CH229869A - Verstellbare Grenzrachenlehre. - Google Patents

Verstellbare Grenzrachenlehre.

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CH229869A
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Braegger Ulrich
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/38Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable
    • G01B3/42Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable of limit-gauge type, i.e. "go/no-go"

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Description


  



  Verstellbare Grenzrachenlehre.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine verstellbare Grenzrachenlehre mit in    Führungen des Lehrenkörpers verschiebbaren    Me¯backen.



   Um die Kosten eines   Lehrenparkes    f r die zahlreichen Masse, die in einem   Fabrika-      tionsbetrieb    vorkommen, herabzusetzen, wer  den sogenanute versbellbare Lehren    benutzt, die jeweils auf das gewünschte Mass eingestellt werden müssen. Dadurch wird es möglich, f r bestimmte MeBbereiche, zum Beispiel von 10 bis 20 mm, von 20 bis 30 mm, von   30    bis 50 mm usw., mit je nur einer Lehre auszukommen. Zum Einstellen dieser Lehren benutzt man sogenannte Endmasse, die zwischen die Messbacken der Lehre eingelegt werden.



   Wohl ist es möglich, mit derartigen ver  stellbaren      Grenzrachenlehren    den Rachen  lehrenpark    zu verringern, dafür mu¯ aber der Nachteil in   Eauf genommen werden, dass    statt der vielen Lehren für die verschiedenen   Durchmesser, Gütegrade    und Sitze ebenso  viele Endmasse    angeschafft werden müssen.



   Dieser Nachteil soll nun   erfindungs-    gemäss dadurch beseitigt werden, dass die   Messbacken    der   Grenzrachenlehre    auswechselbar sind. und da¯ zum Verstellen derselben im Lehrenkörper geführte Gewindespindeln dienen, zu deren BetÏtigung mindestens eine Trommel vorgesehen ist, die eine MeBskala trägt, welch   leztere    mit einer   Einstellmarke    im   Lehrenkörper zusammenfwirkt,    das Ganze derart,

   da¯ innerhalb eines bestimmten MeBbereiches die verschiedenen Durchmesser und die obern und untern   AbmaBe    jedes Gütegrades und jedes Sitzes nach einmaliger Einstellung der   Messbacken nach einem    einzigen   Nenn-Endmass    durch entsprechendes Drehen der   Messtrommel    eingestellt werden   könnent.   



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des   Erfindungsgegenstan-    des dargestellt, und zwar zeigt :
Fig.   1    eine Vorderansicht der Grenzrachenlehre,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Grenzrachenlehre in Richtung des in Fig.   1    eingezeichneten Pfeils II gesehen,
Fig.   S    die Lehre von hinten, in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils III gesehen, 
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 5, in grösserem Ma¯stab,
Fig. 5 eine der Fig. 3 entsprechende R ckansicht- der Lehre ohne Me¯backen,
Fig. 6 eine Teilansicht der Lehre in Richtung der in Fig. 5 eingezeichneten Pfeile VI gesehen,
Fig. 7 eine Vorderansicht der Lehre mit aufgesteckter Me¯trommel und aufgeschraubten Einstellmarken,
Fig. 8 eine Draufsicht der Lehre in Richtung des in Fig.

     7      eingezeiehneten    Pfeils   VIII    gesehen.



   Fig. 9 und 10 die Me¯trommel, teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt,
Fig. 11 bis 16   die Messbacken allein    in verschiedenen Ansichten.



   Fig. 17 bis 19 zwei   Nenn-Endmass    von vorn und von der Seite gesehen,
Fig. 20 eine Vorderansicht der Lehre mit Gewinderollen tragenden Me¯backen,
Fig.   21    einen Schnitt nach der Linie XXI-XXI in Fig.   20,   
Fig.   22einenweiteren    Schnitt nach der Linie   XXII-XXII    in Fig. 20,
Fig. 23 einen weiteren Schnitt nach der Linie   XXIII-XXIII    in Fig. 20,
Fig. 24 bis 31 einzelne mit Gewindelehrrollen ausgerüstete Me¯backen in ver  schiedenen    Ansichten und
Fig. 32 und 33 zwei Einstellgewindelehrdorne.



