Aluminiumblech) wird zunächst die Indlihtivitiit der Spule 1 ver mindert, his zii einem Mindestwert.,
welcher durch radiale Verstellung der Lamelle oder Regelung ihres Abstandes vom Kern 2 der Spule I bestimmt werden kann.
Im weiteren Vorbeifiibren erfolgt dann die Vergrösserung der lndul;iivität bis auf ihren Anfangswert. Tler Abstimmvorgang wird .durch die nächst- fol-eiiden Lamellen in gleicher Weise wieder bolt.
Die Breite der Lamellen bestimmt dem nach gemeinsam mit dem Spulendurchmesser den MTirkuncsbereich der induktiven Ab stimmung. Das Zusammenwirken der Hauptabstim mung mit der zusätzlichen Abstimmung ist aus -der Fig. 2 zu ersehen. Die Abstimmkurve A-B für einen Teilabschnitt der Hauptab stimmung ist als gerade Linie dargestellt, wobei die Wellenlänge vertikal und die dem Drehwinkel des Hauptabstimmelementes (zum Beispiel Drehkondensator) entspre chende Skalenteilung in Metern Wellenlänge horizontal aufgetragen ist.
Die Wellenlänge oder Kapazität sei bei der Betätigung der Scheibe 5 (Fig. 1) in Richtung des Pfeils zunehmend. Im Punkt a der Abstimmkurve, welcher zum Beispiel 25 Meter Wellenlänge entsprechen könnte, befindet sich die Lamelle 7 am Anfang ihrer Abstimmwirkung.
Die Zunahme der Kapazität wird bei der weiteren Abstimmung in Pfeilrichtung durch die Verminderung der Induktivität zum Teil aufgehoben, wodurch sich eine Abflachung der resultierenden Abstimmkurve im<B>Ab-</B> schnitt c-b ergibt.
Die Wirkung der zusätzlichen Abstim mung kann hierbei zum Beispiel so bemessen werden, dass an einer Stelle der Abstimm- kurve, welche für die Hauptabstimmung allein 28 Meter entsprochen hätte, (Abszis- senskala I) durch gleichzeitige Wirkung der zusätzlichen Abstimmung (Induktivitätsver- minderung) sich der Abstimmwert von 26 Meter ergibt (Abszissenskala II). Das 25-Meterband wird sich hierbei also bis zu einem Punkt erstrecken;
welcher sonst 28 Me ter entsprochen hätte, was einer Banddeh nung von 3 zu 1 entspricht. Der Verlauf der zusätzlichen Abstimmung für sich allein ist auf der Fig. \2 (unten) punktiert dargestellt. Bei einer grösseren Dehnung, von etwa 4 zu 1, müsste demnach der Wirkungsbereieh der zu sätzlichen Abstimmung bis zum 29-Meter- punkt ausgedehnt werden, wobei die Wir kung derselben (h) entsprechend zu erhöhen wäre.
Bei der weiteren Abstimmung im Ab schnitt b-c der resultierenden Abstimm- kurve wird die Hauptabstimmung durch Wirkung der zusätzlichen Abstimmung (In- duktivitätsvergrösserung) unterstützt und verläuft steil bis zum Punkt e, in welchem, bei 31 Meter, die Bestreichung des nächst folgenden Bandes mit Hilfe der benachbar ten Lamelle 8 beginnen kann. Wie ersicht lich, ist die Dehnung des Bandes von 25 bis <B>6</B> Meter auf Kosten des zusammengedräng- 2 ten Abstimmgebietes zwischen 26 und 31 Me ter erfolgt.
Der Verlauf der Abstimmkurve der zu sätzlichen Abstimmung bei der Bandbestrei- chung kann unter Anwendung verschiedener Hilfsmittel regelmässig und :,geradlinig ge halten werden. Es kann zu diesem Zwecke, wie in Fig. 1 gezeigt, eine Abschrägung der einen Lamellenkante vorgenommen werden.
Auch ist die Anwendung von Kernen .(2) mit rechteckigem Querschnitt vorteilhaft. Des gleichen kann durch geeignete Ausbildung der Lamellen eine sehr weitgehende Zusam- mendrängung der Gebiete zwischen den Bän dern erfolgen.
