Verstellbare Grenzrachenlehre.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine verstellbare Grenzrachenlehre mit in Führungen des Lehrenkörpers verschiebbaren Me¯backen.
Um die Kosten eines Lehrenparkes f r die zahlreichen Masse, die in einem Fabrika- tionsbetrieb vorkommen, herabzusetzen, wer den sogenanute versbellbare Lehren benutzt, die jeweils auf das gewünschte Mass eingestellt werden müssen. Dadurch wird es möglich, f r bestimmte MeBbereiche, zum Beispiel von 10 bis 20 mm, von 20 bis 30 mm, von 30 bis 50 mm usw., mit je nur einer Lehre auszukommen. Zum Einstellen dieser Lehren benutzt man sogenannte Endmasse, die zwischen die Messbacken der Lehre eingelegt werden.
Wohl ist es möglich, mit derartigen ver stellbaren Grenzrachenlehren den Rachen lehrenpark zu verringern, dafür mu¯ aber der Nachteil in Eauf genommen werden, dass statt der vielen Lehren für die verschiedenen Durchmesser, Gütegrade und Sitze ebenso viele Endmasse angeschafft werden müssen.
Dieser Nachteil soll nun erfindungs- gemäss dadurch beseitigt werden, dass die Messbacken der Grenzrachenlehre auswechselbar sind. und da¯ zum Verstellen derselben im Lehrenkörper geführte Gewindespindeln dienen, zu deren BetÏtigung mindestens eine Trommel vorgesehen ist, die eine MeBskala trägt, welch leztere mit einer Einstellmarke im Lehrenkörper zusammenfwirkt, das Ganze derart,
da¯ innerhalb eines bestimmten MeBbereiches die verschiedenen Durchmesser und die obern und untern AbmaBe jedes Gütegrades und jedes Sitzes nach einmaliger Einstellung der Messbacken nach einem einzigen Nenn-Endmass durch entsprechendes Drehen der Messtrommel eingestellt werden könnent.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan- des dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 eine Vorderansicht der Grenzrachenlehre,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Grenzrachenlehre in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeils II gesehen,
Fig. S die Lehre von hinten, in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils III gesehen,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 5, in grösserem Ma¯stab,
Fig. 5 eine der Fig. 3 entsprechende R ckansicht- der Lehre ohne Me¯backen,
Fig. 6 eine Teilansicht der Lehre in Richtung der in Fig. 5 eingezeichneten Pfeile VI gesehen,
Fig. 7 eine Vorderansicht der Lehre mit aufgesteckter Me¯trommel und aufgeschraubten Einstellmarken,
Fig. 8 eine Draufsicht der Lehre in Richtung des in Fig.
7 eingezeiehneten Pfeils VIII gesehen.
Fig. 9 und 10 die Me¯trommel, teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt,
Fig. 11 bis 16 die Messbacken allein in verschiedenen Ansichten.
Fig. 17 bis 19 zwei Nenn-Endmass von vorn und von der Seite gesehen,
Fig. 20 eine Vorderansicht der Lehre mit Gewinderollen tragenden Me¯backen,
Fig. 21 einen Schnitt nach der Linie XXI-XXI in Fig. 20,
Fig. 22einenweiteren Schnitt nach der Linie XXII-XXII in Fig. 20,
Fig. 23 einen weiteren Schnitt nach der Linie XXIII-XXIII in Fig. 20,
Fig. 24 bis 31 einzelne mit Gewindelehrrollen ausgerüstete Me¯backen in ver schiedenen Ansichten und
Fig. 32 und 33 zwei Einstellgewindelehrdorne.
In Fig. 1 bis 8 bezeichnet 1 den Lehren korper-einer einrachigen Grenzrachenlehre.
Mit 2 bis 4 sind drei Messbacken bezeichnet, von denen der eine, breitere 2. auf der einen Seite des Rachens und die beiden schmäleren, 31 und 4, auf der gegenüberlie- genden Seite des Rachens in je einem Bett 5 bezw. 6 linear verschiebbar gelagert sind.
Jeder der Messbacken ist mit einem Präzi- sionstransportgewinde 7 bezw. 8 und 9 ausger stet, in welchen je eine Gewindespindel 10 bezw. 11 und 12 läuft. Die Gewinde- spindeln 10 bis 12 sind in je einem Lappen 13 bezw. 14 des Lehrenkörpers 1 drehbar gelagert und mittels je einer Stellmutter 1. 5 in den Lappen 13, 14 gegen achsiale Verschiebung gesichert. Auf der dem Gewinde abgekehrten Seite besitzen die Spindeln je einen zylindrischen Kopf mit einer zentrisclem Bohrung 16. Mit 17 sind vier in Gewinden 18 der Me¯backen sitzende Zylinderkopfsehrauben bezeichnet, welche in Schlitzen 19 des Lehrenkörpers l verschiebbar sind.