   In Fig. 1 bis 8 bezeichnet 1 den Lehren   korper-einer einrachigen Grenzrachenlehre.   



  Mit   2 bis    4 sind drei Messbacken bezeichnet, von denen der eine,   breitere 2. auf der    einen Seite des Rachens und die beiden schmäleren, 31 und 4, auf der   gegenüberlie-    genden Seite des Rachens in je einem Bett   5    bezw. 6 linear verschiebbar gelagert sind.



  Jeder der Messbacken ist mit einem   Präzi-      sionstransportgewinde    7 bezw.   8 und    9 ausger stet, in welchen je eine Gewindespindel 10 bezw.   11    und 12 läuft. Die   Gewinde-    spindeln 10 bis 12 sind in je einem Lappen 13 bezw. 14 des Lehrenkörpers 1 drehbar gelagert und mittels je einer Stellmutter 1. 5 in den Lappen 13, 14 gegen achsiale Verschiebung gesichert. Auf der dem Gewinde abgekehrten Seite besitzen die Spindeln je einen zylindrischen Kopf mit einer   zentrisclem    Bohrung 16. Mit 17 sind vier in   Gewinden    18 der Me¯backen sitzende   Zylinderkopfsehrauben bezeichnet, welche    in Schlitzen 19 des Lehrenkörpers   l    verschiebbar sind.

   Mit   20    ist eine mit einem randerierten Drehzapfen   21    versehene   Messtrommcl    bezeichnet. Diese besitzt auf der dem Drehzapfen 21 gegen berliegenden Seite einen flachen Mitnehmer 22 sowie einen zentri   schen Dorn 23. Auf der Aussenseite der    Trommel ist eine Me¯skala 24 eingraviert, welche in dem dargestellten Beispiel in gleichem Abstand voneinander f nfzig Teilstriche 25 aufweist. Jede zwischen zwei   Teilstrichen    25 gelegene Strecke ist mittels kleineren   Teilstrichen    in fünf Teilstrecken unterteilt.

   Die   Steigun,    der   Gewindespin-    deln   10    bis 12 ist so gewählt,   da.    ¯ sich beim Drehen der   Messtrommel      20    um je einen kleinen Teilstrich der zugehörige   Messba. cken    um zwei   Tausendstelsmillimeter.    oder beim Drehen um je einen grossen   Teilstrich    um einen Hundertstelsmillimeter linear verschiebt.

   Wird die   Messtrommel    20 einmal, das heisst um fünfzig gro¯e   Teilstriche    25 g so wird gleichzeitig der zugehörige Me¯backen einen halben Millimeter linear verschoben Mit   26      und 27 sind zwei mittels    Schrauben 28 am Lehrenkörper l abnehmbar   befestigte, ungleichlangc Halter be-      zeiehnet,      welche    je auf der Oberseite des freien, abgebogenen Endes eine pfeif¯rmige Einstellmarke 29   aufwelsen.    Mit 30 ist ein Drehknopf bezeichnet,

   welcher ähnlich wie    die Messtrommcl 20 mit einem flachen Mit-    nehmer   22 und mit einem Dorn 23 ver-      sehen Ist und    mit diesen Teilen formschlüssig in die Bohrungen 16 und in die Schlitze der K¯pfe der Spindeln 10 bis 12   hineingreift. Mit 31    und   3, 2    sind zwei   Nenn-       Endmasse bezeichnet, welche auf einen Halter    33 aufgeschraubt werden k¯nnen.



   Die Handhabung der vorstehend besehriebenen Grenzrachenlehre ist folgende :
Angenommen es soll mit der Lehre eine  Welle von 6 mm Durchmesser, Feinpassung,   Treibsitz,gemessenwerden.Nach    der sogenannten ISA-Passung wird diese Sitzqualität mit   Ht    6 bezeichnet und besitzt ein oberes Abmass von + 12 und ein unteres Abma¯ von + 4 Tausendstelsmillimeter.