Bei der Anwendung eines Drehkondensators zur Hauptabstimmung können die Bänder von 16, 19, 25, 31 und 50 Meter Wellenlänge in einem Abstimm- gang nacheinander abgestimmt werden, weil der Abstimmbereich durch die Anwendung der beschriebenen Banddehnung nicht einge schränkt wird.
Zur Erzielung grösserer Dehnungen kann die Aufteilung der zu beeinflussenden Spule in zwei Teilspulen 1 und 3 gemäss Fig. 4 vor teilhaft sein. Ausser den beiden Innenkernen 2 und 4 ist noch der verstellbare Aussenkern 10 vorgesehen, welcher zum Abgleich der Induktivität dienen kann. Die Abstimmwir- kung der Lamelle 6 sowie der Verlauf der Abstimmung können bei dieser Ausführung höheren Anforderungen angepasst werden.
An Stelle des homogenen Metallkernes 6 kann bei dieser Anordnung mit guter Wir kung auch ein flacher gern aus Hochfre- quenzeisen (Massekern) - verwendet werden, wobei eine bedeutende Vergrösserung der In duktivität infolge des weitgehenden Schlus ses des magnetischen Weges erreicht wird.
Bei der Drehung einer mit solchen Kernen versehenen Seheibe 5 in Richtung des Pfeils wird hierbei zunächst, eine Vergrösserung der Induktivitä.t, dann eine Verminderung der selben bis zum Aufangswert eintreten, so dass die Banddehnung im Anschluss in ein zusain- mengedrängtes 'Gebiet erfolgen wird.
In glei eher Weise ist die Spulenanordnung gemiiss Fig. 5 mit weitgehend geschlossenem Kern aus Ilochfrequenzeisen für grössere Abstinini- wirkung gut geeignet. Es kann hierbei ent weder ein homogener Metallkern 6 oder auch ein Kern a.us Hoehfreqiienzeisen angewendet werden.
In manchen Fällen wird es vorteilhaft sein, Kerne aus homogenem Metall mit z:ol- chen aus Hoehfrequenzeisen zu kombinieren und nacheinander wirken zii lassen, wobei eine gesteigerte Ahstimmwirkung und ein vergrösserter Wirkungsbereich, auf den Dreh- winkel der Seheibe 5 bezogen, erreicht wer den kann.
Sofern die Scheibe 5 (Fig. 1) auf der Achse des Drehkondensators augebraeht ist, kann die Anordnung so getroffen werden, da.ss zwei Spulen, die Oszillatorspule und die Eingangskreisspule, durch die bleiche Scheibe 5 mit Kernen beeinflusst werden. In diesem. Falle sind die beiden Spulen um 180 Grad gegeneinander versetzt bei doppelter Anzahl der Kerne (6-8).
Bei einem andern Ausführungsbeispiel ge mäss Fiz. 6 werden die Kerne 2, 4, 6, 8, welche auf der Fernführung 5, zum Beispiel einer Schnur, angebracht sind, der Reihe nach durch das Feld der Spule 1 geleitet, wo bei sich das Zusammenwirken mit der Haupt abstimmung wie beim ersten Ausführungs- beispiel abwickelt. Es können hierbei Ah stimmkerne aus 1-foehfrequenzeisen oder solche aus homogenem Metall verwendet werden.
Die zusätzliche induktive Abstimmung kann auch durch einen im Spulenfeld befind lichen, in beiden Richtungen bewegbaren Ab stimmkern erfolgen. Bei dem Ausführungs- beispiel nach Fig. 7 ist die Scheibe 5 auf der Achse 5a des Hauptabstimmelementes (zum Beispiel Drehkondensator) angebracht und mit. den verstellbaren MÜn < binern 11 bis 13 versehen.
Bei der Drehung der Scheibe wird die Bewegung durch ;;leitenden Eingriff auf den Hebel 9 übertragen, welcher im Punkt 16 drehbar gelagert ist.
Am Anfam, der Abstimmung eines Ban des befindet sieh der Mitnehmen (Stift) 13 in der darge,tel.lten Stellung. Bei der Dre- hling der Scheibe 5 in Richtung des Pfeils (zunehmende Kapazität) wird eine stetige Verlagerung des Hebels 9 nach rechts ent gegen der Federwirkung<B>1.8</B> erfolgen, wobei die Bewegung auf die Kernachse 17 übertra t' wird.
