CH229752A - Zur Übertragung von elektrischen Signalen über eine Leitung dienende Anlage. - Google Patents
Zur Übertragung von elektrischen Signalen über eine Leitung dienende Anlage.Info
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Description
Zur Übertragung von elektrischen Signalen über eine Zeitung dienende Anlage. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine zur Übertragung von elektrischen Signalen über eine Leitung dienende An lage, in welcher am Sendeende eine Signal sendevorrichtung und am Empfangsende eine auf Signale ansprechende Vorrichtung vorhanden ist, welche Anlage sich erfin dungsgemäss dadurch auszeichnet,
dass beim Senden zwei Ströme verschiedener Frequenz durch @dne Signalsendevorrichtung abwechs- lungsweise mindestens einem. Signaldraht zugeführt werden, welche Ströme zwei Elemente der Signalempfangsvorrichtung, welche Vorrichtung Mittel zur Wiedergabe des von der Sendevorrichtung übertragenen S S ignals enthält,
abwechselnd wahlweise zum Ansprechen bringen.
Für die ,genannten Elemente können Röh ren mit kalter Kathode an sich bekannter Art verwendet werden. Die beiden je einer ,dieser Röhren zugeführten Frequenzen kön nen über einen einzigen Signaldraht oder ge trennt über je einen Leiter einer Zweidraht- leitung oder in :Simplegachaltung über beide Leiter einer solchen Leitung übermittelt werden.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand von zwei beispielsweisen Ausführungsformen, die in, den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sche- matisch dargestellt sind, näher beschrieben.
In der Pig. 1 ist mit IMP ein. Impuls sender bezeichnet, welcher beispielsweise die Nummemn@s,ch:eibe eines Te#lep:honapparates- o:der eine eonstige Impulsgabevorriehtung sein kann.
Das Relais Sr ist .das Impuls- relais am Sendeende, welches wahlweise eine .der zwei Frequenzen <I>f l</I> und<B>f22</B> an den Signaldraht legt.
Am Empfangsende sind zwei Filter, zwei Röhren mit kalter Kathode, zwei Steuer relais und einige Hilfsvorrichtungen vor handen.
Das eine Filter, welches aus dem Kon densator Cl und der Induktivität S'1 be steht, ist derart abgestimmt, idass bei der Frequenz f 1- Resonanz auftritt. Der Kondensator C5 dient zur @'ber- brückung des Gleichstromwiderstandes eines Potentiometers P (welcher Widerstand hoeh- ohmi.g sein kann) für Wechselstrom.
Das andere Filter besteht aus dein Kon.- densator C2 und der Primärwicklung des Transformators T, die in Nebenschluss zum Kondensator C3 liegt. Das zweite Filter ist so abgestimmt, dass bei der Frequenz f? Re sonanz auftritt.
Die Röhren mit kalter Kathode sind an sich bekannter Art und benötigen eine be sondere Überschlagsspannung I'x für die Ionisierun.g der zwischen den beiden Elek troden e1 und e2 liegenden Steuerstrecke,
während für die zwischen der Anode 3 und jeder der beiden Elektroden e1 und e2 liegen den Hauptstrecken zu deren Ionisierung eine wesentlich höhere Überschlagsspannung I'y benötigt wird. Sobald einmal die Steuer strecke ionisiert ist, genügt eine Spannung Z'z, die bedeutend niedriger als. I'-y ist, zur Aufrechterhaltung eines Stromes in der Hauptstrecke.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die Anode der Röhre L1 in Reihe mit dem Relais Arl geschaltet ist, während im Anoden stromkreis der Röhre L2 das Relais -4r2 liegt. Die Elektrode e2 ist mit der negativen Klemme des bereits erwähnten P'otentio- meters P verbunden, das parallel zu einer Batterie von beispielsweise 13(1 Volt geschal tet ist, während die Elektrode ei.
(Steuer elektrode) mit einer am Potentiozneter ab gegriffenen Vorspannung verbunden ist, welche kleiner ist als die Ü berschh,gsspan- nung, die zur Ionisierung der Steuerstrecke benötigt wird.