  Zum Einstellen der Lehre wird das Endmass 31   zwischen die Messbaoken    2 und 3   gescho-    ben und diese werden mittels des Drehknopfes 30 so weit gegeneinander bewegt, bis die Messbacken an den Flächen des Endmasses anstehen. In gleicher Weise wird auch der   Messbacken    4 eingestellt und hiernach das EndmaB 31 wieder zwischen den   Messbacken herausgezogen.    Die Flanken der   Messbaeken    befinden sich nun genau in einem dem Nennmass des   Endmasses      3il    entsprechenden Abstand voneinander. Angenommen das Endmass 31   besitze ein Nenn-    mass von drei Millimetern.

   Da wir jedoch eine Welle von sechs Millimeter Durchmesser messen m ssen, wird die auf der Ge  windespindel    12 sitzende Messtrommel 20 um sechs volle Umgänge aufgedreht. Der Abstand zwischen dem Messbacken   2'und dem      Messbacken    4 beträgt nun genau sechs   Milli-    meter. Wie wir gesehen haben, beträgt das   untere Abmass    bei der angenommenen PassqualitÏt + 4 Tausendstelsmillimeter. Die Messtrommel wird dementsprechend nochmals um zwei kleine Teilstriche, von denen wie gesagt, jeder zwei Tausendstelsmillimeter bedeutet, aufgedreht.

   Hierauf wird die Schraube 17 des Messbaekens 4 festgezogen, gleichfalls auch die Sehraube 1 7 des Me¯backens   2.    Die Messtrommel 20 wird nun von der Gewindespindel 12 abgezogen und in die Gewindespindel 11 des Messbackens 3 eingesetzt und im   Offnungssinne    um sechs kleine   Teilstriche      gedreht, entspre-    chend dem   obeTn AbmaB für    die angenommene Pa¯qualitÏt von + 12 Tausendstelsmillimeter. Nachdem auch der   Messbacken    3 derart eingestellt ist, wird die zugehörige Schraube 17 festgezogen und dadurch auch der MeBbacken 3 arretiert. Zum Messen selbst wird die MeBtrommel 20 sowie auch der Drehzapfen 30 zweckmässig von der Lehre abgenommen.

   Da beim Einstellen des   Meibaekens    3 der Rand der Trommel 20 hoher zu liegen kommt als beim Einstellen des   Messbackens    4, sa ist der Halter 26 mit der Einstellmarke   29    zweckmässig gegen einen entsprechend höheren Halter auszuwechseln. Die MeBbacken 2 und 3 stellen nun die sogenannte   Gutseite und die Mess-    backen   2'nud 4 die AusschuBseite    der Lehre dar.



   Soll die Lehre auf einen   andern Wellen-    durchmesser bezw. auf eine   a. ndere PaB-    qualität eingestellt werden, so wird in der g Weise wie geschildert verfahren.



  Nach der ISA-Passung sind bekanntlicl 39 voneinander verschiedene Pa¯qualitÏten    vorgesehen, so daB mit der vorstehend besehriebenen verstellbaren Grenzraehenlehre    f r jeden Millimeter Durchmesser 39 verschiedene Lehren bezw. Einstellehrdorne eingespart werden.



   Der Lehrenkörper nach Fig. 20 bis 23 ist genau der gleiche wie nach Fig. 1 bis 8.



  Lediglich an Stelle der   Messbaeken    2 bis 4 sind mit   Gewindelehrrollen 34 und 35 aus-      gertistete Messbacken 36, 37    und 318   angeord-    net. In dem dargestellten Beispiel sind die Gewindelehrrollen 34 und 35 des Messbackens 36 in einem B gel 36a doppelseitig gelagert, während die   Gewindelehrrollen    34 und 35 der Me¯backen 37 und 38 freitragend, das heisst auf einem nur einseitig   eingespannben    Bolzen   39    gelagert sind. Die   Gewindelehrrollen    34 verkörpern bei dieser Gewinderachenlehre die   sogenannte Gutseite    und besitzen mehrere GÏnge, während die Rollen 35 die   AusschuBseite    darstellen und d nur je einen Gang besitzen.



   Zum Einstellen der   Gewinderaohenlehre    dient einer der beiden Einstellgewindelehrbolzen nach Fig. 32 bezw. 33, und zwar wird f r alle   Gewindetiefen    im Messbereich der Lehre sowie für jede Steigung und für alle   Qualiiätswertemittel,    fein und fest nur je ein einziger   Einstelldorn    ben¯tigt. Andere   Gewindesteigungen    und Gewindetiefen bedingen wieder einen andern entsprechenden   Einstellehrdorn    und entsprechende   Gewinde-      lehrrollen.    Diese letzteren können nach Herausnahme der Achsbolzen 39 bezw. 40 leicht gegeneinander ausgewechselt werden.