Hierbei erfolgt eine Verlagerung der auslloehfrequenzeisen bestehenden Kerne 2 und 4 im Felde der Spulen l und 3 im Sinne einer lnduktivitätsverminderung. was eine Verminderung der Abstimmwirkung der kapazitiven Haupi;ilistimmung zur Folge bat.
Bei der weiteren Drehung der Seheibe 5 er folgt längs der steil verlaufenden Hebelkante ein\riiekwä,rtige Bewegung des Hebels 9 und der Kerne 2 und 4 unter Einwirkung der Fe der 18.
Hinsichtlich der Bemessung derNern- wirkung, welche durch die Ausbildung der Hebelkanten und Stellung der Mitnehmen 11 bis 13 willkürlich beeinflusst werden kann, g o elten 'bei entsprechender Anwend-unty n die zu den Fig. 1 und 2 gemachten Ausführungen.. Die Anordnung kann auch nach der Fig. 8 getroffen werden.
Die Betätigung des Hebels 9 erfolgt hierbei durch die verstell baren Kurvenabschnitte 11 bis 15, welche mit. dem Stift des Hebels 9 (oder Rolle) zusam menwirken. Bei dieser Äusführungsform ist die getrennte Einstellbarkeit .des entsprechen den Kurvenabschnittes für jedes einzelne Band als Vorteil zu erwähnen.
Bei beiden Aucfiihrungsheispielen (Fig. 7 und Fig. 8) ist die Anordnung so getroffen, dass bei einem langen Kurvenabschnitt für die Banddeh nung ein möglichst kleiner Drehwinkel für das Abstimm@gebiet zwischen den Bändern (Rückstellung) entsteht, und da,ss a ,
lieh. in der Drehrichtung gegen den Pfeil eine Überwin- dung des steilen Abschnittes ohne merkliche Erschwerung des Ganges erfolgt. Hierzu ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ein be- sonderer Hilfshebel 9a von Vorteil, welcher am Hebel 9 so angeordnet ist, dass die glei tende Bewegung in eine rollende umgewan delt wird.
Die beiden Spulen 1 und 3 (Fig. 7 und Fig. 8) können dem Oszillator- und dem Ein gangskreis eines Superhetempfängers zuge ordnet sein, welche durch die entsprechenden Sektionen des Drehkondensators 8 in üblicher Weise abgestimmt werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 8 ist die Übertragung auf die Kernachse 17, welche im Gestell 19 gelagert ist, durch den Seil radsektor 21 bewirkt. Die auf der Kernachse 17 angebrachte Feder 18 stützt sich auf den Kernträger 22, an welchem die Kerne 2 und 4 befestigt sind. Die Spulen 1 und 3 sind auf dem Montageboden 24 angeordnet und so ver setzt, dass eine gegenseitige Beeinflussung vermieden ist. Durch Federwirkung 18 im Sinne des Pfeils wird,der Hebel 9 zur siche ren Auflage an den Kurvenabschnitten 11 bis 15 der Scheibe 5 gebracht.
Der Hebel 9, und der Seilradsektor 21 können an verschiedenen Stellen der Welle<B>10</B> montiert sein, wobei eine unmittelbare Befestigung der Welle 16 durch zwei Lagerbügel 10 am Drehkonden sator 8 zweckmässig ist. Aus Gründen der Stabilität ist auch der Montageboden 24 un mittelbar am Drehkondensator 8 befestigt.
Im Anschluss an die Abstimmung des 31 Meterbandes (Kurvenabschnitt 14) erfolgt eine unmittelbare und weitgehende Zunahme der Induktivität der Spulen 1 und 3 durch Einführung der aus Hochfrequ.enzeisen be stehenden Abstimmkerne 2 und 4 in die Spu len. Hierbei gleitet der Hebel 9 längs der Kante nun des Kurvenabschnittes 14.
Durch ein solches Zusammenwirken der induktiven Abstimmung mit der kapazitiven Hauptabstimmung des Kondensators 8 findet eine weitgehende Zusammendrängung des Abstimmgebietes zwischen 3,2 und 48 Meter NVellenlänge statt. Diese Zusammendrängung ermöglicht die Verlegung des 31-Meterbandes in die Höhe des Bandes von 49-50 Meter, so dass für die Bänder von 13, 16, 19, 25 und 31 Meter ein erheblich grösserer Abstim- mungsraum gewonnen wird.
