CH232134A - Verfahren zur Herstellung von organischen Polyvinylsubestern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von organischen Polyvinylsubestern.

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CH232134A
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polyvinyl
subesters
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organic
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Alexander Wacker Gesellsc Gmbh
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Wacker Chemie Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment

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Description


  Verfahren zur Herstellung von organischen     Polyvinylsubestern.       Es ist bekannt, dass man aus organischen       Polyvinylestern    durch     Erhitzen    Säure ab  spalten kann. Es ist auch bekannt, dass sich  diese     Abspaltung    von     Säure    durch.     fortge-          setztes    Erhitzen so weit treiben lässt, dass  schliesslich ein von     Säureresten    freies     Poly-          äthin    entsteht.

   Es ist also an sich bekannt,  durch mehr oder weniger ausgedehntes Er  hitzen alle Zwischenstufen zwischen     Poly-          vinylvollestern        \:und        Polyäthin        herzustellen.     Die technische     Auswertung    der auf diesem  Wege erhältlichen     Polyvinylsubestern    von  Zusammensetzungen     zwischen          (CIH2)n    .

       (RCOOH)n    und     (C2H2)n     insbesondere für die Herstellung beständiger  Anstriche und Überzüge, wurde bislang er  schwert, soweit diese Körper in den ge  bräuchlichen Lösungsmitteln schwerlöslich  oder gar unlöslich sind.  



  Es ist uns nun überraschenderweise ge  lungen, die -durch teilweise     Abspaltung    der    Säure aus organischen     Polyvinylestern    ent  stehenden, bereits bekannten     P & Iyviny-Isub-          ester    in     gelöster    Form zu     gewinnen,        die    die       technische    Verwendung dieser     widerstands-          fähigeren    Körper z.     B.-in    ,der Lackindustrie  besonders erleichtert.

   Dies wird erfindungs  gemäss dadurch erreicht, dass die     Polyvinyl-          ester    in gelöstem Zustand erhitzt werden,  wobei ein solches     Lösungsmittel    verwendet  wird,     dessen        .Siedepunkt    so hoch liegt, dass  die Säureabgabe durch .die Erwärmung der  Lösung ermöglicht wird.  



  Es ist schon bei     andern        Stoffen    die Er  scheinung beobachtet worden,     .dass    die     in     kompakter     Form        hergestellten        Körper    man  gelhafte     Löslichkeitseigenschaften    aufwei  sen, während bei der     Entstehung    in gelöstem  Zustand die gleichen     Körper    löslich sind     und     diese Löslichkeit erhalten bleibt.  



  Es war nun .durchaus nicht vorauszu  sehen, dass sich auch bei der erfindungs  gemässen Behandlung der als Ausgangs-           material    dienenden     Polyvinylester    der Effekt  zeigen würde, dass die erhaltenen     Polyviny        1-          subester,    die chemisch die gleichen Stoffe  sind wie die bei dem eingangs erwähnten  bekannten Verfahren erhältlichen Subester,  in hinreichend verdünnter Lösung gelöst blei  ben würden, wie dies tatsächlich der Fall ist.  Sie sind aus dieser Lösung     fällbar,    beispiels  weise durch Benzin, und dann in vielen  Lösungsmitteln wieder löslich, z. B. in Ace  ton, Essigester, Chloroform, Benzol und an  dern.

   Diese Lösungen     geben        ausgezeichnete     Lacke, die sich in mancher Beziehung vor  teilhaft von den Lacken unterscheiden, die  aus den beiden erfindungsgemässen Verfah  ren als Ausgangsmaterial dienenden norma  len     Polyviny        lestern,    das heisst     Polyvinylvoll-          estern    hergestellt sind. Vor allem besitzen  die     Polyvinylsubesterlacke    infolge der par  tiellen Säureabgabe nicht mehr das Klebe  vermögen der     Polyviny        lvollesterlacke.    Eine  Lackschicht aus z.

   B. einem     Poly        vinylsub-          acetat,    das nur noch     66/"Ö    der ursprünglich  vorhandenen Essigsäure enthält, klebt selbst  bei 110  nicht mehr. Ausserdem sind Über  züge aus den     Subesterlaeken    temperatur  beständiger und widerstandsfähiger als die       Vollesterlacke    und können im Bedarfsfalle  bequem eingebrannt und dadurch in ihrer  Widerstandsfähigkeit weiter gesteigert wer  den. Ein weiterer Vorzug der     Subesterlacke     ist ihre angenehme gelbbraune Farbe, die an  Schellack erinnert.  