Die beiden Steuerrelais ,Irl und < 1r2 steuern die Röhren mit kalter Aiiode in der weiter unten beschriebenen Wreise. Das Relais Arl ist das tatsächliche Röhrensteuerrelais, während das Relais Art das Signalwieder- gabereIais ist.
Die Anordnung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt: Wenn die Impulsgabe beginnen soll, legt der Steuerstromkreis des Sendeen.des eine Spannurig von der Frequenz f I über den Ruhekontakt des Relais Sr an den Signal draht.
Diese Spannung bewirkt, dass ein Strom durch (las Filter Cl-Sl fliesst, wel ches auf die Frequenz f1 abgestimmt ist. -o- bei die Spannung an der Steuerelektrode e1 der Röhre LI auf einen solchen Wert er höht wird, dass an der Steuerstrecke die Überschlag.s.spannung erreicht -wird.
Dadurch wird .die Steuerstrecke ionisiert. In diesem Zeitpunkt ist der Anodenstromkreis der Röhre R1 immer noch am rechten Arbeits kontakt des Relais 1r2 offen, so dass sich weiter nichts ereignet.
Sobald der erste Impuls beginnt, das heisst sobald der Impulssender IIIP zum ersten l@a.l eine Erde nach dein Relais Si- durch sehaltet, spricht dieses Relais an und schal tet eine Spannung von der Frequenz f--) (an Stelle der Frequenz f1) nach dem Signal draht durch.
Diese Spannurig bewirkt einen Stromfluss im zweiten Filter C2-T welches auf die Frequenz f? abgestimmt ist, so dass in der Sekundärwicklung des Transformators eine Spannung induziert wird, welche zur Vorspannung der Elektrode e1- der Röhre L2 hinzukommt, was einen Spannungswert er gibt, der der Überschlagsspannung der Steuer- strecke entspricht.
Die Steuerstrecke wird daher ionisiert und bewirkt die sofortige Ionisierung der Hauptstrecke und die Erre gung des Relais<I>1r2</I> im Anodenstromkreis der Röhre L2. Das Relais .Ir.) schliesst bei seiner Erregung an seinem linken Arbeits kontakt den Signalstromkreis des Empfangs endes und bereitet an seinem rechten Arbeits kontakt den Anodenstromkreis des Relais _4r1 vor.
Wenn der Anker -des Relais Sr seine Ruhestellung verlässt bezw. dessen Ruhe kontakt geöffnet wird, wird die Spannung von der Frequenz f l vom Signaldraht abge schaltet und dadurch die Röhre L1, deren Anodenstromkreis geöffnet ist, gelöscht.
Nach dem ersten Impuls, das heisst wenn der Impulssender LITP die Erde vom Relais 8r abschaltet, wird dieses Relais aberregt und schaltet die Spannung voll der Frequenz f2 vom Signaldraht ab.
Die Röhre L2 bleibt jedoch nach em Öffnen des Arbeitskontaktes des Relais Sr ionisiert, da ihr Anodenstrom kreis geschlossen bleibt. Sobald das Relais Sr den Ruhekontakt schliesst, wird eine Span nung von der Frequenz f 1 nachdem Signal draht durchgeschaltet.
Diese Spannung be ivirkt in der oben beschriebenen Weise die Ionisierung der Steuerstrecke der Röhre L1, und in diesem Zeitpunkt wird die H.aupt- z;trecke der Röhre L1 ebenfalls ionisiert, da der Anodenstromkreis für das Relais Arl über den rechten Arbeitskontakt des Relais .1r2 geschlossen ist.
Das Relais Arl spricht daher an und so bald es seinen Ruhekontakt öffnet, wird auch der Anodenstromkreis der Röhre L2 geöffnet, so dass.diese Röhre erlischt.
Das Relais; Art fällt -daher ab und öffnet dabei den Signal- stromkreis des Empfangsendes und den Anodenstromkreis der Röhre L1, wodurch die Aberrebgung des Relais<I>Art</I> bewirkt wird.
Die Steuerstrecke,der Röhre L1 bleibt ioni siert, -da der Signaldraht, wie oben beschrie ben, eine Spannung von der Frequenz f1 führt.
Parallel zur Wicklung des Relais Arl ist ein nicht induktiver Widerstand r4 geschal tet, um bei deröffnung,des Erregungsstrom kreises dieses Relais den Extrastrom der Px:elaiswicklung aufzunehmen. Dies ist wün- chenswert, da es die Entionisierung der Röhre L1 beschleunigt.