Nötigenfalls kann im Abschnitt m-n eine Stufe für .das weniger wichtige 41-Meterband vorgesehen werden. Die Abstimmung des letzten Bandes von 48-50 Meter erfolgt durch den Kurven abschnitt 15, welcher mit dem Hilfehebel 9a zusammenarbeitet. Bei der Abstimmung der Bänder zwischen 13 und 31 Meter können sich die Kerne 2 und 4 in der dargestellten Stellung im Anfangsteil der Spulen 1 und 3 hin und zurück bewegen, an welcher Stel lung die Wirkung der gerne auf die Induk- tivität der Spulen noch weniger wirksam ist und stetig verläuft.
Nach dem 31-Meterband erfolgt dagegen eine weitgehende Einführung iäer Kerne bei voller Wirksamkeit derselben.
Die Anordnung der Kernabstimmung kann auch so.getroffen werden, & ss die wäh rend der Bandabstimmung jeweils bewirkte Verminderung der Induktivität nach erfolg ter Bandbestreichung, bei der Rückstellung des Kernes, nicht voll aufgeholt wird, son dern die Aufholung dieses Rückstandes erst bei der Induktivitätsvergrösserung im An schluss an das 31-Meterband erfolgt.
Hierbei wird man demnach mit einer Kernstellung anfangen, bei welcher die Kerne bereits zur Hälfte in die Spulen eingeführt sind.
Zur besseren Regelung des Verlaufes der Kernabstimmung während der Bandbestrei- chung kann ein zweiter Kern 2a aus homo genem Metall, welcher mit dem Eisenmassen kern 2 zusammenarbeitet, vorgesehen werden. Die Einstellung des Kernes 2a kann durch Gewinde erfolgen.
Die Kurvenabschnitte 11 bis 15 können auch als Kreisabschnitte ausgeführt werden, wobei die Befestigung und Verstellung zum Beispiel durch Schrauben erfolgen kann. In manchen Fällen wird man ausserdem \die Spulenkörper der Spulen 1 und 3 zwecks Ab gleichung verstellbar anordnen, wobei auch andere, an sich bekannte Abgleichmethoden, wie zum Beispiel unterteilte gerne und Wicklungen, angewendet werden können. Beim Aufbau wird man die Anordnung so treffen, dass die Spulen unterhalb des Chas- sisbodens 20 untergebracht sind.
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Die <SEP> Anordnung <SEP> kann <SEP> auch <SEP> so <SEP> aus-eführt
<tb> werden, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Rückstellung <SEP> der <SEP> Kerne <SEP> nach
<tb> der <SEP> Bandabstimmun- <SEP> als <SEP> MoinentversIellun durch <SEP> Federwirkun- <SEP> erfol-t. <SEP> Bei <SEP> dein <SEP> Aus führungsbeispiel <SEP> gemäss <SEP> Fig. <SEP> 9 <SEP> wird <SEP> der <SEP> auf
<tb> der <SEP> Welle <SEP> 16 <SEP> drehbar <SEP> angeordnete <SEP> Hebel <SEP> 9
<tb> von <SEP> den <SEP> -.#Iitnehinerätifteii <SEP> 12, <SEP> 13 <SEP> der <SEP> Seheibe
<tb> 5 <SEP> bei <SEP> der <SEP> Drehun- <SEP> derselben <SEP> in <SEP> der <SEP> Richtun- <SEP> des <SEP> Pfeils <SEP> der <SEP> Reihe <SEP> nach <SEP> mitgenommen.
<SEP> In
<tb> der <SEP> punktierten <SEP> Stellung <SEP> erfolgt <SEP> eine <SEP> selbst täti-e <SEP> A.u-slösun- <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> 9 <SEP> und <SEP> eine <SEP> Me mentrückstellunb <SEP> in <SEP> die <SEP> Anfairgssiellung,
<tb> wobei <SEP> die <SEP> Feder <SEP> 26 <SEP> über <SEP> den <SEP> Hilfshebel <SEP> <B>11)</B>
<tb> und <SEP> den <SEP> L'berträ-er <SEP> 24 <SEP> als <SEP> Rückstellfede <SEP> r
<tb> wirkt. <SEP> Die <SEP> induktive <SEP> Abstimmung <SEP> kann <SEP> (v-1.
<tb> Fig. <SEP> 8) <SEP> wieder <SEP> von <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 16 <SEP> abgeleitet
<tb> werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> eine <SEP> Wiederholung <SEP> der <SEP> Dar stellunb <SEP> entbehrlich <SEP> isst.