Mit 20 ist eine mit einem randerierten Drehzapfen 21 versehene Messtrommcl bezeichnet. Diese besitzt auf der dem Drehzapfen 21 gegen berliegenden Seite einen flachen Mitnehmer 22 sowie einen zentri schen Dorn 23. Auf der Aussenseite der Trommel ist eine Me¯skala 24 eingraviert, welche in dem dargestellten Beispiel in gleichem Abstand voneinander f nfzig Teilstriche 25 aufweist. Jede zwischen zwei Teilstrichen 25 gelegene Strecke ist mittels kleineren Teilstrichen in fünf Teilstrecken unterteilt.
Die Steigun, der Gewindespin- deln 10 bis 12 ist so gewählt, da. ¯ sich beim Drehen der Messtrommel 20 um je einen kleinen Teilstrich der zugehörige Messba. cken um zwei Tausendstelsmillimeter. oder beim Drehen um je einen grossen Teilstrich um einen Hundertstelsmillimeter linear verschiebt.
Wird die Messtrommel 20 einmal, das heisst um fünfzig gro¯e Teilstriche 25 g so wird gleichzeitig der zugehörige Me¯backen einen halben Millimeter linear verschoben Mit 26 und 27 sind zwei mittels Schrauben 28 am Lehrenkörper l abnehmbar befestigte, ungleichlangc Halter be- zeiehnet, welche je auf der Oberseite des freien, abgebogenen Endes eine pfeif¯rmige Einstellmarke 29 aufwelsen. Mit 30 ist ein Drehknopf bezeichnet,
welcher ähnlich wie die Messtrommcl 20 mit einem flachen Mit- nehmer 22 und mit einem Dorn 23 ver- sehen Ist und mit diesen Teilen formschlüssig in die Bohrungen 16 und in die Schlitze der K¯pfe der Spindeln 10 bis 12 hineingreift. Mit 31 und 3, 2 sind zwei Nenn- Endmasse bezeichnet, welche auf einen Halter 33 aufgeschraubt werden k¯nnen.
Die Handhabung der vorstehend besehriebenen Grenzrachenlehre ist folgende :
Angenommen es soll mit der Lehre eine Welle von 6 mm Durchmesser, Feinpassung, Treibsitz,gemessenwerden.Nach der sogenannten ISA-Passung wird diese Sitzqualität mit Ht 6 bezeichnet und besitzt ein oberes Abmass von + 12 und ein unteres Abma¯ von + 4 Tausendstelsmillimeter.
Zum Einstellen der Lehre wird das Endmass 31 zwischen die Messbaoken 2 und 3 gescho- ben und diese werden mittels des Drehknopfes 30 so weit gegeneinander bewegt, bis die Messbacken an den Flächen des Endmasses anstehen. In gleicher Weise wird auch der Messbacken 4 eingestellt und hiernach das EndmaB 31 wieder zwischen den Messbacken herausgezogen. Die Flanken der Messbaeken befinden sich nun genau in einem dem Nennmass des Endmasses 3il entsprechenden Abstand voneinander. Angenommen das Endmass 31 besitze ein Nenn- mass von drei Millimetern.
Da wir jedoch eine Welle von sechs Millimeter Durchmesser messen m ssen, wird die auf der Ge windespindel 12 sitzende Messtrommel 20 um sechs volle Umgänge aufgedreht. Der Abstand zwischen dem Messbacken 2'und dem Messbacken 4 beträgt nun genau sechs Milli- meter. Wie wir gesehen haben, beträgt das untere Abmass bei der angenommenen PassqualitÏt + 4 Tausendstelsmillimeter. Die Messtrommel wird dementsprechend nochmals um zwei kleine Teilstriche, von denen wie gesagt, jeder zwei Tausendstelsmillimeter bedeutet, aufgedreht.