Es ist nun ein Impuls gesendet worden und die, Stromkreise befinden sich nun wieder irr gleichen Zustand wie zu Beginn .der Im pulsgabe. Alle weiteren Impulse werden in genau gleicher Weise übertragen.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, da.ss die Anordnung nach Fig. 1 eine sehr empfindliche Signalübertragung ermöglicht, ,die sieh beispielsweise für Lokalimpulsüber- trag ungss:tromkreise oder .Stromkreise für die Übertragung von Impulsen über Fernleitun gen eignet.
Die beschriebene Anordnung beruht auf dem Prinzip, :dass die Impulsübertragung beim Senden mit zwei verschiedenen Fre- quenzen geschieht, welche am Empfangs ende über je ein geeignetes Filterempfangen werden, wobei jeder der zwei Ströme ver schiedener Frequenz zur Ionisierung je einer Röhre mit kalter Kathode benützt wird.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausfüh rungsbeispiel, welches sich von demjenigen nach der Fig. 1 durch die Ausbildung der Anodenstromkreise der Röhren unterseheid@et. In der Fig. 2 ist das Anodensteuerrelais durch einen Kondensator C4 ersetzt, während das Signalre eis<I>Ara</I> in Reihe zu beiden Anoden geschaltet ist.
Die Anordnung nach Fig. 2 .arbeitet, wie folgt: Wenn die Impulsgabe beginnen .soll, wird eine Frequenz f 1 an den Signaldraht angelegt und dadurch, wie bereits früher be schrieben worden ist, die Röhre L1 ionisiert. Es fliesst nun ein Anodenstrom über den Widerstand r3.
Da die Spannung zur Auf rechterhaltung der Ionisierung in der Röhre L1 ungefähr 75 Volt beträgt, so ist .die Span nung im Punkte a ungefähr - 55 Volt ge genüber dem Punkte o (Batterie von<B>130</B> Volt). Der Kondensator C4 wird daher in,der durch die ausgezogen gezeichneten -I- und Zeichen aufgeladen, .da der Punkt b den gleichen Spannungswert aufweist wie der Punkt o.
Sobald die Impulsgabe beginnt, wird das Relais 85'r erregt und die Frequenz f 2 an den Signaldraht angelegt, wodurch die Ioni-- s.ierung der Röhre L2 bewirkt wird und damit .die Erregung ges Impulsrelais<I>Ara.</I> Die Spannung im Punkt b fällt nun auf - 55 Volt, bezogen auf den Punkt o, mit dem. Re sultat, dass der Kondensator - C4 entladen wird.
Dieser Entladungsstrom verursacht einen zusätzlichen vorübergehenden Span- nungsabTall im Widerstand r3, wodurcheine Herabsetzung .der Spannung im Punkte a gegenüber dem Punkte o bewirkt wird.
Da die Gesamtspannung an der Hauptstrecke = 130 Volt beträgt und da .der Spannungs- abfall an den Klemmen des Widerstandes r3 grösser als 55 Volt ist, so ist die verfügbare Spannung zwischen der Hauptstrecke der Röhre kleiner als 75 Volt, mit dem Resultat, da-ss die Röhre L1 erlischt. Sobald er Strom im Widerstand r3 verschwindet, erreicht die Spannung im Punkte a. den gleichen Wert im Punkte o. Der Kondensator C4 wird nun in umgekehrter Richtung geladen, wie dies durch die gestrichelten-!- und - Zeichen angedeutet ist.
Wenn der erste Impuls vorüber ist, wird das Relais Sr- aberregt und wiederum die Frequenz f l an den Signaldraht angelegt. Die Röhre L1 wird ionisiert und die Span nung im Punkte a fällt wieder auf ungefähr - 55 Volt, bezogen auf den Punkt o.