<tb>
Die <SEP> Wirkung <SEP> der <SEP> Momentriickstellung <SEP> ist
<tb> aus <SEP> der <SEP> Fib. <SEP> 10 <SEP> ersichtlich, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> punk tierte <SEP> -erade <SEP> Linie <SEP> A-ss <SEP> (v-1. <SEP> Fi-. <SEP> ?) <SEP> der
<tb> Kondensatorabstimmung <SEP> des <SEP> Teilbereielies
<tb> entspricht. <SEP> Der <SEP> Punkt <SEP> a. <SEP> entspricht <SEP> der <SEP> dar gestellten <SEP> Stellung <SEP> des <SEP> Stiftes <SEP> 13 <SEP> bei <SEP> zum
<tb> Beispiel <SEP> \?5 <SEP> Meter <SEP> (Feg. <SEP> 9).
<SEP> Durch <SEP> die <SEP> induk tive <SEP> Abstimmung, <SEP> -welche <SEP> der <SEP> kapazitiven
<tb> entgegenwirkt, <SEP> erfolgt <SEP> eine <SEP> Abflachung <SEP> der
<tb> Abstimmkurve <SEP> im <SEP> Abschnitt <SEP> <I>a-b,</I> <SEP> wobei <SEP> der
<tb> Punkt <SEP> b <SEP> dein <SEP> Anfan- <SEP> des <SEP> näclistfol-enden
<tb> Bandes, <SEP> also <SEP> 31 <SEP> Meter, <SEP> entsprechen <SEP> kann.
<tb>
An <SEP> dieser <SEP> Stelle, <SEP> welche <SEP> der <SEP> punktierten
<tb> Darstellung <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> 9 <SEP> entspricht <SEP> (reg. <SEP> 9),
<tb> erfol-t <SEP> die <SEP> Auslösung <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> ;) <SEP> und <SEP> die
<tb> Momentrüekstelluno- <SEP> desselben <SEP> in <SEP> die <SEP> Aii fanbsstellun- <SEP> und <SEP> damit <SEP> die <SEP> Ruielzstellttng
<tb> der <SEP> induktiven <SEP> Abstimmung, <SEP> -was <SEP> sieh <SEP> als
<tb> sprun-artige <SEP> Induktivitätsv <SEP> ei#-rösserun <SEP> aus wirkt <SEP> und <SEP> im <SEP> vertikalere <SEP> Absclinitt# <SEP> <I>b-c</I>
<tb> (Fig.10) <SEP> zum <SEP> Ausdruck <SEP> komme.
<SEP> Ini <SEP> Punkt <SEP> c
<tb> kann <SEP> die <SEP> Abstimmung <SEP> des <SEP> nächstfolgenden
<tb> Bandes <SEP> von <SEP> 31 <SEP> Meter <SEP> durch <SEP> den <SEP> nächst@o@gcn den <SEP> Stift <SEP> beginnen.
<tb>
Es <SEP> wird <SEP> hierbei <SEP> also <SEP> kein <SEP> :@.hstiinmratim
<tb> für <SEP> die <SEP> Rückstellun- <SEP> lxieötibt, <SEP> so <SEP> dass <SEP> der
<tb> ganze <SEP> Abst.immraum <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> Bändern
<tb> für <SEP> die <SEP> Dehnung <SEP> aus-ewci,-tet <SEP> --erden <SEP> kann.
<tb> Bei <SEP> der <SEP> Drehung <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> 5 <SEP> in <SEP> der <SEP> Rieb t'
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geben <SEP> den <SEP> Pfeil <SEP> erfolgt <SEP> lediglich <SEP> ein
<tb> Ausweichen <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> 9, <SEP> wobei <SEP> keine <SEP> Be täti-uiib <SEP> der <SEP> induktiven <SEP> Abstimmung; <SEP> und
<tb> dcinnacli <SEP> keine <SEP> Banddehnung <SEP> eintreten <SEP> wird.