  Das Einstellen der Gewinderaehenlehre erfolgt sinngemϯ in der gleichen Weise, wie dies bei der Schilderung der Anwendung der    Grenzrachenlehre ausführlich beschrieben    worden ist.



   Die Aussendurchmesser der   Gewinderollen      34,    35 werden je nach   Steigung bezw. Ge-       windetiefe bestimmt, damit eine gleich- mässige Kerndurchmesserdistunz beibehalten    werden kann.



   Verschiebungen der   Messbaeken    von  ber 0.8 mm m ssen je zur HÏlfte  ber die Teile    2 und 3. 4 bezw. 36 und 37. 38 erfolgen, um    die Lage der   Messöffnung und    den   Schwer-    punkt der Lehre möglichst in der Längsmittelebene derselben halten zu tell.



  Hierbei dient der Drehzapfen 30 nur für die grobe Einstellung, das heisst die Teile 2 und   3,      4 solfie    36 und   37,    38 können mittels dieses Drehzapfens in das Mittelfeld nachgeschoben werden, wenn die Lehre nach dem Eichmass neu eingestellt werden soll.



   Es ist   vorgesehen, je eine Lehrengrosse    herzustellen für die Me¯bereiche von 2 bis 11 mm,   tuber    11 bis   25 mm. über 25 bis    40 mm, über   40    bis 55   mm,    iiber   55    bis   70    mm.  ber 70 bis 90 mm,  ber 90 bis 110 mm,  ber 110 bis 130 mm und über 130 bis   150    mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verstellbare Grenzraehenlehre mit in Führungen des Lehrenkorpers verschiebbaren Messbacken, dadurch gekennzeichnet, dass die Messbacken auswechselbar sind und dass znm Verschieben derselben im Lehrenkorper ge- führte Gewindespindeln vorgesehen sind, zu deren Betätigung mindestens eine Trommel dient, die mit einer Messskala versehen ist.
    welch letztere mit einer Einstellmarke am Lehrenk¯rper zusammenwirkt, das Ganze derart, dass innerhalb eines bestimmten Messbereiches alle Durchmesser sowie die obern und untern Abmasse jedes Gütegrades und jedes Sitzes nach einmaliger Einstellung der Messbacken nach einem einzigen Nenn-End- mass durch entsprechendes Drehen der Mess- trommel eingesteHt werden können.
    UNTERANSPR¯CHE : 1. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass rnm Verstellen aller Messbacken der Lehre eine einzige abnehmbare Me¯trommel dient, die zur formschlüssigen Drehverbindung mit der Spindel jedes Messbackcns eingerichtet ist.
    2. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Arretierschrauben zum Feststellen der Meus- backen vorgesehen sind.
    3. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindeln in Muttergewinden der Me¯backen laufen und im Lehrenk¯rper mit tels je einer Stellmutter gegen achsiale Verschiebung gesichert gelagert sind.
    4. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspmeh, dadurch gekennzeiehnet, dass die Einstellmarken abnehm- und auswech selbar am Lehrenkorper befestigt sind.
    5. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gut-und die Ausschussseite im gleichen Lehrenrachen angeordnet sind, wobei drei Me¯backen vorgeschen sind. von denen der eine, breite, auf der einen Seite des Rachens und die beiden andern sehmäleren, auf der gegenüberliegenden Seite des Rachens gela gert sind.
    7. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet. da¯ die Gewinderollen in den Messbacken ausweebselbar gelagert sind.
    8. Verstellbare Grenzrachenlehre nach Patentanspruch, wie in Fig. 1 bis 19 gezeichnet und mit Bezug auf diese Figuren be schrieben.
    9. Verstellbare Grenzra < 'henJehre nach Patentanspruch, wie in Fig. 20 bis 33 dargestellt und mit Bezug auf diese Figuren beschrieben.
CH229869D 1943-08-23 1943-08-23 Verstellbare Grenzrachenlehre. CH229869A (de)

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