Hierauf wird die Schraube 17 des Messbaekens 4 festgezogen, gleichfalls auch die Sehraube 1 7 des Me¯backens 2. Die Messtrommel 20 wird nun von der Gewindespindel 12 abgezogen und in die Gewindespindel 11 des Messbackens 3 eingesetzt und im Offnungssinne um sechs kleine Teilstriche gedreht, entspre- chend dem obeTn AbmaB für die angenommene Pa¯qualitÏt von + 12 Tausendstelsmillimeter. Nachdem auch der Messbacken 3 derart eingestellt ist, wird die zugehörige Schraube 17 festgezogen und dadurch auch der MeBbacken 3 arretiert. Zum Messen selbst wird die MeBtrommel 20 sowie auch der Drehzapfen 30 zweckmässig von der Lehre abgenommen.
Da beim Einstellen des Meibaekens 3 der Rand der Trommel 20 hoher zu liegen kommt als beim Einstellen des Messbackens 4, sa ist der Halter 26 mit der Einstellmarke 29 zweckmässig gegen einen entsprechend höheren Halter auszuwechseln. Die MeBbacken 2 und 3 stellen nun die sogenannte Gutseite und die Mess- backen 2'nud 4 die AusschuBseite der Lehre dar.
Soll die Lehre auf einen andern Wellen- durchmesser bezw. auf eine a. ndere PaB- qualität eingestellt werden, so wird in der g Weise wie geschildert verfahren.
Nach der ISA-Passung sind bekanntlicl 39 voneinander verschiedene Pa¯qualitÏten vorgesehen, so daB mit der vorstehend besehriebenen verstellbaren Grenzraehenlehre f r jeden Millimeter Durchmesser 39 verschiedene Lehren bezw. Einstellehrdorne eingespart werden.
Der Lehrenkörper nach Fig. 20 bis 23 ist genau der gleiche wie nach Fig. 1 bis 8.
Lediglich an Stelle der Messbaeken 2 bis 4 sind mit Gewindelehrrollen 34 und 35 aus- gertistete Messbacken 36, 37 und 318 angeord- net. In dem dargestellten Beispiel sind die Gewindelehrrollen 34 und 35 des Messbackens 36 in einem B gel 36a doppelseitig gelagert, während die Gewindelehrrollen 34 und 35 der Me¯backen 37 und 38 freitragend, das heisst auf einem nur einseitig eingespannben Bolzen 39 gelagert sind. Die Gewindelehrrollen 34 verkörpern bei dieser Gewinderachenlehre die sogenannte Gutseite und besitzen mehrere GÏnge, während die Rollen 35 die AusschuBseite darstellen und d nur je einen Gang besitzen.
Zum Einstellen der Gewinderaohenlehre dient einer der beiden Einstellgewindelehrbolzen nach Fig. 32 bezw. 33, und zwar wird f r alle Gewindetiefen im Messbereich der Lehre sowie für jede Steigung und für alle Qualiiätswertemittel, fein und fest nur je ein einziger Einstelldorn ben¯tigt. Andere Gewindesteigungen und Gewindetiefen bedingen wieder einen andern entsprechenden Einstellehrdorn und entsprechende Gewinde- lehrrollen. Diese letzteren können nach Herausnahme der Achsbolzen 39 bezw. 40 leicht gegeneinander ausgewechselt werden.
Das Einstellen der Gewinderaehenlehre erfolgt sinngemϯ in der gleichen Weise, wie dies bei der Schilderung der Anwendung der Grenzrachenlehre ausführlich beschrieben worden ist.
Die Aussendurchmesser der Gewinderollen 34, 35 werden je nach Steigung bezw. Ge- windetiefe bestimmt, damit eine gleich- mässige Kerndurchmesserdistunz beibehalten werden kann.
Verschiebungen der Messbaeken von ber 0.8 mm m ssen je zur HÏlfte ber die Teile 2 und 3. 4 bezw. 36 und 37. 38 erfolgen, um die Lage der Messöffnung und den Schwer- punkt der Lehre möglichst in der Längsmittelebene derselben halten zu tell.
Hierbei dient der Drehzapfen 30 nur für die grobe Einstellung, das heisst die Teile 2 und 3, 4 solfie 36 und 37, 38 können mittels dieses Drehzapfens in das Mittelfeld nachgeschoben werden, wenn die Lehre nach dem Eichmass neu eingestellt werden soll.
Es ist vorgesehen, je eine Lehrengrosse herzustellen für die Me¯bereiche von 2 bis 11 mm, tuber 11 bis 25 mm. über 25 bis 40 mm, über 40 bis 55 mm, iiber 55 bis 70 mm. ber 70 bis 90 mm, ber 90 bis 110 mm, ber 110 bis 130 mm und über 130 bis 150 mm.