<tb>
Während <SEP> der <SEP> Auflage <SEP> des <SEP> Stiftes <SEP> 13 <SEP> am
<tb> Hebel <SEP> 9 <SEP> kann <SEP> denniacli <SEP> das <SEP> Band <SEP> jeweils <SEP> in
<tb> beiden <SEP> Riclitun-en <SEP> bestrichen <SEP> werden, <SEP> nach
<tb> der <SEP> Auslüsunb <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> 9 <SEP> kann <SEP> beim <SEP> Zu rüel@drelren <SEP> 'der <SEP> Scheibe <SEP> 5 <SEP> (gegen <SEP> deii <SEP> Pfeil)
<tb> das <SEP> während <SEP> derBandabstirnmung <SEP> übersprun bene <SEP> Abstimnigebiet <SEP> (zum <SEP> Beispiel <SEP> zwischen
<tb> 26 <SEP> und <SEP> 31 <SEP> Meter) <SEP> lückenlos <SEP> ab-estimmt <SEP> wer den.
<SEP> In <SEP> der <SEP> -leiclien <SEP> Weise <SEP> wird <SEP> sich <SEP> das
<tb> Band <SEP> von <SEP> 31-32 <SEP> llettr <SEP> nach <SEP> dcni <SEP> Abschnitt
<tb> <I>c-d</I> <SEP> auf <SEP> den <SEP> Abstimmrauni <SEP> bis <SEP> zu <SEP> etwa.
<tb> 37 <SEP> Meter <SEP> erstrecken, <SEP> nach <SEP> welchem <SEP> Punkt
<tb> eine <SEP> Momentverste <SEP> llung <SEP> der <SEP> Induktivität <SEP> (Ab sclinitt <SEP> <I>d-e)</I> <SEP> erfolgen <SEP> wird. <SEP> Es <SEP> wird <SEP> dem nach <SEP> in <SEP> der <SEP> Abstimmriclitunb <SEP> mit <SEP> Pfeil <SEP> die
<tb> Skala <SEP> b'-2, <SEP> und <SEP> in <SEP> entgegengesetzter <SEP> Rieli tung <SEP> die <SEP> Skala <SEP> B-1 <SEP> zur <SEP> Artwendung <SEP> ge lan-en.
<tb>
Zur <SEP> Vergrösserung <SEP> der <SEP> Induktivität <SEP> irn
<tb> Anschluss <SEP> atz <SEP> das <SEP> 31-Meterband <SEP> kann <SEP> der
<tb> Hilfshebel <SEP> 10 <SEP> und <SEP> der <SEP> Mitnelimerstift <SEP> 14 <SEP> ver wendet <SEP> -%verden, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> t <SEP> lx@rtragung <SEP> 24 <SEP> so
<tb> eingerichtet <SEP> ist, <SEP> ilass <SEP> hierdurch <SEP> die <SEP> Betüti grunb <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> 9 <SEP> und <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 16 <SEP> in <SEP> der
<tb> entge-engesetzteti <SEP> Richtung <SEP> (zunehmende <SEP> In duktivität) <SEP> erfolgt.
<tb>
Durch <SEP> die <SEP> beiden <SEP> Federn <SEP> ?6 <SEP> und <SEP> 27,
<tb> welche <SEP> an <SEP> einem <SEP> Ansatz <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 25 <SEP> an greifen <SEP> und <SEP> dnrch <SEP> die <SEP> Anschlüge <SEP> 28 <SEP> einstell bar <SEP> sind, <SEP> werden <SEP> die <SEP> Hebel <SEP> 9 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> in <SEP> der
<tb> gezeigten <SEP> Stellung <SEP> gehalten, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Be wegung <SEP> in <SEP> lwiden <SEP> Richtungen <SEP> gegen <SEP> Feder kraft <SEP> erfol(ren <SEP> kann. <SEP> Sofern <SEP> ein <SEP> kleinerer
<tb> 1)relewinkel <SEP> auf <SEP> den <SEP> Hebel <SEP> 9 <SEP> für <SEP> ein <SEP> be ,stinimtes <SEP> Band <SEP> übertragen <SEP> werden <SEP> soll, <SEP> kann
<tb> unter <SEP> entspr < schender <SEP> Einstellung <SEP> der <SEP> Mit nehmerstifte, <SEP> aueb <SEP> der <SEP> Hebelansatz <SEP> 9a <SEP> ver wendet <SEP> werden.
<SEP> Zur <SEP> Durchlassung <SEP> derjenigen
<tb> Stifte, <SEP> welche <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Hebel <SEP> 9 <SEP> zusammen arbeiten <SEP> sollen, <SEP> ist <SEP> der <SEP> Hilfshebel <SEP> lt) <SEP> mit <SEP> eni #qprechenden <SEP> Aussparungen <SEP> versehen.