  Die Erhitzung der     Poly        viny        lesterlösun-          gen    kann bei normalem Druck oder bei     L        n-          terdruck,    oder auch im     Strome    eines     inerten     Gases oder Dampfes     stattfinden.     



  <I>Beispiel 1:</I>  10     Gewichtsteile        Poly        vinylacetat    wurden  in 200     Gewichtsteilen        a-Chlor-Naphtlialin     durch Erhitzen gelöst. Die Lösung wurde  am absteigenden Kühler in der Weise er  hitzt, dass das Lösungsmittel eben in sehwa  ches Sieden kam, ohne zu destillieren. Die in  langsamer Reaktion freiwerdende Essigsäure  verliess, wie durch     Titrationen    von Lösungs-         stichproben    während der Reaktion fest  gestellt wurde, sofort nach ihrer Bildung die  Reaktionsmasse, um sich im absteigenden  Kühler zu kondensieren.

   Dieser Ablauf der  Reaktion ermöglichte es, auf Grund der       31enge    der übergehenden Essigsäure an einem  beliebig zu wählenden Punkt die Reaktion  abzubrechen. Die Erhitzung wurde z. B. ein  gestellt, nachdem 34% der im     Polyvinyl-          acetat    vorhanden     gewesenen        Essigsäure    ab  destilliert Raren. Das Reaktionsprodukt be  stand in einer gelbbraunen, klaren Lösung  des     Subacetats,    dessen Zusammensetzung       aus    66     111o1    Essigsäure auf 100     11Zol    Acetylen  bestehen musste.

   Das durch Benzin ausge  fällte, gereinigte     Reaktionsprodukt    hatte  eine     Verseifungszahl    von 431,      -elche    einem  Subacetat von der Formel         (C._H@),o@    .     (CHCOOH)Be       entspricht. Das frisch aus der Reaktions  lösung gefällte Produkt hatte gute Löslich  keit in Aceton. Benzol,     Buty        lacetat    und an  derem.

           Beispiel   <I>2:</I>    20 Gewichtsteile einer     60%igen    Lösung  von     Polyvinylbuty    rat in Benzol wurden mit  <B>NU</B>     GeNvichtsteilen        a-Chlornaphthalin    ge  mischt und mit     absteigendem    Kühler so weit  erhitzt, dass das     a-Chlornaphthalin    stets in       schwachem    Sieden blieb. Nach Abgabe des  Benzols wurde Buttersäure abgespalten,  deren     itlenge    durch laufende     Titration    ver  folgt wurde.

   Die Reaktion wurde     unter-          brocben,    wie 51     wo    der im     Polyviny        lbuty    rat  vorhanden     gewesenen    Buttersäure durch       Titration    in der Vorlage festgestellt wor  den     waren.    Das Reaktionsprodukt bestand in  einer gelbroten, klaren Lösung. die mit den  meisten     organischen    Lösungsmitteln     ver-          schnittfähig    und nach dem Verschnitt direkt  als Lack verwendbar war.

   Wurde eine solche  Lacklösung     bei    100, bis 200  auf die zu  lackierende Fläche eingebrannt, so entstand  eine harte, klare, fest anhaftende Lack  schicht, die nunmehr durch alle Lösungs  mittel unangreifbar war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahrnen zur Herstellung von organischen Polyvinylsubestern durch Erhitzen von orga nischen Po-lyvinylestern unter Abtreiben eines Teils der in ihnen gebundenen Säure, dadurch gekennzeichnet, da3 die Polyvinyl- ester in gelöstem Zustande erhitzt werden, wobei ein Lösungsmittel verwendet wird, dessen Siedepunkt so. hoch ,liegt, dass die Säureabgabe durch die Erwärmung der Lösung ermöglicht wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung bei vermindertem Druck vorgenommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung im Strome eines inerten Gases vorgenommen wird. 3. Verfahren; nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung im Strome eines Dampfes vorgenommen wird.
CH232134D 1941-09-06 1942-09-05 Verfahren zur Herstellung von organischen Polyvinylsubestern. CH232134A (de)

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