Der Kondensator C4 beginnt nun mit seiner Ent ladung und der Entladestrom verursacht einen zusätzlichen Spannungsabfall im Relais <I>Ara,</I> wodurch das Erlöschen der Röhre L2 und die Aberregung,des Relais Ara bewirkt uvird. Der Punkt b erreicht dann die gleiche Spannung wie der Punkt o und der ursprüng liche Zustand ist wieder hergestellt. Weitere Impulse werden in genau gleicher Weise übertragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zur Übertragung von elektrischen Signa len über eine Leitung dienende Anlage, in welcher am Sendeende eine Sign:al#s@ende- vorrichtung und am Empfangsen.de eine auf Signale ansprechende Vorrichtung vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass beim Senden zwei Ströme verschiedener Frequenz durch die Signalsendevorrichtung abwechslungs weise mindestens einem Signaldraht zuge führt werden, welche Ströme zwei Elemente der Signalempfaugsvorrichtung,ivelehe Vor richtung Mittel zur Wiedergabe des von der Sendevorrichtung übertragenen Signals ent hä1t, abwechselnd wahlweise zum Ansprechen bringen. UN TERANSPR üCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, in wel cher die Signalsendevorrichtung ein Impuls reIais aufweist, welches durch eine Impuls gabevorrichtung gesteuert wird, dadurch ge kennzeichnet, da.ss die beiden verschiedene Frequenz aufweisenden Ströme dem Signal draht auf solche Weise zugeführt werden, dass der Strom der einen Frequenz durch den Ruhekontakt des Impulsrelais und der Strom der andern Frequenz durch den Arbeits kontakt dieses Relais angeschaltet wird. 2.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsvorrich tung elektrische Filter zum getrennten Emp fang der beiden verschiedene Frequenz auf weisenden Ströme besitzt. 3.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Signalempfangseinrichtung zwei Röhren mit kalter Kathode aufweist, deren Steuerelektrode mit den elektrischen Filtern auf solche Weise verbunden sind, da.ss die Spannung der einen Frequenz nur der Steuerelektrode der einen Röhre und die Spannung der andern Frequenz nur der Steuerelektrode der andern Röhre angelegt wird. 4.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Steuerelektroden der zwei Röhren mit einer solchen Vorspannung ver bunden sind und die elektrischen Charakte ristiken der Filter derart sind, dass jeder der zwei empfangenen Signalwechselströme das Zünden .der Steuers@treeke der entsprechenden Röhre mit kalter Kathode bewirkt. 5.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zünden und Löschen der Hauptstrecke der beiden Röhren mit. kalter Kathode durch zwei Relais gesteuert wird, von denen das eine im Anodenstromkreis der einen Röhre und das andere im Anoden stromkreis der andern Röhre liegt, wobei die Anordnung so ist, dass der Empfang des Signalstromes der einen Frequenz das Zün den der einen Röhre und die Erregung des einen, Steuerrelais bewirkt, während der Empfang des Signalstromes der andern Fre quenz das Zünden.der andern Röhre und die Erregung des andern Steuerrelais bewirkt, welch letzteres bei seiner Erregung den über die Hauptstrecke der ersten Röhre führen den Stromkreis öffnet und die Aberregung des ersten Steuerrelais bewirkt, welches seinerseits bei seinem Ansprechen den über die Hauptstrecke der zweiten Röhre führen den Stromkreis öffnet und dadurch :die Ab erregung des zweiten Steuerrelais bewirkt (Fig. 1). 6.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zünden und Löschen der Hauptstrecke der zwei Röhren mit kalter Kathode durch eine Kombination aus einem Relais, einem Widerstand und einer Kapazi tät gesteuert wird, in welcher Kombination das Relais und der widerstand je in Reihe mit einer Hauptstrecke einer der beiden Röhren liegt, während ,die Kapazität im Ne benschluss zum Relais und zum Widerstand liegt, wobei die Anordnung so ist,dass der Empfang des Signalstromes der einen Fre- quenz das Zünden der entsprechenden Röhre und das Aufladen des Kondensators mit der einen Polarität bewirkt, während der Emp fang des Signalstromes der andern Frequenz das Zünden der zweiten Röhre und das Ent- laden des Kondensators bewirkt, um die Spannung an der Anode der ersten.Röhre herabzusetzen, wodurch das Löschen: dieser Röhre bewirkt wird, worauf der Kondensa tor mit entgegengesetzter Polarität aufgela den wird und damit für die Wiederholung des Empfangsvorganges bereit ist (Fig. 2).
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