<tb>
Die <SEP> Hcbelanorclnun@r <SEP> gemäss <SEP> heg. <SEP> 9 <SEP> kann
<tb> aiieli <SEP> so <SEP> angeordnet <SEP> --erden. <SEP> dass <SEP> die <SEP> Rüek stellting <SEP> des <SEP> Hebel!) <SEP> aus <SEP> der <SEP> punktiert <SEP> dar- gestellten Stellung stetig erfolgt. Dieses kann durch den Stift 14 bewirkt werden, welcher vor der Auslösung .des Hebels 9 in -die dar gestellte Stellung gelangt.
Die Banddehnung nach Fig. 10 kann auch über den Anfang des nächstfolgenden Ban des hinaus, zum Beispiel bis zum Punkt b-1, betrieben werden, was durch entsprechende Bemessung des Hebels 9 und Stellung der Stifte 12, 13, bestimmt werden kann. Der Lbergang auf das nächstfolgende Band wird dann nicht auf den Anfang, sondern zum Beispiel auf die Mitte des Bandes erfolgen, welches von diesem Punkt aus wiederum in vollem Umfange bestrichen werden kann.
Der Hebel 9 kann auch zur Betätigung einer besonderen Anzeigevorrichtung (Skala) für die Bandabstimmung verwendet werden, wobei nach Belieben ,eine oder mehrere Ska len für die einzelnen Bänder vorzusehen sind. Demgegenüber kann :die Hauptanzeigevor- richtung (Hauptskala) von der Scheibe 5 in üblicher Weise angetrieben werden, wobei die Bänder auf der Hauptskala nebeneinander (unmittelbar aneinandergereiht) anzuordnen sind.
Die Momentrückstellung der induktiven Abstimmung kann auch bei der Anordnung mit tangential anliegendem Hebel, gemäss Fig. 7 und 8, angewendet werden, wobei der Eingriff des Stiftes mit dem Kurvenabschnitt von verschiedenen Seiten des Kurvenab- schnittes, je nach Drehrichtung der Scheibe 5, erfolgen wird.
Die Anordnung kann auch so .durchgeführt werden, dass ein Teil der Bänder in der einen Drehrichtung, der andere Teil der Bänder in der andern Drehrichtung der Scheibe 5 abgestimmt und gedehnt wer den kann. Hierdurch kann der Abstimmraum der Skala für Bänder doppelt ausgewertet erden.
Zur Anzeige des jeweils zur Abstimmung gelangenden Bandes können Signalmittel mechanischer oder elektrischer Art angewen det werden.
Im Zusammenwirken mit der kapazitiven Hauptabstimmung kann auch in manchen Fällen eine kapazitive zusätzliche Abstim- mung, welche während der Bandbestreichung der kapazitiven Hauptabstimmung entgegen gerichtet ist, angewendet werden.
In Anbe- tracht,der sich mit der Abstimmung ständig ändernden Kreiskapazität, wird sich ,die Ka pazitätsänderung der zusätzlichen Abstim mung am Anfang und am Ende des Abstimm- bereiches verschieden auswirken, so dass mit einer schwierigeren Abgleiahung gerechnet werden muss.
Im Zusammenhang mit einer induktiven Hauptabstimmung ist in gleicher Weise eine kapazitive zusätzliche Abstimmung von Vor teil, obwohl auch eine induktive zusätzliche Abstimmung, ihrer einfachen Ausbildung wegen, angewendet werden kann.
Als zusätz liche kapazitive Abstimmung kann zum Bei spiel eine an Stelle der induktiven Abstim mung nach Fig. 7-8 eingesetzte kapazitive Einrichtung mit Teleskopkondensator, das beisst zwei Zylindern, welche mit Luftab stand nneinandrgeschaben sind, vorgesehen sein.
Ausser der zusätzlichen Abstimmung für die Banddehnung können .auch an sich be kannte elektrische Umschaltungen verschie dener Art, wie Zuechaltung von Kapazitäten oder Induktivitäten, zwangsläufig bei der Betätigung der Abstimmung mitbetätigt werden.
Die Abschaltung der Banddehnung, zum Beispiel bei der Abstimmung anderer Be reiche, kann durch geeignete Verlagerung des Steuerungshebels (Abheben von der Scheibe) erfolgen.